Yannick Nézet-Séguin dirigiert Wagners »Rheingold« im Festspielhaus Baden-Baden

Konzert Chamber Orchestra of Europe, Yannick Nézet-Séguin (© Manolo Press/Michael Bode)

Michael Volle als Wotan, Samuel Youn als Alberich, Wiebke Lehmkuhl als Erda… Diese und viele weitere Wagner-Stars sorgen für echte Bayreuth-Gefühle in Baden-Baden. Am Samstag, 30. April 2022 um 19 Uhr kommt das Weltklasse-Ensemble in Richard Wagners Oper „Rheingold“ unter der musikalischen Leitung von Yannick Nézet-Séguin zusammen.

Auch Gerhard Siegel (Loge) , Stephen Milling (Fasold), Mikhail Petrenko (Faffner), Christiane Karg (Fricka), Thomas Ebenstein (Mime) haben Wagner-Erfahrung und freuen sich auf das prominente Zusammentreffen ganz in der Nähe des Rheins. Schließlich liegt Baden-Baden keine 15 Auto-Minuten von dem Fluß entfernt, der Wagners „Vorabend“ zur Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ seinen Namen gab. Und selbst das Orchester des Abends hat einen direkten Rhein-Zugang: Yannick Nézet-Séguin leitet das Rotterdam Philharmonic Orchestra, dessen Chefdirigent er von 2008 bis 2018 war. Heute ist der kanadische Dirigent Chef in Philadelphia und seit 2018 Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera.

Für Michael Volle bedeutet der Auftritt als Wotan nicht nur in musikalischer Hinsicht eine Heimkehr ins Festspielhaus Baden-Baden: das Licht der Welt erblickte der Bariton im Schwarzwald, im nahe gelegenen Freudenstadt. Opernfans erinnern sich noch gern an seinen „Ford“ in Verdis „Falstaff“ – 2007 in Baden-Baden. Hier sang er auch in vielen weiteren Konzerten und konzertanten Opernaufführungen, darunter den „Holländer“ 2018 an der Seite von Elena Stikhina, die soeben bei den Osterfestspielen mit den Berliner Philharmonikern in Baden-Baden wieder reüssierte.

Christiane Karg brillierte unter Yannick Nézet-Séguin 2018 in der „Zauberflöte“ und der „Baden-Baden Gala 2015“ im Festspielhaus.

„Das Rheingold“ ist der Auftakt zu Richard Wagners Jahrhundertwerk, der Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“, und verhandelt bereits die Hauptthemen des gesamten Opus: Macht und Liebe. „Nur wer der Minne Macht entsagt“, kann die magische Kraft des tief im Rhein verborgenen Goldes für sich nutzbar machen und schier unermessliche Macht erlangen – so singen es die Rheintöchter zu Beginn und exponieren damit den zentralen Konflikt, der Wagners grandiosen Weltdeutungsmythos bestimmt: Das Gegenprinzip zu Macht, Politik und Gewalt ist die Liebe, und Liebe und Macht schliessen einander aus. Im „Rheingold“ ist es Alberich, der der Liebe abschwört, um das von den Rheintöchtern gehütete Gold an sich zu reissen und daraus den Ring zu schmieden, der ihm die Weltherrschaft verschaffen soll. Als er davon erfährt, gelüstet es auch den obersten Gott Wotan nach dem magischen Ring und den damit erworbenen Reichtümern. Die von ihm selbst geschaffenen Gesetze missachtend, bringt Wotan den Ring in seine Gewalt. Der betrogene Alberich stösst einen verzweifelten Fluch aus: Unglück und Tod sollen von nun an jeden Besitzer des Rings ereilen. In ihrem unstillbaren Hunger nach Reichtum und Macht missachten die Protagonisten dieser musikalischen Weltparabel nicht nur Gesetz und Moral, sondern zerstören auch die Natur. Das Drama nimmt seinen Lauf.

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