Wiedereröffnung der Staatsoper Hamburg, des Hamburg Ballett und des Konzertbetriebs des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg

Hamburg, 23. April 2021. Zum gegenwärtigen Planungsstand geht am 28. Mai 2021 der Vorhang in der Hamburgischen Staatsoper mit der Premiere von Georg Friedrich Händels Oper Agrippina in der Inszenierung von Barrie Kosky und der Musikalischen Leitung von Riccardo Minasi wieder auf. Bereits am Tag darauf folgt das Hamburg Ballett mit der Uraufführung von John Neumeiers Beethoven-Projekt II unter der Leitung von Kent Nagano. Und auch der Konzertbetrieb des Philharmonischen Staatsorchesters wird im Juni wiederaufgenommen.

Monate lang wurde geprobt und auf diesen Moment hingearbeitet. Jetzt wird – vorausgesetzt der Inzidenzwert in Hamburg lässt dies zu – ein herausragendes Programm der Staatsoper, des Hamburg Ballett und des Philharmonischen Staatsorchesters präsentiert:

Die Staatsoper Hamburg zeigt ab dem 28. Mai für vier Vorstellungen die Neuproduktion von Georg Friedrich Händels Oper Agrippina in der Inszenierung von Barrie Kosky und der Musikalischen Leitung von Riccardo Minasi. Es singen u. a. Anna Bonitatibus, Luca Tittoto, Julia Lezhneva, Christophe Dumaux, Franco Fagioli, Renato Dolcini, Vasily Khoroshev und Chao Deng. Es spielt das Ensemble Resonanz.

Digital war die Hamburger Manon mit mehr als 62.000 Views bereits sehr erfolgreich. Nun wird die Oper Manon von Jules Massenet mit Elsa Dreisig in der Titelpartie ab 2. Juni endlich vor Live-Publikum gespielt. David Bösch führte Regie, Sébastien Rouland steht am Pult des Philharmonischen Staatsorchesters. Es sind neben Elsa Dreisig u. a. Tahnee Niboro, Narea Son, Ida Aldrian, Ioan Hotea, Dimitry Ivashchenko, Björn Bürger und Daniel Kluge für insgesamt drei Vorstellungen zu erleben. Es spielt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg.


Das Hamburg Ballett bringt ab dem 29. Mai John Neumeiers jüngste abendfüllende Kreation Beethoven-Projekt II zur Uraufführung und zeigt zwei weitere Vorstellungen an den beiden folgenden Tagen (30., 31. Mai). Die Produktion entstand im Herbst 2020 anlässlich des 250-jährigen Geburtstags von Ludwig van Beethoven. Seit der Generalprobe am 4. Dezember hat John Neumeier das Ballett choreografisch weiterentwickelt, um es zum nächstmöglichen Zeitpunkt als Live-Vorstellung zu präsentieren. „Beethoven-Projekt II“ ist nach Turangalîla (2016) die zweite Zusammenarbeit mit Generalmusikdirektor Kent Nagano.

Im Vorfeld der 46. Hamburger Ballett-Tage zeigt das Hamburg Ballett am 9. Juni eine Vorstellung von Tod in Venedig. Die Wiederaufnahme dieser Produktion war die letzte Vorstellung der Compagnie mit Live-Publikum vor dem langanhaltenden Kultur-Lockdown.

Nach einer historisch einmaligen Vorstellungsunterbrechung von fast sieben Monaten ist es mir wichtig, unser Publikum mit offenen Armen willkommen zu heißen. Trotz ständig wechselnder Planungen habe ich daher immer an der Idee festgehalten, dass die Öffnung unseres Hauses soviel Gewicht haben müsste wie der Beginn einer Spielzeit, mit einer neuen Opernproduktion und einem neuen Ballett“.

John Neumeier

Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg wird die für April und Mai 2021 geplanten Orchesterkonzerte mit Generalmusikdirektor Kent Nagano als Streams aus der leeren Elbphilharmonie produzieren. Die für Juni 2021 angesetzten Konzerte sollen wieder mit Publikum im Saal veranstaltet werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Spielbetrieb im Hamburger Konzerthaus zu dem Zeitpunkt wieder möglich ist. Wie auch im vergangenen Herbst werden die Konzerte auf jeweils 60 Minuten Dauer verkürzt und wiederholt werden, um trotz der verringerten Saalkapazitäten mehr Publikum erreichen zu können. Im 6. Kammerkonzert am 6. Juni 2021 stehen Werke von Mozart, Vaughan Williams und Schumann auf dem Programm. Für das 10. Philharmonische Konzert am 20./21. Juni 2021 mit Gastdirigent Markus Poschner wird das Programm derzeit noch zusammengestellt.


Informationen zum Vorstellungsbesuch ab 28. Mai 2021:

Getestet in die Vorstellung

Alle Veranstaltungen werden selbstverständlich und – wie bereits im vergangenen Herbst erprobt – unter Beachtung aller gebotenen Abstands- und Hygieneregeln durchgeführt, sodass sich das Publikum gewohnt sicher und wohl fühlen kann. Nach heutigem Stand brauchen Besucherinnen und Besucher ein negatives CORONA-Testergebnis, um Vorstellungen besuchen zu dürfen. Hierfür stehen schon jetzt viele Testzentren, ausgewählte Apotheken und Arztpraxen zur Verfügung, deren Zahl in den nächsten Wochen noch wachsen wird und die komfortable Möglichkeiten bieten. Über die genauen Rahmenbedingungen des Besuches in der Hamburgischen Staatsoper oder in den Räumen der Elbphilharmonie wird zu gegebener Zeit informiert.

Vorverkauf

Der allgemeine Kartenvorverkauf beginnt bis auf weiteres voraussichtlich jeweils zwei Wochen vor dem Aufführungstermin, für die ersten Vorstellungen frühestens jedoch am 17. Mai. Auch die Online-Buchung ist dann wieder möglich. Abo-Zusatzkarten können jeweils drei Wochen vor der Veranstaltung, frühestens ab dem 12. Mai, erworben werden. Fällt ein Termin auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, wird der Vorverkaufsstart auf den letzten Werktag davor vorgezogen. Abonnentinnen und Abonnenten erhalten wieder ein Vorkaufsrecht zu Abonnements-Konditionen für Vorstellungen und Konzerte in ihrer jeweiligen Abo-Serie, über das sie schriftlich informiert werden.

Der Kartenservice ist neben dem Weg über E-Mail ticket@staatsoper-hamburg.de oder Fax (040) 35 68 610 auch wieder telefonisch (040) 35 68 68 erreichbar. Wann die Tageskasse wieder öffnen kann, hängt insbesondere von behördlichen Anordnungen ab, die derzeit noch nicht bekannt sind.

Spielzeit 2021/2022

Die Staatsoper Hamburg ist optimistisch, dass die Spielzeit 2021/22 weitestgehend wieder unter Rahmenbedingen stattfinden kann, wie es das Publikum gewohnt ist. Aufgrund der aktuellen Situation und der komplexen Planung kann das Programm der kommenden Spielzeit in diesem Jahr erst etwas später als gewohnt bekanntgeben werden. Ende Mai werden alle Informationen zur kommenden Spielzeit sowie die neuen Saisonbroschüren veröffentlicht. Der Kündigungstermin für laufende Abonnements wird daher selbstverständlich zunächst bis auf weiteres ausgesetzt.

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