Wiederaufnahme von Bizets »Carmen« am 31. Januar an der Oper Frankfurt

Carmen ~ Oper Frankfurt ~ Carmen und Don José ~ © Barbara Aumüller (szenenfoto.de)

Carmen von Georges Bizet (1838-1875) in der Sicht von Barrie Kosky, seit 2012/13 Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, gehörte zu den Höhepunkten der Spielzeit 2015/16. Dargeboten in einer von Kosky, dem Dirigenten der Premierenserie Constantinos Carydis sowie dem Herausgeber der kritischen Ausgabe, Michael Rot, eigens für die Oper Frankfurt erstellten Fassung, die Elemente der „großen Oper“ mit denen des Varieté und der Revue im Geiste Offenbachs kombiniert und zudem mit atemberaubenden Tanzszenen anreichert, riss die Inszenierung das Publikum förmlich von den Sitzen. Viele, die das populäre Werk gut zu kennen glaubten, sahen es plötzlich in völlig neuem Licht. Auch die Pressevertreter waren begeistert, was sich nach der Premiere am 5. Juni 2016 in Kritiken mit Schlagworten wie „kultverdächtig“ (www.musik-heute.de), „brillant und böse“ (Der Tagesspiegel), „Weltklasseproduktion“ (Rhein-Zeitung) und „Höhepunkt der Saison“ (www.concerti.de) entlud.


Zum Inhalt: Der pflichtbewusste Sergeant Don José verliebt sich in die verführerische Carmen, Arbeiterin in einer Zigarettenfabrik. Ihr zuliebe desertiert er von der Armee und schließt sich – entgegen den Bitten seiner Jugendliebe Micaëla, mit ihr in sein Dorf zurückzukehren – einer Schmugglerbande an. Angewidert von seiner schon bald aufflammenden Eifersucht wendet sich Carmen dem Torero Escamillo zu und gibt dem verzweifelten José den Laufpass. Zutiefst gekränkt sucht dieser eine letzte Aussprache, doch von Carmens Beharren auf ihre Freiheit provoziert ersticht er die Geliebte.


Für die dritte Wiederaufnahme dieser Erfolgsproduktion, welche 2018/19 mit großem Publikumszuspruch auch leihweise am Royal Opera House Covent Garden in London zu sehen war, kehrt der Schweizer Dirigent Stefan Blunier zurück ans Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, wo er sich diesmal mit Kapellmeister Nikolai Petersen abwechselt. Blunier dirigierte hier zuletzt 2018/19 Aufführungen von Strauss’ Daphne. Zu seinen aktuellen Aufgaben gehören Strauss’ Salome und Strauß’ Die Fledermaus an der Deutschen Oper Berlin sowie Schrekers Der ferne Klang am Königlichen Opernhaus Stockholm. Der französische Tenor Jean-François Borras gibt als Don José sein Frankfurt-Debüt und wird danach als Chevalier Des Grieux in Massenets Manon an die Wiener Staatsoper zurückkehren. In Frankfurt wechselt er sich mit seinem italienischen Fachkollegen Giorgio Berrugi ab, der hier 2018/19 in der Titelpartie von Berlioz’ La damnation de Faust debütierte. Zu seinen Plänen gehören Avito in Montemezzis L’amore di tre re und Un emigrante in Nonos Intolleranza 1960 an der Mailänder Scala. Seit 2018/19 ist Julia Moorman (Micaëla) Mitglied des Frankfurter Opernstudios; hier debütierte sie als Papagena in Mozarts Die Zauberflöte. Bariton Gordon Bintner (Escamillo), seit 2016/17 im Ensemble, stammt aus Kanada. Neben seinen Frankfurter Aufgaben (u.a. Plumkett in Flotows Martha und Mozarts Don Giovanni) gastierte er 2019 als Phorbas in Enescus Oedipe bei den Salzburger Festspielen. Auch die neuen Ensemblemitglieder Liviu Holender (Moralès / Dancaïro) und Bianca Andrew (Mercédès) sowie Opernstudio-Stipendiat Michael Petruccelli (Remendado) steigen erstmals in die Produktion ein, mit der – angeführt von Zanda Švēde als Carmen – alle übrigen besetzten Ensemblemitglieder bereits vertraut sind.


Carmen

Opéra comique in drei Akten

Von: Georges Bizet

3 .Wiederaufnahme an der Oper Frankfurt: 31. Januar 20
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung: Barrie Kosky
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes
Bühnenbild und Kostüme: Katrin Lea Tag
Choreografie: Otto Pichler
Licht: Joachim Klein
Chor: Tilman Michael
Kinderchor: Markus Ehmann
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Besetzung:

Carmen: Zanda Švēde
Don José: Jean-François Borras
Micaëla: Julia Moorman °
Escamillo: Gordon Bintner
Moralès / Dancaïro: Liviu Holender, Mikołaj Trąbka
Remendado: Michael Petruccelli °
Frasquita: Elizabeth Reiter
Mercédès: Bianca Andrew
Zuniga: Thomas Faulkner

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


° Mitglied des Opernstudios

Weitere Vorstellungen: 5., 7., 15., 22., 28. Februar, 7. (Oper für Familien; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 8 Jahren) März 2020, jeweils um 19.00 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

oper-frankfurt.de