Wiederaufnahme des Spielbetriebs am Staatstheater Mainz ab 22. März

VORHANG AUF!

Außenansicht des Staatstheater Mainz (Archivbild; © Andreas Etter)

Vorhang auf! Nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz dürfen die Theater bei entsprechender Inzidenz ab dem 22. März wieder in den Spielbetrieb gehen. Das Staatstheater Mainz ist darüber sehr froh und wird – so wie es immer betont hat – dann sofort für sein Publikum da sein.

Nach Monaten der Vereinzelung können im Staatstheater Mainz endlich wieder den Besucherinnen und Besuchern Austausch, Begegnung und analoge künstlerische Anregung ermöglicht werden. Schließlich sind diese realen Theatererlebnisse durch nichts zu ersetzen. Insbesondere in Zeiten, die durch einen hochaufgeregten Diskurs, durch Verunsicherung, gesellschaftliche Spaltung und gefühlte Perspektivlosigkeit vergiftet scheinen, möchte das Staatstheater Mainz die Konzentration des gemeinsamen Zusehens, den offenen, empathischen Blick auf Geschichten und Figuren und gerne auch einfach nur Ablenkung vom öden Pandemiealltag als Gegenmittel reichen.

Alle Mitarbeiter*innen und Künstler*innen des Theaters haben sich in den Monaten des Lockdowns sehr auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs gefreut und diesen mit viel Engagement vorbereitet. Das Haus ist bereit und hat viele Geschichten gesammelt, die endlich erzählt werden wollen! Sieben Premieren und zahlreiche Wiederaufnahmen in allen Sparten stehen ab dem 22. März bis Ende April auf dem Programm.

Vor allem Kinder, Jugendliche und Familien hatten und haben viel auszuhalten, darum ist es ein großes Bedürfnis des Staatstheater Mainz, gerade für sie wieder da zu sein. Mit der Premiere von Die Bremer Stadtmusikanten (28.3.) und Wiederaufnahmen von kreuz & quer, Ikarus, Krabat stehen darum gleich vier Familienproduktionen auf dem Programm. Außerdem kann sich im März und April auf die Premieren von Mutter Courage (24.3.), Hänsel und Gretel (10.4.), Adriana Lecouvreur (3.4.), Frieden, Liebe und Freiheit (28.4.), Der Widerspenstigen Zähmung (11.4.) und Gudruns Lied (17.4.) gefreut werden.

Wiederaufgenommen werden im Abendspielplan Werther, Tage des Verrats, Soul Chain, Sophia, der Tod und ich, Pimpinone oder Die ungleiche Heirat, Herr Lehmann, Sensemann und Söhne, Dinge, die ich sicher weiß.

Die genauen Termine sind ab 10. März auf staatstheater-mainz.com zu finden. Ab dann sind sofort Karten buchbar, online und an der Theaterkasse. Für Abonnentinnen und Abonnenten sind Kontingente bis 6 Tage vor der Vorstellung reserviert.

Selbstverständlich ist sich das Staatstheater Mainz seiner Verantwortung für die Besucher*innen und die Mitarbeiter*innen des Hauses sehr bewusst. Die hochleistungsfähigen Lüftungsanlagen der Zuschauerräume und ein strenges, bereits gut erprobtes Hygienekonzept im Saal und in den Foyers ermöglichen einen sicheren Besuch der Stücke. Da es noch keine Vorgaben für die Bestuhlung gibt, wurde sich für die vorsichtigste Variante entschieden: Jede zweite Reihe bleibt frei, Haushalte sitzen auf Abstand zum nächsten und es herrscht überall die Pflicht zum Tragen einer FFP2- oder medizinischen Maske. Die Garderobe wird mit an den Platz genommen. Es wird sehr begrüßt, wenn die Zuschauer*innen negativ getestet zu den Vorstellungen kommen, ab einer Inzidenz von 50 ist das Vorweisen eines negativen Tests, der nicht älter als 24 Stunden ist, Pflicht. Durch die Registrierung jedes/jeder Besucher*in im Voraus ist die Kontaktnachverfolgung gesichert.

Vorhang auf – und weiterhin fast alle Fragen offen. Denn natürlich gibt es nicht immer Antworten, schon gar keine einfachen. Aber wenigstens können die Fragen wieder gemeinsam gestellt werden, im Staatstheater Mainz.