Walter Plathe mit »Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk«an der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

Benefiz gegen den Krieg

Walter Plathe spielt Schwejk (Foto: Thomas Grünholz)

Am 21. März findet an der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater ein Benefiz gegen den Krieg statt. Walter Plathe tritt an dem Tag mit seinem Solo „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ auf. „Die Idee zu dem Benefiz kam mir ganz spontan. Ich habe nachts vor dem Fernseher gesessen und als ich die Flüchtlingstrecks gesehen habe, wollte ich was tun. Und Theaterspielen kann ich eben am besten“, erklärt er.

Theaterchef Martin Woelffer ist froh über Plathes Engagement gegen den Krieg. „Dieser Krieg betrifft uns alle. Was eignet sich besser um die Absurdität des Krieges anzuprangern als Jaroslav Hašeks ´Schwejk´? Ich hoffe sehr, dass die Menschen in der Ukraine sich bald wieder in ihren Lieblingslokalen treffen können, aber ich befürchte, es wird viel Zeit vergehen, bis das wieder möglich ist. Bis dahin möchten mein Team und ich alles dafür tun, was in unserer Macht steht, die Menschen, die dort unter schwierigsten Bedingungen ausharren und die Geflüchteten, die hier in Berlin gestrandet sind, zu unterstützen.“

Sämtliche Ticketerlöse aus der Vorstellung fließen an „Aktion Deutschland Hilft“/Nothilfe Ukraine.

Walter Plathe spielt Schwejk
Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater
Foto: Thomas Grünholz

Walter Plathe und Schwejk

„Schwejk ist eine richtige Volksfigur. Da ist in erster Linie das komödiantische Element. Hinter der Schwejkschen Naivität steckt aber auch ein großes humanitäres Potential“, findet Walter Plathe. Schon 2005 stand er am Theater am Kurfürstendamm in der Rolle des

schlitzohrigen Hundefängers Schwejk auf der Bühne. Es folgten mehrere erfolgreiche Wiederaufnahmen und Tourneen. Im vergangenen Jahr jährte sich die Veröffentlichung des Romans „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ zum hundertsten Mal.

Diese Fassung wurde speziell für Walter Plathe geschrieben. Er kann darin alle Register seines komödiantischen und gesanglichen Könnens ziehen.

Am Klavier wird er von Peter Buchheim begleitet.

Die Handlung

Schwejk hat es schriftlich: „Zum Idioten erklärt, aber zum Staatsdienst verwendbar.“ Der schlitzohrige Söldner führt mit subversiver Dümmlichkeit und raffiniert gespielter Hilflosigkeit inmitten der Wirren des Ersten Weltkrieges seinen ganz persönlichen Krieg gegen die Bürokratie und den Militarismus der österreichisch-ungarischen K.u.K.-Monarchie. Mit berechnender Naivität entzieht er sich der Willkür absurder Befehle und behauptet so seine persönliche Freiheit. Mit Witz und Phantasie gewinnt der „kleine Mann“ gegen die „Herren“ und rettet sich mit seinem Humor über das Chaos des Krieges. So gelingt es ihm, eine legendäre Verabredung einzuhalten: „Nach dem Krieg um sechs“ in seinem Lieblingslokal „Zum Kelch“ in Prag.

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