Walter H. Krämer Förderpreis 2020 für Simon Schwan

»Jedermann (stirbt)« mit Simon Schwan (rechts) und Wolfram Koch (links); Schauspiel Frankfurt ~ Foto: Arno Declair

Gestern erhielt Simon Schwan im Vorfeld der Online-Liederabendpremiere „Ready to Start“ des Studiojahres Schauspiel den von Walter H. Krämer gestifteten Förderpreis für junge Schauspielerinnen und Schauspieler. Walter H. Krämer würdigt damit bereits im achten Jahr herausragende künstlerische Leistungen im Ausbildungsbereich Schauspiel der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK). Diesmal war die Auswahl jedoch eine besondere Herausforderung, so Krämer in seiner Laudatio. „Dennoch haben wir – die Lehrenden und ich – entschieden, diesen Preis auch in diesem Jahr zu vergeben. Auch als Zeichen dafür, dass wir uns von der Virus-Krise nicht in die Knie zwingen lassen, und wir in Zeiten des Virus nicht alle Gewohnheiten und Rituale ad acta legen.“
Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 600 Euro verbunden.

Simon Schwan ist in Essen geboren und aufgewachsen. Erste Theatererfahrungen sammelte er im »English Drama Project« am Helmholtzgymnasium in Essen. Nach dem Abitur 2011 Jura-Studium, später Politik und Recht in Münster. Während dieser Zeit drehte er einen Kurzfilm, spielte in der freien Szene und inszenierte mit ehemaligen Schülern seiner Schule ein Theaterstück. Seit 2017 studiert er Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt.

Walter H. Krämer begründet seine Wahl u.a. mit den Worten: „(…) Seit Beginn seines Studiums gehört der diesjährige Preisträger zu den aktivsten und engagiertesten Studierenden im Ausbildungsbereich Schauspiel. Sein Engagement geht weit über den unmittelbar fachlichen Bereich hinaus und ist gepaart mit einem ausgewiesenen politischen und philosophischen Interesse für die Kontexte der künstlerischen Arbeit. (…) Der diesjährige Preisträger ist ein sensibler, genauer, feinsinniger, forschender, humorvoller und zugleich ernsthafter Spieler, der immer im und mit seinem Ensemble spielt und immer bemüht, den Anforderungen an eine Rolle gerecht zu werden. Kein Einzelkünstler, sondern ein Teamplayer, der nicht nur in „Corpus Delicti“ – man könnte fast denken, das Schauspiel Frankfurt ahnte die Krise voraus und nahm ein Stück über eine Gesundheitsdiktatur mit in den Spielplan auf – sondern auch und vor allem in „Jedermann stirbt“ an der Seite von Wolfram Koch eine starke, präsente schauspielerische Leistung zeigte.“

hfmdk-frankfurt.de