Wagners »Tristan und Isolde« ab 23. November an der Oper Chemnitz

Nach der preisgekrönten „Götterdämmerung“ die zweite Inszenierung von Elisabeth Stöppler am Haus

© Die Theater Chemnitz

Mit „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner wird am 23. Oktober 2021, 17.00 Uhr erstmals nach ein und dreiviertel Jahren wieder großes Musiktheater unter Beteiligung von Orchester und Chor auf der Bühne des Chemnitzer Opernhauses Premiere haben. Ein Ereignis, welches direkt den Faden der letzten großen Opernpremiere auf der Chemnitzer Bühne aufgreift: Wagners „Lohengrin“ im Januar 2020.

„Tristan und Isolde“ ist unbestreitbar eines der bedeutendsten und einflussreichsten musikdramatischen Werke überhaupt; kaum ein anderes Musikdrama hat einen solchen, bis heute anhaltenden Nachhall in Literatur, Bildender Kunst und Philosophie erfahren. Wagner greift in diesem Musikdrama den romantischen Mythos einer Liebe auf, die zu ihrer Erfüllung letztlich nach Auflösung des Subjekts im Tod verlangt, und verarbeitet diesen Mythos zu einem Kunstwerk von kaum zu überbietender Komplexität und Intensität. Mit „Tristan und Isolde“ kehrt das Inszenierungsteam um Regisseurin Elisabeth Stöppler zurück nach Chemnitz, das hier bereits 2018 die „Götterdämmerung“ auf die Bühne brachte und hierfür mit dem Theaterpreis DER FAUST 2019 ausgezeichnet wurde. In „Tristan und Isolde“ lässt das Stöppler-Team Wagners künstlerisch überhöhte Auffassung von Liebe und Tod auf eine klare Ästhetik des Realismus treffen. Die Geschichte der Titelfiguren, ihr Hintergrund und Beziehungsgefüge wird an ganz konkrete Situationen und Verhältnisse gebunden und neu hinterfragt. Der überwältigende Ausdruck seelischer Zustände wird auf diese Weise ergänzt um eine packende szenische Handlung. Dabei geht die Inszenierung auch gezielt einer heutigen Relevanz des Werkes und der Gedankenwelt Wagners nach.

Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Wagner-erfahrenen Händen des Generalmusikdirektors Guillermo García Calvo. Mit Stéphanie Müther und Daniel Kirch in den Titelpartien konnten erneut die beiden Solist:innen gewonnen werden, die bereits in der Chemnitzer „Götterdämmerung“ als Brünnhilde und Siegfried mit ihrer intensiven Interpretation Publikum und Presse in ihren Bann zogen.


Tristan und Isolde

Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner

Premiere an der Oper Chemnitz: 23. Oktober 21 (17.00 Uhr im Opernhaus Chemnitz)
(Aufführung mit deutschen Übertiteln)

Nächste Vorstellungen: 31. Oktober, 16.00 Uhr / 17. November, 17.00 Uhr / 28. November, 16.00 Uhr

Musikalische Leitung: Guillermo García Calvo
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühne: Annika Haller
Kostüme: Gesine Völlm
Chor: Stefan Bilz
Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf

Mit: Daniel Kirch (Tristan), Alexander Kiechle (König Marke), Stéphanie Müther (Isolde), Oddur Jónsson (Kurwenal), Till von Orlowsky (Melot), Sophia Maeno (Brangäne), Martin Petzold (Ein Hirte), Jacob Scharfman (Ein Steuermann), Thomas Kiechle (Stimme eines jungen Seemanns);
Herrenchor der Oper Chemnitz, Musiktheaterstatisterie, Robert-Schumann-Philharmonie

theater-chemnitz.de