Wagners »Götterdämmerung« an der Staatsoper Stuttgart

Opernhaus der Staatsoper Stuttgart (Foto: Matthias Baus)

Der Ring des Nibelungen an der Staatsoper Stuttgart kommt mit der Götterdämmerung in der Inszenierung von Marco Štorman zum Abschluss. Der vierte Teil der Tetralogie feiert unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister am 29. Januar Premiere.

Daniel Kirch, in Stuttgart bereits 2018 als Parsifal zu erleben, verkörpert Siegfried. Für die Rolle der Brünnhilde kehrt Christiane Libor an die Staatsoper Stuttgart zurück, wo sie – ebenfalls 2018 im Parsifal – als Kundry debütierte. Patrick Zielke steht in einer Doppelrolle als Hagen und Alberich auf der Bühne. Ensemblemitglied Shigeo Ishino übernimmt die Partie des Gunther. Esther Dierkes und Stine Marie Fischer feiern ihre Debüts als Gutrune und Waltraute. Ebenfalls in der Götterdämmerung zu erleben ist der Staatsopernchor Stuttgart.

Im vierten Teil des multiperspektivischen Ring des Nibelungen an der Staatsoper Stuttgart geht Regisseur Marco Štorman den verschiedenen Erzählsträngen und Handlungsebenen nach, aus denen sich die Götterdämmerung zusammensetzt: Wie schon in der Walküre wird die Handlung auch im letzten Ring-Teil großteils durch das Erzählen der Figuren vorangetrieben: Die Figuren erzählen immer wieder Teile derselben Geschichte aus einer anderen Perspektive und stellen somit die Frage danach, was „Wahrheit“ ist. Auch das Bühnenbild von Demian Wohler thematisiert verschiedene Prinzipien des Erzählens und verbindet unterschiedliche Handlungsorte wie Walkürenfelsen, Weltesche oder der Halle der Gibichungen zu immer anderen Konstellationen und Perspektiven.

Die Vielschichtigkeit des Gesamtkunstwerkes Der Ring des Nibelungen steht im Zentrum des in der vergangenen Saison begonnen Rings an der Staatsoper Stuttgart. Wagner arbeitete über 25 Jahre an dem vierteiligen Bühnenfestspiel, das sich aus Mythologie, Revolution, Anarchie, Visionen von Untergang und Neuanfang speist. Gemäß diesen verschiedenen Perspektiven wechseln die Regieteams pro Ring-Teil, in der Walküre aufzugsweise. Nach Rheingold in der Regie von Stephan Kimmig, Die Walküre in der Regie von Hotel Modern, Urs Schönebaum und Ulla von Brandenburg sowie der Neueinstudierung von Jossi Wielers und Sergio Morabitos Siegfried aus dem Jahr 1999 verantwortet Marco Štorman den Abschluss der Tetralogie. Der Ring des Nibelungen wird im März und April 2023 zweimal als Zyklus aufgeführt.


Götterdämmerung:

Von: Richard Wagner

Premiere: Sonntag, 29. Januar 23 (16 Uhr)
Weitere Vorstellungen: 12. / 19. Februar 2023

Zyklus:
3. März 2023 Das Rheingold
4. März 2023 Die Walküre
10. März 2023 Siegfried
12. März 2023 Götterdämmerung

5. April 2023 Das Rheingold
6. April 2023 Die Walküre
8. April 2023 Siegfried
10. April 2023 Götterdämmerung

Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Regie: Marco Štorman
Bühne: Demian Wohler
Kostüme: Sara Schwartz
Licht: Kai Luczak
Chor: Manuel Pujol
Dramaturgie: Ingo Gerlach

Besetzung:

Siegfried: Daniel Kirch
Gunther: Shigeo Ishino
Hagen, Alberich: Patrick Zielke
Brünnhilde: Christiane Libor
Gutrune: Esther Dierkes
Waltraute: Stine Marie Fischer
1. Norn: Nicole Piccolomini
2. Norn: Ida Ränzlöv
3. Norn: Christiane Kohl
Woglinde: Eliza Boom
Wellgunde: Linsey Coppens
Floßhilde: Martina Mikelić

Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart


staatsoper-stuttgart.de