Vorgestellt: Die Spielzeit 2019/20 am Theater Krefeld und Mönchengladbach

Theater Krefeld und Mönchengladbach ~ Pressekonferenz zur Spielzeitvorstellung 2019/2020 ~ © Matthias Stutte

Michael Grosse und sein künstlerisches Leitungsteam haben den neuen Spielplan für 2019/20 vorgestellt

Krefeld und Mönchengladbach. „Es gibt keine Zukunft ohne Herkunft“, leitete Generalintendant Michael Grosse die Vorstellung des neuen Spielplans für 2019/20 am Gemeinschaftstheater ein und bezog sich auch auf die in der kommenden Saison seit 70 Jahren währende Theaterehe der beiden Städte Krefeld und Mönchengladbach. Der Theaterchef hob noch einmal hervor, dass das Theater durch das Finanzierungskonzept „Theater mit Zukunft“, das die Städte unterstützen, glücklicherweise weit darüber hinaus, bis ins Jahr 2025, Planungssicherheit habe.

Den Satz „An diesem Haus arbeiten Menschen aus 29 Nationen“, der an beiden Theaterfassaden prangt, könne man nicht oft genug betonen, wenn es um das Thema Zukunft und Herkunft gehe, so Michael Grosse. „In der nächsten Spielzeit arbeiten viele Regisseure aus entlegenen Regionen wie Israel, Palästina, Armenien und Syrien bei uns“, sagte er.

Auf der Pressekonferenz wurde auch das neue Spielzeitheft präsentiert. Für die Gestaltung des Innenteils hat das Theater einen Perspektivwechsel vollzogen, indem es das Publikum in den Mittelpunkt rückt, also diejenigen, ohne die es Theater überhaupt nicht gäbe. Ob in der Künstlergarderobe, im Dirigentenzimmer, in der Maske, in der Schlosserei oder im Chorsaal – für 47 Fotos wurden Theaterzuschauer von Theaterfotograf Matthias Stutte an Orte eingeladen, die ihnen bei ihrem Theaterbesuch sonst verborgen bleiben.

„Und der Haifisch, der hat Zähne…“ In Krefeld eröffnet das Schauspiel am 20. September die Spielzeit mit Brechts Klassiker „Die Dreigroschenoper“ und setzt damit auf eine spartenübergreifende Arbeit: Regie führt Helen Malkowsky, die sonst im Musiktheater zu Hause ist. Schauspieldirektor Matthias Gehrt freut sich darauf, wenn Malkowskys „gebündelte Musikerfahrung und hohe bildnerische Erfahrung“ mit seinem Schauspielensemble zusammentreffen. Ein weiteres Glanzlicht der Saison werde einer der „Big-Five-Titel“ der Unterhaltung, die Komödie „Der Raub der Sabinerinnen“, so Gehrt, und er verrät: „Michael Grosse spielt Theaterdirektor Emanuel Striese“.

Die Spielzeiteröffnung wird im Theater Mönchengladbach durch das Musiktheater gestaltet: Am 22. September feiert Richard Strauss‘ Musikdrama „Salome“ in einer Neuinszenierung des international gefragten Regisseurs Anthony Pilavachi Premiere. Damit steht das Werk erstmals wieder nach 26 Jahren auf dem Spielplan des Gemeinschaftstheaters. „Wir konnten für die wahrhaft mörderische Partie der Salome Dorothea Herbert verpflichten“, erläutert Operndirektor Andreas Wendholz. Die Sopranistin wird ab 2019/20 fest zum Ensemble des Musiktheaters gehören.

Ballettchef Robert North nimmt für „Living in America“ gleich augenzwinkernd vorweg: „Trump is not included“. Mit der zweiten Ballettpremiere der Spielzeit am 26. Oktober in Mönchengladbach wirft der gebürtige Amerikaner einen liebevoll-ironischen und kritischen Blick auf seine Heimat. Das Ballettensemble startet am 6. Oktober in Krefeld mit „Farben der Welt“, einem Abend, für den Robert North sich von den berühmten Künstlern Henri Matisse, Sandro Botticelli, Kasimir Malewitsch und William Turner inspirieren ließ, in die Saison.

Generalmusikdirektor Mihkel Kütson stellt den neuen Konzertspielplan und das Konzertjahresheft am Freitag, den 3. Mai vor.

Der Vorverkauf für die Freiverkaufsvorstellungen der Spielzeit 2019/2020 startete am Donnerstag, den 2. Mai sowohl online unter www.theater-kr-mg.de als auch an den Theaterkassen. Auch diejenigen, die sich für ein Abonnement interessieren, können sich an der Theaterkasse beraten lassen. Das Spielzeitheft liegt ab sofort in den Foyers des Theaters und kurz darauf auch in allen bekannten Vorverkaufsstellen aus. Auf der Theaterhomepage www.theater-kr-mg.de ist das Heft als Download verfügbar.