Verleihung OPUS KLASSIK 2021 am Sonntag, 10. Oktober im ZDF

Désirée Nosbusch ist die neue Moderatorin beim "OPUS KLASSIK" (© ZDF und Urban Zintel)

Am Sonntag, 10. Oktober 2021, überträgt das ZDF um 22.15 Uhr die Verleihung des “OPUS KLASSIK 2021” aus dem Konzerthaus Berlin. Durch das Programm führt erstmals Désirée Nosbusch. Bereits zum vierten Mal werden außerordentliche musikalische Leistungen mit dem begehrten Klassikpreis ausgezeichnet.

Die Sopranistin Sonya Yoncheva erhält den OPUS KLASSIK als “Sängerin des Jahres”, der Tenor Piotr Beczala als “Sänger des Jahres”. Stargeiger Daniel Hope darf sich über einen Sonderpreis für seine Online-Aktivitäten während der Pandemiezeit freuen. Die junge Trompeterin Lucienne Renaudin Vary wird als “Nachwuchskünstlerin Instrument” ausgezeichnet. Pianist Daniil Trifonov und Klarinettist Martin Fröst bekommen den OPUS KLASSIK in der Kategorie “Instrumentalist”.

Weitere Künstler*innen des Abends sind die Sopranistin Fatma Said (“Nachwuchskünstlerin Gesang”), der Cellist Pablo Ferrandez (“Nachwuchskünstler Instrument”) sowie die Geigerin Ragnhild Hemsing mit ihrer traditionellen norwegischen Hardangerfiedel (“Klassik ohne Grenzen”).

Weitere OPUS-Kategorien und ihre Preisträger*innen werden in Video-Einspielern während der Sendung vorgestellt.

Es spielt das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Cornelius Meister, der seit 2018 Generalmusikdirektor der Staatsoper und des Staatsorchesters Stuttgart ist.

Die neue Moderatorin des OPUS KLASSIK, Désirée Nosbusch, blickt ihrer neuen Aufgabe mit großer Freude entgegen. Für die beliebte Schauspielerin, die bereits einige Klassik-Events im ZDF präsentiert hat, spielte die Musik schon immer eine wichtige Rolle: “Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen.”

Begleitend zur Sendung werden in der ZDFmediathek und auf Social.Media-Kanälen des ZDF kurze Porträts und Beiträge von den Preisträger*innen sowie ihre Auftritte beim OPUS KLASSIK online gestellt beziehungsweise gepostet.

Mitwirkende/Preisträger*innen

  • Sonya Yoncheva, Sopran
  • Piotr Beczala, Tenor
  • Daniel Hope, Geige
  • Daniil Trifonov, Klavier
  • Martin Fröst, Klarinette
  • Fatma Said, Sopran
  • Lucienne Renaudin Vary, Trompete
  • Pablo Ferrández, Cello
  • Ragnhild Hemsing, Geige
  • Es spielt das Konzerthausorchester Berlin
  • Musikalische Leitung: Cornelius Meister
  • Moderation: Désirée Nosbusch

Interview mit Moderatorin Désirée Nosbusch

Sie präsentieren am 10. Oktober erstmals die Verleihung des OPUS KLASSIK. Sie haben schon viele große Musikereignisse, wie zum Beispiel den Grand Prix Eurovision de la Chanson 1984, moderiert. Welche Bedeutung hat für Sie die Moderation dieser TV-Gala?

Ein Zurück zu meinen Anfängen und Wurzeln. Ein Date mit einer alten Liebe, der Moderation. Ich freue mich sehr auf die wunderbaren Künstler, die Bühne des Konzerthauses in Berlin, die mir schon sehr viel Glück in meinem Leben gebracht hat, und auf das Wiedersehen mit einem Live-Publikum.

Sie haben bereits die ZDF-“Sommernachtsmusik” 2018 mit Jonas Kaufmann auf der Berliner Waldbühne präsentiert – und damals schon etwas “Blut geleckt”?

Die “Sommernachtsmusik” mit Jonas Kaufmann war wirklich eine magische und unvergessliche Nacht unter dem Himmel Berlins. Blut habe ich allerdings schon vor vielen, vielen Jahren geleckt.

Welche Bedeutung hat für Sie Musik insgesamt?

Musik spielt seit der Kindheit eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben. Einer meiner stolzesten Momente damals war, als ich im Kinderzimmer den Refrain von “Eight Days A Week” der Beatles nach Anlaufschwierigkeiten mitklatschen konnte. Und das war erst der Anfang des bunt gemischten Soundtracks meines Lebens. Mit acht fing ich im Konservatorium in Luxemburg mit Musiklehre an und verliebte mich in die Klavierstücke von Bach. Als ich mit 15 “Hits von der Schulbank” im ZDF moderierte, wurde mir die Bandbreite meiner Musikbegeisterung erst so richtig bewusst.

Ist Johann Sebastian Bach bis heute ihr Lieblingskomponist?

Wenn ich auf eine einsame Insel nur das Werk eines klassischen Komponisten mitnehmen dürfte, dann würde ich mich für Bach entscheiden.

Welche Klassik-Stars beeindrucken Sie am meisten? Gab es vielleicht sogar persönliche Begegnungen und Erlebnisse?

Eine unvergessliche Begegnung in meinem Leben war das Kennenlernen von Leonard Bernstein. Ich ging mit seinem Sohn Alexander zur Schauspielschule und war daher oft zu Gast bei Familie Bernstein. Niemand konnte klassische Musik so wunderbar erklären wie Leonard Bernstein. Er war ein ganz großer Künstler.

Welche klassischen Musikinstrumente haben Sie gelernt – und fleißig geübt?

Ich habe sechs Jahre lang das Konservatorium in Luxemburg besucht und dort neben Musiklehre auch Klavier gelernt. Leider bin ich keine gute Klavierspielerin geworden. Meine Leidenschaft zur Schauspielerei war größer.

Für viele treffen bei der E- und U-Musikszene zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Sie kennen beide. Ist es schwierig, hier Brücken zu bauen?

Ich konnte noch nie etwas mit diesem Klassifikationsschema anfangen. Es gibt Musik, die mich berührt, und welche, die mich nicht erreicht. Klassische Musik ist nicht unbedingt künstlerisch wertvoller als Rock, Pop oder Soul.

Wie haben Sie diesen Spagat in Ihrer eigenen Familie hinbekommen? In der gibt es ja einige Popmusiker.

Unsere Familie kann sich ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Mein Sohn meinte schon mit fünf: “Mama, warum muss ich zur Schule gehen, ich werde Musiker”. Als ich ihm versuchte zu erklären: “Lennon, auch als Musiker musst du lesen und schreiben können”, lautete seine Antwort: “Nein, Mama, ich spüre die Musik!”

Wie haben Sie Ihren Kindern auch klassische Musik nähergebracht?

Meine Kinder sind beide Musiker geworden und haben sehr früh auch die Liebe zur klassischen Musik entdeckt. Da musste ich nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. Ihr Vater ist Filmkomponist und hat sie auch von klein auf zu Aufnahmen mit großen Orchestern mitgenommen. Der Funken ist daher sehr früh übergesprungen.

Sie haben lange in L.A. gelebt, sind immer wieder in den Staaten. Wie können Sie dort Ihren klassischen Musikdurst stillen?

Ich besuche viele Konzerte der Los Angeles Philharmonic in der Walt Disney Concert Hall oder auch in der legendären Hollywood Bowl unter dem freien Himmel von Los Angeles – jedes Jahr ein absolutes Highlight während der Sommersaison.

Das Interview führte Christian Schäfer-Koch. (Quelle: ZDF)

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