Uwe Eric Laufenberg erhält Kurdischen Kulturpreis »Preis für friedliche Koexistenz und Kreativität«

John Heuzenroeder, Ihsan Othmann, Uwe Eric Laufenberg, Wolf Matthias Friedrich (Copyright: Staatstheater Wiesbaden)

Im Rahmen einer Preisverleihung wurde Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, am Samstag, den 3. Juli 2021 im Foyer des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden der Kurdische Kulturpreis »Preis für friedliche Koexistenz und Kreativität« für seine Verdienste im kulturellen Austausch zwischen Deutschland und dem Irak verliehen.

In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg feierte die Mozart Oper »Die Entführung aus dem Serail« am 26. November 2010 Premiere an der Oper Köln. Am 5. und 6. März 2011 reiste die Produktion mit dem Kölner Ensemble und dem Gürzenich Orchester, unter der Musikalischen Leitung von Konrad Junghänel, als Gastspiel in den Irak und wurde dort sehr erfolgreich als erste Oper überhaupt im Telary Honer (Kunstpalast) in Sulaimanyya aufgeführt. Der deutsch-kurdische Schauspieler Ihsan Othmann, der die Sprechrolle des Bassa Selim in kurdischer Sprache spielte, organisierte die Gastspielreise maßgeblich mit.

»Herzlichen Glückwunsch an Uwe Eric Laufenberg! Vor zehn Jahren organisierte Sulaimaniyya ein Großereignis und fügte seinen kulturellen Erfolgen einen weiteren hinzu – die erste Opernaufführung in der Geschichte des Irak und Kurdistans« freut sich Mohammad Kurdu, Generaldirektor für Kultur und Kunst des Kulturministeriums Sulaimaniyya.

»Dieser kulturelle Austausch führte zu mehr Verständnis für die jeweilige Kultur der anderen« sagt Niyaz Mohammad Nori Mala Mahmud, Präsident des Syndikats der Künstler Kurdistans.

Neben Redebeiträgen von Mohammad Kurdu und Niyaz Mohammad Nori Mala Mahmud, die stellvertretend von Kaval Sidqi auf Kurdisch und von Irene Bry auf Deutsch vorgetragen wurden, sprachen Dr. Thomas Engel, Geschäftsführender Direktor des deutschen Zentrums des Internationalen Theaterinstituts (ITI), und Christoff Bleidt, Theaterhaus Berlin, Grußworte. Die Tenöre Wolf Matthias Friedrich und John Heuzenroeder, die damals im Solistenquintett beim Irak-Gastspiel mitwirkten, umrahmten die Verleihung musikalisch.

Der Kurdische Kulturpreis »Preis für friedliche Koexistenz und Kreativität« ist ein ideeller Preis des Kulturministeriums Sulaimaniyya und des Syndikats der Künstler Kurdistans. Die Jury setzt sich immer wieder neu zusammen. In diesem Zusammenhang waren Niaz Noori, Herish Abdulraheem Karim, Safin Anwer Shukry, Gurarn Ali Karim, Personen der Universität Sulaimaniyya, dem Kulturministerium Sulaimaniyya und unabhängiger Institutionen beteiligt.

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