Uraufführung von »Švejk / Schwejk« in der Regie von Armin Petras am 21. Februar 2020 in Augsburg

Švejk / Schwejk ~ Staatstheater Augsburg ~ Promofoto mit Andrej Kaminsky ~ © Jan-Pieter Fuhr

Die Uraufführung von »Švejk / Schwejk«, einem Theaterabend in drei Teilen und zwei Sprachen nach Bertolt Brecht, Jaroslav Hašek und Petra Hůlová, feiert am Freitag, den 21. Februar 2020 um 19:30 Uhr am Staatstheater Augsburg im Rahmen des Brechtfestivals Premiere. Bei der Koproduktion mit den Städtischen Bühnen Prag führt Armin Petras, ehemaliger Intendant des Schauspiel Stuttgart und des Maxim Gorki Theater Berlin, erstmals in Augsburg Regie. Er erprobt gemeinsam mit einem Ensemble aus deutschen und tschechischen Schauspieler*innen, was es bedeutet, Schwejk zu sein: Schwejk, der Antiheld – Schwejk, der Anarchist – Schwejk, der »größte Trottel der Weltliteratur«?

Die Inszenierung nähert sich dem Stoff von einer biografisch-zeitgeschichtlichen Seite und untersucht die Entstehung, Bearbeitung und Weiterentwicklung des Topos Schwejk. Ausgangsbasis ist dabei Bertolt Brechts 1943 im Exil begonnenes, jedoch unvollendetes Drama »Schweyk im Zweiten Weltkrieg«, das in bearbeiteter Fassung erst nach seinem Tod 1957 mit der Bühnenmusik von Hanns Eisler in Warschau uraufgeführt wurde und gemeinhin als gescheitert gilt. Die beiden koproduzierenden Bühnen unternehmen dennoch das Wagnis, Brechts Stück als ersten Teil des Theater-Triptychons »Švejk / Schwejk« in deutscher und tschechischer Sprache in Augsburg und Prag zur Aufführung zu bringen.

Hintergrund:

Jaroslav Hašeks »Die Abenteuer des guten Soldaten Švejk im Weltkrieg«, 2014 von Antonín Brousek neu übersetzt, lebt von schwarzer Komik und Satire, die die Absurdität des Krieges widerspiegeln. Zunächst waren die Kritiker*innen über den 1923 erschienenen »Schelmenroman« empört, später wurde das Buch jedoch zur tschechischen Nationaldichtung, gar zum tschechischen »Urfaust« erklärt. In Anlehnung an Hašeks Roman schrieb Bertolt Brecht ab 1943 das Drama »Schweyk im Zweiten Weltkrieg«. Für die Uraufführung von »Švejk / Schwejk« schlägt schließlich die erfolgreiche tschechische Autorin Petra Hůlová geschickt den Bogen, indem sie in ihrem zeitgenössischen Text kritisch die Rezeptionsgeschichte des Stoffs und damit auch die deutsch-tschechischen Beziehungen beleuchtet.


Švejk / Schwejk

Schauspiel in drei Teilen

Erster Teil nach Jaroslav Hašek
Zweiter Teil nach Bertolt Brecht
Dritter Teil von Petra Hůlová

Premiere / Uraufführung am Staatstheater Augsburg: 21. Februar 20 (martini-Park)

Beitrag des Staatstheater Augsburg zum Brechtfestival 2020
Koproduktion mit den Städtischen Bühnen Prag

Inszenierung: Armin Petras
Bühne & Kostüme: Patricia Talacko
Bühne & Video: Rebecca Riedel
Licht: Norman Plathe
Musik: Johannes Cotta
Dramaturgie: Sabeth Braun, Nina Rühmeier, Jana Slouková

Mit:
Johannes Cotta (Musik)
Jonas Koch
Sarah Haváčová
Anatol Käbisch
Andrej Kaminsky
Tomáš Milostný
Eva Salzmannová
Katja Sieder
Statisterie des Staatstheater Augsburg

Kurzeinführung eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung im Foyer

Karten:
Besucherservice des Staatstheater Augsburg
Kartentelefon: 0821 324-4900
E-Mail: staatstheater@augsburg.de

staatstheater-augsburg.de