Uraufführung von Jan Neumanns »Sensemann & Söhne« am 2. Oktober am Staatstheater Mainz

Sensemann und Söhne ~ Staatstheater Mainz ~ Henner Momann, Isabel Tetzner, Anika Baumann, Max Landgrebe, Sebastian Kowski ~ © Andreas Etter

Wenn wir über den Tod nachdenken, dann besinnen wir uns lieber auf das Leben. Man möchte ihn ausklammern, wegradieren aus dem Dasein. Fieberhaft arbeiten Denkfabriken und Labore daran, das menschliche Leben zu verlängern. Aber noch ist jede Existenz endlich. In einer zweiten gemeinsamen
Stückentwicklung für das Deutsche Nationaltheater Weimar und das Staatstheater Mainz widmen sich Jan Neumann und sein Ensemble dem Umgang mit dem Tod: Was bedeutet ein unwiderruflicher Verlust? Können wir uns wirklich auf das Ende vorbereiten und wer hilft uns dabei? Würden wir anders leben, wenn wir unser Todesdatum kennen würden? Wer verdient in unserer Gesellschaft am Sterben und wer an den Toten?
Sollte im Umkehrschluss das Wissen um unsere Sterblichkeit nicht immer mit einer Feier des Daseins verknüpft sein, mit einer Wertschätzung des Augenblicks?

Schauspieler*innen aus Mainz und Weimar werden diesen Fragen nachgehen, und in verschiedene Rollen schlüpfen: als Trauerredner*in, Bestattungsunternehmer*in, als Todgeweihte und/oder Lebenshungrige, als Kneipenwirt*in oder Nachlassverwalter*in.
Die Perspektiven auf den letzten Moment eines Menschen sind so verschieden wie die Menschen selbst – und sie entbehren auch manchmal nicht der Komik. In seiner fantasievollen Regiehandschrift erzählt Jan Neumann die Geschichten dazu.


Sensemann & Söhne

Von: Jan Neumann

Premiere/Uraufführung am Staatstheater Mainz: 2. Oktober 20 (Kleines Haus)

Inszenierung: Jan Neumann
Bühne: Matthias Werner
Kostüme: Nini von Selzam
Musik: Johannes Winde
Licht: Norbert Drysz/Frederik Wollek
Dramaturgie: Beate Seidel/Jörg Vorhaben

Mit: Anika Baumann, Isabel Tetzner, Sebastian Kowski, Max Landgrebe und Henner Momann

staatstheater-mainz.de