Uraufführung von »Gespenster – Erika, Klaus und der Zauberer« in der Münchner Therese-Giehse-Halle

Gespenster – Erika, Klaus und der Zauberer ~ Münchner Kammerspiele ~ Katharina Bach ~ © Heinz Holzmann

Am 21. Dezember feiert Gespenster – Erika, Klaus und der Zauberer von RAUM+ZEIT in der Münchner Therese-Giehse-Halle Premiere, Regie führt Bernhard Mikeska.

Coronabedingt wurde „Gespenster“ letzte Spielzeit als Stream gezeigt. In einer überarbeiteten Inszenierung versucht das künstlerische Team in einer eindrucksvollen Soundatmosphäre herauszufinden, wie Imagination und Wirklichkeit miteinander verstrickt sind, in welchem dialogischen Verhältnis Träume zu unserer Realität stehen und ob die Fiktion als Teil der Wirklichkeit uns aus dem Netz der Vergangenheit befreien kann.

An der Inszenierung teilgenommen wird über das eigene Smartphone. Zur Vorstellung ist dafür ein Smartphone und – falls vorhanden – ein Kopfhöreradapter mitzubringen. Vorher ist die App MobileConnect (Google Play Store, App Store) von Sennheiser herunterzuladen. Kopfhörer werden durch die Münchner Kammerspiele gestellt.

“Gespenster – Erika, Klaus und der Zauberer” bietet ein unmittelbares Live-Audio-Erlebnis, das Theater neu erleben lässt.

1969 – der „summer of love“, der letzte Sommer der Schauspielerin, Kabarettistin und Autorin Erika Mann. Sommer 1911 – Thomas Mann schreibt die Novelle „Der Tod in Venedig“. 1930 – an den Münchner Kammerspielen wird „Geschwister“ von Klaus Mann uraufgeführt: zwei Geschwister, die sich lieben, die zusammen sterben wollen. 1949 – Klaus nimmt sich in Cannes das Leben. Erika fährt nicht zur Beerdigung ihres Bruders, sondern setzt als Privatsekretärin ihres Vaters die Vortragsreise mit ihm fort. Sommer 1969 – Luchino Visconti beginnt mit den Dreharbeiten von „Tod in Venedig“. Und Erika stirbt im Kilchberger Elternhaus am Zürichsee.

„Gespenster“ verdichtet diese Ereignisse in einer Erika-Mann-Ausstellung ganz eigener Art. Die Exponate gewinnen ein beunruhigendes Eigenleben. Das Publikum kann selbst entscheiden, wie nahe es den Protagonisten kommt: eine Frau im Schatten des Über-Vaters, im Schatten des todessehnsüchtigen Bruders. Eine Reflexion über Begehren, Schuld und die Sehnsucht nach Befreiung.

RAUM+ZEIT sind die Dramaturgin Juliane Hendes, Autor Lothar Kittstein, Regisseur Bernhard Mikeska und Bühnenbildnerin Steffi Wurster. In unterschiedlichen Konstellationen arbeiten sie seit 2009 zusammen. Ihre hybrid-immersiven Installationen zeichnen sich durch das Spiel mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung aus. Den Livemoment verbindet das Kollektiv oftmals mit dem neuen digitalen Medium Virtual Reality. Die VR-Installation „ANTIGONE :: COMEBACK. Eine Probe mit Weigel und Brecht“ von RAUM+ZEIT war zum Schweizer Theatertreffen 2019 eingeladen.

Mit: Bernardo Arias Porras, Katharina Bach, Svetlana Belesova, Jochen Noch
Regie: Bernhard Mikeska
Text: Lothar Kittstein
Künstlerische Mitarbeit: Juliane Hendes
Bühne: Steffi Wurster
Kostüme: Almut Eppinger
Musik- und Sounddesign: Knut Jensen
Lichtdesign: Charlotte Marr
Bildgestaltung: Nicolai Hildebrandt
Dramaturgie: Mehdi Moradpour

Weitere Informationen, die aktuellen Vorstellungstermine, ein digitales Programmheft und eine digitale Einführung finden sich auf der Homepage der Münchner Kammerspiele.

muenchner-kammerspiele.de