Uraufführung des Tanzstücks »Nurejew« von Guido Markowitz und Damian Gmür im Theater Pforzheim

NUREJEW ~ Theater Pforzheim ~ Charles Antoni ~ Foto: Andrea D’Aquino

TANZ THEATER PFORZHEIM – unter diesem Namen startet das frühere Ballett Theater Pforzheim unter der künstlerischen Leitung von Guido Markowitz in seine neue, insgesamt achte Spielzeit. Verbunden mit der Namensänderung ist auch ein neuer Termin für die erste Tanzpremiere der Saison: NUREJEW, in der Inszenierung und Choreografie von Guido Markowitz gemeinsam mit Damian Gmür, ist dem charismatischen Ausnahme-Tänzer, Rebell und Erneuerer Rudolf Chametowitsch Nurejew gewidmet. Premiere ist am Freitag, 14. Oktober 2022 um 19.30 Uhr im Großen Haus.

Eröffnungspremiere im Tanz: NUREJEW

„Mit unserer Eröffnungspremiere NUREJEW ehren wir einen Menschen, der sich im 20. Jahrhundert trotz vieler Widerstände in seinem Leben für den Tanz entschieden hat, ihn exzessiv gelebt und entscheidend geprägt hat. Wir folgen in unserem neuen Stück aber nicht nur den Spuren seines außergewöhnlichen Lebens in Russland, Europa oder den USA. Mich interessiert vielmehr: Wie mag es sich angefühlt haben, Rudolf Nurejew zu sein? Wie kann ich mich ihm von innen und emotional nähern und das, was er erlebt und gefühlt haben mag, in neue eigene Szenen und Bilder fassen?“ fasst Guido Markowitz seinen Weg in sein neues und insgesamt 14. Tanzstück für Pforzheim zusammen.

Nurejew hatte am 16. Juni 1961 als erster Tänzer aus der ehemaligen Sowjetunion während einer Gastspiel-Reise des Kirow-Balletts, bei dem er als Solist engagiert war, auf dem Pariser Flughafen Le Bourget Frankreich um politisches Asyl gebeten. Was folgte, war eine Welt-Karriere als Tänzer, Partner berühmter Primaballerinen, allen voran von Margot Fonteyn, aber auch als Direktor des Balletts der Pariser Oper. 1993 starb er im Alter von nur 54 Jahren an der Immunkrankheit Aids. Co-Choreograf Damian Gmür, stark geprägt vom israelischen Tanz, sagt: „Helles und Dunkles lagen bei Nurejew nah beieinander – ein Mensch mit vielen Facetten“. Ihn persönlich interessiere  vor allem das ureigene Verständnis von Grenzen und von Freiheit, das Rudolf Nurejew im Laufe seines herausfordernden Lebens ausgebildet hat; die gesellschaftlichen Dynamiken, die mit dessen „Sprüngen in die Freiheit“ verbunden waren.

NUREJEW
Theater Pforzheim
Dominic McAinsh
Foto: Andrea D’Aquino

NUREJEW in Pforheim

Dass ausgerechnet in Pforzheim ein NUREJEW-Ballett entsteht, verwundert nur auf den ersten Blick: Nurejew wurde 1938 in einem Zug der transibirischen Eisenbahn in der Nähe von Pforzheims Partnerstadt Irkutsk am Baikalsee geboren.

Die Titelrolle wird der französisch-britische Tänzer Charles Antoni tanzen. Nurejew als Kind wird der aus Taiwan stammende Tänzer Tse-Wei Wu verkörpern. Die Fotos zur Produktion stammen von dem international renommierten Pforzheimer Fotografen Andrea D´Aquino.

Weitere Premieren der Saison

Nach der NUREJEW-Premiere erwartet das Ensemble erstmals die Tanzlegende Jessica Iwanson sowie den Tanzwissenschaftler und Choreografen Henry Daniel als Gast-Choreografen in Pforzheim. Mit Damian Gmür als drittem im Bunde, kreieren sie jeweils eine neue Uraufführung für das Theater Pforzheim. Ihr gemeinsamer Nenner: Das universale Thema „Licht“, so auch der Titel des Tanzabends, in all seinen verschiedenen Aspekten und Facetten. Premiere ist am 28. Januar 2023. Am 14. April 2022 tanzt schließlich TANZ THEATER PFORZHEIM erstmals eine Neukreation der ehemaligen Hofesh Shechter-Tänzerin und Choreografin Sita Ostheimer. Guido Markowitz wird am selben Abend seine Neuinszenierung von „Kinder der Nacht“ vorstellen. Der neue Junge Choreografen-Abend „the next generation“ und die 10. Internationale Ballettgala bilden schließlich im Juni die Höhepunkte im Tanz am Theater Pforzheim.


„NUREJEW“

Tanzstück von: Guido Markowitz und Damian Gmür

Uraufführung am Theater Pforzheim: Freitag, 14. Oktober 22 (Großes Haus)

Choreografie und Inszenierung: Guido Markowitz und Damian Gmür

Bühnenbild: Stefan Stichler
Kostüme: Nora Johanna Gromer
Dramaturgie: Alexandra Karabelas
Musik u.a. von: Olafur Arnalds, Arvo Pärt, Fabian Schulz und Peter Iljitsch Tschaikowsky
Musikalische Leitung: Robin Davis
Musikalische Assistenz: Lukas Ziesché

Mit: TANZ THEATER PFORZHEIM – Charles Antoni, Timothé Durand Caulliez, Dominic McAinsh, Benedikt Redlin, Mattia Serio, Emanuele Senese, Tse-Wei Wu, Ellinor Berglund (Gast), Chelsea DesLauriers, Emilia Fridholm, Eunbin Kim, Eleonora Pennacchini, Sara Scarella, Elizavetta Tkachenko (Gast), Camille Zany.

Badische Philharmonie Pforzheim
Solocello: Doreen DaSilva, Heiko Nonaka, Hugo Rannou

Öffentliche Probe: Samstag, 8. Oktober, 11:30 Uhr. Großes Haus
Theaterfrühstück NUREJEW: Sonntag, 9. Oktober, 11:00 Uhr, Foyer

Weitere Vorstellungen am 19., 26., 30. Oktober, 4., 5., 27. November, 14. Dezember 2022, 12., 17. und 22. Januar 2023, jeweils mit dramaturgischer Einführung 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Öffentliche Backstage-Führung mit dem Tanzchef jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

In Kooperation mit dem Kommunalen Kino: „Nurejew – The White Crow“, Regie: Ralph Fiennes am 25. Okotober 2022, 20 Uhr.

Auf Gastspiel befindet sich NUREJEW am 23. Oktwww.theater-pforzheim.deober 2022 in Villach, am 18. November 2022 in Traunreut (TANZLAND-Kooperation Kulturstiftung des Bundes), am 16. Februar 2023 in Biberach (TANZLAND-Kooperation Kulturstiftung des Bundes), am 3. März 2023 in Balingen (Städteoper Südwest), am 17. März in Schwäbisch-Gmünd (Städteoper Südwest), am 28.03.2023 in Tuttlingen (Städteoper Südwest) und am 24. Mai 2023 in Villingen-Schwenningen (Städteoper Südwest).

Karten gibt es ab 19,30 € (erm. 9,70 € Euro) an der Theaterkasse am Waisenhausplatz unter Tel. 0 72 31/39-24 40, im Kartenbüro in den Schmuckwelten und auf theater-pforzheim.de.