Uraufführung am Schauspiel Frankfurt: »Furor« von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

Fridolin Sandmeyer (Foto: Christoph Mack)

Am 2. November 2018 wird Lutz Hübners und Sarah Nemitzs Furor am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt.

Eine Versuchsanordnung wie unter dem Brennglas: Der Ministerialdirigent Heiko Braubach hat einen Jungen, der unter Drogeneinfluss stand, angefahren. Schuld trifft den Fahrer nicht. Dennoch will der Politiker der Mutter des Jungen unter die Arme greifen – immerhin befindet er sich mitten im Wahlkampf und die Mutter muss als Altenpflegerin jeden Cent zweimal herumdrehen. Als Braubach dies klären will, trifft er auf den jungen Rechten Jerome, der die Stunde seines heiligen Zorns gekommen sieht. Mit Braubach und Jerome treffen unvereinbare Positionen aufeinander: Auf der einen Seite der etablierte, pragmatische Politiker, auf der anderen ein junger Mann voller extremer Positionen, die sich aus Enttäuschung, Wut und Hass speisen. Lutz Hübner und Sarah Nemitz gehören zu den erfolgreichsten Autor_innen unserer Zeit. In ihrem neuen Stück gehen sie der Frage nach, wie demokratische Werte in unserer Gesellschaft erodieren und was politisches Handeln kompromittiert. Ein Stück, das mit Wucht in den Nerv unserer Gesellschaft bohrt.

Furor
Von:
Lutz Hübner und Sarah Nemitzs
Premiere am Schauspiel Frankfurt:
2. November 18 (Schauspielhaus)

Regie: Anselm Weber
Bühne: Lydia Merkel
Kostüme: Irina Bartels
Musik: Thomas Osterhoff
Kampfchoreografie: René Lay
Dramaturgie: Ursula Thinnes

Mit: Dietmar Bär, Katharina Linder, Fridolin Sandmeyer

www.schauspielfrankfurt.de