TV-Tipps arte:


Donnerstag, 23.05. / 00:35 Uhr / Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop ~ Beruf: Produzent
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 52 Min.
Regie: Maro Chermayeff, Christine Le Goff
Online verfügbar von 23/05 bis 22/07

Musik auf Tonträger zu bannen, ist ein faszinierendes Unterfangen, sowohl von der künstlerischen als auch von der technischen Seite her gesehen. Die sechsteilige Dokumentationsreihe „Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop“ beleuchtet die Geschichte der Musikaufzeichnung und lässt dabei nicht nur Größen der Unterhaltungsmusik zu Wort kommen, sondern bringt auch zahllose musikalische Meilensteine zu Gehör. In dieser Folge geht es um eine Figur des Musikgeschäfts, die jenseits des Rampenlichts agiert: den Produzenten.

In dieser Folge geht es um einen Protagonisten des Musikgeschäfts, der selten im Rampenlicht steht. Und häufig sorgt er auch noch für negative Schlagzeilen: der Produzent, dem es im Musikbusiness häufig nur um Geld und die Goldene Schallplatte zu gehen scheint. Doch die Dokumentation zeigt auch die andere, weniger klischeebehaftete Seite: Oft ist es nämlich der Produzent, der als der eigentliche Künstler betrachtet werden muss, da er die Musiker entscheidend bei der Entstehung ihrer Songs unterstützt. Die Dokumentation stellt Musikproduzenten wie Charles Delaunay, Sam Phillips, Berry Gordy, George Martin, Phil Spector, Dr. Dre, Renaud Letang oder Rick Rubin vor und beleuchtet die Rolle, die sie im kreativen Schaffensprozess spielen. Und es geht um Musiker wie Django Reinhardt, Elvis Presley, die Beatles, Tina Turner, Manu Chao und Johnny Cash. Ferner kommen Künstler zu Wort, die sich aus verschiedensten Gründen entschieden haben, ganz auf einen Produzenten zu verzichten. So verraten Cat Stevens, Joni Mitchell und Sly Stone eine Menge über die Rolle des Produzenten in der Musikgeschichte. Daneben gibt es bislang unveröffentlichtes Material von Tony Visconti, dem Produzenten von David Bowie, Don Was, dem Produzenten der Stones, und Nigel Godrich, dem Produzenten von Radiohead.

Donnerstag, 23.05. / 01:25 Uhr / Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop ~ Electric Wonderland
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 52 Min.
Regie: Maro Chermayeff, Christine Le Goff
Online verfügbar von 23/05 bis 22/07

Musik auf Tonträger zu bannen, ist ein faszinierendes Unterfangen, sowohl von der künstlerischen, als auch von der technischen Seite her gesehen. Die sechsteilige Dokumentationsreihe „Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop“ beleuchtet die Geschichte der Musikaufzeichnung und lässt dabei nicht nur Größen der Unterhaltungsmusik zu Wort kommen, sondern bringt auch zahllose musikalische Meilensteine zu Gehör. In dieser Folge geht es um den Einzug der Elektronik in die Welt der Musik: Dadurch wurde es erst möglich, neue Instrumente wie E-Gitarre und Synthesizer zu entwickeln.

In der aktuellen Folge geht es um die massiven Veränderungen infolge des Einzugs der Elektronik in die Welt der Musik. Die erste Phase dieser Revolution bestand in der Verstärkung akustischer Instrumente, allen voran der Gitarre. Die Dokumentation stellt Großmeister der E-Gitarre vor, von Charlie Christian – der als erster sämtliche Möglichkeiten dieser neuen Technik ausschöpfte – über Muddy Waters, die Rolling Stones und Cream bis hin zu dem legendären Gitarrenvirtuosen und experimentierfreudigen Studiomusiker Jimi Hendrix. Doch die Elektronik ermöglichte es nicht nur, mit der Gitarre bis dahin unvorstellbare Sounds zu erzeugen, sondern erweiterte dank des Synthesizers die Welt der Klänge um neue Dimensionen. Ob in der elektronischen Musik (Kraftwerk und Jean-Michel Jarre), im Pop-Rock (The Who und Stevie Wonder) oder in der Tanzmusik (Disco und French Touch) – das Instrument wurde schlichtweg unentbehrlich. B.B. King, Jeff Beck, Roger Waters, Brian Eno und Giorgio Moroder erzählen, wie elektrische und elektronische Techniken die Geschichte der Unterhaltungsmusik für immer veränderten.

Donnerstag, 23.05. / 02:20 Uhr / Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop ~Das Geheimnis der Stimme
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 52 Min.
Regie: Maro Chermayeff, Christine Le Goff
Online verfügbar von 23/05 bis 22/07

Musik auf Tonträger zu bannen, ist ein faszinierendes Unterfangen, sowohl von der künstlerischen als auch von der technischen Seite her gesehen. Die sechsteilige Dokumentationsreihe „Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop“ beleuchtet die Geschichte der Musikaufzeichnung und lässt dabei nicht nur Größen der Unterhaltungsmusik zu Wort kommen, sondern bringt auch zahllose musikalische Meilensteine zu Gehör. In dieser Folge geht es um Stimmaufnahme-Tools – vom einfachen Mikrofon bis zur Software Auto-Tune, die zur automatischen Tonhöhenkorrektur von Musikaufnahmen verwendet wird.

Nach dem Einzug der Elektronik und des Mehrspurverfahrens in die Unterhaltungsmusik geht es in dieser Folge um die menschliche Stimme und die verschiedensten technischen Möglichkeiten, diese aufzunehmen. Vom simplen Schalltrichter, der Enrico Caruso zum Star machte, bis zur Software Auto-Tune, mit der das Lied „Believe“ von Cher die Charts eroberte, stellt die Dokumentation mehr als hundert Jahre technische Errungenschaften der Stimmaufnahme-Technik vor – aber auch neue gesangliche Vorlieben, die aus diesen Veränderungen hervorgegangen sind. Von der Kunst des Crooning bei Sablon, Crosby und Sinatra bis zur murmelnden Ästhetik eines Gainsbourg, von der Suche nach Authentizität bei großen Soul-Interpreten wie Ray Charles oder Amy Winehouse bis zu den gewollt artifiziell klingenden Songs von Kraftwerk oder Kanye West – Sängern, Produzenten und Toningenieuren stehen vielfältige Möglichkeiten offen, von der menschlichen Stimme Gebrauch zu machen. Die größte Herausforderung besteht allerdings darin, auch die Emotion, die in der Stimme liegt, zu transportieren. Ein Streifzug durch ein Jahrhundert Vokalkunst mit Smokey Robinson, Roger Daltrey, Bonnie Raitt, Catherine Ringer, Christina Aguilera, Suzanne Vega, dem Produzenten von Adele und dem von Kurt Cobain: Sie alle berichten von ihren persönlichen Erfahrungen, erinnern an große Stimmen, die sie inspiriert haben, und erzählen, wie ihre Hits entstanden sind.

Freitag, 24.05. / 19:40 Uhr / Re: Mostar Rock School ~ Mit Musik gegen Vorurteile und Hass
Schwerpunkt: Europa 2019
Reportage, Deutschland, 2019, WDR 30 Min.
Online verfügbar von 24/05 bis 22/08
Erstausstrahlung

Mehr als 20 Jahre sind seit dem Krieg in Bosnien und Herzegowina vergangen, doch auch heute noch ist das Land tief gespalten. Besonders spürt man das in Mostar: Im Osten der Stadt leben die muslimischen Bosnier, im Westen die katholischen Kroaten. Jede Seite hat eine eigene Verwaltung und eigene Krankenhäuser, Schüler werden getrennt voneinander unterrichtet. Mit einer Ausnahme: der Mostar Rock School. Der Musiker Orhan „Oha“ Maslo hat hier einen Raum geschaffen, in dem Jugendliche gemeinsam Musik machen – egal aus welchem Stadtteil sie kommen.

Der Lebenslauf des 40-jährigen Orhan „Oha“ Maslo liefert genügend Stoff für einen Spielfilm. Mit 14 schloss er sich den bosnischen Truppen an, dann lebte er in einem Heim, lernte Schlagzeug spielen und tourte nach dem Krieg mit der international bekannten Band Dubioza Kolektiv um die Welt. 2011 beendete der Drummer seine Karriere als Musiker und gründete die Mostar Rock School.

„Ich setze auf die Jugend. Nur wenn die sich versteht, kann sich das Land versöhnen. Es bringt nichts, ständig über die Teilung zu klagen, man muss aktiv etwas dagegen tun. Für mich spielt Religion keine Rolle und beim Musikmachen ist sie sowieso nicht wichtig, genauso wenig wie Nationalitäten oder ethnische Zugehörigkeiten, da kommt es darauf an, wie Du spielst“, erklärt er. Über 500 Schüler haben an den Kursen der Schule bislang teilgenommen, so wie in diesem Jahr Aria, Mario und Riad. Die Sängerin, der Drummer und der Bassist fiebern mit Schuldirektor Oha auf das nächste Konzert hin. Nur noch wenige Tage haben sie Zeit, um sich auf ihren Auftritt vorzubereiten. Und der ist nicht ohne. Zu den Konzerten kommen regelmäßig an die 300 Besucher.

Dass der 16-jährige Riad und der 18-jährige Mario Freunde sind, ist in Mostar nicht selbstverständlich. Denn Riad kommt aus dem muslimischen Osten, Mario aus dem katholischen Westen. Die beiden haben sich durch die Musik kennengelernt. „Es ist hier ein bisschen wie früher in Berlin, nur ohne Mauer. In den Köpfen vieler Menschen ist die Stadt geteilt. Für uns beide gibt es diese Mauer aber nicht, wir haben keine Lust, darüber überhaupt nur nachzudenken. Wir wollen die Vergangenheit einfach nur vergessen und gute Musik machen.“

Freitag, 24.05. / 21:45 Uhr / Milli Vanilli: From Fame to Shame
Dokumentation, Deutschland, 2015, RB 60 Min.
Regie: Oliver Schwehm
Online verfügbar von 24/05 bis 31/05

Zu Beginn der 90er entfesselt das Popduo Milli Vanilli weltweit Begeisterungsstürme. Auch wenn es vergessen und verdrängt ist: Bis heute sind Milli Vanilli die einzige deutsche Band, der es gelang, gleich drei Nummer-eins-Titel in den amerikanischen Billboard-Charts zu erzielen und vom Michael-Jackson-Manager Sandy Gallin unter Vertrag genommen zu werden. Mit ihrem androgynen Äußeren, ihrer eingängigen musikalischen Mischung aus Pop, Soul und Hip-Hop sind sie damals absolut neuartig – und bringen eine ganze Generation an Mädchen zum kollektiven Schwärmen. Allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler: denn Rob Pilatus und Fab Morvan singen ihre Lieder nicht selbst. Das Märchen gerät zum größten Skandal der Popgeschichte: eine Tragikomödie, in der Versuchung, Hybris, Intrige, Verrat und schließlich der Tod Regie führen.

Krönung der Karriere von Milli Vanilli ist die Grammy-Verleihung in Los Angeles. Dass ein in tiefster deutscher Provinz produziertes Musikprojekt musikalische – und modische – Trends in den USA setzt, ist etwas noch nie Dagewesenes. Als jedoch einige Monate später bekannt wird, dass Rob Pilatus und Fab Morvan nicht selbst singen, verwandelt sich das Popmärchen rasch in einen der größten Skandale der Musikgeschichte. Und für die beiden Bandmitglieder in einen Alptraum.

Die Dokumentation erzählt die Geschichte von Milli Vanilli aus der Innensicht und lässt alle maßgeblich Beteiligten zu Wort kommen: Wie sich Robert Pilatus und Fabrice Morvan im München der 80er Jahre anfreunden und als „Empire Bizarre“ erste musikalische Schritte wagen, wie der Produzent Frank Farian (Boney M.) sie entdeckt und gemeinsam mit ihnen das perfekte, international vermarktbare Pop-Produkt schafft und wie die beiden sich schließlich in einer Mischung aus Selbstüberschätzung und Ringen um die eigene Würde mit ihrem Schöpfer überwerfen und es zum Konflikt von beinahe mythologischer Tragweite kommt: Denn Rob Pilatus und Fab Morvan rebellieren, weil sie mit ihrer zugedachten Rolle als Playback-Darsteller nicht länger zufrieden sind und selbst die Stimmen übernehmen wollen.

Ohne Schuldzuweisungen vorzunehmen, macht die Dokumentation deutlich und erlebbar, wie Fab Morvan und Rob Pilatus sich immer weiter verstricken, nach und nach die Bodenhaftung verlieren und sich schließlich am stets größer werdenden Ruhm die Flügel verbrennen. Gerade Robert Pilatus überidentifiziert sich im Angesicht des phänomenalen Erfolgs mit der Rolle des Superstars. So verkündet er 1990: „Musically, we are more talented than any Bob Dylan, Paul McCartney or Mick Jagger. I’m the new modern rock & roll. I’m the new Elvis.“ Nach Auffliegen des Skandals fehlen dem extrovertierten, charismatischen Pilatus im Gegensatz zum besonneneren Morvan die Reserven, sich zu fangen. Er wird zu einem Verlorenen. Und zumindest im Tod ein richtiger Rockstar: zugedröhnt und einsam in einem Hotelzimmer.

Zusatzinfo:
„Milli Vanilli: From Fame to Shame“ wartet mit zahlreichen unveröffentlichten Archivaufnahmen auf. Auch konnte der Film exklusiv das letzte Interview zutage fördern, das Robert Pilatus fünf Wochen vor seinem Tod gegeben hat und in dem er erstaunlich klar und selbstkritisch seine Karriere und sein Leben reflektiert. Neben Frank Farian und Fabrice Morvan kommen unter anderem Roberts Stiefschwester Carmen Pilatus, die „richtige“ Stimme Brad Howell, der Münchener Produzent Werner Schüler, der Musiker-Fotograf Manfred Esser und Milli Segieth zu Wort, die als künstlerische Managerin Robert und Fabrice während ihrer gesamten Karriere begleitete und der schließlich 1998 der traurige Part zufiel, den toten Robert Pilatus zu finden.

Freitag, 24.05. / 22:45 Uhr / The 90s in Music (5/6): Live, Clips & Unplugged
Musik, Frankreich, 2014, ARTE 26 Min.
Regie: Aurore Aubin
Online verfügbar von 24/05 bis 31/05

„MTV Unplugged“ war die Referenz der 90er Jahre für Live-Konzerte – und ein Muss für die großen Künstler dieses Jahrzehnts. Die exklusiven MTV-Konzerte in Club-Atmosphäre prägten eine ganze Generation, viele gelten auch heute noch als Kult und Referenz. Die sechsteilige Reihe lässt legendäre Live-Auftritte prominenter Künstler in der seit 1989 produzierten Konzert-Reihe „MTV Unplugged“ wieder aufleben.

Präsentiert von der ehemaligen MTV Moderatorin Hadnet Tesfai, stellt die Reihe wegweisende Musikrichtungen dieses Jahrzehnts vor – vom Brit-Pop über Rock und Grunge bis hin zum Hip-Hop. Zu sehen sind legendäre Clips, die zahlreichen Regisseuren zu einer großen Karriere im Musikbusiness verholfen haben.

In der fünften Folge tauchen wir in die Welt des Hip-Hop ein. Zuerst sehen wir LL Cool J in seiner „MTV unplugged“-Performance von „Mama said knock you out“, bevor wir eine Tour durch die Hip-Hop-Welt der 90er machen, unter anderem mit De La Soul, Arrested Development, Snoop Doggy Dogg und den Fugees. Als weiteres Highlight kommentieren die Regisseure Alexandre Courtes und Martin Fougerolle ihren Videoclip zu „Cassius 99“.

Freitag, 24.05. / 23:15 Uhr / The 90s in Music (6/6): Live, Clips & Unplugged
Musik, Frankreich, 2014, ARTE 27 Min.
Regie: Aurore Aubin
Online verfügbar von 24/05 bis 31/05

„MTV Unplugged“ war die Referenz der 90er Jahre für Live-Konzerte – und ein Muss für die großen Künstler dieses Jahrzehnts. Die exklusiven MTV-Konzerte in Club-Atmosphäre prägten eine ganze Generation, viele gelten auch heute noch als Kult und Referenz. Die sechsteilige Reihe lässt legendäre Live-Auftritte prominenter Künstler in der seit 1989 produzierten Konzert-Reihe „MTV Unplugged“ wieder aufleben.

Präsentiert von der ehemaligen MTV Moderatorin Hadnet Tesfai, stellt die Reihe wegweisende Musikrichtungen dieses Jahrzehnts vor – vom Brit-Pop über Rock und Grunge bis hin zum Hip-Hop. Zu sehen sind legendäre Clips, die zahlreichen Regisseuren zu einer großen Karriere im Musikbusiness verholfen haben.

Zum Abschluss der Reihe wird der Britpop noch einmal großgeschrieben und mit ihm die Band Oasis aus Manchester, die live und unplugged „Don’t Look Back in Anger“ performen. Auch andere britische Bands finden ihren Platz in dieser Folge, unter anderem Blur, The Cure, Supergras und The Verve. Außerdem erzählt Regisseur Samuel Bayer von den gefährlichen Dreharbeiten für sein Musikvideo zu dem Song „Zombie“ der irischen Band The Cranberries, in dem er den Nordirlandkonflikt thematisiert.

Freitag, 24.05. / 23:40 Uhr / Gregory Porter im Schloss Hérouville
ARTE Sessions
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 50 Min.
Regie: Julien Faustino
Autor: Julien Faustino
Mit: Gregory Porter
Online verfügbar von 24/05 bis 18/06

In dem legendären Musikstudio Château d’Hérouville gaben sich in den 1970er Jahren die Stars der Rockgeschichte die Klinke in die Hand. Der US-amerikanische Sänger und Jazz-Komponist Gregory Porter wird einen Tag in dieser geschichtsträchtigen Atmosphäre verbringen, über seinen musikalischen Werdegang, seine Einflüsse und seine persönlichen Erfahrungen erzählen – und natürlich selbst Musik machen!

In dieser Ausgabe von „ARTE Sessions“ stellt sich der US-amerikanische Jazz- und Soul-Sänger Gregory Porter mit seiner persönlichen Seite vor. Im legendären Musikstudio Château d’Hérouville interpretiert er mit seinen Musikern bekannte Songs: „Liquid Spirit“, „In Fashion“, „Don’t Lose Your Steam“, „I Love You for Sentimental Reasons“, „No Love Dying“, „Take Me to the Alley“ und eine Cover-Version von Chet Bakers „I Fall in Love Too Easily“.Diese Live-Konzerte bilden den roten Faden der „ARTE Sessions“, im Wechsel mit biografischen Ausschnitten, kurzen Interviews oder Akustik-Jams im Schlosspark: Stars einmal anders, aber immer steht die Musik im Mittelpunkt. Das Château d’Hérouville liegt rund 40 Kilometer von Paris entfernt. In den 1970er Jahren wurde in dem Schloss ein Aufnahmestudio eingerichtet, das heute zu den legendären Locations der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts zählt. Rund hundert Ausnahmekünstler – von Elton John und Iggy Pop über T-Rex, Pink Floyd, die Bee-Gees und Marvin Gaye bis hin zu David Bowie – gaben sich hier die Klinke in die Hand und trugen zum weltweiten Ruf des Studios bei.

Freitag, 24.05. / 00:35 Uhr / Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop ~ Von Vinyl zu MP3
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 51 Min.
Regie: Maro Chermayeff, Christine Le Goff
Online verfügbar von 24/05 bis 23/07

Musik auf Tonträger zu bannen, ist ein faszinierendes Unterfangen, sowohl von der künstlerischen, als auch von der technischen Seite her gesehen. Die sechsteilige Dokumentationsreihe „Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop“ beleuchtet die Geschichte der Musikaufzeichnung und lässt dabei nicht nur Größen der Unterhaltungsmusik zu Wort kommen, sondern bringt auch zahllose musikalische Meilensteine zu Gehör. In der aktuellen Folge geht es um die Entwicklung von Tonträgern und Audioformaten, von der Schallplatte bis hin zur MP3-Datei.

In dieser Folge geht es um Tonträger und Audioformate – ein Thema, das trotz seiner Relevanz in der Musikgeschichte oft vernachlässigt wird. Ob Schallplatten, Kassetten, CDs oder MP3-Formate – sie sind immer mehr als reine Speichermedien. Sie sind Abbilder ihrer Zeit, haben gesellschaftliche Bedeutung und sind oftmals Ausdruck für einen gewissen Lifestyle. Ihre Möglichkeiten und Grenzen regen nicht zuletzt auch die Musiker zu künstlerischen Innovationen an. Die Dokumentation lässt Elton John, Annie Lennox, Jean-Michel Jarre, Catherine Ringer, Questlove und die Rock-’n’-Roll-Legenden Jerry Leiber und Mike Stoller zu Wort kommen und fasst die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zusammen. Gezeigt werden wichtige Etappen wie die Umstellung von 33 auf 45 rpm bei Schallplatten, die Erfindung des Konzeptalbums durch Frank Sinatra, Bob Dylans revolutionäre Single „Like a Rolling Stone“, die Einführung der Audiokassette, ihre Nutzung für Konzertmitschnitte durch Greatful-Dead-Fans, die Geburtsstunde des Videoclips, das Aufkommen des MP3-Formats oder die Nutzung des Internets durch Künstler wie Stromae und Beyoncé.

Freitag, 24.05. / 01:25 Uhr / Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop ~ Generation Sampling
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 51 Min.
Regie: Maro Chermayeff, Christine Le Goff
Online verfügbar von 24/05 bis 23/07

Musik auf Tonträger zu bannen, ist ein faszinierendes Unterfangen, sowohl von der künstlerischen, als auch von der technischen Seite her gesehen. Die sechsteilige Dokumentationsreihe „Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop“ beleuchtet die Geschichte der Musikaufzeichnung und lässt dabei nicht nur Größen der Unterhaltungsmusik zu Wort kommen, sondern bringt auch zahllose musikalische Meilensteine zu Gehör. In dieser Folge geht es um eine der revolutionärsten Techniken der letzten 40 Jahre: das Sampling.

Es war eine der revolutionärsten Neuerungen der letzten 40 Jahre: das Sampling. Dabei werden Teile bereits bestehender Stücke herausgeschnitten und – oft als Loop – in neue Songs integriert. Diese Technik kommt eigentlich aus dem jamaikanischen Dub, dem Funk à la James Brown und der Discobewegung. Das Genre mit den meisten Samples ist aber eindeutig der Hip-Hop. Afrika Bambaataa, Darryl McDaniels von RUN–D.M.C., Chuck D von Public Enemy, Adam Horovitz von den Beastie Boys, RZA vom Wu-Tang Clan und der französische Rapper Akhenaton sind Meister dieser Kunst. Sie kommen in der Sendung selbst zu Wort und verteidigen das, was die Musikindustrie als Plagiat bezeichnet. In der Vergangenheit kam es bereits zu zahlreichen Gerichtsverfahren. Heute ist es kaum noch möglich, Samples zu verwenden – sehr zum Leidwesen von Rappern und Produzenten, die wehmütig an alte Zeiten zurückdenken. Neben dem Hip-Hop werden aber auch andere Genres unter die Lupe genommen. Für die Musik von Jean-Michel Jarre und Moby sind Samples ebenso unverzichtbar.


Samstag, 25.05. / 05:35 Uhr / Die Hit-Maschine ~ Wie MTV den Ton angab
Dokumentation, Frankreich, 2014, ARTE 52 Min.
Regie: Laurent Thessier, Thierry Teston
Online verfügbar von 25/05 bis 01/06

Eine ganze Generation ist mit dem Musiksender MTV aufgewachsen. Begeistert von den neuartigen Clips und fasziniert von Künstlern, die durch MTV Kultstatus erlangten, ließen sich die jungen Zuschauer von einem Namen verführen, der Zugang zu einer anderen hippen Welt versprach. MTV vereinte wie nie zuvor Musik und Film; MTV, das war der Sender, mit dem sich die Generation der 90er Jahre identifizieren konnte. Ein Sender, der das Fernsehen globalisierte, den Musikgeschmack diktierte und neue Fernsehformate wie Reality-TV auf den Markt brachte.

Doch MTV steht in erster Linie und vor allem für Musikvideos, die die Musikwelt veränderten; die dort entfaltete Kreativität gab nach und nach auch in Werbung und Film den Ton an. Die Dokumentation zeigt epochale Auftritte und markante Momente in der Entwicklung dieses Senders, der unsere heutige musikalische und visuelle Ästhetik prägte wie kein anderer. Erst mit MTV wurde das Bild genauso wichtig wie der Ton. Der Clip, mit dem MTV 1981 an den Start ging, hieß dementsprechend auch „Video Killed the Radio Star“. Und das war offenbar kein Zufall.

Samstag, 25.05. / 06:30 Uhr / Gabriel García Márquez ~ Schreiben um zu leben
Dokumentarfilm, Deutschland, 2015, ZDF 90 Min.
Regie: Justin Webster
Online verfügbar von 25/05 bis 24/06

Juan Gabriel Vásquez, Schriftsteller und Verehrer von Gabriel García Márquez, auch liebevoll Gabo genannt, begibt sich auf die Spuren von Gabos Leben und sucht Antworten auf die Frage, wie der Sohn eines einfachen Telegrafisten aus einem kleinen kolumbianischen Dorf es schaffte, mit seinen Werken die westliche Literatur des 20. Jahrhunderts zu verändern.

Als Gabriel García Márquez nach einer seiner ersten öffentlichen Lesungen von der Bühne kommt, sieht er, dass seine Frau weint. Das ganze Publikum ist bewegt und ergriffen und befindet sich in einer Art geistiger Schwebe. In diesem Moment begreift García Márquez, dass er mit seiner Literatur etwas erschaffen hat, was es im Spanischen noch nie gegeben hatte. Sein Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ markiert die Geburtsstunde des sogenannten magischen Realismus.

García Márquez wächst bei seinen Großeltern in Aracataca auf. Die Großmutter ist extrem abergläubisch. Sein Großvater, ein aufrechter Mann und Bürgerkriegsveteran, spricht viel von seinen Erfahrungen im Krieg und vom Tod. Und so erlebt Gabo eine Kindheit voller Verzauberung und Liebe, die aber gleichzeitig auch eine Art düsteren Schatten über sich trägt. Durch den plötzlichen Tod des Großvaters entwickelt er schon als Kind eine tiefe Angst vor dem Tod. Später verwandelt García Márquez die Wirklichkeit seiner Kindheit in Fiktion. Die Themen und Orte seiner Bücher, die Kriegsgeschichten, die Gespenster seiner Großmutter, all das sind grundlegende Elemente in Gabos literarischen Werken.

Der Dokumentarfilm nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch das Leben des weltbekannten Schriftstellers und zeichnet dessen biografische Stationen nach. Es kommen Freunde, Wegbegleiter und Bewunderer des Autors zu Wort, wie beispielsweise Bill Clinton. Auch García Márquez‘ oft kritisierte Freundschaft zu Fidel Castro ist Teil des Films.

Sonntag, 26.05. / 05:10 Uhr / Maidan – Die Kunst und die Revolution
Dokumentation, Russland, 2014, ZDF 52 Min.
Regie: Nataliya Babintseva
Online verfügbar von 26/05 bis 24/08

Noch nie kam eine Revolution schneller ins Museum: Die Proteste auf dem Kiewer Maidan begannen im November 2013 und schon im April 2014 eröffnete die Ausstellung „Art of the Ukrainian Revolution“ in Wien. Denn bei der Revolution in der Ukraine standen von Anfang an Künstler im Mittelpunkt der Ereignisse. Sie schufen ihre Werke teilweise direkt am Maidan, organisierten Performances und Musikhappenings direkt vor den martialisch aufgereihten Polizeitruppen und gaben damit dem Protest ein künstlerisch-subversives Gesicht.

Neben den Arbeiten der professionellen Künstler entstand auch eine „Volkskunst“-Bewegung, die die Gegenstände des Protestes wie Schutzschilde, Katapulte und Rüstungen als Kunstobjekte verzierte. Sie wurden noch während der revolutionären Ereignisse gesammelt und in einem neuen Museum für Volkskunst ausgestellt.

Der Maidan, der Platz der Unabhängigkeit in Kiew, verwandelte sich für die Dauer der Revolution in eine Einrichtung ganz eigener Art, denn hier kamen Menschen aus der ganzen Ukraine für ein paar Wochen zusammen – für manche wurde es ein vorübergehendes, neues Zuhause. Im Kontrast zur Bewegung der Volkskunst zeigt die Dokumentation auch, wie die Protestler eine Ausstellung des unglaublichen Kunst-Kitsches vorbereiten, den sie in der protzigen Villa des gestürzten Diktators Viktor Janukowitsch nach dessen Flucht vorgefunden hatten.

Die gewaltsamen Ausschreitungen vom Februar 2014 überschatteten dann den friedlichen Charakter des Protestcamps. Aber umso drängender stellt sich die Frage, wie die ukrainische Gesellschaft und die ukrainischen Künstler mit der kollektiven Erinnerung an die Ereignisse umgehen wollen.

Zusatzinfo:
Die Dokumentation erzählt von den Ereignissen auf dem Maidan als einer gigantischen Kunstperformance, zeigt, wie die Gegenstände unmittelbar in die Ausstellung nach Wien wandern, und sie spricht mit Künstlern, Kuratoren und Aktivisten über die Emotionen und Möglichkeiten, nach einem solchen „Ausnahmezustand“ mit dem Trauma umzugehen und die Ereignisse für die kollektive Erinnerung zu bewahren.

Sonntag, 26.05. / 11:05 Uhr / Metropolis ~ Spezial: Europawahlen
Magazin, Deutschland, 2019, ZDF 43 Min.
Online verfügbar von 26/05 bis 24/08
Erstausstrahlung

Europa wählt!
Die Europäische Union stimmt über ihre Zukunft ab: Zum neunten Mal können rund 400 Millionen Europäer direkt die Mitglieder des Europäischen Parlaments wählen. Prognosen sagen enorme Zugewinne für die rechten Parteilager voraus. „Metropolis“ spricht mit Europas Künstlern. Was bringt die Zukunft: Abschottung und Ausgrenzung oder Offenheit und Vielfalt? Europa hat die Wahl. Für welche Werte wirst Du in Zukunft stehen, Europa?

Sonntag, 26.05. / 16:20 Uhr / Die großen Mythen: Gott und Dandy: Dionysos
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Fred Pagèze
Online verfügbar von 26/05 bis 25/07

Die 20-teilige Dokumentationsreihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Deren poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Die einzelnen Beiträge erzählen mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Zeus ist in der Mythologie als wahrer Frauenheld bekannt. Eines Tages verführt er eine Sterbliche, Semele, die Prinzessin von Theben. Sie schenkt ihm einen Sohn, Dionysos, dem aufgrund seiner Doppelnatur und der Wut Heras, Zeus‘ Ehefrau, zunächst der Zugang zum Olymp verwehrt bleibt. Dionysos wird von Nymphen aufgezogen. Er weiß bereits, dass er einen langen und beschwerlichen Weg vor sich hat, bis die Götter ihn anerkennen. Er wird zum umherirrenden Gott, ein Vagabund. Eines Morgens macht Dionysos eine Entdeckung, die das Leben der Sterblichen verändern wird: Der junge Gott findet Weintrauben, und in seinem Kopf reift die Idee, Weinstöcke anzubauen und aus den Trauben Wein zu keltern. Er beschließt, durch die Welt zu reisen und das Wissen um die Herstellung des Weins an die Menschen weiterzugeben. Mit einem lärmenden, absonderlichen Gefolge aus Mänaden und Satyrn zieht er nach seiner Reise durch Syrien und Ägypten unter anderem nach Thrakien und Indien. Als Außenseiter stößt er jedoch vielerorts auf Zurückweisung. Auch in seiner Geburtsstadt Theben gelingt es ihm nur schwer, seiner Stimme Gehör zu verschaffen. Der dort regierende König Pentheus, trifft den Stolz des jungen Halbgottes und muss bitter dafür büßen. Es wird lange dauern, bis seine Toleranz und Offenheit, seine Liebe zu Poesie und Theater sowie seine Freude am Verkleiden und Feiern sich durchsetzen werden und der Dionysoskult entstehen wird.

Sonntag, 26.05. / 16:50 Uhr / Die großen Mythen: Über den Wolken: Dädalus und Ikarus
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Nathalie Amsellem

Die 20-teilige Serie über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Alle großen Zivilisationen gründen sich auf Erzählungen vom Ursprung der Welt und vom unausweichlichen Tod. Ihre poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Diese 20-teilige Serie erzählt mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Dädalus lebte am Hof von König Minos und gehörte zu den großartigen Erfindern des alten Griechenlands. Er war ein brillanter Architekt, ein genialer Zeichner und begnadeter Bildhauer. Auf der Insel Kreta fand er am Hofe des Königs Minos Asyl. Minos hatte von Poseidon als Zeichen, dass seine Gebete erhört wurden, einen prächtigen, strahlend weißen Stier erhalten. Dieser gefiel dem König so gut, dass er das Versprechen, das Tier dem Meeresgott zu opfern, ignorierte. Statt es zu schlachten, nahm er es in seine Herde auf und tötete dafür ein anderes Tier. Poseidons Rache für diese Täuschung war schrecklich: Für diesen Betrug verfluchte Poseidon die arme Pasiphaë, Minos‘ Gemahlin, die sich daraufhin in den Stier verliebte. Sie war ratlos, wusste sich nicht zu wehren gegen das brennende Verlangen, sich mit Poseidons weißem Stier im Liebesakt zu vereinen. Schließlich wendete sich Königin Pasiphaë hilfesuchend an Dädalus und drohte sogar, ihn und seinen Sohn Ikarus zu töten, wenn er keine Lösung für sie fände. Schließlich kam es mit Dädalus‘ Hilfe zu einer widernatürlichen Begattung: Daraus ging neun Monate später eine schreckliche Kreatur hervor: der Minotauros – ein hybrides Wesen. Wutentbrannt wollte König Minos zunächst Dädalus für diese Torheit bestrafen, doch dann dachte er: Durch Dädalus ist diese schreckliche Kreatur entstanden, also solle er diesen Frevel am heiligen Bund der Ehe nun auch wieder beseitigen. Dädalus soll ein Gefängnis für das Ungeheuer bauen. Dädalus erbaute eine architektonisch außergewöhnliche Anlage, ein Labyrinth. Der junge Theseus wagte sich schließlich in jenes komplexe Bauwerk, machte dem Monster den Garaus und fand dank Ariadnes Hilfe wieder hinaus. Als Minos dies erfuhr, sperrte er Dädalus und dessen Sohn Ikarus selbst in das Labyrinth, die – obwohl sie diesen Kerker selbst erbaut hatten –, darin gefangen waren wie in einer Falle. Da kam Dädalus eine Idee: Er konstruierte Flügel, um sich gemeinsam mit seinem Sohn zum Himmel empor zu schwingen …

Sonntag, 26.05. / 17:15 Uhr / Der Parthenon
Dokumentarfilm, Frankreich, 2006, ARTE F 78 Min.
Regie: Gary Glassman

Vor etwa 2.500 Jahren entstand der Parthenon auf der Athener Akropolis als Tempel für die Göttin Athene. Im Laufe der Geschichte wurde er von Erdbeben erschüttert, er brannte und wurde mehrfach umgebaut. Heute stellt sich die Frage, wie es den Griechen der Antike möglich war, dieses architektonische Meisterwerk ohne moderne technische Hilfsmittel zu errichten.

Der Parthenon gilt seit fast 2.500 Jahren als Inbegriff der Schönheit und Perfektion. Er wurde auf der Athener Akropolis zu Ehren der Stadtgöttin Pallas Athene als Dank für die Rettung Athens vor den Persern errichtet. Im Laufe seiner Geschichte wurde das Gebäude beschossen, in Flammen gesetzt, von Erdbeben erschüttert, seiner Skulpturen beraubt und durch katastrophale Renovierungen entstellt. Ein Team von Architekten und Restauratoren wird dieses einmalige Bauwerk retten. Doch dazu muss es zunächst einige Rätsel lösen. Wie gelang es den alten Griechen, innerhalb von weniger als neun Jahren ein Bauwerk derartigen Ausmaßes mit millimetergenauer Präzision zu errichten? Welche Techniken und Werkzeuge setzten sie ein? Die Suche nach Antworten auf diese Fragen führt an die Wiege der europäischen Kultur und in die Entstehungszeit von Mathematik, Philosophie, Tragödie und Demokratie.

Sonntag, 26.05. / 20:15 Uhr / Jubiläumsfest der Wiener Staatsoper
Musik, Frankreich, Österreich, 2019, ARTEORF 105 Min.
Regie: Beatrix Conrad
Dirigent: Marco Armiliato
Orchester: Wiener Staatsopernorchester
Chor: Wiener Staatsopernchor
Moderation: Annette Gerlach
Erstausstrahlung

Im Wirbelsturm der Europawahlen feiert Wien, die Hauptstadt des musikalischen Europas, 150 Jahre Staatsoper. Am 25. Mai 1869 wurde das Opernhaus mit Mozarts „Don Giovanni“ feierlich eingeweiht. Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten am 26. Mai 2019 um 20.30 Uhr wird eine große Gala am Platz vor der Oper sein, mit einer ganzen Reihe von internationalen Stars: Sänger und illustre Gäste werden große Melodien und Arien interpretieren. Alle zusammen mit dem Staatsopernorchester, dem Bühnenorchester und dem Staatsopernchor werden rund um das Staatsoperngebäude auf unkonventioneller Weise auftreten – Überraschungen inklusive! Durch den Abend führt Annette Gerlach.

Sonntag, 26.05. / 03:00 Uhr / Festival Musiq3 2014
Musik, Frankreich, Belgien, 2014, ARTERTBF 61 Min.
Regie: Benoit Vlietinck
Orchester: Brussels Philharmonic
Mit: Louis Lortie, Alexeï Lubimov
Online verfügbar von 26/05 bis 02/06

„Move – The Danube Experience!“ – unter diesem Motto stand die diesjährige vierte Ausgabe des Festivals Musiq‘3. Und wie man in kreativer Dynamik bleibt, das stellten die Organisatoren diesmal erneut unter Beweis. Auf sieben Bühnen wurden 60 Konzerte mit insgesamt 250 Musikern präsentiert und ließen damit erkennen, wie sehr sich das Festival weiterentwickelt hat.Das Programm ist so vielfältig wie eine Kreuzfahrt auf der Donau. Aufgeführt wurden Mozart, Beethoven und Brahms ebenso wie Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Bartók, Enescu, Kodály, Ligeti oder Schönberg. Daneben wurde Gypsy-Musik und Balkanfolklore dargeboten. Künstler waren unter anderem die Pianisten Louis Lortie und Alexei Lubimov, die Sopranistin Sophie Karthäuser, die Brüsseler Philharmoniker, das Ensemble Vox Luminis und das Festivalorchester.

Montag, 27.05. / 05:00 Uhr / Stars von morgen ~ Präsentiert von Rolando Villazón
Musik, Deutschland, 2015, ZDF 43 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Dirigent: Giedre Slekyte
Orchester: Junge Sinfonie Berlin
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Vince Yi (Countertenor), Harriet Krijgh (Cello), Ye-Eun Choi (Violine), Alexej Gorlatch (Klavier)

Online verfügbar von 27/05 bis 26/06

Der französisch-mexikanische Tenor und Kulturbotschafter Rolando Villazón präsentiert auf ARTE seine „Stars von morgen“. Im stimmungsvollen Ambiente des ehemaligen Berliner Stummfilmkinos Delphi begrüßt er vier junge Künstler aus den USA, den Niederlanden, Deutschland und Südkorea, die auf dem Sprung zu einer großen Klassikkarriere stehen. Als Solisten oder im Zusammenspiel mit der Jungen Sinfonie Berlin beweisen die vier Gäste ihr außergewöhnliches Können. Die erfolgreiche Newcomerin Giedre Slekyte aus Litauen übernimmt die Leitung am Dirigentenpult.

Für diese Folge der „Stars von morgen“ hat der französisch-mexikanische Tenor Rolando Villazón vier außergewöhnliche junge Klassikkünstler in das ehemalige Stummfilmkino Delphi nach Berlin eingeladen: den amerikanischen Countertenor Vince Yi, die niederländische Cellistin Harriet Krijgh, den deutschen Pianisten Alexej Gorlatch und die koreanische Geigerin Ye-Eun Choi.

Eigentlich wollte Vince Yi Tenor werden. Als aber während des Musikstudiums sein außerordentliches Talent für das Counter-Stimmfach entdeckt wurde, war der weitere Weg vorgezeichnet. Heute zählt Vince Yi bereits zu den besten Countertenören seiner Generation.

Harriet Krijgh hatte ihren ersten Cellounterricht bereits mit fünf Jahren. Schon im Teenageralter verließ sie ihre holländische Heimat, um in Wien zu studieren. Jetzt gibt sie weltweit Konzerte und wird für ihr kantables Spiel gefeiert. Dies stellt sie in Rolando Villazóns Sendung mit Ernest Blochs „Prayer“ unter Beweis.

Alexej Gorlatch ist in Kiew geboren, wohnt aber seit seinem dritten Lebensjahr in Deutschland. Zu seinen Lehrern zählte der „Klavierpapst“ Karl-Heinz Kämmerling. Kritiker bewundern Gorlatchs kraftvoll-virtuoses, zugleich aber farbiges und leichtes Spiel.

Als Ye-Eun Choi 16 Jahre alt war, wurde Anne-Sophie Mutter auf sie aufmerksam und nahm sie als Stipendiatin in ihre Stiftung auf. Sie sieht in ihr eines der ganz großen Geigentalente, ausgestattet mit einer besonderen Klangfantasie. Bei den „Stars von morgen“ wird Ye-Eun Choi – ebenso wie die anderen Künstler – von der Jungen Sinfonie Berlin unter der Leitung von Giedre Slekyte begleitet.

Dienstag, 28.05. / 05:00 Uhr / Stars von morgen ~ Präsentiert von Rolando Villazón
Musik, Deutschland, 2015, ZDF 44 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Dirigent: Giedre Slekyte
Orchester: Junge Sinfonie Berlin
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Mario Chang (Tenor), Camille Thomas (Cello), Olga Kulchynska (Sopran), Trio Cayao

Online verfügbar von 28/05 bis 27/06

Bei den „Stars von morgen“ darf gefeiert werden: Bereits zum 20. Mal präsentiert der französisch-mexikanische Tenor und Kulturbotschafter Rolando Villazón „Stars von morgen“. In dieser Folge sind es die jungen Künstler Mario Chang aus Guatemala, Camille Thomas aus Frankreich, Olga Kulchynska aus der Ukraine und das Berliner Trio Cayao. Sie alle stehen auf dem Sprung zu einer internationalen Karriere. Begleitet werden sie von der Jungen Sinfonie Berlin unter der Leitung von Giedre Slekyte aus Litauen. Die Jubiläumssendung kommt aus dem ehemaligen Stummfilmkino Delphi in Berlin.

Zu einer Jubiläumssendung begrüßt Gastgeber Rolando Villazón die Zuschauer im stimmungsvollen Ambiente des ehemaligen Berliner Stummfilmkino Delphi: Bereits zum 20. Mal präsentiert er junge internationale Künstler bei den „Stars von morgen“. Seine Gäste sind diesmal der aus Guatemala stammende Tenor Mario Chang, die französische Cellistin Camille Thomas, die ukrainische Sopranistin Olga Kulchynska und das Trio Cayao aus Berlin. Begleitet werden sie auch diesmal von der Jungen Sinfonie Berlin unter der Leitung von Giedre Slekyte aus Litauen.

Er sei ein geborener Belcanto-Tenor, schrieb die „New York Times“ 2014 über Mario Chang. Im selben Jahr gewann er gleich drei Preise bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb. Momentan gehört Mario Chang zum Ensemble der Frankfurter Oper und ist auf dem besten Weg, große Karriere zu machen.

Die Cellistin Camille Thomas hat zahlreiche internationale Wettbewerbe gewonnen und zieht das Publikum mit ihrem charismatischen und ausdrucksstarken Spiel in ihren Bann. Für den Auftritt bei den „Stars von morgen“ hat sie sich die „Ungarische Rhapsodie“ von David Popper ausgesucht.

Olga Kulchynska singt am Moskauer Bolschoi-Theater und begeistert die Kritiker mit ihrer jugendlichen, kraftvoll leuchtenden Sopranstimme. Als Einspringerin an der Seite von Joyce DiDonato in Zürich hat sie die internationale Opernwelt auf sich aufmerksam gemacht.

Das Trio Cayao spielt virtuos und voller Musikalität temperamentvollen Tango aus Argentinien und aus Finnland. Was es damit auf sich hat, verrät Jarkko Riihimäki, der Gründer des Trios, Rolando Villazón bei den „Stars von morgen“.

Mittwoch, 29.05. / 05:00 Uhr / Stars von morgen ~ Präsentiert von Rolando Villazón
Musik, Deutschland, 2015, ZDF 43 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Dirigent: Elias Grandy
Orchester: Junge Sinfonie Berlin
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Aida Garifullina (Sopran), Iurii Samoilov (Bariton), Felix Klieser (Horn), Elodie Baile (Harfe)

Online verfügbar von 29/05 bis 28/06

Zu vier Folgen lädt Publikumsliebling Rolando Villazón seine „Stars von morgen“ nach Berlin ein. Neuer Schauplatz der Sendung, in der junge Künstler auftreten, die am Beginn einer internationalen Karriere stehen, ist das ehemalige Stummfilmkino Delphi. Begleitet werden Rolando Villazóns Gäste von der Jungen Sinfonie Berlin unter der Leitung von Elias Grandy.

In einer neuen, außergewöhnlichen Location, dem ehemaligen Stummfilmkino Delphi, begrüßt Rolando Villazón sein Publikum zu vier neuen Folgen „Stars von morgen“. In dieser Folge sind die Sopranistin Aida Garifullina, der Bariton Iurii Samoilov, der Hornist Felix Klieser und die Harfenistin Elodie Baile zu Gast.

Mit dem Gewinn von Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb begann die steile Karriere der russischen Sopranistin Aida Garifullina. Zu ihren Förderern zählt neben Plácido Domingo auch der Dirigent Waleri Gergijew. Inzwischen gehört Garifullina zum Ensemble der Wiener Staatsoper und ist dort bereits ein Publikumsliebling.

Als jüngster Finalist hat der ukrainische Bariton Iurii Samoilov 2009 beim Wettbewerb „Neue Stimmen“ in der Opernwelt auf sich aufmerksam gemacht. Seit der Spielzeit 2014/2015 feiert er an der Frankfurter Oper große Erfolge und ist auf dem Sprung zu einer internationalen Karriere.

Mit Mitte 20 zählt Felix Klieser bereits zu den weltbesten Hornisten. Trotz seines Handicaps – er kam ohne Arme auf die Welt – spielt er sein Instrument äußerst virtuos und entlockt ihm Klänge, die das Publikum und die Fachwelt gleichermaßen begeistern. Bei den „Stars von morgen“ spielt Felix Klieser einen Satz aus dem dritten Hornkonzert von Mozart.

Einen Flamenco der besonderen Art präsentiert die junge französische Harfenistin Elodie Baile, die damit in Rolando Villazóns Sendung ihre musikalische Kreativität unter Beweis stellt. Wie in den Staffeln zuvor ist das Orchester bei den „Stars von morgen“ die Junge Sinfonie Berlin unter der Leitung von Elias Grandy.

Donnerstag, 30.05. (Christi Himmelfahrt) / 05:00 Uhr / Stars von morgen ~ Präsentiert von Rolando Villazón
Musik, Deutschland, 2015, ZDF 44 Min.
Regie: Elisabeth Malzer
Dirigent: Elias Grandy
Orchester: Junge Sinfonie Berlin
Moderation: Rolando Villazón

Mit: Lucienne Renaudin-Vary (Trompete), Musica Sequenza, Valentina Nafornita (Sopran), Claire Huangci (Piano)

Online verfügbar von 30/05 bis 29/06

Zu vier Folgen lädt der französisch-mexikanische Tenor Rolando Villazón seine „Stars von morgen“ nach Berlin ein. Neuer Schauplatz der Sendung, in der junge Künstler auftreten, die am Beginn einer internationalen Karriere stehen, ist das ehemalige Stummfilmkino Delphi. Begleitet werden Villazóns Gäste von der Jungen Sinfonie Berlin unter der Leitung von Elias Grandy. Im stimmungsvollen Ambiente begrüßt er dieses Mal unter anderem die gerade einmal 16-jährige Trompeterin Lucienne Renaudin Vary, die Sopranistin Valentina Nafornita, die Pianistin Claire Huangci sowie das Ensemble Musica Sequenza.

In einer neuen, außergewöhnlichen Location, dem ehemaligen Stummfilmkino Delphi, begrüßt der französisch-mexikanische Tenor Rolando Villazón sein Publikum zu vier neuen Folgen „Stars von morgen“. In dieser Folge hat er drei junge Solisten und ein außergewöhnliches Ensemble zu Gast: die Trompeterin Lucienne Renaudin Vary, die Sopranistin Valentina Nafornita, die Pianistin Claire Huangci und das Ensemble Musica Sequenza. Die Junge Sinfonie Berlin spielt unter der Leitung von Elias Grandy.

Lucienne Renaudin Vary ist erst 16 Jahre alt und wird in ihrer französischen Heimat auch als „Trompetenprinzessin“ bezeichnet. Tatsächlich beherrscht sie mit einer virtuosen Selbstverständlichkeit bereits alle gängigen Trompetenkonzerte – wie etwa das Konzert in Es-Dur von Johann Nepomuk Hummel, das sie bei den „Stars von morgen“ zum Besten gibt.

Die im moldauischen Glodeni geborene Sopranistin Valentina Nafornita ist auf dem besten Weg zu einer großen Gesangskarriere: Mit Ende 20 gehört sie zum Ensemble der Wiener Staatsoper und hat schon in der Mailänder Scala, den Staatsopern in Berlin und München sowie bei den Salzburger Festspielen gesungen.

Claire Huangci hat zahlreiche internationale Wettbewerbe gewonnen. Die amerikanische Pianistin chinesischer Abstammung verfügt über eine atemberaubende Virtuosität, begeistert ihr Publikum aber vor allem mit ihrer großen Musikalität. Das gelingt ihr auch in Rolando Villazóns Sendung eindrucksvoll.

Barockmusik im neuen Sounddesign spielt das Ensemble Musica Sequenza. Der in Istanbul geborene Fagottist und Leiter des Ensembles, Burak Özdemir, schafft durch moderne Instrumentierung neue Verbindungen zwischen unterschiedlichen musikalischen Welten.

Freitag, 31.05. / 21:45 Uhr / Divas der 90er
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 52 Min.
Regie: Sophie Peyrard
Online verfügbar von 31/05 bis 07/06
Erstausstrahlung

Whitney Houston, Mariah Carey, Céline Dion: drei große Namen der 90er Jahre. Als „Vocal Trinity“ prägten die Sängerinnen die Popmusik. Im MTV-Jahrzehnt stürmten sie die Charts und erzielten mit ihren Alben Verkaufsrekorde. Sie spielten eine musikalische Vorreiterrolle und ihr bewegtes Privatleben tat ein Übriges, dass sie zu den ersten Pop-Divas der Geschichte wurden.

Was macht eine Diva aus? Und welches Frauenbild ist damit verbunden? Zum einen geht es natürlich nicht ohne musikalisches Ausnahmetalent. Die drei entsprechen verschiedensten weiblichen Projektionen zwischen unschuldigem Mädchen und Femme fatale und führten ein öffentliches Privatleben mit dramatischen Höhen und Tiefen. So sicherten sich Whitney, Mariah und Céline ihr Starsein nicht zuletzt auch durch Skandale und Exzesse – selbst wenn sie oft einen hohen Preis dafür bezahlen mussten.

Die Dokumentation „Divas der 90er“ zeichnet anhand von Archivmaterial und Interviews die Porträts dreier außergewöhnlicher Frauen. Sophie Peyrard beleuchtet, wie sie sich ihren Status als Queen of Pop erkämpften. Die Dokumentation ergründet, wie man zu einer der erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten wird und befragt dazu die Musikjournalisten Carl Wilson und Olivier Cachin, die Kulturwissenschaftlerinnen Daphne Brooks und Kristin K. Lieb sowie die Popsängerin Camélia Jordana und die Opernsängerin Julie Fuchs.

Freitag, 31.05. / 22:40 Uhr / Elton John ~ A Singular Man
Dokumentation, Deutschland, 2015, ARTE 51 Min.
Regie: Christian Wagner
Online verfügbar von 31/05 bis 30/06

Der britische Popsänger, Pianist und Komponist Elton John blickt auf eine lange Karriere im Musikgeschäft zurück. Er ist vor allem bekannt für große Hits wie „Your Song“, „Candle in the Wind“ oder „Crocodile Rock“, aber auch für seinen extravaganten Stil – allem voran die schrägen Brillen – und seinen Einsatz für die Rechte von Homosexuellen. Für sein Lebenswerk und sein soziales Engagement schlug ihn die Queen 1998 zum Ritter. Im Zentrum der Dokumentation des Filmemachers Christian Wagner steht ein exklusives Interview mit Elton John in Las Vegas. Die persönliche Begegnung verlief entspannt. Elton John vermittelte den Eindruck, mit seinem Hier und Jetzt zufrieden zu sein. Im Gespräch redete er ohne Zurückhaltung über alle Höhen und Tiefen seiner Karriere und seines Lebens. Es scheint, als habe sich für ihn ein Kreis geschlossen. Sein Leben hat heute vier Eckpfeiler: seine Söhne, seine Musik, die Beziehung zu David Furnish, mit dem er seit 2014 verheiratet ist, und sein Engagement für die Bekämpfung von Aids sowie gegen die Diskriminierung von Homosexualität. Im Gespräch äußerte sich Elton John auch explizit zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Seine Meinung zur russischen Gesetzgebung gegen „homosexuelle Propaganda“ war eindeutig, ebenso seine Einschätzung zur möglichen Lösung politischer Konflikte. Überraschend ist seine Begeisterung für Angela Merkel und ihre Politik: „I send a message of love and respect to her“, so Elton John. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Musikers von den Anfängen bis heute. Archiv-Ausschnitte, seine großen Hits sowie Statements von Wegbegleitern und Experten ergänzen das Exklusiv-Interview.

Freitag, 31.05. / 23:35 Uhr / Tracks
Magazin, Deutschland, 2019, ZDF 43 Min.
Produzent: Kobalt productions
Online verfügbar von 31/05 bis 29/08
Erstausstrahlung

(1): Erotik Toy Records
(2): Parker Day

(1): Erotik Toy Records
Sensibles Rap-Kollektiv aus Bremen: Die sechs Jungs bezeichnen sich als „most sensitive Crew alive“. Zu Recht! Anstatt über Hoes, Money und Bitches rappt das Kollektiv über Alltagsthemen wie Liebe, Graffiti und Geschichten von der Straße. Ihr Sound ist dabei so facettenreich wie nicht-schubladenkonform: Von Neuer Deutscher Welle bis Dancehall, Trap oder Kuschelrap decken die talentierten Werder-Ultras so ziemlich alles ab.

(2): Parker Day
Hyperstilisierte Pop-Fotografie: In der Tradition von David LaChapelle oder Cindy Sherman fotografiert und inszeniert Parker Day Porträts von Außenseitern. Ihre schillernden Bilder sind nicht nur weltweit in Ausstellungen zu sehen, sondern längst auch im „Time Magazine“ oder im „New Yorker“. Parker Day zelebriert die bunte Oberfläche und hinterfragt das, was wir Identität nennen. „Tracks“ hat sie in ihrem Studio in Los Angeles besucht.

Freitag, 31.05. / 00:20 Uhr / We Love Green Festival 2018 Paris
Charlotte Gainsbourg, Beck, Jorja Smith, King Krule, Lomepal
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 71 Min.
Regie: Sebastien Lefebvre, Alexandre Buisson
Online verfügbar von 31/05 bis 28/10
Erstausstrahlung

Öko gepaart mit erstklassigen Acts: Willkommen auf dem We Love Green Festival! Im Juni 2018 bejubelten die 74.000 Besucher zwei Tage lang das hochkarätige Line-up: angefangen bei OrelSan, dem französischen Rapper des Jahres, der das Zwillingsduo Ibeyi mit einem Featuring beehrte, über die US-amerikanische Musikerlegende Beck, die Schauspielerin Charlotte Gainsbourg, den aufstrebenden Rap-Newcomer Lomepal, den kalifornischen Folk-Rocker Father John Misty und den Londoner Poeten King Krule bis zu Jorja Smith, dem neuen Star am britischen Soulhimmel.

Coachella Festival made in France: Das umweltbewusste Pariser Festival We Love Green begeisterte 2018 schon in der siebten Ausgabe seine rund 74.000 Festivalbesucher und das nicht nur mit seinen Vorträgen und Workshops. Zu sehen war ein hochkarätiges internationales Line-up sowie die Crème de la Crème der französischen Musikszene – zum Beispiel den mit drei Victoires de la Musique ausgezeichneten Rapper OrelSan, der das Zwillingsduo Ibeyi mit einem Featuring beehrte.

An Beck, dem King der US-amerikanischen Independent-Szene, scheint die Zeit nahezu spurlos vorüberzugehen. Ein Vierteljahrhundert nach dem Erfolg von „Loser“ produzierte der kalifornische Sänger Ende der 2000er das Album „IRM“ für Charlotte Gainsbourg. Für die Tochter des großen Serge war diese Platte wie ein musikalischer Befreiungsschlag, welcher weitgehend von ihrem Landsmann SebastiAn geschrieben wurde – mit der Unterstützung von Größen wie dem New Yorker Musikproduzenten Danger Mouse, Guy-Manuel de Homem-Christo von Daft Punk und sogar Sir Paul McCartney.

Auf dem We Love Green kommen daneben auch junge Nachwuchstalente zum Zug, zum Beispiel der französische Ausnahmerapper Lomepal, der Folk-Rocker Father John Misty aus Los Angeles, früheres Mitglied der Band Fleet Foxes, und der Londoner Poet King Krule. Wie jedes Jahr gibt es auch eine spannende Neuentdeckung: Die britische Soul-Sensation Jorja Smith begeisterte die Festivalbesucher – mit ihren 21 Jahren konnte sie sich bereits durch gemeinsame Tracks mit Drake und Kendrick Lamar von der Masse abheben.


Samstag, 01.06. / 05:35 / Twiggy, das Gesicht der 60er
Dokumentation, Frankreich, 2012, ARTE 52 Min.
Regie: Philip Priestley
Online verfügbar von 01/06 bis 08/06

Twiggy, eigentlich Lesley Hornby, war das erste internationale Topmodel und das Gesicht der kulturellen Revolution in den 60er Jahren. Die 16-Jährige aus dem Arbeiterviertel Eastend schaffte den Aufstieg in die ersten Reihen des Swinging London und durchbrach mit ihrem unkonventionellen Look die herrschenden Konventionen.

Mitte der 60er Jahre sprengte Twiggy – mit bürgerlichem Namen Lesley Hornby – die Konventionen. Ein revolutionärer Kurzhaarschnitt, ein dünner, androgyner Körper in einem – „so shocking!“ – ultrakurzen Minirock, blaue Kulleraugen mit riesigen falschen Wimpern waren ein völlig neues Erscheinungsbild. Eine Doppelseite im „Daily Express“ erklärte das Model zum „Face of 66“ und reichte aus, um sie über Nacht berühmt zu machen. Die 16-Jährige zündete den Funken einer Teenager-Revolution, die sich wie ein Lauffeuer in der britischen Hauptstadt verbreitete: Das „Swinging London“ war geboren.

Twiggy – vom Establishment verächtlich „Bohnenstange“ genannt – stammte aus der Arbeiterklasse des Londoner Eastend. Sie erschütterte die bestehende Ordnung der britischen Gesellschaft und wurde zur Szene-Queen der Hauptstadt, auf einer Stufe mit den Beatles, Top-Designern und Künstlern. Twiggy war die zufällige Muse einer revoltierenden Generation, die einen ungestillten Hunger nach Neuem hatte und die künstlerische Ausdrucksformen und Freiheit suchte. Sie wurde zum Vorbild und Modell Tausender Teenager und verkörperte das Ende einer von der britischen Elite auferlegten Kleider- und Sittenordnung.

Die Dokumentation taucht ein in das Technicolor-Universum des Swinging London. Archivbilder, Fotos und ein Soundtrack mit Hits der 60er Jahre belegen die bahnbrechenden Umwälzungen der Zeit in puncto Mode, Konsum und Kreativität, deren Wirkungen noch heute spürbar sind.

Samstag, 01.06. / 20.15 / Versailles – Palast des Sonnenkönigs
Dokumentarfilm, Frankreich, 2018, ARTE F 91 Min.
Regie: Marc Jampolsky
Online verfügbar von 01/06 bis 27/06
Erstausstrahlung

Unter der Herrschaft Ludwigs XIV. war Versailles eine ständige Baustelle. Danach wurde es von den aufeinanderfolgenden Bewohnern unaufhörlich umgewandelt, deswegen hat das Kulturdenkmal, das Millionen Besucher heute erblicken, nur sehr entfernte Ähnlichkeit mit dem des Sonnenkönigs. Außerdem erzählt es nichts über seine erstaunliche Entstehungsgeschichte.

Doch durch die Verwendung modernster Rekonstruktionstechniken hat die Forschung heute einen neuen Aufschwung genommen. Sie erschließt das Versailles Ludwigs XIV. so, wie er es nach seinen Bedürfnissen und Träumen entwarf.

Der Film beobachtet die Wissenschaftler bei ihren Bemühungen, die Räume und Ausstattungen der verlorenen Bauten zu rekonstruieren und die Entstehungsgeschichte des Palastes zu klären.

So rekonstruiert der Konservator des Schlossmuseums, Alexandre Maral, die irrwitzigen barocken Fantasiegebilde, die eine Zeit lang den Park füllten, und lässt den Zuschauer eine wunderbare künstliche Grotte mit zauberhaften Springbrunnen erkunden.

Der wissenschaftliche Direktor des Versailler Forschungszentrums, Mathieu da Vinha, führt detailliert vor, wie die großen Höflingsgemächer eingerichtet waren. Der Spezialist für die königlichen Sammlungen, Matthieu Lett, kann dank der 3D-Rekonstruktion des Privatmuseums von Ludwig XIV. die Hängung in diesem sehr privaten Ort in virtueller Realität ausprobieren.

Verbunden mit der Untersuchung Tausender alter Pläne ermöglichen diese modernen Rekonstruktionstechniken eine vollkommen neue Erforschung der architektonischen Vergangenheit von Versailles und offenbaren deren verborgenen Sinn.

Zusatzinfo:
Das Programm wird ergänzt durch ein Konzert: ARTE zeigt am Sonntag, den 2. Juni um 17.40 Uhr einen „Italienischen Barockabend auf Schloss Versailles“.

Samstag, 01.06. / 21.45 / Der gefälschte Mond des Galileo Galilei ~ Auf der Spur eines Skandals
Dokumentation, Deutschland, 2019, RBB 52 Min.
Regie: Pierre-Olivier François
Online verfügbar von 01/06 bis 30/08
Erstausstrahlung

Die Geschichte klingt wie ein packender Thriller: Knapp 400 Jahre nach seiner Veröffentlichung taucht auf dem internationalen Buchmarkt ein bisher unbekanntes Exemplar von Galileo Galileis „Sidereus Nuncius“, dem „Sternenboten“, auf. Anders als in den bekannten Exemplaren hat Galilei die Monde hier angeblich selbst gezeichnet. Doch was die mit der Prüfung beauftragten internationalen Wissenschaftler für echt erklären, ist in Wirklichkeit gefälscht, wie ein junger Historiker kurze Zeit später beweist. Dass es zahlreiche Fälle von Bilderfälschungen gibt, war bekannt. Doch wer fälscht ganze Bücher?

Galileo Galileis Schrift „Sidereus Nuncius“ gilt bis heute als Meisterwerk der Wissenschaft. Im Januar 1610 beobachtete der italienische Astronom in Padua zum ersten Mal den Mond durch sein gerade neu entwickeltes Teleskop. Fasziniert von seinen Entdeckungen bringt er in Windeseile das Buch heraus, das mit seinen Radierungen des Mondes die Welt verändern wird.

Knapp 400 Jahre später reibt sich ein New Yorker Antiquar die Augen. Zwei Männer wollen ihm ein ganz besonderes Exemplar des Buches verkaufen: Eines, das nicht die berühmten Radierungen enthält, sondern Originalaquarelle des Meisters. Ein internationales Forscherteam um den Berliner Kunsthistoriker Horst Bredekamp untersucht das Buch monatelang und mit allen technischen Mitteln auf seine Echtheit. Sie haben keinen Zweifel: Das Buch ist echt. Das „Time Magazine“ spricht bereits von einem wissenschaftlichen und kunstgeschichtlichen Jahrhundertfund.

Doch ein junger Wissenschaftler bleibt skeptisch und kann beweisen, dass das New Yorker Exemplar offenbar die beste Buchfälschung aller Zeiten ist. Seine Entdeckung führt zu einem Jahrhundertskandal, dessen Nachwirkungen in der Welt der Wissenschaft bis heute zu spüren sind.

Die Dokumentation von Pierre-Olivier François erzählt die Geschichte dieser fast perfekten Fälschung, ihrer Entdeckung und der Erschütterungen, die der Skandal ausgelöst hat, wie einen Thriller. Auch der Fälscher des Buchs kommt zu Wort – und bereut seine Tat keineswegs. Als Hobbyastronom und Bewunderer Galileis ist er sichtlich stolz auf seinen „Sidereus Nuncius“, mit dem er die Fachleute getäuscht hat.

Sonntag, 02.06. / 12:00 Uhr / Die großen Mythen ~ Von Schönheit und Begierde: Aphrodite
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Camille Dalbéra
Online verfügbar von 02/06 bis 01/08

Die 20-teilige Dokumentationsreihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Deren poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Die einzelnen Beiträge erzählen mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Als der Titan Kronos sich gegen seinen Vater Uranos auflehnt, trennt er ihm mit einer Sichel das Geschlechtsteil ab und wirft dieses ins Meer. Es verschmilzt mit der Gischt, und aus diesem sonderbaren Akt geht Aphrodite hervor. Die zauberhafte Göttin weckt die Liebe ebenso wie die körperliche Begierde. Sie wird die Göttin der Ehe, verführt aber zugleich Männer wie Frauen – selbst verheiratete – zu den schlimmsten erotischen Eskapaden. Sie ist unwiderstehlich und erregt den Neid aller anderen weiblichen Wesen auf dem Olymp. Kaum ist Aphrodite dem Meer entstiegen, reißt sie der Windgott Zephyr fort zur Bucht von Paphos an der Westküste der Insel Zypern. Zephyr betraut die Horen mit Aphrodites Erziehung – die wohlwollenden Gottheiten, die die vier Jahreszeiten verkörpern. Als Aphrodite schließlich den Olymp betritt, erhebt sich die Versammlung und proklamiert sie einstimmig zur Göttin der Schönheit und der Liebe. Augenblicklich befindet Zeus, dass solch eine Schönheit nicht allein bleiben dürfe – sie brauche einen Ehemann. Er vermählt sie mit dem hässlichen, humpelnden Hephaistos, doch sucht sich Aphrodite schon bald einen Liebhaber: Der schöne Kriegsgott Ares und sie beginnen eine heimliche Affäre mit verhängnisvollem Ende. Als eines Tages die Göttin der Zwietracht, Eris, bei einem Festmahl auf dem Olymp einen Apfel mit der Inschrift „Für die Schönste” auf den Tisch wirft, nehmen neben Aphrodite auch Hera und Athene den Titel für sich in Anspruch. Zeus betraut den jungen Hirten Paris mit der Entscheidung – eine Entscheidung, die einen zehnjährigen Konflikt zur Folge haben wird.

Sonntag, 02.06. / 12:25 Uhr / Die großen Mythen ~ Vom Hüten, Stehlen und Reisen: Hermes
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Fred Pagèze
Online verfügbar von 02/06 bis 01/08

Die 20-teilige Dokumentationsreihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Deren poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Die einzelnen Beiträge erzählen mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Ein Gott, der an Türen lauscht, Lügengeschichten verbreitet und ein durchtriebenes Schlitzohr ist – die Rede ist von Hermes. Noch am Tag seiner Geburt verlässt er die Höhle, in der ihn seine Mutter Maia zur Welt gebracht hat. Maia ist eine der sieben Plejaden, eine der Töchter des Titanen Atlas, die für ihre außerordentliche Schönheit bekannt sind. Hermes stiehlt Apollon 50 Rinder und tötet eine Schildkröte, bastelt aus ihrem Panzer eine Leier und offeriert sie dem Sonnengott als Versöhnungsgeschenk. Göttervater Zeus bewundert den flinken, agilen Gott, für den Frechheit eine Tugend ist. Deshalb betraut er Hermes mit allerlei Aufgaben und ernennt ihn zum Mittler zwischen den Göttern und den Sterblichen. Er ist damit auch der einzige Bote, dem es erlaubt ist, vor Hades, den Gott der Unterwelt, zu treten. Ferner ist der Götterbote Hermes Schutzgott der Kaufleute, des Verkehrs und der Reisenden, aber auch der engste Verbündete von Zeus, dem er bei seinen diversen Verführungsaktionen zur Seite steht. Hermes ist unberechenbar; nie kann man vor seinem Schabernack sicher sein. Mal Geheimagent, mal Diplomat, ein Schürzenjäger, ein Dieb, ein Spieler und Riesenschelm – auf dem Olymp ist Hermes sehr beliebt, aber die Menschen wissen nie, ob er ihnen gerade helfen oder sie zum Narren halten will …

Sonntag, 02.06. / 16:00 Uhr / Das Mobiliar von Versailles ~ Vom Sonnenkönig bis zur Revolution
Dokumentation, Frankreich, 2014, ARTE F 52 Min.
Regie: Fabrice Hourlier
Online verfügbar von 02/06 bis 09/06

Die Dokumentation stellt sechs Meisterwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert vor, die für die französischen Herrscher Ludwig XIV., XV. und XVI. sowie für Königin Marie Antoinette angefertigt wurden, darunter eine Kommode mit Einlegearbeiten aus Schildpatt und Messing und eine astronomische Uhr. Die Antiquitäten vermitteln einen Eindruck vom Talent der Kunsthandwerker jener Zeit, aber auch vom persönlichen Geschmack der Monarchen.

Versailles – bei diesem Namen denkt man an die französischen Könige Ludwig XIV., XV. und XVI. sowie an Marie Antoinette. Doch wer kennt schon Claude Ballin, André-Charles Boulle, Claude-Siméon Passemant, Jean-François Oeben, Johann Heinrich Riesener, Georges Jacob oder Johann Ferdinand Josef Schwerdfeger? Dabei sind auch ihre Namen untrennbar mit der Geschichte des Schlosses verbunden, denn diese Goldschmiede, Uhrmacher und Kunsttischler schufen das prachtvolle Mobiliar von Versailles. Die Dokumentation stellt sechs Meisterwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert vor, darunter eine Kommode mit Einlegearbeiten aus Schildpatt und Messing aus der Zeit Ludwigs XIV. sowie eine astronomische Uhr, die als wahres Wunderwerk der Wissenschaft gelten kann. Zu sehen ist auch einer der berühmtesten Kunstgegenstände der französischen Geschichte, der Bureau du Roi, der Schreibtisch Ludwigs XV., außerdem der prachtvolle Schmuckschrank und die reich verzierten Möbel, die für Königin Marie Antoinette angefertigt wurden. Mit Hilfe von Computergrafiken wird sogar das schon lange eingeschmolzene, legendäre silberne Mobiliar des Sonnenkönigs zu neuem Leben erweckt. Eine Reise in die Glanzzeit des französischen Absolutismus, die einen Eindruck vom Talent der Künstler vermittelt, aber auch vom Geschmack und den persönlichen Vorlieben der illustren Auftraggeber erzählt.

Sonntag, 02.06. / 16:55 Uhr / Metropolis: Valladolid
Magazin, Deutschland, 2019, SWR 43 Min.
Erstausstrahlung

(1): Metropole: Valladolid
(2): Austellung Ai Weiwei

(1): Metropole: Valladolid
Valladolid, die 300.000-Einwohner-Metropole in der Region Kastilien-León, war einst die Hauptstadt des Königreichs Kastilien und sogar ganz Spaniens. Heute ist die Region für ihre besonderen Weine weltweit bekannt. Viele Studenten tummeln sich in der lebendigen Altstadt mit einer der ältesten Universitäten Spaniens und einer Vielzahl spannender Museen. Doch das liberale multikulturelle Zusammenleben hier bekommt Risse. Viele blicken besorgt auf die Parlamentswahlen in Spanien Ende April. Die rechtspopulistische Partei Vox ist auf dem Vormarsch. „Metropolis“ geht in Valladolid auf Entdeckungstour, trifft Künstler und fragt nach, wie sich das politische Klima auf ihre Arbeit auswirkt.

(2): Ausstellung Ai Weiwei
„Alles ist Kunst, alles ist Politik“, so das Leitmotiv einer Ausstellung, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf dem chinesischen Künstler Ai Weiwei widmet. In raumfüllenden Installationen der letzten zehn Jahre geht es dem Dissidenten und Kunst-Aktivisten besonders um die globale Flüchtlingskrise und Fragen der Humanität. „Metropolis“ hat Ai Weiwei beim Aufbau getroffen.

Sonntag, 02.06. / 17:40 Uhr / Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 44 Min.
Regie: François-René Martin
Komponist: Claudio Monteverdi, Cristoforo Malvezzi, Marco da Gagliano, Giulio Caccini
Dirigent: Raphaël Pichon
Orchester: Ensemble Pygmalion

Mit: Lea Desandre (Sopran), Eva Zaïcik (Sopran), Lucile Richardot (Alt), Emiliano Gonzalez Toro (Tenor), Zachary Wilder (Tenor), Nicolas Brooymans (Bass), Perrine Devillers (Sopran), Davy Cornillot (Tenor)

Online verfügbar von 02/06 bis 31/08
Erstausstrahlung

Claudio Monteverdi komponierte 1607 zum Auftakt des Karnevals von Mantua seine erste Oper, die allererste Oper der Geschichte. „Stravaganza d’amore“ ist eine musikalische Zeitreise in diese Epoche. Im Spiegelsaal von Schloss Versailles präsentieren Raphaël Pichon und das Ensemble Pygmalion Werke von Monteverdi und heute fast vergessenen Zeitgenossen wie Malvezzi und Da Gagliano.

Italien ist im 16. Jahrhundert ein wahres musikalisches Versuchslabor – Dichter und Komponisten begeben sich gemeinsam auf die Suche nach den Geheimnissen von Raum und Klang. Rivalisierende Fürstenhöfe überbieten einander mit rauschenden Festen und geben damit Komponisten eine einmalige Gelegenheit, ihre musikalischen Innovationen zu Gehör zu bringen.

Beste Voraussetzung also für die Geburtsstunde eines neuen Genres: der Oper. In „Stravaganza d’amore“ entführen sieben Solisten in Begleitung eines Chors und des Ensembles Pygmalion die Zuschauer im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles auf eine Zeitreise zurück zur Geburtsstunde der Oper.

Claudio Monteverdis 1607 entstandenes Pionierwerk „L’Orfeo“ hat bis heute weder für Musiker noch Musikliebhaber an Faszination eingebüßt. Werke von Monteverdi, Caccini, Malvezzi, Da Gagliano und anderen bilden ein abwechslungsreiches Programm im Schloss von Versailles. Wie das höfische Leben des 16. Jahrhunderts sich in Florenz und Mantua gestaltete, die Frage nach den Entstehungshintergründen neuer Musikformen werden in „Stravaganza d’amore“ in Form eines opulenten musikalischen Gemäldes nachgezeichnet.

Das Konzert wurde am 11. Februar 2019 für ARTE aufgezeichnet.

Sonntag, 02.06. / 23:40 Uhr / Der Chor der harten Kerle
Musik, Norwegen, 2018, ZDF 52 Min.
Regie: Jo Vemund Svendsen, Petter Sommer
Online verfügbar von 02/06 bis 02/07
Erstausstrahlung

Es ist härter, Mitglied des Men‘s Choir zu werden als ein Hell‘s Angel, behaupten die Ex-Rocker. Bei ihrer Gründung haben sie sich geschworen, auf ihren Beerdigungen füreinander zu singen. Früher als gedacht wird aus dem Scherz plötzlich Ernst. Ihr Chorleiter Ivar Krogh Hovd ist an Krebs erkrankt und wird sterben. Doch er möchte unbedingt noch mit dabei sein, wenn die Männer als Warm-up vor Black Sabbath singen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, die ihnen noch gemeinsam bleibt, beginnt.

Ein wunderbar schräger norwegischer Männerchor stimmt sich ein: für das Warm-up zu Black Sabbath – und ein letztes Lied für seinen Dirigenten. Jeden Dienstag treffen sich 25 tätowierte Männer besten Alters in einer Bar in Oslo, um von ihrem Alltag Pause zu machen, Bier zu trinken und nicht immer ganz jugendfreie Rocksongs zu singen. Nicht immer sind alle da und Chordisziplin mussten sie erst lernen. Doch sie genießen die „frauenfreie Zone“, verhalten sich manchmal eher wie kleine Jungs und lassen Dampf ab. Die Freundschaft ist ihnen wichtig, und sie haben sich gegenseitig geschworen, auf ihren Beerdigungen füreinander zu singen. Pech für den Letzten der harten Kerle, witzeln sie.

Ihr Chorleiter Ivar Krogh Hovd erfährt, er wird der Erste sein. Der Arzt gibt ihm nur noch wenige Monate. Doch er will sich und den Männern noch einen Wunsch erfüllen: Sie haben lange davon geträumt, als Warm-up vor einem Konzert mit Black Sabbath zu singen.
Die Zeit läuft. Die Männer sprechen offen über den Krebs und den Tod. Und sie versuchen, sich trotz der deprimierenden Aussichten und den eigenen Schwierigkeiten bei Laune zu halten, wenn es sein muss mit einem schlechten Witz. Sie sind ja selbst nicht mehr die Jüngsten. Die Nachricht ist für sie alle ein Schock, doch das Singen hält sie aufrecht, verbindet sie. Das Leben und die gemeinsame Zeit, die Freude, die sie dabei erleben, werden immer wichtiger. Ihre Lieder verändern sich. Doch die Zeit wird knapp. Selten lagen Lachen und Weinen so nah beieinander.

Zusatzinfo:
Die Kinofassung von „Der Chor der harten Kerle“ mit dem internationalen Titel „The Men’s Room“ wurde beim diesjährigen CPH:DOX Dokumentarfilmfestival mit dem NORDIC:DOX AWARD ausgezeichnet.

Sonntag, 02.06. / 00:30 Uhr / Die vier Jahreszeiten ~ Daniel Hope und das Zürcher Kammerorchester spielen Vivaldi
Musik, Deutschland, 2018, HR 53 Min.
Komponist: Antonio Vivaldi
Dirigent: Daniel Hope
Orchester: Zürcher Kammerorchester
Mit: Daniel Hope (Violine)
Online verfügbar von 02/06 bis 31/08
Erstausstrahlung

Vivaldis „Le quattro stagioni“ in eindrucksvollem Ambiente neu erleben: Mitten im idyllischen Rheingau, umgeben vom historischen Kreuzgang des Klosters Eberbach erzählen Daniel Hope und das Zürcher Kammerorchester mit barocken Klängen die ewigen Geschichten des Jahreslaufs in hochsommerlicher Kulisse. Die historischen Baudenkmäler und die einzigartige Kulturlandschaft begleiten und interpretieren das virtuose musikalische Feuerwerk.

Barocke Meisterschaft erfüllt den idyllischen Kreuzgang von Kloster Eberbach, wenn Daniel Hope und das Zürcher Kammerorchester sich auf musikalische Reise nach Italien begeben. Antonio Vivaldi hat vom italienischen Sommer eines der berühmtesten Tongemälde entworfen. Niemand hat die sengende Mittagshitze und das reinigende Sommergewitter plastischer und virtuoser in Töne gesetzt als der Barockmeister.

Mit elektrisierender Unbeschwertheit und hörbarem Faible für Musik, die Geschichten erzählt, gibt dieses Werk Daniel Hope und dem Zürcher Kammerorchester die Gelegenheit, ein virtuoses Feuerwerk in einzigartiger Kulisse zu entfachen.

Montag, 03.06. / 23:35 Uhr / Die Stadt ohne Juden
Stummfilm, Österreich, 1924, ZDF 87 Min.
Regie: Hans Karl Breslauer
Drehbuch: Hans Karl Breslauer, Ida Jenbach
Autor: Hugo Bettauer
Produktion: H.K. Breslauer-Film
Produzent: Hans Karl Breslauer
Kamera: Hugo Eywo

Musik: Saunders Kurtz (1928), Gerhard Gruber (2000), Olga Neuwirth

Mit: Johannes Riemann (Leo Strakosch), Hans Moser (Ret Bernart), Karl Tema (Rat Linder), Anny Miletty (Lotte Linder), Eugen Neufeld (Bundeskanzler), Sigi Hofer (Moritz)

Online verfügbar von 03/06 bis 03/07
Erstausstrahlung

Die restaurierte Literaturverfilmung von 1924 setzt sich mit dem antisemitischen Kurs in Österreich auseinander. In der Stadt Utopia wirft man die wirtschaftliche Misere den Juden vor und weist sie deshalb unverzüglich aus dem Land. Doch ironischerweise verschlechtert sich mit deren Fehlen die Situation immer mehr und die anfängliche Euphorie über den Rauswurf der Sündenböcke ebbt schnell ab …

Wien zu Beginn der 1920er Jahre, im Film als „Republik Utopia“ bezeichnet. Durch Inflation und Arbeitslosigkeit ist die Bevölkerung verarmt. Angeführt von nationalistischen Politikern fordert sie die Ausweisung der Juden, die für die wirtschaftliche Misere verantwortlich gemacht werden. Der Bundeskanzler gibt dem Druck nach; innerhalb kürzester Zeit müssen die Juden die Stadt verlassen. Davon betroffen ist auch ein junges Paar, der Jude Leo Strakosch und Lotte, das typisch süße Wiener Mädel; beide müssen voneinander Abschied nehmen.

Nach einem kurzen wirtschaftlichen Aufschwung tritt eine erneute Rezession ein, weil Utopia von der ausländischen Wirtschaft boykottiert wird. Leo Strakosch kehrt inkognito zurück und agitiert mit nächtlichen Plakataktionen für die Rücknahme des Ausweisungsgesetzes. Seine Aktion hat Erfolg, eine erneute Abstimmung wird angesetzt. Leo schafft es, dass der Wortführer der Antisemiten, Rat Bernart, nicht pünktlich zur Abstimmung erscheint; die für die Rücknahme des Gesetzes erforderliche Mehrheit ist gesichert, die Juden können zurückkommen. Über diese politische Niederlage gerät Rat Bernart so außer sich, dass er ein Fall für die Psychiatrie wird, wo seine antisemitischen Hasstiraden als „interessanter Fall eines Zion-Komplexes“ diagnostiziert werden. Leo und Lotte sind nun endlich glücklich vereint.

Der Film war lange Zeit nur in einer gekürzten Fassung zu sehen, in der die wirklich provokativen Szenen fehlten – provokativ in Hinblick auf die Darstellung eines ungeschönten Antisemitismus in Wien. Diese Szenen sind in einer Kopie enthalten, die ein Privatsammler vor einigen Jahren dem Filmarchiv Austria überlassen hat. In einer beispiellosen Crowdfunding-Aktion sammelte das Filmarchiv die für die Restaurierung erforderliche Summe. Auf ARTE soll der Film in der neuen rekonstruierten Fassung und mit Musik von Olga Neuwirth, eingespielt vom renommierten Ensemble intercontemporain, präsentiert werden.

Zusatzinfo:
„Die Stadt ohne Juden“ entstand nach dem zu seiner Zeit sehr populären satirischen Roman von Hugo Bettauer, der von der antisemitischen Presse als „perverses Kloakentier“ beschimpft und wenige Jahre später von einem Nazi-Parteigänger ermordet wurde. Es ist der politische Resonanzraum und die prophetische Kraft, die „Die Stadt ohne Juden“ im Rückblick zu einem bedeutenden filmhistorischen Dokument machen.

Dienstag, 04.06. / 05:00 Uhr / Berlin Live: Albert Hammond
Musik, Deutschland, 2015, ZDF 61 Min.
Regie: Hannes Rossacher
Online verfügbar von 04/06 bis 04/07

Albert Hammond ist ein Stück lebende Musikgeschichte – seit über 40 Jahren liefert er Hits, Hits, Hits. Er selbst war als Interpret ganz vorne in den Charts mit „The Free Electric Band“, „Down by the River“, „It Never Rains in Southern California“ und vielen mehr. Außerdem schrieb er Welthits für andere Künstler, etwa „The Air That I Breathe“ (The Hollies), „99 Miles from L.A.“ (Art Garfunkel), „One Moment in Time“ (Whitney Houston), „When I Need You“ (Leo Sayer) oder „Nothing’s Gonna Stop Us Now“ (Starship).

Auch Tom Jones, Joe Cocker, Celine Dion, Chris de Burgh, die Carpenters und Duffy nahmen gern seine Dienste als Songwriter in Anspruch. Viele seiner beliebtesten Songs wurden immer wieder neu interpretiert und so zu Evergreens, Jahrzehnt für Jahrzehnt.

Sein Konzert bei „Berlin Live“ zeigt nicht nur den Liederreichtum des Singer-Songwriters Albert Hammond, sondern auch den charmanten Entertainer, der sein Publikum mit in das Konzert einbindet, locker den Background der Songs vermittelt und so den Zuhörer auf diese ganz eigene Liederreise durch die Jahrzehnte der Popgeschichte mitnimmt.

Mittwoch, 05.06. / 20:15 Uhr / Gloria, die Gangsterbraut
(Gloria)
Spielfilm, USA, 1980, ZDF 115 Min.
Regie: John Cassavetes
Drehbuch: John Cassavetes
Produktion: Columbia Pictures Corporation
Produzent: Stephen F. Kesten, Sam Shaw
Kamera: Fred Schuler
Schnitt: Georg C. Villaseñor
Musik: Bill Conti

Mit: Buck Henry (Jack Dawn), Gena Rowlands (Gloria Swenson), John Adames (Phil Dawn), Julie Carmen (Jeri Dawn), Lupe Garnica (Margarita Vargas), Jessica Castillo (Joan Dawn)

Nachdem die Mafia seine ganze Familie ermordet hat, nimmt die taffe Gangsterbraut Gloria den kleinen Phil in ihre Obhut. Es war der letzte Wille ihrer ermordeten Freundin, Phils Mutter, dass sie die Rolle der Beschützerin für das sechsjährige Waisenkind übernimmt. Verfolgt von der Mafia, fliehen die beiden rastlos durch New York. Ständig auf der Suche nach der nächsten Bleibe kommt sich das ungleiche Paar näher. Die doch so robuste Gloria entwickelt plötzlich Muttergefühle für den Jungen. Mehr und mehr übernimmt die sonst so freiheitsliebende Gloria Verantwortung für ihren Weggefährten. Phil indessen hadert mit seiner ihm zugewiesenen Rolle: Mit seinen sechs Jahren versucht er bereits ein Mann zu sein. Gleichzeitig verzweifelt er an seinen Gefühlen, dem Verlust seiner Familie. Und doch entwickelt sich zwischen Gloria und Phil eine tiefe, generationenübergreifende Freundschaft, die sie immer wieder zusammenführt.
Cassavetes und Rowlands machten aus dieser Studioproduktion ein minimalistisches Gangsterdrama jenseits aller Klischees.

Zusatzinfo:

Als Frau von John Cassavetes, der ursprünglich nur das Drehbuch schreiben sollte, überredete Gena Rowlands ihn, sich selbst auf den Regiestuhl zu setzen. Anders als in vorigen Filmen des Duos spielt Rowlands mal nicht eine sich selbst zerfleischende Frau, sondern eine wunderbar komplizierte Figur. Die Rolle brachte ihr 1981 dann auch den Oscar ein. Sidney Lumet drehte 1999 ein Remake unter demselben Titel. 

Mittwoch, 05.06. / 22:10 Uhr / Gena Rowlands ~ Unabhängig im Kino und im Leben
Dokumentation, Deutschland, 2017, RB 52 Min.
Regie: Sabine Carbon
Online verfügbar von 05/06 bis 12/06
Erstausstrahlung

Gena Rowlands, geboren 1930, ist die Ikone des unabhängigen amerikanischen Films. Sie gilt als eine der besten Schauspielerinnen der Welt und erhielt 2015 Oscar für ihr Lebenswerk. Mit ihrem Ehemann John Cassavetes, den sie beim Schauspielstudium in New York kennenlernte, lebte sie ein unabhängiges und ungewöhnliches Leben in Hollywood, allerdings jenseits der Traumfabrik. Cassavetes suchte nach dem Lebensgefühl seiner Generation und erforschte mit seinen radikalen Filmen den Kampf der Geschlechter. Gena Rowlands wurde das Gesicht dieser Filme und seine wichtigste Kollaborateurin. Gena Rowlands war „Eine Frau unter Einfluß“, die ihrem Ehemann alles recht zu machen versucht und sich damit selbst verliert, sie war „Gloria, die Gangsterbraut“, die einem kleinen Jungen den Weg durch New York freischießt, und sie war die Schauspielerin in „Opening Night“, die an ihrem Beruf verzweifelt – sie lebte ihre unterschiedliche Rollen. Der Fotograf Sam Shaw, ein enger Freund der Familie, dokumentierte diese Momente. Weggefährten erzählen von einem ungleichen Paar, das sich doch auf so genialische Weise ergänzte: sie, die gut erzogene, elegante Dame, er der temperamentvolle Berserker des Films. Ihr Privathaus wurde zum Filmset und zum Zentrum einer großen Filmfamilie, zu der Peter Falk, Seymour Cassel und Ben Gazzara gehörten, aber auch die eigenen Eltern, Kinder und andere Verwandte. Bis zu Cassavetes Tod im Jahr 1989 spielten Rowlands und Cassavetes im Film oft Paare, die sich lieben, bekämpfen und schlagen – manchmal alles gleichzeitig.

Mittwoch, 05.06. / 03:25 Uhr / Hundert Meisterwerke und ihre Geheimnisse: Der Astronom, Jan Vermeer, 1668
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2017, ARTE F 26 Min.
Regie: Carlos Franklin
Online verfügbar von 05/06 bis 04/08

Ende des 17. Jahrhunderts hatte die Republik der Vereinigten Niederlande nach 80 Jahren Krieg ihre vollständige Unabhängigkeit vom Königreich Spanien errungen. Wirtschaftlich und kulturell erlebte die kleine protestantische Republik damals eine Blütezeit; ihre mächtige Flotte sicherte ihr die Vormachtstellung im Welthandel. Weil die Kunst nun nicht mehr vom Königshof oder der katholischen Kirche finanziert wurde, verlegten sich die holländischen Maler auf Alltagsmotive und Kleinformate, die bei ihren neuen Käufern aus dem aufstrebenden Bürgertum großen Anklang fanden.

Der Maler Jan Vermeer stammte aus Delft, einer kleinen Stadt in Südholland, die er sein ganzes Leben lang nie verließ. Mit Frau und elf Kindern wohnte und arbeitete er im Haus seiner reichen Schwiegermutter. Wie seine Zeitgenossen malte er vor allem kleinformatige Alltagsszenen. Er verlieh den dargestellten Motiven eine besondere Einfachheit und erzählerische Kraft, indem er die Personen und Alltagsgegenstände auf seinen Bildern gleichwertig behandelte und sie in ein ganz besonderes Licht tauchte.

Vermeer hat sich vor allem mit seinen Frauenbildnissen wie „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ oder „Dienstmagd mit Milchkrug“ einen Namen gemacht. 1668 porträtierte er erstmals einen einzelnen Mann, einen Astronomen. Der in einen weiten Mantel gekleidete Gelehrte ist von detailgetreu wiedergegebenen Instrumenten – wie Zirkel, Sternhöhenmesser, Himmelsglobus und Büchern – umgeben und widmet sich seiner Arbeit offenbar mit großem akademischem Eifer. In einer Zeit des frühen Kapitalismus gelang es Vermeer mit diesem Porträt eines Gelehrten in seiner Studierstube auf geniale Art, den humanistischen Forscherdrang einer ganzen Epoche darzustellen. Wie Nikolaus Kopernikus oder Johannes Kepler scheint es sich der Astronom zur Aufgabe gemacht zu haben, die Welt und das Weltall wissenschaftlich zu erobern.

Freitag, 07.06. / 21:45 Uhr / Africa Rising
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Dokumentarfilm, Deutschland, 2019, ZDF 90 Min.
Regie: Thorsten Ernst, Jean-Alexander Ntivyihabwa
Online verfügbar von 07/06 bis 07/07
Erstausstrahlung

Afrika ist angesagt. Im Kino, in Museen, in der Mode, und in der Musik ist bereits seit einigen Jahren ein wahrer Hype ausgebrochen. Der globale Norden verhandelt derzeit sein Verhältnis zu Afrika neu und berauscht sich an seiner Ästhetik. Nicht zum ersten Mal. Immer wieder diente Afrika dem Westen in den letzten Jahrzehnten als Inspirations- und Projektionsfläche, als Objekt der Vereinnahmung und der Abgrenzung gleichermaßen. „Africa Rising“ nimmt die Afrika-Renaissance zum Anlass, um gemeinsam mit den wichtigsten Stars und Zeitzeugen von den großen Entwicklungslinien der afrikanischen Popkultur und ihrer Wirkung auf den Westen zu erzählen.

Die Dokumentation schlägt einen Bogen von der Euphorie der jungen afrikanischen Popkultur in der Unabhängigkeitsära – von den bleiernen Jahren des Kalten Kriegs und dem Ende der Apartheid bis hin zur Renaissance der Gegenwart.

Dabei setzt der Film Schwerpunkte vor allem bei den Künstlern und Stilen, die ihren Widerhall auch in Europa und den USA gefunden haben: Miriam Makeba, Papa Wemba, Manu Dibango, Fela Kuti oder heute Wizkid oder Die Antwoord – Weltstars aus Afrika. Darüber hinaus lässt „Afrika Rising“ den Blick schweifen und widmet sich den Figuren der afrikanischen Diaspora, die für die Popkultur des Kontinents so bedeutend sind: James Brown, Bob Marley, Public Enemy haben ihre musikalischen Spuren in Afrika hinterlassen, ebenso wie Maître Gims, der im Kongo geboren wurde und heute einer der erfolgreichsten französischsprachigen Stars weltweit ist.

Freitag, 07.06. / 23:15 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE F 43 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Online verfügbar von 07/06 bis 06/08
Erstausstrahlung

Freitag, 07.06. / 00:00 Uhr / 25 Jahre Time Warp
Musik, Deutschland, 2019, ZDF 60 Min.
Regie: Florian Breuer

Mit: Richie Hawtin (DJ), Carl Cox (DJ), Charlotte de Witte (DJ), Amelie Lens (DJ), Chris Liebing (DJ)

Online verfügbar von 07/06 bis 07/07
Erstausstrahlung

25 Jahre Liebe zu Elektro: Das Time Warp Festival, eines der wegweisendsten Indoor-Festivals für elektronische Musik, feiert ein Vierteljahrhundert Geschichte. Das starke Line-up ist angeführt von den Titanen Richie Hawtin, Sven Väth und Carl Cox – die allesamt bereits im Jahr 1995 den Kern des Programms bildeten.

Weiteres Highlight sind zwei der begehrtesten Frauen der Techno-Szene: Nina Kraviz b2b Helena Hauff. Ihnen zur Seite stehen Größen wie Solomun, Maceo Plex, Pan-Pot, Adam Beyer und Chris Liebing und aufstrebende Stars wie Boris Brejcha und Recondite. Außerdem zeigen die neuen Sterne am Techno-Himmel, was sie zu bieten haben: die belgischen Exportschlager Amelie Lens und Charlotte de Witte.

Die diesjährige Künstlerauswahl liest sich wie eine Würdigung für 25 Jahre Time-Warp-Geschichte. Zugleich zeigt sie aber auch erneut ein facettenreiches Programm, das zeitgemäß bleibt, ohne den Bezug zu den Wurzeln der Veranstaltung zu verlieren.

Wenn am 6. April erneut über 18.000 Gäste aus der ganzen Welt nach Mannheim strömen, wird nicht mehr viel von den beschaulichen Anfängen zu spüren sein. Der Siegeszug des Time Warp begann 1994 in Mannheims Nachbarstadt Ludwigshafen, wo knapp 2.000 Gäste in der legendären Walzmühle den Beginn einer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte erlebten.

Bereits zur ersten Edition spürbar: der Anspruch, den Gästen ein Festivalerlebnis zu bieten, das seinesgleichen sucht – sei es audiovisuell oder im Hinblick auf ein sorgsam kuratiertes Line-up. Auch 25 Jahre später überrascht das Time Warp seine Gäste mit ihren spektakulären Floor Designs, audiovisuellen Welten und dem Besten, was die elektronische Musikwelt zu bieten hat.

Freitag, 07.06. / 01:00 Uhr / Arctic Monkeys und Two Door Cinema Club beim Southside Festival 2018
Musik, Deutschland, 2018, SWR 59 Min.
Regie: Ralph Staudte
Online verfügbar von 07/06 bis 14/06
Erstausstrahlung

60.000 Menschen feierten im Juni 2018 das 20. Southside Festival mit über 100 Acts auf einem Flugplatz in Neuhausen ob Eck. Zwei der Konzert-Highlights zeigt die ARTE-Sondersendung zum Southside Festival: Mit einem Best-of von den Auftritten der britischen Indie-Rock-Bands Arctic Monkeys und Two Door Cinema Club wird das Festival für die Zuschauer noch einmal erlebbar.

Zu den Superstars der internationalen Popmusik zählt die britische Band Arctic Monkeys. Bereits zum vierten Mal waren sie im Sommer 2018 beim Southside zu Gast. Ihr aktuelles Album „Tranquility Base Hotel & Casino“ landete in zahlreichen Ländern auf Platz eins der Charts und erlangte in Großbritannien Goldstatus.

Durch die Veröffentlichung ihrer Debüt-EP „Four Words to Stand on“ wurde die aus Nordirland stammende Band Two Door Cinema Club in die Nominierungsliste „Sound of 2010“ aufgenommen, in der die BBC die vielversprechendsten Newcomer kürt. Ihr aktuelles Album „Gameshow“ erschien Ende 2016. Nach einer jahrelangen Album-Tour-Album-Routine machte die Band erstmal eine ausgedehnte Pause. 2018 meldeten sich Two Door Cinema Club dann mit neuer Energie zurück auf der großen Festivalbühne. Das Konzert war bereits der fünfte Auftritt der Nordiren beim Southside.


Samstag, 08.06. / 07:20 Uhr / Xenius: Die Elbphilharmonie ~ So entstand der Jahrhundertbau
Magazin, Deutschland, 2017, NDR 26 Min.
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Online verfügbar von 08/06 bis 06/09

Wissen in 26 Minuten – das ist „Xenius“, das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. „Xenius“ ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.

Nach zehn Jahren Bauzeit und fast 800 Millionen Euro Kosten ist sie nun endlich fertig: die Elbphilharmonie. Ein Konzerthaus der Superlative, mitten im Hamburger Hafen, gebaut auf einem historischen Kaispeicher. Wie entsteht so ein Jahrhundertbau? Eine Meisterleistung der Ingenieure – doch der Aufwand, der für Hamburgs neues Wahrzeichen getrieben wurde, ist gigantisch. Jedes Detail wurde extra gefertigt: die gebogenen Glasscheiben der Fassade, die Stühle im großen Konzertsaal oder die besondere Innenverkleidung aus rund 10.000 individuell gefrästen Gipsfaserplatten, die sogenannte weiße Haut. In der Elbphilharmonie wurde nichts dem Zufall überlassen, besonders wenn es um den Klang geht. Jahrelang haben die Architekten mit dem weltberühmten Akustiker Yasuhisa Toyota an allen Details gefeilt. Schließlich soll die Akustik der Elbphilharmonie eine der besten der Welt sein. Hält sie, was sie verspricht? Die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard blicken hinter die Kulissen: Tom R. Schulz aus dem Team der Elbphilharmonie zeigt ihnen, warum man im großen Konzertsaal nichts von tutenden Schiffen und Hafenlärm hört: Der Saal hängt schwebend an 362 Federpaketen aus Stahl und ist dadurch akustisch von der Außenwelt abgekoppelt. Gemeinsam mit Orgelbauer Philipp Klais dürfen die beiden Moderatoren dann sogar die neue Konzertorgel der Elbphilharmonie mit ihren 4.765 Pfeifen von innen bestaunen – und natürlich bekommen sie auch eine akustische Kostprobe.

Zusatzinfo: Mehr zu den einzelnen Themen unter: www.arte.tv/xenius

Samstag, 08.06. / 12:00 Uhr / Belle France: Franche-Comté
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2013, ARTE 43 Min.
Regie: Xavier Lefebvre
Online verfügbar von 08/06 bis 15/06

Die neuen Folgen der Dokumentationsreihe zeigen französische Landschaften durch Luftbilder in ihrer ganzen Vielfalt und bieten eine ungewöhnliche Sicht auf die schönsten Natur- und Kulturdenkmäler. Die Bodenaufnahmen gewähren tiefe Einblicke in die Besonderheiten und Reize jeder Region und zeigen Schätze der Natur, architektonische Meisterwerke und kulturelle Highlights. Und schließlich kommen Menschen zu Wort, die auf ihre Weise zur Bewahrung dieser Landstriche beitragen. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihrem Beruf und ihrer Liebe zur Region.
Diese Folge widmet sich der Franche-Comté, die trotz ihrer geringen Größe eine Menge zu bieten hat.

Die Franche-Comtéin Ostfrankreich ist eine der kleinsten Regionen des Landes, doch die Gegend zwischen dem Juramassiv und den Vogesen zeigt Charakter und bietet viel wilde, unberührte Natur.

In dem kleinen Städtchen L’Isle-sur-le-Doubs, zwischen dem Fluss Doubs und der Eisenbahnlinie gelegen, befindet sich das Atelier eines außergewöhnlichen Künstlers: Patrick hat als echtes Kind der Region eine Vorliebe für deren industrielles Erbe und schafft aus Altmetall und anderen Recyclingmaterialien fantasievolle Skulpturen.
Die Zitadelle von Besançon, die seit 2008 zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, beherbergt unter anderem einen Zoo. Mélanie ist dort als Tierärztin tätig und leistet einen Beitrag zur Erhaltung bedrohter Arten wie beispielsweise dem Schwarzweißen Vari aus Madagaskar.

In Fontain unweit von Besançon kreiert das Designertrio Ibride ausgefallene Möbel, zu denen die Gestalter sich von der Natur der Franche-Comté inspirieren lassen. Ihre Werke finden heute weltweit Absatz.

Nahe der Schweizer Grenze, in Labergement-Sainte-Marie, produzieren der Käsermeister Bernard und der Veredler Claude einen der besten Comté-Käse der Region. Im Reifekeller des Fort Saint Antoine ruhen nicht weniger als 100.000 Laibe des beliebten Hartkäses.

Die Gegend um das Städtchen Arbois im Département Jura ist für ihren Weinbau bekannt. Evelyne und Pascal keltern hier aus biologisch angebauten Trauben einen zu 100 Prozent natürlichen Wein.

In Baume-les-Messieurs, das als eines der schönsten Dörfer Frankreichs gilt, kreiert Marie aus Naturmaterialien kleine Figuren – die „Drôlipathes“ erinnern an die Feen aus der Sagenwelt der Franche-Comté.

Unweit der höchsten Gipfel des französischen Juragebirges öffnet in Les Bouchoux Robert dem Zuschauer die Türen zu seiner Werkstatt, in der er traditionelle Holzschindeln herstellt.

Samstag, 08.06. / 12:45 Uhr / Belle France: Pays de la Loire
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2013, ARTE 43 Min.
Regie: Xavier Lefebvre
Online verfügbar von 08/06 bis 15/06

Diese Folgen der Dokumentationsreihe zeigen französische Landschaften durch Luftbilder in ihrer ganzen Vielfalt und bieten eine ungewöhnliche Sicht auf die schönsten Natur- und Kulturdenkmäler. Die Bodenaufnahmen gewähren tiefe Einblicke in die Besonderheiten und Reize jeder Region und zeigen Schätze der Natur, architektonische Meisterwerke und kulturelle Highlights. Und schließlich kommen Menschen zu Wort, die auf ihre Weise zur Bewahrung dieser Landstriche beitragen. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihrem Beruf und ihrer Liebe zur Region.

Die aktuelle Episode stellt die enorme Vielseitigkeit des Pays de la Loire vor.
Das Pays de la Loire im Westen Frankreichs ist ein Mosaik aus Landschaften mit unterschiedlicher Geografie und Geschichte, das große natürliche und kulturelle Vielfalt bietet.

Im Sumpfgebiet La Brière sucht Jean-Henri unter der Erde nach dem fossilen Mooreichenholz, auch Morta genannt, das er zur Herstellung von Messergriffen verwendet.

In Nantes gibt François Einblick in die Galerie des Machines, eine ungewöhnliche Ausstellung mechanischer Tiermodelle, und in die Werkstätten, in denen mit dem „Reiherbaum“ ein großangelegtes urbanes Kunstprojekt entsteht.

Dominique ist Aalfischer am Lac de Grand-Lieu. Er setzt sich für den Schutz heimischer Arten ein und kämpft gegen die Ausbreitung des Roten Amerikanischen Sumpfkrebses, der das ökologische Gleichgewicht des Sees gefährdet.

Jean-Louis leitet die Falknerei im historischen Freizeitpark Puy du Fou im Département Vendée. Er leistet einen Beitrag zur Erhaltung seltener Greifvogelarten und stellt die Tiere in einer spektakulären Flugschau vor.

In Fontevraud-l’Abbaye im benachbarten Département Maine-et-Loire bietet der Mediävist Xavier – Direktor des Kulturzentrums, das der berühmten Abtei des Ortes gewidmet ist – eine neue Sicht auf das historische Erbe Frankreichs und seine Erschließung.

Richard ist ein zeitgenössischer Höhlenkünstler und lebt seit rund 20 Jahren in der historischen Provinz Anjou. Parallelwelten faszinieren ihn, und das Gestein dieser Gegend ist für ihn Schutz und Inspirationsquelle zugleich.

In dem Dorf Fontaine-Daniel im Département Mayenne führt Raphaël die über 200-jährige Tradition eines Familienunternehmens fort, das zu den letzten französischen Webereien hochwertiger Bezugs- und Dekorationsstoffe gehört.

In der Nähe von Laval bewahrt Lise, die Witwe des Künstlers Robert Tatin, seit fast 30 Jahren das fantasievolle architektonische Werk ihres Mannes. Tatins Privatmuseum entführt den Besucher in eine Traumwelt, die ihr Erschaffer als Brücke zwischen westlicher und östlicher Kultur sah.

Samstag, 08.06. / 13:25 Uhr / Belle France: Picardie und Nord-Pas-de-Calais
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2013, ARTE 43 Min.
Regie: Xavier Lefebvre
Online verfügbar von 08/06 bis 15/06

Diese Folgen der Dokumentationsreihe zeigen französische Landschaften durch Luftbilder in ihrer ganzen Vielfalt und bieten eine ungewöhnliche Sicht auf die schönsten Natur- und Kulturdenkmäler. Die Bodenaufnahmen gewähren tiefe Einblicke in die Besonderheiten und Reize jeder Region und zeigen Schätze der Natur, architektonische Meisterwerke und kulturelle Highlights. Und schließlich kommen Menschen zu Wort, die auf ihre Weise zur Bewahrung dieser Landstriche beitragen. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihrem Beruf und ihrer Liebe zur Region.
Gleich zwei Regionen werden in dieser Folge vorgestellt: Nord-Pas-de-Calais, die nördlichste Region Frankreichs, und die direkt angrenzende facettenreiche Picardie.

Die Picardie und Nord-Pas-de-Calais grenzen auf der einen Seite an das Pariser Becken und auf der anderen an Belgien. Sie bestechen durch vielfältige Landschaften, die von den Wechselfällen der Geschichte und den Spuren menschlicher Arbeit geprägt sind.

In Lewarde bei Douai erhält der ehemalige Bergarbeiter Daniel die Erinnerung an die Glanzzeiten des Steinkohlebergbaus lebendig. Daniel begann im Alter von 14 Jahren mit der Arbeit unter Tage. Damals waren die Kohlengruben noch Hauptarbeitgeber der Region.

Wenn in Saint-Omer im Département Pas-de-Calais noch heute traditionelle Boote zu sehen sind, so ist dies nicht zuletzt dem Schiffszimmermann Rémy verdanken. Der junge Mann stammt aus dem größten erschlossenen Sumpfgebiet Frankreichs, dem Marais Audomarois.

In Azincourt am Rande der historischen Provinz Artois fand im Hundertjährigen Krieg eine bedeutende Schlacht statt. Heute begeistern sich hier Patrick und seine Freunde für mittelalterliche Geschichte und üben sich im Bogenschießen.

Das Kloster Valloires, eine ehemalige Zisterzienserabtei im Authie-Tal im Département Somme, ist vor allem für seine Gärten bekannt, in denen Rosen und seltene Pflanzen gedeihen. Ludovic verwendet die Blüten und Kräuter für seine kulinarischen Kreationen. In der Somme-Bucht ahmt der „Vogelflüsterer“ Jean die Schreie der Zugvögel nach. Er stammt aus der Gegend und hat die besonderen Pfeiftechniken schon als Kind erlernt.

Unweit der Kathedrale von Amiens leitet Françoise das Marionettentheater Chés Cabotans, das Stücke in picardischer Sprache aufführt.

In Creil im Département Oise hat der junge luxemburgische Unternehmer Luc eine über 100-jährige Nagelfabrik gekauft, die Teil des industriellen Kulturerbes Frankreichs ist und ihre Produkte in ganz Europa vertreibt.
Die Reise endet im Atelier der holländischen Künstlerin Inge, die in dem Dörfchen Jeantes im Norden des Départements Aisne Ruhe und Inspiration für ihre Arbeit gefunden hat.

Samstag, 08.06. / 14:10 Uhr / Belle France: Languedoc-Roussillon
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2013, ARTE 43 Min.
Regie: Xavier Lefebvre
Online verfügbar von 08/06 bis 15/06

Diese Folgen der Dokumentationsreihe zeigen französische Landschaften durch Luftbilder in ihrer ganzen Vielfalt und bieten eine ungewöhnliche Sicht auf die schönsten Natur- und Kulturdenkmäler. Die Bodenaufnahmen gewähren tiefe Einblicke in die Besonderheiten und Reize jeder Region und zeigen Schätze der Natur, architektonische Meisterwerke und kulturelle Highlights. Und schließlich kommen Menschen zu Wort, die auf ihre Weise zur Bewahrung dieser Landstriche beitragen. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihrem Beruf und ihrer Liebe zur Region.
Die Region Languedoc-Roussillon steht im Mittelpunkt dieser Folge. Sie reicht von der Mittelmeerküste bis ins Zentralmassiv im Hinterland.

Auch abseits der Küsten bietet die südfranzösische Region Languedoc-Roussillon ein kontrastreiches Hinterland. Im Herzen des Départements Lozère, am Rande der Hochebene Causse Méjean, erfindet Frédéric außergewöhnliche Musikinstrumente nach Art der Klangskulpturen der Gebrüder Baschet aus der Nachkriegszeit.

Nicht weit entfernt, am Südhang des Mont Lozère, lernt der Zuschauer Yves kennen. Er dreht Wissenschaftsfilme und setzt sich als Imker für die in den Cevennen heimische Dunkle Biene und die traditionellen Bienenstände in hohlen Baumstämmen ein.

In Uzès im Département Gard suchen Michel und sein Hund zwischen den schnurgeraden Reihen von Kastanienbäumen nach den „schwarzen Diamanten“: Trüffeln.

In Pézenas im Département Hérault zeigt Serge dem Zuschauer seine Werkstatt. Der Kunsttischler hat sich auf die Restauration alter Türen spezialisiert. Jean-Marc begeistert sich seinerseits für die Flussschifferei und kämpft für die Wiederaufnahme der Frachtschifffahrt auf dem Canal du Midi. Er lädt zu einer kleinen Fahrt auf seinem Lastkahn ein.

In Montazels im Département Aude befindet sich eine der letzten Hut-Manufakturen Europas. Die Firma Chapeaux de France besteht seit 1830 und bewahrt ein bemerkenswertes Know-how.
Die letzte Etappe der Reise ist Mont-Louis im Département Pyrénées-Orientales. Hier präsentiert Denis die Vorzüge des Solarofens, einer umweltfreundlichen Energiequelle, der er eine leuchtende Zukunft voraussagt.

Samstag, 08.06. / 14:55 Uhr / Belle France: Korsika
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2013, ARTE 43 Min.
Regie: Xavier Lefebvre
Online verfügbar von 08/06 bis 15/06

Diese Folgen der Dokumentationsreihe zeigen französische Landschaften durch Luftbilder in ihrer ganzen Vielfalt und bieten eine ungewöhnliche Sicht auf die schönsten Natur- und Kulturdenkmäler. Die Bodenaufnahmen gewähren tiefe Einblicke in die Besonderheiten und Reize jeder Region und zeigen Schätze der Natur, architektonische Meisterwerke und kulturelle Highlights. Und schließlich kommen Menschen zu Wort, die auf ihre Weise zur Bewahrung dieser Landstriche beitragen. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihrem Beruf und ihrer Liebe zur Region.
Die aktuelle Folge stellt die Mittelmeerinsel Korsika und einige ihrer interessantesten Bewohner vor.

Atemberaubende Luftaufnahmen zeigen die gebirgige Landschaft Korsikas, außerdem werden Inselbewohner vorgestellt, die das reiche Erbe ihrer Region bewahren und mit anderen teilen.
In dem kleinen Dorf Piedigriggio, am Fußder Felsnadeln von Popolasca, bereitet die junge Konditorin Anne süße Köstlichkeiten zu.

Jean-François ist in das Land seiner Vorfahren zurückgekehrt und lebt jenseits des Asco-Tals in Moltifao. Hier stellt er in seiner Werkstatt inmitten der Natur eine moderne Version des berühmten korsischen Messers her.

Ewa stammt aus Polen und arbeitet als Kunstrestauratorin. In der Castagniccia im östlichen Teil Korsikas bemüht sie sich um die Erhaltung wertvoller Malereien in Kirchen wie der von Sant’Andréa–di-Cotone.
Julien absolvierte eine Ausbildung auf dem französischen Festland und in Japan, bevor er die Töpferei seines Vaters in Patrimonio im Nordosten der Insel übernahm. Unter seinen Händen erhalten Geschirr und Dekorationsartikel innovative Formen.

Antoinette, Elizabeth, Pascale und Marilyne sind vier junge Frauen, die aus den verschiedensten Teilen Korsikas zusammengekommen sind. In Santa-Lucia-di-Mercurio in der Nähe von Corte singen sie Lieder in korsischer Sprache.

An der Südspitze der Insel, auf dem Seefahrerfriedhof von Bonifacio, gewährt Pierre dem Zuschauer Einblick in die Welt der traditionellen korsischen Bruderschaften.
Bei Porto-Vecchio durchstreift der Pflanzenzüchter Stéphane auf der Suche nach seltenen wilden Arten die Macchia.

Die Reise endet im Dorf Levie im Süden Korsikas, wo der in seinen Geburtsort zurückgekehrte Künstler Antoine Skulpturen aus Altmetall erschafft.

Pfingstsonntag, 09.06. / 11:05 Uhr / Augenschmaus: Veronese – Hochzeit zu Kana
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2015, ARTE F 26 Min.
Regie: Chantal Allès
Online verfügbar von 09/06 bis 17/06
Erstausstrahlung

Die Dokumentationsreihe „Augenschmaus“ bietet kulinarische Ausflüge in die Welt der Kultur: Ausgehend von Kunstwerken, welche die typische Küche einer bestimmten Epoche in Szene setzen, analysieren Kunsthistoriker und Geschichtswissenschaftler die Gastronomie dieser Zeit. Was aßen die Menschen damals? Welche Essgewohnheiten und Rituale hatten sie? Wie sahen Besteck und Geschirr aus? Auch der historische Kontext und die künstlerische Strömung, der das jeweilige Werk angehört, werden beleuchtet. Andere Zeiten, andere (Tisch-)Sitten – in „Augenschmaus“ untersuchen renommierte Fachleute künstlerische und kulinarische Trends von der Steinzeit bis zur Popkultur der Moderne. Außerdem kochen große Küchenchefs die Gerichte in der Sendung nach.

Im Pariser Louvre hat der Chefkonditor Nicolas Bernardé eine Verabredung mit einem der bedeutendsten Werke der Kunstgeschichte: im gleichen Saal wie die Mona Lisa, direkt gegenüber von ihrem melancholischen Lächeln, hängt ein weiteres Meisterwerk der italienischen Schule: „Die Hochzeit zu Kana“, das Veronese 1563 vollendet hat. Die Maße des Gemäldes sind monumental: beinahe 70 Quadratmeter. Männer und Frauen sitzen zu Tisch bei einem festlichen Hochzeitsmahl. Doch was gibt es wohl zu essen?
Im Dialog mit Vincent Delieuvin, Konservator für italienische Kunst am Louvre, geht der Chefkonditor auf Spurensuche. Blanchierte Süßspeisen finden sich auf Veroneses Hochzeitstafeln – Bernardé kreiert sie für „Augenschmaus“ virtuos nach. Auch die Herstellung des Quittengelees Cotignac – das Rezept stammt ungefähr von 1350 – wird leidenschaftlich nachempfunden. Dabei steht ihm der Süßwarenhändler Benoît Gouchault zur Seite. Während die Gäste die verführerischen Leckerbissen verkosten, erzählt „Augenschmaus“ die Bibelgeschichte von der wundersamen Verwandlung von Wasser in Wein.
Die wechselvolle Geschichte des beeindruckenden Gemäldes schildert neben Delieuvin auch Pasquale Gagliardi, Leiter des San-Giorgio-Klosters in Venedig. Der Historiker und Bibelspezialist Pierre-Marie Beaude zeichnet die Rolle der Mahlzeiten in der Bibel nach. Der Kurator Zeev Gourarier fasst die Symbiose von Kunst und Essen treffend zusammen: Worauf es wirklich ankommt, das ist das Farbenspiel im Essen.

Pfingstsonntag, 09.06. / 12:05 Uhr / Die großen Mythen: Die Schöne und das Biest: Psyche
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère
Online verfügbar von 09/06 bis 08/08

Die 20-teilige Dokumentationsreihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Deren poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Die einzelnen Beiträge erzählen mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Die Legende der Psyche hat die Zeiten überdauert und wird in zahlreichen Fassungen erzählt. Psyche ist eine Schönheit, jedoch ohne Mann an ihrer Seite. Ihr Vater sieht den Mangel an Verehrern mit Sorge und befragt das Orakel von Delphi. Die Antwort der Priesterin Pythia ist schrecklich: Psyche soll auf einen Hügel steigen, wo ein grässliches Ungeheuer sie heiraten wird. Doch stattdessen erwartet Psyche ein prächtiger Palast. Die abscheuliche Kreatur – ihr Ehemann – ist zärtlich und gütig zu ihr. Ihr Gatte sucht sie bei Nacht auf, doch tagsüber verschwindet er, ohne dass sie ihn zu Gesicht bekommt. Natürlich versucht sie, das Geheimnis um seine Identität zu lüften und bringt mit ihrer Neugier die junge Liebe in Gefahr. Hinter den Kulissen hat Aphrodite, die neidisch auf Psyches Schönheit ist, die Fäden in der Hand. Psyche muss gefährliche Prüfungen meistern, um ihren unbekannten Gemahl wiederzufinden …

Pfingstsonntag, 09.06. / 12:30 Uhr / Die großen Mythen: Der Pferdeversteher: Bellerophontes
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Alexandra Willot-Beaufils
Online verfügbar von 09/06 bis 08/08

Die 20-teilige Dokumentationsreihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Deren poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Die einzelnen Beiträge erzählen mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Hipponoos, der Enkel von Sisyphos, träumt davon, einmal zu den größten Helden zu gehören und zu den Göttern aufzusteigen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihm. In jungen Jahren tötet er seinen Bruder Belleros versehentlich mit einem Pfeil und wird aus seiner Geburtsstadt Korinth verbannt. Von nun an hieß er nicht mehr Hipponoos, sondern Bellerophontes – „Mörder von Belleros”. Nachdem er seinen Bruder beerdigt hat, legt sich Bellerophontes auf das Grab und starrt zu Boden. Was kann er tun, damit die Götter ihm vergeben? Ein Mörder ist so lange verbannt umherzuirren, bis ein König einer anderen Stadt ihn aufnimmt und durch seine Gastfreundschaft reinigt. Bellerophontes macht sich auf den Weg nach Tiryns, wo Proitos lebt, der als ein König mit großen Herzen gilt. Doch dort wird die Tragödie fortgeschrieben: Eines nachts schleicht sich die perfide Königin Stheneboia in Bellerophontes‘ Zimmer und gesteht ihm ihr Verlangen. Bellerophontes weist sie ab, doch am nächsten Tag beschuldigt ihn die gedemütigte Königin, sie vergewaltigt zu haben. Bellerophontes sucht nach diesem Eklat Zuflucht bei Iobates, dem König von Lykien. Der König erlegt ihm gefährliche Prüfungen auf, um sich seiner zu entledigen: So soll Bellerophontes ein furchterregendes Monster töten, das seit Jahren sein Königreich heimsucht. Mit Hilfe des geflügelten Pferdes Pegasos meistert Bellerophontes die scheinbar unlösbare Aufgabe. Voller Stolz prahlt er vor den Priestern, den Sieg alleine errungen zu haben. Zeus kann ihm diesen Hochmut, sich den Göttern ebenbürtig zu fühlen, nicht vergeben und beschließt, Bellerophontes zu bestrafen …

Pfingstsonntag, 09.06. / 16:00 Uhr / Abenteuer Museum: Das Moderna Museet in Stockholm
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2018, SWR 53 Min.
Regie: Verena Knümann
Online verfügbar von 09/06 bis 16/06
Erstausstrahlung

Von Klee bis Eliasson, von Picasso bis Rauschenberg – seit 1958 zeigt das Moderna Museet in Stockholm nationale und internationale Kunstwerke der Moderne. Im Jahr 1998 wurde das neue Museumsgebäude in seiner heutigen Form eingeweiht, erbaut nach den Plänen des spanischen Architekten Rafael Moneo – ein besucherfreundliches, unkompliziertes Kunsthaus.
Es ist idyllisch auf der Insel Skeppsholmen gelegen, mitten im Herzen Stockholms, mit Traumblick auf die umliegenden Inseln, auf Wasser, Boote und viel Grün, im Museumsgarten Großplastiken von Picasso, Calder, Niki de Saint Phalle.
Bei freiem Eintritt kann man eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst und Fotografie der Spitzenklasse besuchen. Zum inoffiziellen Wahrzeichen und Besuchermagnet wurde in den letzten Jahren „Monogram“, Robert Rauschenbergs berühmte Angora-Ziege.
Neben der ständigen Sammlung präsentieren wechselnde Ausstellungen Werke der Gegenwartskunst, wobei die derzeitigen Direktoren Ann-Sofi Noring und Daniel Birnbaum dem Genderaspekt besondere Aufmerksamkeit schenken.
Stockholm, die Stadt, die auf dem Wasser schwimmt, legendär umweltfreundlich und cool, war 2010 die erste Grüne Hauptstadt Europas mit Hunderten Parks und Grünflächen. Auch das Moderna Museet liegt in einem Park, dem Ekoparken, dem weltweit ersten innerstädtischen Nationalpark. Marie Labory und Gustav Hofer erkunden gemeinsam mit der schwedischen Sängerin Fredrika Stahl das Museum und seine Umgebung, befragen Direktoren und Kuratoren, Künstler und Köche.

Pfingstsonntag, 09.06. / ab 16:55 Uhr / Schwerpunkt: Viva Afrika!
Schwerpunkt, ARTE43 Min.

Afrika – ein Kontinent, der so beeindruckend wie vielfältig ist. ARTE widmet sich im Juni mit seinem Programmschwerpunkt, der neben einzigartigen Naturschauspielen und faszinierenden Lebensräumen zeigt, vor allem der kulturellen Vielfalt dieses Kontinents.Nach Jahrzehnten in denen Afrika vor allem als gigantischer Krisen- und Konfliktherd wahrgenommen wurde, erlebt der Kontinent derzeit eine Renaissance mit erstarktem kulturellem Selbstbewusstsein. Afrikanische Megacitys wie Kinshasa oder Lagos werden zu Pulsgebern in Sachen Mode und Design, Musikstile wie Kuduro und Bands wie Die Andwoort oder Buraka Som Sistema beeinflussen die internationale Pop-Szene.Neben Dokumentationen wie „Markt der Masken“ von Peter Heller oder „Abderrahmane Sissako – Weltkino aus Afrika“ ermöglichen sechs Erstausstrahlungen interessante und facettenreiche Einblicke in diesen Teil der Welt. Kulturelle und musikalische Höhepunkte im Programmschwerpunkt sind dabei unter anderem die Dokumentationen „Soul-Ladys – Zwischen Afrika und Europa“ von Alexander Carlo Stenzel und „Auf den Spuren von Césaria Evora – Weltmusik von den Kapverden“ von Jan Kerhart und Ulrich Stein.Das berührende Porträt „Johnny Clegg –Der weiße Zulu“ von Amine Mestari zeigt den Weg des Sängers, der mit dem weltbekannten Titel „Asimbonanga“ Nelson Mandela ein bleibendes Denkmal geschaffen hat und lässt noch einmal eine Epoche, gezeichnet von Kämpfen und nie ersterbender Hoffnung lebendig werden.Ein Programmschwerpunkt mit einem anderen, überraschenden Blick: Ob Mode, Kunst, Musik oder Kino – Viva Afrika!

Pfingstsonntag, 09.06. / 16:55 Uhr / Metropolis Spezial: Dialog mit Afrika!
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Magazin, Deutschland, 2019, ZDF 43 Min.
Online verfügbar von 09/06 bis 07/09
Erstausstrahlung

Anlässlich des ARTE-Afrika-Schwerpunkts widmet sich „Metropolis“ eine Sendung lang dem Dialog zwischen Europa und Afrika: zum Beispiel mit einem Bericht von der Biennale in Venedig. Seit 1895 findet die internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst nun schon statt. Im Fokus der Öffentlichkeit stehen meist westliche Nationen und ihre Künstler. Die Kunstszene Afrikas hingegen ist traditionell auf der Biennale unterrepräsentiert, berichtet wird über sie kaum. Dabei sind gerade die wenigen afrikanischen Pavillons einen Besuch wert, denn sie warten mit hochkarätigen Namen auf. „Metropolis“ besucht die Ausstellung und trifft Kunst- und Kulturschaffende, die Positionen aus Afrika stark und sichtbar machen

Pfingstsonntag, 09.06. / 17:40 Uhr / Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns
Musik, Deutschland, 2019, ZDF 43 Min.
Regie: Isabel Iturriagagoitia Bueno
Orchester: Solistes de l’Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Komponist und Autor: Camille Saint-Saëns
Mit: Martha Argerich (Klavier), Antonio Pappano (Klavier), Kyoko Takezawa (Geige), Mischa Maisky (Cello)
Online verfügbar von 09/06 bis 09/07
Erstausstrahlung

Ein Kammerorchester aus Topsolisten spielt das wohl beliebteste Stück des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns, den „Karneval der Tiere“. Am Klavier sind Martha Argerich und Antonio Pappano zu hören, an der Geige Kyoko Takezawa und Mischa Maisky am Cello. Begleitet werden sie von Solisten der Accademia Nazionale di Santa Cecilia.
Antonio Pappano führt mit hintergründigen Anekdoten durch das Werk.

Der „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns ist eines der beliebtesten Stücke im Kinderkonzert. Der französische Komponist hatte dieses Zielpublikum jedoch nie im Sinn. Anlass für die Komposition war ein Konzert im Freundeskreis. Als Saint-Saëns 1921 im Alter von 86 Jahren starb, hinterließ er ein Gesamtwerk von mehr als 400 Werken. Heute verbindet man ihn aber vor allem mit seiner launigen Tierparade aus 14 musikalischen Porträts mit dem Untertitel: „Eine große zoologische Fantasie für Kammerorchester“.
Schon die Erstaufführung des „Karnevals der Tiere“ 1886 war ein großer Erfolg. Bei Camille Saint-Saëns hielt sich die Begeisterung darüber in Grenzen: Aus Angst um seinen Ruf als ernstzunehmender Komponist sprach er ein sofortiges Aufführungsverbot aus. Immerhin ahmt Saint-Saëns in seinem Stück nicht nur Tierstimmen nach, er nimmt auch berühmte Kollegen liebevoll aufs Korn. So lässt er Jacques Offenbachs „Cancan“ von Schildkröten tanzen, der Elefant versucht sich am Elfentanz von Hector Berlioz. Saint-Saëns fürchtete, der „Karneval der Tiere“ würde seine anderen Werke in den Hintergrund drängen. Doch der Siegeszug war nicht aufzuhalten: Nur wenige Monate nach dem Tod des Komponisten wurde das Werk wieder öffentlich aufgeführt und ist seitdem tatsächlich das beliebteste Stück des Komponisten.

Zusatzinfo:
Ein Kammerorchester aus Topsolisten bringt die Tierparade auf die Bühne des Santa-Cecilia-Saals in Rom: Martha Argerich, Antonio Pappano, Kyoko Takezawa und Mischa Maisky gemeinsam mit Solisten der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Antonio Pappano führt mit gut gelaunten Hintergrundbeobachtungen durch das Werk.

Pfingstsonntag, 09.06. / 22:30 Uhr / Auf den Spuren von Cesária Evora ~ Weltmusik von den Kapverden
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Musik, Deutschland, 2019, ZDF 52 Min.
Regie: Jan Kerhart, Ulrich Stein
Erstausstrahlung

Die Musik der Kapverden war kaum bekannt – bis Cesária Evora ein internationaler Star wurde. Die 2011 verstorbene Sängerin galt als Königin der Morna, der Sehnsuchtsmusik ihrer Heimat. Die Sendung folgt ihren Spuren auf der afrikanischen Inselgruppe und verbindet den Klang der Inseln mit dem Blick auf Land und Leute zu einer faszinierenden Musikdokumentation.

Cesária Evora machte die melancholischen Klänge der kapverdischen Inseln Anfang der 90er Jahre weltberühmt. Erst mit 47 Jahren bekam sie ihren ersten Plattenvertrag. Ihre Karriere währte gut zwei Jahrzehnte: Als sie 2011 verstarb, herrschte auf dem afrikanischen Inselstaat eine zweitägige Staatstrauer.
Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren, die Cesária Evora in ihrer Heimat hinterlassen hat. Musik ist dort allgegenwärtig, eine Art Bindeglied der Gesellschaft. Cesária Evora war die erste Musikerin, die diese Musik in die Welt trug. 500 Kilometer vor der Küste Senegals gelegen, entwickelten sich die Kapverden im 16. Jahrhundert zum Umschlagplatz des Sklavenhandels. Menschen aus den verschiedensten Regionen Afrikas wurden dorthin verschleppt, um weiterverkauft zu werden. Sie brachten ihre musikalischen Traditionen mit, die sich mischten und sich zur Musik der Kapverden weiterentwickelten.
Viele Musiker der Kapverden sind heute international gefragt. Doch die Inseln bleiben ihr Bezugspunkt: Stets kehren sie zurück und spielen mit den heimischen Musikern. Egal ob auf Festen oder im Alltag: Musik bestimmt das Leben auf den Kapverden. Das Kamerateam trifft auf Musiker verschiedenster Generationen – solche, die mit Cesária Evora auf der Bühne standen, und andere, die für neue Strömungen stehen. Ob bei intimen Sessions oder beim weltberühmten Karneval von Mindelo: ARTE ist mittendrin und verbindet den Blick auf Land und Geschichte mit dem Klang der Musik zu einer mitreißenden Musikdokumentation.

Pfingstsonntag, 09.06. / 23:25 Uhr / Move! Senegal ~ Spiritualität und Profanität
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Magazin, Deutschland, 2019, ZDF 26 Min.
Regie: N.N.
Online verfügbar von 09/06 bis 09/07
Erstausstrahlung

In der zweiten Staffel von „Move!“ begibt sich die luxemburgische Tänzerin und Choreographin Sylvia Camarda auf eine tänzerische Forschungsreise zwischen Afrika und Europa. Gemeinsam mit Tänzern, Kunstschaffenden und Bewegungsexperten fragt sie: Was prägt unsere Moves? Welche Rolle spielen Tradition, Politik, Geschlecht oder Herkunft? Was bewegt uns Menschen?

Alte Traditionen und globalisierte Moderne, volkstümliche Rituale und internationale Popkultur, Religion und Rebellion liegen im Senegal nahe beieinander. Welche Spannung entsteht zwischen Alt und Jung, Stadt und Land, Afrika und Europa? Wie unterscheiden sich unsere Moves? Und wie verbinden sie uns?

In Dakar trifft Sylvia Camarda auf den Breakdancer Bandy Ba der Gruppe „Y’en a marre“ – „Wir haben genug!“. Unter diesem Motto stießen Rapper und B-Boys 2012 einen grundlegenden demokratischen Wandel in der senegalesischen Gesellschaft an. Sie mobilisierten die Jugend zum Protest und zur Wahl gegen den autokratischen Präsidenten Abdoulaye Wade und verhinderten so eine dritte verfassungswidrige Amtszeit.

Um einen der traditionellen Tänze des Senegals kennenzulernen, trifft sich Sylvia mit der Tanzanthropologin Claire Clouet und Sidy Cissokho, dem Leiter der Soninké-Tanzgruppe Xeri‘s de Bakel, der zwischen Paris und dem Senegal pendelt. Sylvia folgt der Einladung Sidys in das kleine Örtchen Warang hundert Kilometer südlich von Dakar, um unvergessliche Einblicke in die Tänze und Moves der Soninké zu erhalten.

In der Ecole des Sables begegnet Sylvia schließlich der Grande Dame des afrikanischen Tanzes, Germaine Acogny. In ihren Workshops unterrichtet Germaine ihre Methode des Danse africaine, mit der sie die Moves verschiedener afrikanischer Kulturen verbindet und in einen modernen Kontext stellt. Hier geht es nicht nur um Schrittfolgen und Körperhaltung, sondern um ein ganzheitliches Verständnis von Bewegung, das alle Facetten des Lebens vereint.

Pfingstsonntag, 09.06. / 23:55 Uhr / Move! Tunesien: Travestie und Demokratie
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Magazin, Deutschland, 2019, ZDF 26 Min.
Regie: N.N.
Online verfügbar von 09/06 bis 09/07
Erstausstrahlung

In der zweiten Staffel von „Move!“ begibt sich die luxemburgische Tänzerin und Choreographin Sylvia Camarda auf eine tänzerische Forschungsreise zwischen Afrika und Europa. Gemeinsam mit Tänzern, Kunstschaffenden und Bewegungsexperten fragt sie: Was prägt unsere Moves? Welche Rolle spielen Tradition, Politik, Geschlecht oder Herkunft? Was bewegt uns Menschen?

Tunesien – ein Land zwischen Religion und Emanzipation, Sinnlichkeit und Sitte, Glaubensfreiheit und moralischen Zwängen. Eine junge Demokratie mit einer sehr politischen Tanzszene. Kann die Demokratie sich durchsetzen? Und warum ist gerade Tanz dafür so wichtig?

In Tunis trifft Sylvia Camarda auf Rochdi Belgasmi – Choreograph und Bauchtänzer. Durch seinen Tanz überschreitet er die strikten Geschlechtergrenzen Tunesiens und kämpft für eine offenere Gesellschaft. Sylvia lässt sich von Rochdi in die Welt des traditionellen Tanzes einführen. Ist das Geschlecht ausschlaggebend für die Sinnlichkeit des Tanzes?

Mit Stereotypen von Mann und Frau spielt auch die Tänzerin Amira Chebli auf der Bühne. In Paris trifft Sylvia auf die Performerin, deren Choreographien mit politischen Botschaften gespickt sind. Dabei vereint Amira traditionelle arabische Elemente und zeitgenössischen Tanz. Welche Bewegungen empfinden wir als männlich und welche als weiblich? Welche als europäisch und welche als orientalisch? Wie werden unsere Bewegungen durch das Land geprägt, in dem wir leben?

In einem Land, in dem auf Homosexualität eine Gefängnisstrafe steht, bewegt sich der Protest für sexuelle Selbstbestimmung vor allem in den sozialen Netzwerken. Sylvia trifft in Tunis Khookha McQueer – die Ikone der queeren Community. Die tunesische Dragqueen präsentiert ihren Körper online als politisches Kunstwerk und kämpft für Gleichberechtigung. Gemeinsam mit ihr versucht Sylvia die Geschlechtergrenzen zu durchbrechen.

Pfingstsonntag, 09.06. / 00:20 Uhr / Move! Südafrika: Trauma und Transformation
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Magazin, Deutschland, 2019, ZDF 26 Min.
Regie: N.N.
Online verfügbar von 09/06 bis 09/07
Erstausstrahlung

In der zweiten Staffel von „Move!“ begibt sich die luxemburgische Tänzerin und Choreographin Sylvia Camarda auf eine tänzerische Forschungsreise zwischen Afrika und Europa. Gemeinsam mit Tänzern, Kunstschaffenden und Bewegungsexperten fragt sie: Was prägt unsere Moves? Welche Rolle spielen Tradition, Politik, Geschlecht oder Herkunft? Was bewegt uns Menschen?

Südafrika ist ein Land mit einer großartigen Tanzkultur, in der sich die tragische Geschichte der jungen Regenbogennation spiegelt. Über 40 Jahre der Apartheid spalteten das Land. Wie überwinden die Südafrikaner die Folgen von Ungleichheit und Rassismus und welche Rolle spielt dabei der Tanz?

Besonders der Pantsula, der in den Townships um Johannesburg entstanden ist, ist eng mit der gesellschaftlichen Transformation der schwarzen Zwangsarbeiter und deren Widerstand verbunden. Im Township Orange Farm lernt Sylvia die Welt von Sello Modiga und seiner Pantsula-Crew „Real Actions“ kennen. Auch dank seiner Arbeit ist der Pantsula heute einer der angesagtesten popkulturellen Tänze überhaupt.

Der Tanz schlägt Brücken zwischen den Geschlechtern, Generationen und Kontinenten. In Berlin trifft Sylvia auf die Johannesburger Choreographin Robyn Orlin. Sie lässt die Tanzbühnen weltweit mit dem Pantsula beben und übersetzt die Geschichte Südafrikas in zeitgenössischen Tanz. Der Geist der Apartheid ist in Südafrika noch heute zu spüren.

Für die Generation der in Freiheit Geborenen, die „Born Frees“, gibt es viele Anlässe zum politischen Widerstand. Sylvia trifft den Fotografen Imraan Christian, der die Rebellion, Wut und Hoffnung der Born Frees in seinen Fotos einfängt, bevor sie diese Energie mit der zeitgenössischen Choreographin Thandazile Radebe in tänzerische Bewegung umsetzt.

Pfingstsonntag, 09.06. / 00:50 Uhr / Glen Hansard ~ Konzert vom Rudolstadt-Festival 2016
Musik, Deutschland, 2016, MDR 106 Min.
Regie: Axel Ludewig
Mit: Glen Hansard
Online verfügbar von 09/06 bis 16/06

Bei keinem anderen hat die wundersame Geschichte vom Straßenmusiker zum Rockstar so gut funktioniert wie bei Glen Hansard. Die Weltkarriere des stimmgewaltigen Songwriters aus Irland begann spätestens mit seinem Oscar für den Song „Falling Slowly“ im Jahr 2006. Hansard ist Sänger und Gitarrist der irischen Indie-Rockband The Frames. Seit 2011 tourt Hansard als Solokünstler durch Europa.

Die Weltkarriere des stimmgewaltigen Songwriters aus Irland begann spätestens mit Song „Falling Slowly“ im Jahr 2006, einem Hit, der 2008 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde – geschrieben und gesungen von Glen Hansard und Marketa Irglova. Das Lied aus dem Low-Budget-Film „Once“ rührte nicht nur Hollywood zu Tränen. Für den Iren war das der Beginn einer wundersamen Karriere. Daneben ist Hansard Sänger und Gitarrist der irischen Indie-Rockband The Frames und war auch im Folkrock-Duo The Swell Season mit Marketa Irglova musikalisch aktiv. Seit 2011 tourt Hansard als Solokünstler durch Europa und begann anschließend in New York mit den Arbeiten an seinem ersten Solo-Album. 2012 veröffentlichte er das Album „Rhythm and Repose“. Außerdem schrieb er einen Song für den Soundtrack des Films „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“. Im September 2015 erschien sein zweites und sehr persönliches Album „Didn‘t He Ramble“, bei dessen Aufnahmen im Studio auch Kollegen von den Dubliners und Iron & Wine mitwirkten. Der Ire mit der markanten Stimme hat sich vom reinen Songwriter-Image verabschiedet und rockte beim Rudolstadt-Festival im Juli 2016 auf der großen Bühne mit einer um Bläser und Streicher erweiterten zehnköpfigen Band. Dieses Konzert bildete das große Finale des Folkfestivals.

Pfingstsonntag, 09.06. / 02:55 Uhr / Sissako – Weltkino aus Afrika
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Dokumentation, Frankreich, 2016, ARTE F 52 Min.
Regie: Valérie Osouf
Online verfügbar von 09/06 bis 08/08

Mit seinem aufrüttelnden Dschihad-Drama „Timbuktu“ erlangte der in Mauretanien geborene Regisseur Abderrahmane Sissako internationale Anerkennung. Der Film basiert auf der wahren Geschichte der Steinigung eines Paares in einem Dorf in Mali und setzt sich mit dem radikalen Islamismus auseinander. Von Moskau über Nouadhibou und Bamako bis Guangzhou mit einem Abstecher nach New York, wo Starregisseur Martin Scorsese und der Schauspieler, Regisseur und politische Aktivist Donald Glover ihren Freund und Kollegen würdigen, zeichnet die Dokumentation das persönliche Porträt eines Filmemachers, der mit seiner ganz eigenen subjektiven Filmsprache beweist, was Kino auch politisch leisten kann.

Nach „Das Leben auf Erden“, „Reise ins Glück“ und „Das Weltgericht von Bamako“ sowie einem Dokumentarfilm und sieben Kurzfilmen errang Abderrahmane Sissako 2014 mit seinem vierten Spielfilm „Timbuktu“ internationale Anerkennung. Bei den Filmfestspielen von Cannes erntete das im offiziellen Wettbewerb nominierte Werk viel Beifall; außerdem wurde es für den Oscar nominiert und mit sieben Césars ausgezeichnet.

Die Dokumentation von Valérie Osouf gibt sehr persönliche Einblicke in Leben und Arbeit des mauretanischen Filmemachers. Sissako spricht über sein Werk, seine Inspirationen, sein künstlerisches Herangehen und seine politischen Überzeugungen. Das Porträt enthüllt auch die feinfühlige, sensible Seite des Filmemachers, der mittlerweile zu den großen Regisseuren der Gegenwart zählt.

Die Dokumentation beleuchtet den Sissakos Werdegang, die Werte, die ihm seine Familie in Mali und Mauretanien vermittelte, sowie die Zeit des Studiums bei Marlen Chuzijew am Moskauer Gerassimow-Institut für Kinematographie, der ältesten Filmhochschule der Welt. Anfang der 90er Jahre ließ sich Sissako in Frankreich nieder. Er vereint zahlreiche kulturelle Einflüsse in seinem Schaffen und ist außerordentlich weltoffen. Ihm ist es als Filmemacher gelungen, die Prüfungen des Exils in seiner Kunst zu verarbeiten. Zudem widmet sich die Dokumentation Sissakos ganz eigener filmischer Sprache, die in wunderbar lyrisch und präzise gefilmten Bildern Ausdruck findet. ARTE begleitet ihn bis nach Guangzhou in China, wo er 2018 seinen fünften Spielfilm drehen will.

Pfingstmontag, 10.06. / 09:35 Uhr / 360° Geo Reportage: Die Tango-Spelunken von Buenos Aires
Reportage, Deutschland, Frankreich, 2014, ARTE 52 Min.
Regie: German Kral

Online verfügbar von 10/06 bis 17/06

Buenos Aires – die berühmte Stadt am Ufer des Río de la Plata. Sie ist auch bekannt als das Paris Südamerikas, als eine Stadt, die niemals schläft. Und auch die Kultur des Tangos ist hier nie wirklich eingeschlafen. Bis heute gibt es in Buenos Aires mehr Tangoveranstaltungen als irgendwo sonst auf der Welt und viele Menschen, deren Alltag, Denken und Fühlen vom Tango bestimmt wird, obwohl sie damit weder reich noch berühmt werden. Barbetreiber, Tänzer, Lehrer, Sänger und Musiker tun alles dafür, dass ihre Tradition Nacht für Nacht in den Tanzlokalen, den Milongas, weiterleben kann.Es ist Freitagabend in Buenos Aires und die ganze Stadt bereitet sich auf das Wochenende vor. In Barracas, einem traditionsreichen Viertel im Süden von Buenos Aires, befindet sich die Bar „Los Laureles“. Eröffnet wurde sie vor mehr als 120 Jahren – und sie ist bis heute eine Institution im Viertel. Doris Bennan betreibt die Bar erst seit einigen Jahren: eine Herausforderung in einer Männerdomäne und ein täglicher Kampf, die berühmte Tangobar wirtschaftlich am Leben zu halten. Jeden Freitagabend wird hier Tango getanzt und gesungen. Die Sänger – berühmte und unbekannte – kommen von überall her, um hier aufzutreten. Die Reporter tauchen tief in die Tangoszene von Buenos Aires ein, folgen dem jungen Ehepaar Marcelo und Lucila, dem Tango–DJ Mariano sowie den weltberühmten Tango-Maestros Carlos und Rosita Pérez in ihre Welten. Sie zeigen ihren Alltag in dieser verrückten, lauten Stadt und ihre leidenschaftlichen, nächtlichen Milongas in den Tango-Bars „El Floreal“ oder „Los Laureles“.

Zusatzinfo:
„360° Geo Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Pfingstmontag, 10.06. / 23:50 Uhr / Luchino Visconti, vom Film besessen
Dokumentation, Frankreich, 2015, ARTE F 58 Min.
Regie: Elisabeth Kapnist, Christian Dumais-Lvowski
Online verfügbar von 10/06 bis 17/06

Er gilt bis heute als einer der wichtigsten Regisseure des europäischen Kinos: Luchino Visconti (1906-1976), Meister des italienischen Films und Begründer des Neorealismus. Sein Schaffen bescherte ihm nicht zuletzt auch im Theater- und Opernbereich internationales Ansehen. Visconti stammte aus einer bedeutenden italienischen Adelsfamilie und porträtierte die Aristokratie wie kein Zweiter. In seinem Frühwerk zeigte er aber auch das Italien der „kleinen Leute“. Während des Zweiten Weltkriegs engagierte er sich im antifaschistischen Widerstand und war Sympathisant der Kommunistischen Partei. Die Dokumentation zeigt Ausschnitte aus seinen berühmtesten Filmen sowie unveröffentlichte Archivaufnahmen und lässt unter anderem Viscontis Neffen und Patensohn Luchino Gastel zu Wort kommen.

Die Dokumentation erzählt das Leben des italienischen Filmemachers Luchino Visconti von seiner Geburt am 2. November 1906 in Mailand bis zu seinem Tod im Jahr 1976. Der Regisseur, der als Conte Don Luchino Visconti di Modrone in eine der bedeutendsten italienischen Adelsfamilien hineingeboren wurde, hätte das müßige Leben eines reichen Aristokraten führen können. Doch Visconti wählte einen anderen Weg und setzte sich in seinen Werken immer wieder mit dem Milieu auseinander, aus dem er selbst stammte. Er hat die europäische Aristokratie der vergangenen beiden Jahrhunderte porträtiert wie kein Zweiter. In seinen frühen Filmen zeigte der Regisseur dem Publikum aber auch das tatsächliche Italien der „kleinen Leute“ und nicht den gesellschaftlichen Verfall der Oberklasse. Während des Zweiten Weltkriegs engagierte sich Visconti im politischen Widerstand gegen den Faschismus und sympathisierte mit der Kommunistischen Partei Italiens. Die Dokumentation zeigt Visconti als zutiefst aufrichtigen Menschen, der sein Leben lang nach der historischen, gesellschaftlichen und menschlichen Wahrheit suchte. „Luchino Visconti, vom Film besessen“ wurde in Rom, Mailand und Venedig gedreht und verbindet Archivmaterial mit Ausschnitten aus Viscontis Filmen: darunter Meisterwerke der Filmgeschichte wie „Die Verdammten“, „Rocco und seine Brüder“ und „Ludwig II.“. Außerdem sind Auszüge zu sehen aus „Besessenheit“, einem der Gründungsfilme des italienischen Neorealismus, aus „Die Unschuld“, einer Reminiszenz an die Kindheit des Regisseurs, sowie dem Leinwandepos „Der Leopard“, das von der sizilianischen Aristokratie in der Zeit des Übergangs zur Monarchie erzählt. Zu Wort kommen Viscontis Neffe und Patensohn Luchino Gastel, die Visconti-Biografin Laurence Schifano, Caterina D’Amico, die Tochter von Viscontis wichtigster Drehbuchautorin Suso Cecchi D’Amico, die französische Historikerin Elisabeth Roudinesco und der Filmregisseur Olivier Assayas.

Mittwoch, 12.06. / 22:05 Uhr / Marcel Duchamp ~ Die Kunst des Möglichen
Dokumentation, Deutschland, 2018, ZDF 53 Min.
Regie: Matthew A. Taylor
Online verfügbar von 12/06 bis 12/07
Erstausstrahlung

„Marcel Duchamp – Die Kunst des Möglichen“ ist mehr als ein Biopic, das die Lebensgeschichte eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts erzählt. Die Dokumentation erkundet die Möglichkeiten in jedem Kunstprojekt und zeigt Duchamps Einfluss auf zeitgenössische bildende Künstler, Grafikdesigner, Filmemacher, Musiker und Technologien.Das ein Kunstwerk kopiert werden konnte, , dass diese Arbeiten, auch wenn es sich dabei um Kopien oder Replikate handelte, eigenständige Kunstwerke sind, diese Idee führte Duchamp systematisch in die Kunstwelt des 20. Jahrhunderts ein . Aus dieser Kunstauffassung wurden die Installationskunst, Happenings, Performancekunst und die Körperkunst geboren – alles Formen, die für uns heute selbstverständlich sind. Duchamp war die Urquelle für viele moderne künstlerische Ausdrucksformen.Für seine berühmten Readymades wählte Duchamp ein Objekt – das wirklich alles sein konnte – und machte es, ungeachtet seiner Form, seiner Farbe, zur Kunst: So entstand mittels eines „Objet trouvé“ etwa sein berühmtes „Fahrrad-Rad“ (1913) oder „Die Fontäne“ (1917), sein bekanntes Urinal, das zu einer Kontroverse um den Kunstbegriff führte.Durch und in seiner Arbeit wirft Duchamp die Frage auf: „Was ist Kunst?“ und weist damit zukünftigen Künstlern einen Weg, ihre Kreativität quasi grenzenlos zu erweitern. Wer war der Ausnahmekünstler Marcel Duchamp? Welche sind seine einflussreichsten Arbeiten und warum waren sie wichtig? Was ist Duchamps bleibendes Vermächtnis und wie prägen seine Arbeiten und Ideen unsere Gegenwart und Zukunft?Antworten geben seltene Interviewsequenzen mit Duchamp selbst, sowie namhafte Experten und Künstler wie Francis Naumann, Michael R. Taylor, Jeff Koons, Thierry de Duve, Paul Matisse, Joseph Kosuth, Edward Ruscha.

Freitag, 14.06. / 21:45 Uhr / Johnny Clegg – Der weiße Zulu
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Dokumentation, Frankreich, 2018, ARTE F 53 Min.
Regie: Amine Mestari
Online verfügbar von 14/06 bis 13/08
Erstausstrahlung

Der in Südafrika lebende britische Sänger Johnny Clegg verkaufte 1988, damals noch nahezu unbekannt, innerhalb weniger Monate fast zwei Millionen Alben. Sein Nelson Mandela gewidmeter Hit „Asimbonanga“ ließ ihn schlagartig zum Weltstar werden: Er beklagt in dem Lied „Asimbonanga“ – was auf Zulu „Wir haben ihn noch nie gesehen“ bedeutet – das Fehlen von Mandela, besonders für diejenigen, die nach dessen Inhaftierung geboren wurden. Clegg spielte plötzlich vor ausverkauften Stadien und wurde zur Symbolfigur des Kampfs gegen die Apartheid. In seiner Dokumentation „Johnny Clegg – Der weiße Zulu“ erzählt Amine Mestari aus dem Leben des engagierten Musikers, der die Menschen weltweit für seine Vision einer südafrikanischen Gesellschaft ohne Rassentrennung begeisterte. Johnny Clegg fusionierte Rock- mit Zulumusik und ließ in seiner Band Savuka, was auf Deutsch „Wir sind erwacht“ heißt, weiße und schwarze Künstler gemeinsam auftreten – eine mutige Kampfansage an die Politik der Apartheid. Seine Karriere stellte Clegg ab den frühen 70ern in den Dienst des interkulturellen Dialogs und schuf eine politische Kunst, die die Menschen aufrütteln wollte. Bisweilen musste sich Clegg über die Zensur hinwegsetzen – und außerhalb der Landesgrenzen seine politischen und künstlerischen Ambitionen weiterverfolgen. Der Dokumentarfilm zeigt, wie man mit Musik von der Welt erzählen und gegen Ungerechtigkeit kämpfen kann. Er schildert die Geschichte eines Mannes, dessen Musikerkarriere untrennbar mit dem wechselvollen Weg Südafrikas in die Freiheit verbunden ist.

Freitag, 14.06. / 22:40 Uhr / Tracks
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Magazin, Deutschland, 2019, ZDF 43 Min.
Produzent: Kobalt productions
Online verfügbar von 14/06 bis 12/09
Erstausstrahlung

(1): Sho Madjozi – Rap aus Südafrika mit Sho Madjozi
(2): Das Duo Pussykrew und seine liquiden 3D-Digitalkunstwerke

(1): Sho Madjozi – Energetischer Rap aus Südafrika
Sho Madjozi ist die bedeutendste Newcomerin der südafrikanischen Rap-Szene. Dank energiegeladener Live-Shows und ihrem verdammt guten Sinn für Fashion verzeichnen ihre Videos auch ohne Albumveröffentlichung längst mehrere Millionen Views. In Sho Madjozis Texten geht es ebenso um Politik wie um den Typen, der sie hat stehenlassen, nachdem sie gemeinsam „Black Panther“ gesehen hatten. Dabei vermischt die Rapperin Englisch mit ihren Muttersprachen Xitsonga und Swahili.

(2): Pussykrew – Liquid Reality
Ewelina Aleksandrowicz und Andrzej Wojtas, alias Tikul + mi$ gogo, alias Pussykrew, operieren an der Schnittstelle zwischen Visual Art und Realität. Mit ihren Digital-Kunstwerken und liquiden Welten, die aus 3D-Animationen und 3D-Scans entstehen, begeisterten sie bereits Musiker*innen wie Sevdaliza, Kelela und Angel Haze.

Freitag, 14.06. / 23:25 Uhr / Angélique Kidjo in Concert
Schwerpunkt: Viva Afrika!
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 65 Min.
Regie: Gautier & Leduc
Online verfügbar von 14/06 bis 21/06
Erstausstrahlung

Sie ist Gewinnerin dreier Grammy Awards, der „Guardian“ bezeichnete sie als eine der hundert einflussreichsten Frauen der Welt und das „Time Magazine“ nannte sie die erste Diva Afrikas: Angélique Kidjo. Am 22. April steht sie gemeinsam mit Fatoumata Diawara, Yael Naim und Tony Allen auf der Bühne des Pariser Intitut du Monde Arabe. Angélique Kidjo stellt bei dieser Gelegenheit ihr gerade erschienenes neues Album „Celia“ vor.Angélique Kidjos wuchs in Benin an der Westküste Afrikas auf, wo lateinamerikanische Musik wie Salsa Anfang der 60er Jahre allgegenwärtig war. Viele afrikanische Musiker ließen sich davon beeinflussen. Die Band Africando und der Sänger Youssou N’Dour sind nur zwei Beispiele.Später entdeckte Angélique Kidjo die kubanisch-amerikanische Sängerin Celia Cruz – „Queen of Salsa“ und einzige berühmte Frau in einer ansonsten männerdomminierten Szene. Angélique Kidjo war fasziniert von Celia Cruz‘ Stimme und besuchte ein Konzert von ihr und Johnny Pacheco in Benin. Einige Jahre später standen die beiden Frauen gemeinsam in Paris auf der Bühne. Celia Cruz‘ Stil war von der traditionellen Yoruba-Musik der beninischen Sklaven beeinflusst. So beschloss Angélique Kidjo, Yoruba-Lieder neu zu interpretieren und mit Afrobeat und Jùjú zu vermischen – zwei Musikrichtungen, die ebenfalls aus der Yoruba-Musik hervorgegangen sind.Angélique Kidjo wurde bekannt für Weltmusik mit unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen wie Musik aus ihrer Heimat Benin, Afro-Pop, R&B, Jazz aber auch lateinamerikanische und afrokaribische Musik. Einen beachtlichen Teil ihrer Lieder singt sie in den in ihrem Heimatland gesprochenen Sprachen Fon und Yoruba, außerdem singt sie auf Englisch und Französisch. Die in New York lebende Sängerin engagiert sich auch politisch: 2002 wurde sie zur internationalen UNICEF-Botschafterin ernannt. “Als Künstler machen wir nicht nur Musik, sondern wir transportieren mit dieser Musik auch eine Botschaft. Wir sind Botschafter unserer Heimatländer und Botschafter für all die Menschen, die keine Stimme haben“, sagte Angélique Kidjo in einem dpa-Interview.

Zusatzinfo:
Das Konzert wurde im Pariser Institut du Monde Arabe am 22. April 2019 für ARTE aufgezeichnet.

Freitag, 14.06. / 00:30 Uhr / The Cure in Concert
Musik, Frankreich, 2012, ARTE 60 Min.
Regie: Thierry Villeneuve
Mit: The Cure
Online verfügbar von 14/06 bis 12/09

Über 30 Jahre nach ihrem Debütalbum „Three Imaginary Boys“ stehen The Cure noch immer im Rampenlicht. Im Rahmen ihrer Sommertour 2012 waren Robert Smith und seine legendäre Band auf dem französischen Mega-Event Les Vieilles Charrues.

The Cure legten zusammen mit Siouxee and the Banshees und New Order die Grundsteine des New Wave. Mit ihrem düsteren Gothic Rock, den sie im Laufe der Jahre mit Elementen aus Post-Punk, Pop und Cold Wave bereicherten, erlangten Robert Smith und seine Musiker absoluten Kultstatus. Und auch wenn inzwischen mit Interpol, The Soft Moon und den Editors inzwischen zahlreiche Nachfolger auf den Markt drängten, liefert Robert Smith weiterhin tolle Songs, wie das 2008 erschienene Album „4:13 Dream“ beweist.
2012 tourten The Cure erneut von Festival zu Festival und gaben ihr immenses Repertoire zum Besten. Toupiert und finster geschminkt wie eh und je, begeisterten sie auf dem französischen Mega-Event Les Vieilles Charrues über 50.000 Zuschauer mit Evergreens wie „Lovesong“, „Just Like Heaven“, „One Hundred Years“ und vielen mehr. Und bewiesen, dass ihre Shows trotz aller Wandlungen noch immer so mitreißend sind wie vor 30 Jahren!


Samstag, 15.06. / 18:25 Uhr / 360° Geo Reportage: Die Verwandlungskünstler von Dakar
Reportage, Deutschland, Frankreich, 2004, ARTE 43 Min.
Regie: Ines Possemeyer
Online verfügbar von 15/06 bis 22/06

Malick Mbaye lebt in einem Armenviertel der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Er weiß zu schätzen, was andere Menschen wegwerfen: Büchsen, Dosen, Flaschendeckel oder alte Paletten. Gemeinsam mit seinem Freund Alassane Diop bastelt er daraus mit improvisierten Werkzeugen Kommoden, Koffer oder Gießkannen, aber auch Spielzeugflugzeuge, -fahrräder und -autos. Sogar aus Europa erhalten die beiden per Fax über einen benachbarten Telefonladen inzwischen Aufträge. Mit ihrer kleinen Werkstatt „Soweto Village“ können sie bereits Eltern und Geschwister ernähren. Lebenstraum der beiden ist es, eines Tages alle arbeitslosen Freunde und Verwandten beschäftigen zu können. Ganze Stadtteile Dakars leben von der Müllverwertung. Im Viertel Colabane werden Aluminiumabfälle in Holzkohlefeuern geschmolzen und zu Kochgeschirr und Rohren gegossen. Auf der Müllkippe Mbeubeuss suchen Männer, Frauen und Kinder nach Wiederverwertbarem, das sie an Händler verkaufen. Da die Verwandlung von Altem in Neues für viele Menschen die einzige Möglichkeit ist, ihre Existenz zu sichern, hat eine Entwicklungshilfeorganisation die Schule Ecopole gegründet, in der Kinder und Jugendliche in entsprechenden Handwerksberufen ausgebildet werden. Mittlerweile ist auch in der bildenden Kunst eine Recycling-Strömung entstanden, die international Beachtung findet.
Zusatzinfo: „360° Geo Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

Samstag, 15.06. / 19:30 Uhr / Botswana, die Königinnen des Heavy Metal
Schwerpunkt: Afrika!
Dokumentation, Deutschland, 2018, BR 43 Min.
Regie: Sarah Vianney
Online verfügbar von 15/06 bis 22/06

Man sagt, Heavy Metal sei vor allem „weiß, europäisch und männlich“. Doch in Botswana bildet sich seit Jahren eine kleine Heavy-Metal-Subkultur heraus: Frauen unterschiedlicher Generationen finden in dieser Musik ihre Identität. Und sie lehnen sich dabei so ganz nebenbei gegen die patriarchalisch strukturierte Gesellschaft ihres Landes auf. Die Dokumentation erzählt unter anderem die Geschichte von Queen Gloria, die in der nördlichen Kleinstadt Maun, mitten im Okawango-Delta, einen Rockerverein gegründet hat. Bisher haben vor allem die männlichen Rocker einfach nur gefeiert. Dank des Vereins etablieren sich Queen Gloria und ihre Mitstreiterinnen als ernstzunehmende Gruppe in der Stadt, die nicht nur in Rockerkleidung bei traditionellen Hochzeiten von afrikanischen Metal-Fans feiert, sondern auch Aktionen organisiert, zum Beispiel den Müll in den Straßen der Stadt zu sammeln. Alles natürlich in schwarzer Lederkluft. Wer sagt schon, dass Rock ’n‘ Roll weiß ist? Wer die Königinnen des Heavy Metal kennenlernt, wird sich bewusst, dass eine Lebenshaltung niemals an eine Hautfarbe gebunden ist, aber vielleicht an ein paar Akkorde – weltweit.

Samstag, 15.06. / 00:05 Uhr / Square für Künstler ~ Carte Blanche für Isild Le Besco
Magazin, Frankreich, 2019, ARTE 26 Min.
Online verfügbar von 15/06 bis 15/07
Erstausstrahlung

Sonntag, 16.06. / 08:00 Uhr / Schau in meine Welt! David – Musiker aus Leidenschaft
Kindersendung, Deutschland, 2014, RBB 25 Min.
Regie: Stefanie Köhne
Online verfügbar von 16/06 bis 23/06

Die Doku-Reihe „Schau in meine Welt!“ ist eine Einladung und zugleich die Eintrittskarte in Lebenswelten, die Kindern bislang nicht bekannt waren. Mit den Geschichten ermöglicht „Schau in meine Welt!“ seinen Zuschauern einen Blick über den Tellerrand, gewährt ganz neue Einblicke, wirbt um Verständnis gegenüber dem Fremden und Unbekannten und macht die Welt erlebbar. Und damit weckt die Reihe nicht nur die Neugier der Zuschauer, sondern vermittelt ihnen auch Wissen. „Schau in meine Welt!“ bietet Wertevermittlung im besten Sinne und öffnet Horizonte. Die Doku-Reihe zeigt, dass Kinder zwar sehr unterschiedliche Geschichten zu erzählen haben, dass sie jedoch im Kern ihres Wesens alle gleich sind.

Mit 13 Jahren ist David bereits ein Multitalent. Er spielt Schlagzeug, steppt, singt und schauspielert am Friedrichstadtpalast Berlin. Seit er neun Jahre alt ist, tritt er dort regelmäßig an der Seite seines Vaters mit dem Swing Dance Orchestra auf. David liebt den Swing, mit diesem dynamischen Rhythmus ist er aufgewachsen und wird wohl auch sein ganzes Leben dem Swing verbunden bleiben – ob als Tänzer, Sänger oder Musiker.

Seine zweite große Leidenschaft gilt dem afrikanischen Land Kenia, dem Heimatland seiner Mutter. Dort ist der 13-jährige mit seiner selbst komponierten Musik bereits ein kleiner Star. David träumt von einer Zukunft als berühmter Musiker – auf beiden Kontinenten.

Wenn David neben den zahlreichen Auftritten Zeit findet, um zur Ruhe zu kommen, schreibt er am liebsten zu Hause an seinen eigenen Liedern. In denen verarbeitet er Erfahrungen aus seinem jungen, aber doch sehr bewegten Leben. Ein in seiner Musik gegenwärtiges Thema ist der Rassismus, den er selbst als Halb-Kenianer in Deutschland immer wieder zu spüren bekommt. Angst hat er dennoch keine. Bei seiner Familie bekommt er den Halt und die Sicherheit, die ihn immer aufs Neue anspornt.

Bei so viel Musik in seinem Leben muss David aufpassen, dass er die Schule nicht vernachlässigt. Doch er hat es schon akzeptiert, einen stressigen Alltag meistern zu müssen. David sieht es als eine Art Bewährungsprobe für die ganz große Musikkarriere.

„Schau in meine Welt!“ begleitet dieses junge Multitalent, das umgeben von Kunst und Kultur aufwächst und seinen großen Traum mit viel Ehrgeiz und Einsatz verfolgt. Ein berühmter Popstar aus Deutschland hat ihn schon für sich entdeckt – aber welcher?

Sonntag, 16.06. / 11:05 Uhr / Augenschmaus ~ Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2011, ARTE F 26 Min.
Regie: Mario Morelli di Popolo
Online verfügbar von 16/06 bis 24/06

Wenn ein begnadeter Koch und ein genialer Künstler zusammentreffen, kommt mit Sicherheit etwas Schmackhaftes dabei heraus: Sternekoch Gérald Passédat lädt in sein Restaurant ein, das Leonardo da Vincis „Abendmahl“ auf der Speisekarte hat. Gemeinsam mit Historikern versucht er, ein möglichst authentisches Abbild der Speisen der damaligen Zeit zu schaffen.

Die Dokumentation „Augenschmaus“ behandelt die wohl berühmteste Mahlzeit der Geschichte anhand des Wandgemäldes von Leonardo da Vinci. Ein Historiker und Theologe, ein Kunsthistoriker und eine Küchenhistorikerin mit dem Spezialgebiet Antike lüften die Geheimnisse des letzten Abendmahls und geben Einblick in den zeitgeschichtlichen Kontext und die Entstehung des Meisterwerks sowie in die nicht immer sehr koscheren Essgewohnheiten der damaligen Zeit. Unter deren fachmännischer Anleitung bereitet Sternekoch Gérald Passédat vom Restaurant „Le Petit Nice“ in Marseille eine Mahlzeit zu und zwar ausschließlich mit Zutaten, die bereits zu Lebzeiten Jesu verfügbar waren. Unterstützt wird der Gourmetkoch, der sich hervorragend mit heute in Vergessenheit geratenen Speisefischen auskennt, von dem Pariser Bäckermeister Christophe Vasseur, in dessen Backstube Brot nach antiken Verfahren hergestellt wird. Dazu gibt es Wein von Hervé Durand, der mit Hilfe von Archäologen eine römische Traubenpresse nachgebaut hat, um ebenfalls unter authentischen Bedingungen Wein zu keltern. Schließlich versammeln sich alle Beteiligten um den Tisch und laben sich an Brot, Wein und den verschiedenen Gerichten von Gérald Passédat. Das Gespräch dreht sich dabei natürlich um das servierte Essen und die damit verbundenen Sitten und Gebräuche.

Sonntag, 16.06. / 12:05 Uhr / Die großen Mythen: Der von Göttern stammt: Perseus
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Gaëtan Chabanol
Online verfügbar von 16/06 bis 15/08

Die 20-teilige Dokumentationsreihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Deren poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Die einzelnen Beiträge erzählen mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Perseus hätte eigentlich nie geboren werden sollen. Akrisios, dem König von Argos, wurde prophezeit, dass ihm ein Sohn seiner Tochter Danaë zum Verhängnis werden würde, weshalb er sie in einen Turm sperrt. Doch Zeus verliebt sich in Danaë. Um sie zu erobern, verwandelt sich der Göttervater in einen Goldregen. Aus der Verbindung geht Perseus hervor. Als junger Mann erhält Perseus die Aufgabe, dem Tyrannen Polydektes, der seine Mutter in seiner Gewalt hat, den Kopf der Gorgo Medusa zu bringen. Dies ist der Ausgangspunkt eines großen Abenteuers, das allen nachfolgenden griechischen Helden als Vorbild dient. Von Perseus wird schier Unmögliches verlangt, denn jeder, den Medusas Blick trifft, erstarrt augenblicklich zu Stein. Unterstützt von Hermes und der Göttin Athene macht sich Perseus auf die Suche nach der Gorgo, einer der furchteinflößendsten aller Kreaturen.

Sonntag, 16.06. / 12:30 Uhr / Die großen Mythen: Rache und Kindermord ~ Medea
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Juliette Garcia
Online verfügbar von 16/06 bis 15/08

Die 20-teilige Dokumentationsreihe über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Deren poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Die einzelnen Beiträge erzählen mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Jason ist auf der Suche nach dem wundertätigen Goldenen Vlies. Doch um es zu erlangen, muss er drei Prüfungen bestehen: Als erstes soll er zwei Feuer schnaubende Stiere mit bronzenen Hörnern und Hufen vor einen Pflug spannen. Damit soll er dann vier Morgen Land umpflügen und dort die Zähne eines Drachen aussäen, wohl wissend, dass aus dieser ungewöhnlichen Saat furchterregende Krieger erwachsen werden, die er dann besiegen muss. Jason bittet den grausamen König von Kolchis und dessen wunderschöne Tochter Medea um Beistand. Die mächtige Zauberin wird sich durch Eros in Jason verlieben und beteuert ihm, bei den Prüfungen beizustehen. Sie macht allerdings zur Bedingung, dass er sie vom ungeliebten Vater fortbringt und verspricht, sie zu heiraten. Schließlich gelingt es Jason, das Goldene Vlies zu erbeuten. Die anschließende gemeinsame Flucht hält für Jason und Medea viele Abenteuer, aber auch unglückselige Momente bereit, an denen Medea nicht unschuldig scheint. Das junge Paar flieht nach Griechenland und heiratet. Medea gebiert zwei Söhne. Doch dann erliegt Jason der Versuchung der Macht: Er verlässt Medea und vermählt sich mit der Tochter des korinthischen Königs. Medea ist untröstlich und ersinnt eine grausame Rache …

Sonntag, 16.06. / 16:05 Uhr / Metropolis ~ Dundee
Magazin, Deutschland, 2019, WDR 43 Min.
Erstausstrahlung

(1): Metropolenreport Dundee
(2): Autobiografie in Fotos: David Bailey

(1): Metropolenreport Dundee
Mit 150.000 Einwohnern ist Dundee die viertgrößte Stadt Schottlands, jung kreativ, modebewusst. Sie gilt nicht nur als einer der sonnigsten Orte, sondern auch als coolste Stadt Schottlands. Seit 2014 trägt Dundee den Titel „UNESCO City of Design“ als bisher einzige im Vereinigten Königreich und gibt sich mit dem ersten Designmuseum Schottlands, dem spektakulären, vom japanischen Architekten Kengo Kuma geschaffenen V&A Dundee an den ehemaligen Docks, ein neues Gesicht: Studentenstadt und Designmetropole. Der neue Museumstanker verweist in Form und Symbolik auf die Vergangenheit einer florierenden Industriemetropole und auf die Zukunft: wirtschaftlicher Aufschwung und Image-Politur mit Kunst und Kultur. Man hofft auf einen „Bilbao-Effekt“.

(2): Autobiografie in Fotos: David Bailey
Viele zogen sich für ihn aus, Andy Warhol kroch ihm fast in die Linse und die Queen schenkte ihm ein seltenes Lächeln: Fotografenlegende David Bailey. Er gilt als Chronist der Swinging Sixties, wirbelte als ungehobelter Kerl aus der Arbeiterklasse die versnobte Modeszene auf, wurde berühmt für seine ikonischen Portraitaufnahmen von Künstlern und Stars aus Kunst, Mode, Pop und Politik und inspirierte Michelangelo Antonioni zu seinem Film „Blow-Up“. Der ganze Bailey erscheint jetzt als Sumo-Band im Taschen-Verlag, eine Art Autobiografie in Bildern von den 1960er Jahren bis heute.

Sonntag, 16.06. / 16:50 Uhr / Die Malerei und das Meer ~ Die Eroberung des Meeres
Dokumentation, Deutschland, 2019, SWR 52 Min.
Regie: Grit Lederer
Online verfügbar von 16/06 bis 14/09
Erstausstrahlung

Das Meer ist Ort der Imagination und Sehnsucht, aber auch Schauplatz von Kriegen und Schlachten. Kaum ein anderes Motiv ist zentraleres Sujet der Malerei. Eine außergewöhnliche Reise durch Landschaften und Zeiten: Gemälde künstlerischer Größen wie Paul Cézanne, Gustave Courbet, Salvador Dalí, Caspar David Friedrich, Katsushika Hokusai, Jacopo Tintoretto, William Turner und Francisco de Zurbarán werden an ihren Originalschauplätzen vorgestellt. Von Andalusien geht es Richtung Côte d’Azur bis in den Norden Europas. Renommierte Künstler wie Kunsthistoriker setzen sich mit Leidenschaft und Fachwissen mit den Malern und ihren Werken auseinander.

Das Meer: Ort der Imagination, Sehnsuchtsraum und Muse – aber auch Kriegsschauplatz und Schlachtfeld. Seit Jahrhunderten ist es zentrales Sujet der Kunst. Im Medium der Malerei gilt das Meer als eines der meistbehandelten Motive schlechthin. Die zweiteilige ARTE-Dokumentation „Die Malerei und das Meer“ widmet sich der blauen Masse und entführt den Zuschauer auf eine sinnliche Reise durch Landschaften und Zeiten.

Inspiriert durch Gemälde von Künstlergrößen wie Paul Cézanne, Gustave Courbet, Salvador Dalí, Caspar David Friedrich und William Turner widmen sich prominente Architekten, Schriftsteller und Kunsthistoriker mit Fachwissen und Leidenschaft ausgewählten Werken der Kunstgeschichte. Auch bis dato unbekannte Hintergrundinformationen treten dabei zutage: So führt die italienische Bestellerautorin Melania G. Mazzucco den Zuschauer durch Venedig – hin zu den versteckten maritimen Motiven in den Werken Tintorettos. Cézannes Urenkel, Philippe Cézanne, liest aus privaten Briefen seines berühmten Vorfahren, während der französische Star-Architekt Rudy Ricciotti den Zuschauer an seiner emotionalen Beziehung zum Mittelmeer und Paul Cézanne teilhaben lässt.

Die Direktorin der Gala-Salvador Dalí-Stiftung, Montse Aguer, zeigt die versteckt liegenden Felsen der Costa Brava, die Dalí als Inspiration dienten. Kurator Pieter Roelof vom Amsterdamer Rijksmuseum findet in den Marinebildern des Goldenen Zeitalters der Niederlande den Künstler als Kriegsreporter wieder.

Quer durch Europa führt die filmische Reise den Zuschauer und lässt hinter Leinwänden Landschaften und Lebensgeschichten aufschimmern – von den Küsten Andalusiens über die Côte d’Azur bis zur Normandie, von den Kreidefelsen Großbritanniens über die Niederlande bis hin zu den Boddengewässern der Ostsee.

Sonntag, 16.06. / 17:45 Uhr / Jos van Immerseel dirigiert Beethovens 5.

Musik, Belgien, 2009, ARTERTBF 42 Min.
Regie: Pierre Barré
Komponist: Ludwig van Beethoven
Dirigent: Jos van Immerseel
Orchester: Ensemble Anima Eterna
Online verfügbar von 16/06 bis 23/06

Jos van Immerseel und sein Ensemble Anima Eterna überraschen immer wieder mit ihren Interpretationen beliebter Meisterwerke des Repertoires. Nun haben sie sich Beethovens Symphonien vorgenommen. Ihre CD-Einspielungen wurden einhellig von Kritikern und Musikliebhabern gelobt. Heute bringt ARTE eine Kostprobe.

Im September 2009 führten Anima Eterna unter Jos van Immerseel im Brüssler Concert Noble die fünfte Symphonie auf. Immerseel dirigierte nicht nur, er erzählte auch, wie er zu Beethoven und insbesondere zu seiner fünften Symphonie steht. Als Zugabe steht Beethovens Prometheus-Ouverture auf dem Programm.

Zusatzinfo:
Jos van Immerseel ist Belgier, er wuchs in Antwerpen auf und studierte dort am Konservatorium. Er ist seiner Heimatstadt immer treu geblieben. Seit 1972 unterrichtet er Generalbass und Cembalo. Dort gründete er auch das Collegium Musicum, mit dem er sich nach und nach ein breites Repertoire erarbeitete, von Barock bis Klassik und Romantik. Inzwischen ist Jos van Immerseel auch in Paris und Amsterdam als Musikpädagoge tätig.
1987 gründete er das Ensemble Anima Eterna, das er seither auch leitet. Die Besonderheit von Anima Eterna sind die Instrumente. Van Immerseel legt großen Wert auf den Originalklang und das Orchester, spielt auf historischen Instrumenten des 18. und 19. Jahrhunderts. Er ist nicht nur ein kongenialer Dirigent und Musikologe, sondern auch ein gefragter Solist und berühmt für seine improvisatorischen Fähigkeiten.

Sonntag, 16.06. / 23:15 Uhr / Soul Ladies ~ Zwischen Afrika und Europa
Schwerpunkt: Afrika!
Musik, Deutschland, 2018, HR 52 Min.
Regie: Alexander C. Stenzel
Online verfügbar von 16/06 bis 23/06
Erstausstrahlung

Drei Grammys hat Angélique Kidjo bereits gewonnen. Gelebt hat sie auf mehreren Kontinenten: In Benin geboren, studierte sie in Frankreich und lebt heute in New York. Als junge Sängerin musste sie aus Afrika flüchten – um in Frankreich zur Legende zu werden. Seit Jahrzehnten ist Kidjo eine feste Größe im Musikbusiness. Welche Musik macht man, wenn man in Ghana, Benin oder Nigeria aufgewachsen ist, und später einen großen Teil des Lebens in Europa verbringt? Und wie wirkt sich die persönliche Biografie auf den Schaffensprozess aus?

Die Musikerin Y’akoto – halb Deutsche, halb Ghanaerin – wird von Musikkritikern gerne mit großen Legenden des Soul und Blues verglichen. Damals war es für sie ein Schock, mit zwölf Jahren von Afrika nach Hamburg zu kommen: Rassismus und Ausgrenzung wurden zum Alltag.

Nneka, die dritte der international geprägten Weltmusikerinnen, floh mit 18 aus Nigeria – und landete in einem deutschen Kinderheim. Ihr Aufstieg zur weltberühmten Musikerin gleicht einem Märchen. Trotzdem war es ein weiter Weg hin zur eigenen Musik. Elemente aus Hip-Hop, Soul, afrikanischer Musik und eine gehörige Portion Reggae gehören zu ihrem Repertoire.

Musikstile und Kategorien spielen für diese Musikerinnen keine Rolle, denn: Ihre Musik kennt keine Ausgrenzung. Zwar hat jede der drei Weltmusikerinnen ihre Karriere in Europa gestartet – aber nach Afrika kehren sie immer wieder zurück. „Soul Ladies“ begleitet die drei Weltmusikerinnen in ihren gegensätzlichen Welten.

Montag, 17.06. / 05:00 Uhr / Schostakowitsch: Cellokonzert Nr.1
Königin-Elisabeth-Wettbewerb 2017
Musik, Belgien, Frankreich, 2017, ARTERTBF 41 Min.
Regie: Benoît Vlietinck
Komponist: Dmitri Schastokowitsch
Dirigent: Stéphane Denève
Orchester: Brussels Philharmonic
Mit: Victor Julien-Laferrière (Cello)
Online verfügbar von 17/06 bis 17/07

3. Juni 2017, kurz vor Mitternacht: Als erster Cellist gewinnt der Franzose Victor Julien-Laferrière den renommierten Königin-Elisabeth-Wettbewerb. Ein persönlicher Erfolg, aber auch eine Auszeichnung für die dynamische französische Celloschule. Der Jury-Favorit Julien-Laferrière überzeugte im Finale mit seiner Interpretation von Dmitri Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 op. 107. Begleitet wurde er von den Brüsseler Philharmonikern unter Leitung von Stéphane Denève.

Vier der insgesamt zwölf Finalisten des diesjährigen Königin-Elisabeth-Wettbewerbs kamen aus Frankreich: Aurélien Pascal, Bruno Philippe, Yan Levionnois und Victor Julien-Laferrière. Der Jury-Favorit Julien-Laferrière überzeugte im Finale mit Dmitri Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 op. 107. Begleitet wurde er von den Brüsseler Philharmonikern unter Leitung von Stéphane Denève. Der Cellist wurde am 25. Juni 1990 in Paris als Sohn einer Klarinettisten-Familie geboren. Mit vier Jahren bekam er ersten Musikunterricht. Als Siebenjähriger begann er das Cellospiel bei René Benedetti, mit 13 Jahren ging er an das Pariser Konservatorium, das er 2008 mit dem ersten Preis abschloss. Von 2009 bis 2014 war er zudem Schüler von Heinrich Schiff an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, bis 2016 lernte er bei Clemens Hagen am Salzburger Mozarteum. Von 2005 bis 2011 nahm er an der Seiji Ozawa International Music Academy Switzerland teil. Im Jahr 2012 gewann er den ersten Preis sowie zwei Sonderpreise beim internationalen Wettbewerb Prager Frühling. 2013 wurde er bei den französischen Victoires de la Musique Classique in der Kategorie „Entdeckung Instrumentalsolist“ ausgezeichnet. Der versierte Musiker interessiert sich auch für Kammermusik. 2012 gründete er mit der Violinistin Mi-Sa Yang und dem Pianisten Adam Laloum das Trio Les Esprits, eine Anspielung auf Beethovens Geister-Trio op. 70 Nr. 1. Ihr erstes Album erschien 2014 bei Mirare und umfasst unter anderem Beethovens Trio Nr. 6 und Schumanns Trio Nr. 3. Beim gleichen Label erschien ein Sonatenalbum mit Adam Laloum, das 2016 mit dem französischen Musikpreis Diapason d’Or ausgezeichnet wurde.

Zusatzinfo:
Victor Julien-Laferrière spielt ein italienisches Cello Baujahr 1720 von einem unbekannten Geigenbauer. Er spielte bereits mit so renommierten Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Radio France und dem Orchestre National d’Île-de-France sowie mit Solisten wie Augustin Dumay, Renaud Capuçon, David Grimal und Antoine Tamestit.

Mittwoch, 19.05. / 21:50 Uhr / Markt der Masken ~ Alte Kunst aus Afrika
Schwerpunkt: Afrika!
Dokumentation, Deutschland, 2015, NDR 52 Min.
Regie: Peter Heller

Der Markt für traditionelle afrikanische Kunst boomte lange Zeit. Alte Kunst aus Afrika war eine beliebte Geldanlage. Die Sammler reizte an Masken und Kultgegenständen immer schon das ungewöhnlich Andersartige. Jetzt kommt dieser Markt zum Erliegen. Sammler und Direktoren internationaler Museen müssen sich rechtfertigen für ihre Schätze aus Afrika. Entfacht ist eine erbitterte Debatte über die Restitution von Kunst aus der Kolonialzeit. Die Dokumentation nimmt die Spurensuche auf bei Händlern in Westafrika und Europa, auf Auktionen und in Museen in Brüssel, Paris, München und Berlin.

Was bedeuten afrikanische Masken? Welche Rolle spielen sie bei uns – und welche in ihrem Herkunftsland ursprünglich? Auf welchem Wege und unter welchen Umständen kamen sie in unsere Museen und Galerien? Und was waren und sind die Motive der Sammler? Die Dokumentation nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise in die Museen nebenan, zu den schönen Alltags- und Kultgegenständen, den geheimnisvollen Fetischen und Masken – der Kunst von unserem Nachbarkontinent. Wir begegnen den scheinbar „primitiven“ Kunstobjekten aus Afrika – in schicken Vitrinen der Galerien, in Privatwohnungen leidenschaftlicher Sammler und Völkerkundemuseen. Geschichtsbewusste Afrikaner klagen heute Museumsdirektoren der „Raubkunst“ an. Seit der französische Präsident Emmanuel Macron ankündigte, zu Unrecht entführte Kunst- und Kultgegenstände aus Afrika an die Ursprungsländer zurückzuführen, tobt eine Debatte. Denn was ist unrechtmäßig, was legal erworben? Fragen wie diese richten sich an die die Verantwortlichen des Musée du quai Branly in Paris und des Humboldtforums in Berlin. Der Film berichtet von verkannter Kultur und Geschichte und dem Hunger und der Gier der Sammler im Norden der Welt. Der Zuscahuer wird Zeuge von Kunstraub in Vergangenheit und Gegenwart Afrikas. In 200 Jahren wurde Afrika von seinen kulturellen Schätzen leergeräumt. Zu Tausenden gehortet finden wir sie in Museen, privaten Sammlungen und Galerien wieder. Und gerade deutsche Völkerkundemuseen verbergen im Fundus die reichsten Kollektionen aus Afrika. Der Kunsthistoriker Dr. Romuald Tchibozzo aus Benin und die Politologin und Panafrikanistin Dr. Aissa Halidou aus Niger führen durch den Film. Sie geben uns einen eigenen, persönlichen Zugang zur traditionellen Kunst ihres Kontinents und hinterfragen die Motive der Europäer – den „Blick der Weißen“ von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.

Freitag, 21.06. / 21:55 Uhr / ZZ Top: That Little Ol’ Band from Texas
Dokumentarfilm, Großbritannien, 2018, WDR 90 Min.
Regie: Sam Dunn
Erstausstrahlung

Sam Dunn hat seine musikalische Doku zwar mit „ZZ Top: That Little Ol‘ Band From Texas“ betitelt – doch eine unbekannte, kleine Band waren ZZ Top nie: Sie haben den Bluesrock weltweit salonfähig gemacht. Aufgetreten sind sie an der Seite von The Doors, Eric Burdon und The Animals.

Mit der Doku-Reihe „Metal: A Headbanger’s Journey“ war Dunn unter anderem bereits für einige Folgen von „Hip-Hop Evolution“ verantwortlich. Nun hat der Kanadier sich den wohl bekanntesten Bartträgern der Rockgeschichte gewidmet: den Musiklegenden Billy Gibbons, Dusty Hill und Frank Beard. Wie die drei schrulligen Teenie-Bluesfans zu einer der größten und beliebtesten Bands der Welt aufstiegen – ein eindringliches Stück Bandgeschichte ist Herzstück der Dokumentation.

Ein gewisser surrealer Touch und Mystik umgibt ZZ Top bis heute. Fans und Kritiker sind auch nach 50 Jahren Mythen rund um die Band fasziniert. Dunn macht sich auf, diese zu ergründen.

Das Ergebnis: ein Kaleidoskop aus sehr ehrlichen und direkten Interviews mit der Band selbst, bislang unveröffentlichtem Archivmaterial, Animationen und Statements von berühmten ZZ Top-Fans wie Billy Bob Thornton und Josh Homme und einer exklusiven Performance der Band in der legendären Gruene Hall, einem der ältesten Tanzlokale in Texas. Letztere ist exklusiv für die Dokumentation entstanden. Der Film folgt einer jahrzehntelangen Karriere in schmuddeligen texanischen Bars bis hin zum großen MTV-Ruhm und feiert eine Band, die immer „larger than life“ und sehr privat zugleich war. So entsteht das Bild eines musikalischen Kollektivs, dessen Image wir zwar kennen, aber dessen Geschichte uns bislang verborgen blieb.

Freitag, 21.06. / ab 23:25 Uhr / Schwerpunkt: Hellfest 2019
Schwerpunkt
Das Hellfest gilt als Frankreichs Metal-Mekka schlechthin. Auch in diesem Jahr kann sich das Line-Up sehen lassen: Auf sechs Bühnen spielen Bandgrößen wie Anthrax, Dropkick Murphys, Mass Hysteria und ZZ Top. Francis Zégut, Urgestein unter den französischen Moderatoren und Liebling der Metallfans, lädt am Samstag live zum Hellfest 2019 und führt am Vortag durch das Hellfest 2018. Im Netz öffnet ARTE Concert die Schotten und streamt drei Tage lang live vom Hellfest 2019. Vom 21. bis 23. Juni wird das kleine südlich der Bretagne gelegene Dorf Clisson zur Pilgerstätte der Musikfans.

ZZ Top, Anthrax, Dropkick Murphys: Auch in diesem Jahr kann sich das Line-Up des Hellfestes sehen lassen. Frankreichs Metal-Mekka liegt südlich der Bretagne, circa 40 Kilometer von der Atlantikküste entfernt. 2018 pilgerten fast 200.000 Liebhaber extremer Musik in das sonst so verschlafene Dorf Clisson, um auf den sechs Bühnen ihre Lieblingsbands zu erleben. In diesem Jahr findet das Festival vom 21. bis 23. Juni statt. Im Fernsehen lädt Francis Zégut am Samstag live zum Hellfest 2019 und führt am Vortag durch das Hellfest 2018. Im Netz öffnet ARTE Concert die Schotten und streamt drei Tage lang live vom Hellfest 2019 und den Jahren zuvor. Erwartet werden unter anderem Dropkick Murphys, Mass Hysteria und Myrkur.Francis Zégut gilt als Urgestein unter den französischen Moderatoren und ist bei den Metallfans des Landes so bekannt wie die Bands selbst. Er ist Anfang der 50er Jahre geboren, in den Nachkriegsjahren. Diese Zeit ist ihm, sagt er, als Schwarzweiß in Erinnerung geblieben – genau wie die Bilder des ersten französischen Fernsehsenders. „Farben erschienen mir vor allem beim Radiohören, zum Beispiel bei der Sendung „Salut les copains“ auf France Inter und den RTL-Abenden. Als ich mir 1962 mit meinen ersten Ersparnissen die Platte „Love Me Do“ von den Beatles kaufte, wurde die Musik für mich definitiv zur Ersatzfamilie“.Francis Zégut hat keine Laufbahn im eigentlichen Sinn absolviert, sondern sich immer von Gefühlen und Neugier leiten lassen. „Ich hatte mehrere Jobs, meinen Verdienst habe ich in Tausende Schallplatten investiert. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich damit verbracht, Musik zu hören, Noten und Musikerbiografien zu studieren und Plattencover zu bewundern. Rein zufällig landete ich 1976 in der Telefonzentrale der damals berühmten RTL-Sendung „Les Routiers sont sympas“ von Max Meynier, wurde dann Assistent für Musikplanung und entwarf 1980 ein Demoband für die Sendung „Wango Tango“. Ich spielte Heavy Metal ab und grölte ins Mikro.„Anfang der 2000er Jahre wurde es Zeit, im Radio neben der Musik auch über das Internet zu sprechen: „Zikweb“. Warum das Magazin eingestellt wurde, konnte keiner so richtig nachvollziehen. Danach habe ich auf RTL2 mit „Pop Rock Station by Zégut“ weitergemacht“. Von 1988 bis in die 2000er Jahre hatten Francis‘ Fans auch Gelegenheit, seinen Rauschebart im Fernsehen zu bewundern, bei Canal+, MCM oder M6Rock. Seit 2018 ist sein weißer Rauschebart – der noch länger ist als jene der beiden ZZ Top-Gitarristen – ARTEs Hellfest-Markenzeichen.

Freitag, 21.06. / 23:25 Uhr / Hellfest 2018
Schwerpunkt: Hellfest 2019
Musik, Frankreich, 2018, ARTE F 74 Min.
Regie: Adrien Soland
Moderation: Francis Zégut
Online verfügbar von 21/06 bis 18/12
Erstausstrahlung

Extrem, hart, laut: Nach mittlerweile 13 Jahren Festivalgeschichte ist das Hellfest einer der wichtigsten Treffpunkte der Metal-Szene weltweit. Bands wie Hollywood Vampires mit Johnny Depp und Alice Cooper, wie Bullet for my Valentine, Stone Sour oder Judas Priest beschallen während ganzer drei Tage das französische Dorf Clisson. Mit im Gepäck haben sie rund 180.000 begeisterte Fans.

An drei Tagen im Jahr verwandelt sich das beschauliche französische Dorf Clisson in ein Meer von verrückt gekleideten Menschen. Ohrenbetäubender Lärm, Staub und Hitze bestimmen die Atmosphäre. Über 180.000 tobende Fans sind jedes Jahr zu Gast auf dem Hellfest. Zu hören gibt es Metal in seinen zahlreichsten Facetten und insgesamt 30 Konzerte: Die weltweite Crème de la Crème des Metal, Punk, Heavy, Black, Death, Fusion, Grind, Hard-Rock und Pagan lädt zum infernalischen Stelldichein. Ob die britischen Heavy-Metaler wie Judas Priest, die US-amerikanische Alternative-Metal-Band Stone Sour oder Punk-Variationen von Bad Religion. Zum Line-up gehören außerdem; Die Avenged Sevenfolds, Parkway Drive, Bullet For My Valentine, Body Count, Children Of Bodom, Napalm Death und Hatebreed. Schweiß und Spaß sind garantiert.Das Festival gilt als extrem, maßlos, eklektisch und lebt von der unerschütterlichen Begeisterung seiner Fans. Diese reisen seit Jahren mehr als zahlreich an. Auf insgesamt sechs Bühnen treffen Pioniere des Metal auf Vertreter der jungen Punk- und Metalgeneration. Das Hellfest lebt aber auch von seiner besonderen Stimmung, spektakulärer Lichttechnik und detailreichen Bühnenbildern. Hinzu kommen außergewöhnliche Orte und Aktivitäten, seien es der Extreme Market, der Hell City Square oder der Dark Forest, die dem Festival zu seiner Beliebtheit verholfen haben. Durch das Programm führt die französische Radiolegende Francis Zégut. Noch mehr Konzerte vom Hellfest 2018 gibt es im Netz auf ARTE Concert, dazu noch 20 weitere, brandneue, live, von der diesjährigen Ausgabe des Hellfestes, das vom 21. bis 23. Juni 2019 veranstaltet wird. Zu finden unter: concert.arte.tv

Freitag, 21.06. / 00:45 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE F 43 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Online verfügbar von 21/06 bis 20/08
Erstausstrahlung


Samstag, 22.06. / 23:00 Uhr / Hellfest 2019
Schwerpunkt: Hellfest 2019
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 110 Min.
Regie: Adrien Soland, Adeline Chahin, Gautier & Leduc, Samuel Petit, Thierry Villeneuve
Moderation: Francis Zégut
Mit: Mass Hysteria, Ultra Vomit, Dropick Murphys, No One is Innocent, Myrkur, Les Wampas
Erstausstrahlung

Heavy Metal, Hardrock, Punk und Rap: Vom 21. bis 23. Juni 2019 verwandelt sich das verschlafene westfranzösische Dorf Clisson in die europäische Hauptstadt der Metal-Szene, und auch in diesem Jahr fahren die Veranstalter ordentliche Metal-Geschütze auf – von Mass Hysteria bis Myrkur. ARTE ist live dabei, wenn es wieder heißt: Head-banging. Durch das Programm führt Francis Zégut, ein Urgestein unter den Moderatoren und bei wahren Metal-Fans mindestens so bekannt wie die Bands selbst.

Das Metal-Mekka Europas: In 14 Jahren entwickelte sich das Hellfest zu einem der bedeutendsten Metal-Festivals der Welt. Für drei Tage pilgern alljährlich fast 200.000 Fans ins westfranzösische Clisson, um auf sechs Bühnen schwarze Messen und harte Musik zu feiern. Auch 2019 scheint das Hellfest seinem Ruf wieder gerecht zu werden: Internationale Stars des Metal, Punk, Heavy, Black, Death, Fusion, Grind, Hardrock und andere Gottlose treffen sich zu einer grandiosen Höllenparty, allen voran die Texaner von ZZ Top, schwärzestes Metal aus Dänemark und Norwegen mit Myrkur und Combichrist. Seit einigen Jahren erweitert sich das Line-up und es sind auch Rapper vertreten, wie etwa die französische Band Ultra Vomit.

Präsentiert wird das Spektakel von Francis Zégut – einem Urgestein unter den französischen Moderatoren und bei Metallfans so bekannt wie die Bands selbst. Jetzt bekommen ihn die Metal-Fans live auf ARTE. Welcome Francis!
Rund 20 weitere Konzerte werden auf ARTE Concert live gestreamt.

Samstag, 22.06. / 01:50 Uhr / Elton John – A Singular Man
Dokumentation, Deutschland, 2015, ARTE 51 Min.
Regie: Christian Wagner
Wiederholung vom 31.05.

Samstag, 22.06. / 02:45 Uhr / Divas der 90er – Whitney, Mariah & Céline
Dokumentation, Frankreich, 2019, ARTE F 53 Min.
Regie: Sophie Peyrard
Wiederholung vom 31.05.

Sonntag, 23.06. / 08:50 Uhr / Im Lauf der Zeit ~ Gutenberg – Erfinder des Buchdrucks mit Weitsicht
Kindersendung, Frankreich, 2017, ARTE 26 Min.
Regie: Pierre Lergenmüller
Online verfügbar von 23/06 bis 23/07

Wie stünde es um die Gesellschaft, hätte es Kopernikus und Darwin nicht gegeben? Wie sähe Europa aus, wäre Churchill nicht so entschlossen gegen die Nazis vorgegangen? Und was wäre Deutschland ohne den Fall der Mauer? Die Menschheitsgeschichte ist eine Verkettung unglaublicher Ereignisse. Von der Geburt eines Genies bis zum Untergang eines Imperiums, von technologischen Fortschritten zu sozialen Revolutionen – die meisten großen Umwälzungen gehen auf scheinbar bedeutungslose Entscheidungen zurück. Die Reihe „Im Lauf der Zeit“ bietet einen originellen Blick auf die Geschichte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kleinen Ereignissen, die bedeutsame Folgen für die ganze Weltgeschichte hatten.

Nachdem er bereits einige Jahre an der Erfindung einer Druckerpresse getüftelt hatte, konnte Johannes Gutenberg im Jahre 1450 den Geschäftsmann Johannes Fust davon überzeugen, seine Arbeiten zu finanzieren. Unter Gutenbergs Leitung wurde so lange an bereits bekannten Techniken wie der Goldschmiedekunst, der präzisen Legierungen und der Handpresse gefeilt, bis durch das Zusammenspiel all dieser Handwerke eine Druckerpresse entstehen konnte. So wurde im Jahre 1452 schließlich das erste Buch der Menschheitsgeschichte gedruckt. Die Folgen dieser Erfindung waren weitreichend: Plötzlich war es viel einfacher, Wissen zu bewahren und zu verbreiten. Dies sollte eine Revolution der europäischen Gesellschaften nach sich ziehen.

Sonntag, 23.06. / 11:20 Uhr / Augenschmaus ~ Niki de Saint Phalle: Tee bei Angelina
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2015, ARTE F 26 Min.
Regie: Chantal Allès
Online verfügbar von 23/06 bis 30/06

Die Dokumentationsreihe „Augenschmaus“ bietet kulinarische Ausflüge in die Welt der Kultur: Ausgehend von Kunstwerken, die die typische Küche einer bestimmten Epoche in Szene setzen, analysieren Kunsthistoriker und Geschichtswissenschaftler die Gastronomie dieser Zeit. Was aßen die Menschen damals? Welche Essgewohnheiten und Rituale hatten sie? Wie sahen Besteck und Geschirr aus? Auch der historische Kontext und die künstlerische Strömung, der das jeweilige Werk angehört, werden beleuchtet. Andere Zeiten, andere (Tisch-)Sitten – in „Augenschmaus“ untersuchen renommierte Fachleute künstlerische und kulinarische Trends von der Steinzeit bis zur Popkultur der Moderne. Außerdem kochen große Küchenchefs die Gerichte in der Sendung nach. 1971 schuf Niki de Saint Phalle die riesige Skulptur zweier fülliger Mütter beim Tee im Pariser Kultcafé Angelina. Diesmal trifft sich dort eine kultivierte Damenrunde zum Tee. Das weltweit meistkonsumierte Getränk – auch der Künstlerin selbst war ihre Tea-Time heilig – wird dabei von der besten Tee-Sommelière Frankreichs kredenzt, während der Chef-Patissier des Angelina die Gäste mit seinen neu kreierten Törtchen verköstigt.

Seit 1903 ist das Angelina eines der bekanntesten Cafés der Welt, berühmt vor allem für seine heiße Schokolade. Unweit der Pariser Place de la Concorde kommen Genießer dort noch heute auf ihre Kosten. Zu den zahlreichen prominenten Stammgästen des Cafés gehörte neben Marcel Proust und Coco Chanel auch die Künstlerin Niki de Saint Phalle. „Niki war eine Stammkundin im Angelina“, erzählt Café-Leiterin Solenn Coudron. Wie ihre beiden 1971 entstandenen „Mütter“ trank auch sie dort gerne ihren Tee. Niki de Saint Phalles Nichte Catherine Rubin Kermorgant erinnert sich noch sehr gut daran. Als Zeitzeugin gleicht sie ihre Erinnerungen mit dem enzyklopädischen Wissen von Camille Morineau, der Kuratorin der erfolgreichen Pariser Ausstellung zu Niki de Saint Phalle, ab. Und um wen genau es sich bei den beiden Schleckermäulern in dem Werk der Künstlerin handelt, kann ihre Biografin Catherine Francblin erklären. Zum Tee gibt es für die Damenrunde im Angelina dabei nicht nur von Chef-Patissier Christophe Appert extra für diesen Anlass kreierte Törtchen, sondern auch freundliche Erläuterungen von Lydia Gautier, der bekanntesten Tee-Sommelière Frankreichs. So erfahren die Damen mehr über die Geheimnisse dieses Getränks, das neben Wasser das weltweit meistkonsumierte Getränk ist.

Sonntag, 23.06. / 12:45 Uhr / Die großen Mythen: Stärke und Qual: Herakles
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Juliette Garcia
Online verfügbar von 23/06 bis 22/08

Die 20-teilige Serie über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Alle großen Zivilisationen gründen sich auf Erzählungen vom Ursprung der Welt und vom unausweichlichen Tod. Ihre poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Diese 20-teilige Serie erzählt mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Zeus hat sich einen teuflischen Plan ausgedacht: Der Göttervater nahm die Gestalt eines einfachen Sterblichen mit dem Namen Amphitryon an. Und als dieser verbrachte er drei Nächte mit der schönen Alkmene, die glaubte, sie wäre mit ihrem Ehemann zusammen. Aus dieser Verbindung ging Herakles hervor, benannt nach der eifersüchtigen Gattin des Zeus. Herakles ist berühmt für seine ungeheuerliche Kraft. Weniger bekannt ist jedoch, dass schreckliche Flüche sein ganzes Leben begleitet haben. Der Sohn des Zeus und der Alkmene wurde von Zeus‘ Frau – der eifersüchtigen Hera – sein Leben lang verfolgt. Bereits kurz nach seiner Geburt schickte sie ihm zwei giftige Schlangen ins Zimmer. Sie sollten ihn im Schlaf töten, doch Herakles verfügte über eine unglaubliche Stärke und schaffte es, sich ihrer zu erwehren. An seinem 18. Geburtstag verließ Herakles das Land und Amphitryons Herden: Es zog ihn hinaus in die Welt. Er heiratete Megara, die Tochter des Königs von Theben, die ihm nicht weniger als acht Kinder schenkte. Diese unschuldigen Kleinen traf Heras Wahn – mit grauenhaften Folgen: Völlig von Sinnen und von schlimmsten Halluzinationen gepeinigt, beging Herakles das schlimmste aller Verbrechen: Da er seine Kinder für wilde Bestien hielt, stürzte er sich auf sie und tötete eins nach dem anderen. Um seine Schuld zu sühnen, stellte sich Herakles in den Dienst seines Cousins, des schrecklichen Eurystheus, der ihm zwölf Aufgaben auferlegte: Unter anderem sollte er eine riesige neunköpfige Schlange, die Hydra von Lerna, töten sowie den furchteinflößenden dreiköpfigen Höllenhund Zerberus aus der Unterwelt heraufholen. Herakles muss dazu tief hinunter ins Totenreich, auf den Grund der Hölle.

Sonntag, 23.06. / 13:15 Uhr / Die großen Mythen: Rätsel und Prophezeiungen: Ödipus
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2014, ARTE F 26 Min.
Regie: Sylvain Bergère, Juliette Garcia
Online verfügbar von 23/06 bis 22/08

Die 20-teilige Serie über das antike Griechenland begibt sich auf eine spannende Suche nach den Gründungsmythen unserer Zivilisation. Alle großen Zivilisationen gründen sich auf Erzählungen vom Ursprung der Welt und vom unausweichlichen Tod. Ihre poetische Kraft überdauerte die Jahrhunderte und ist bis heute gegenwärtig. Diese 20-teilige Serie erzählt mit originellen Animationen und ausgewählten kunsthistorischen Darstellungen von den griechischen Mythen, wie sie in den ältesten Schriftzeugnissen überliefert wurden. Ein visuelles Abenteuer rund um die Schicksale von Göttern, Helden und anderen bedeutenden Gestalten der Mythologie.

Keinem Sterblichen wurde ein so tragisches Schicksal zuteil wie Ödipus. Sein Vater war Laios, der König von Theben, der als junger Mann Chrysippos, den Sohn von König Pelops, vergewaltigt hatte. Geschändet erhängte sich dieser daraufhin. Die Götter belegten Laios und seine Nachkommen mit einem Fluch, auf dass er sich niemals fortpflanze und seine Stammlinie mit ihm untergehe. Sollte er dennoch einen Sohn bekommen, würde dieser seinen Vater töten. Als Laios rechtmäßiger Nachfolger König von Theben wurde, heiratete er Iokaste. Schließlich schenkte ihm diese ein Kind: Ödipus. Aus Angst, eines Tages durch die Hand seines Sohnes zu sterben, ließ Laios einen Hirten kommen und übergab ihm das Neugeborene, damit er es in die Berge bringe und den wilden Tieren zum Fraß überlasse. Doch der Hirte brachte es nicht übers Herz, das Baby auszusetzen. Ein Mann, der des Weges kam, nahm das Kind mit nach Korinth. Dort wuchs Ödipus bei König Polybos und Merope auf. Eines Tages begab er sich nach Delphi und befragte das Orakel, wessen Sohn er sei. Die Hohepriesterin Pythia gab ihm keine Antwort und sagte ihm stattdessen ein schreckliches, beklagenswertes Schicksal voraus: „Du wirst deinen Vater töten und dich mit deiner Mutter vereinigen!” Entsetzt brach er in die Ferne auf, damit sich die Prophezeiung an seinen vermeintlichen Eltern in Korinth nicht bewahrheite. Er irrte umher und traf an einer engen Weggabelung auf einen Wagen. Polyphontes, der Fahrer des Wagens, forderte Ödipus auf, sofort Platz zu machen. Da ihm das zu langsam ging, tötete er eines von Ödipus’ Pferden, woraufhin Ödipus sowohl Polyphontes als auch, nichtsahnend, seinen leiblichen Vater Laios tötete. Damit erfüllte sich sich der erste Teil der Vorhersage des Orakels. Nach Laios’ Tod übernahm dessen Schwager Kreon die Herrschaft über Theben. Zu dieser Zeit belagerte eine schreckliche Kreatur, eine Sphinx, die Stadt. Kreon versprach jenem den Thron von Theben und zudem seine Schwester zur Frau, der das Rätsel der Sphinx lösen konnte. Ödipus beschloss, sich der Sphinx zu stellen, um seinem Umherirren ein Ende zu bereiten. Und Ödipus schaffte es, das Ungeheuer zu besiegen …

Sonntag, 23.06. / 16:00 Uhr / Metropolis ~ Best-of
Magazin, Deutschland, 2019, ZDF 43 Min.
Online verfügbar von 23/06 bis 21/09
Erstausstrahlung

Typisch Frau! Wirklich?
Das „Metropolis – Best-of“ wirft einen weiblichen Blick auf die Kunst.
Die ukrainischen Musikerinnen Dakh Daughters zeigen ihre Stadt Kiew. Dabei geben sie sehr persönlichen Einblicke und ziehen ein realistisches Fazit der aktuellen sozialen und politischen Situation des Landes: Eine grundlegende Veränderung kann nur von unten kommen.

Und: Hidschab-Punk oder islamisches Manifest? Die Frankfurter Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions“ erhitzt schon vor der Eröffnung die Gemüter und steht den gesamten Sommer über im Fokus.

Sonntag, 23.06. / 16:45 Uhr / Die Malerei und das Meer ~ Die Gewalt des Meeres
Dokumentation, Deutschland, 2019, SWR 53 Min.
Regie: Grit Lederer
Online verfügbar von 23/06 bis 21/09
Erstausstrahlung

Das Meer ist Ort der Imagination und Sehnsucht, aber auch Schauplatz von Kriegen und Schlachten. Kaum ein anderes Motiv ist zentraleres Sujet der Malerei. Eine außergewöhnliche Reise durch Landschaften und Zeiten: Gemälde künstlerischer Größen wie Paul Cézanne, Gustave Courbet, Salvador Dalí, Caspar David Friedrich, Katsushika Hokusai, Jacopo Tintoretto, William Turner und Francisco de Zurbarán werden an ihren Originalschauplätzen vorgestellt. Von Andalusien geht es über die Côte d’Azur bis in den Norden Europas. Renommierte Künstler wie Kunsthistoriker setzen sich mit Leidenschaft und Fachwissen mit den Künstlergrößen und ihren Werken auseinander.

Das Meer: Ort der Imagination, Sehnsuchtsraum und Muse – nicht minder auch Kriegsschauplatz und Schlachtfeld. Seit Jahrhunderten ist es zentrales Sujet der Malerei. Der zweite Teil der ARTE-Dokumentation „Die Malerei und das Meer“ legt den Fokus auf das Meer als Sinnbild von Unberechenbarkeit und Gewalt.

Prominente Architekten, Künstler und Kunsthistoriker sprechen mit Fachwissen und Leidenschaft über Werke von Künstlergrößen wie Paul Cézanne, Salvador Dalí und Emil Nolde.

Der französische Star-Architekt und Bauingenieur Rudy Ricciotti betrachtet die raue Seite des Mittelmeers – wie damals Paul Cézanne, der mit seiner Pleinairmalerei die Staffelei vom Atelier in die Landschaft setzte. Beide arbeiteten in direkter Verbindung zum Mittelmeer: Ricciotti errichtete das MuCEM in Marseille, Cézanne flüchtete in das Fischerdorf L’Estaque, wo sehr viele Gemälde entstanden. Urenkel Philippe Cézanne liest aus privaten Briefen seines berühmten Vorfahren. Unbekannte Parallelen zu Werken von Emil Nolde offenbart Karin Schick, Leiterin der Sammlung Klassische Moderne der Kunsthalle Hamburg.

Die zeitgenössische Künstlerin Miwa Ogasawara berichtet darüber, wie die Gewalt des Tsunamis für ihre Werke sujetbestimmend wurde. Rau und spröde erscheint auch die Landschaft der Costa Brava in den Arbeiten von Joan Mateu. Montse Aguer, Direktorin der Gala-Salvador Dalí-Stiftung, zeigt deren versteckt liegende Felsen, die Dalí als Inspiration dienten.

In Venedig führt die italienische Bestsellerautorin Melania G. Mazzucco den Zuschauer hin zu maritimen Motiven in den Werken von Tintoretto. Die filmische Reise führt den Zuschauer quer durch die Kontinente und lässt hinter Leinwänden Landschaften und Lebensgeschichten aufschimmern.

Sonntag, 23.06. / 17:40 Uhr / Seiji Ozawa dirigiert Beethovens Siebte Symphonie
Musik, Deutschland, 2016, ARTE F 43 Min.
Regie: Yo Asari, Mari Inamasu
Komponist: Ludwig van Beethoven
Dirigent: Seiji Ozawa
Orchester: Saito Kinen Orchestra
Online verfügbar von 23/06 bis 11/07

Unter der Leitung von Seiji Ozawa spielt das Saito Kinen Orchestra Beethovens 7. Symphonie. Das Konzert wurde auf dem Seiji Ozawa Matsumoto Festival im Jahr 2016 für ARTE aufgezeichnet. Das Festival wurde 1992 von dem japanischen Dirigenten ins Leben gerufen.

Seiji Ozawa ist einer der letzten Vertreter der großen Pultlegenden des 20. Jahrhunderts und der bekannteste Dirigent des Landes der aufgehenden Sonne. Den größten Teil seiner Karriere hat er im Ausland verbracht, in den USA und in Europa. Der langjährige Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra und der Wiener Staatsoper hat aber auch in seinem Heimatland viel für die klassische Musik getan – als Dirigent, Pädagoge und Initiator. Zu seinen großen Verdiensten gehört so auch das Saito Kinen Festival Matsumoto. Seit 1992 wird es in Matsumoto abgehalten, einer Stadt auf Japans Hauptinsel Honshu. Im Jahr 2015 wurde es in Seiji Ozawa Matsumoto Festival umbenannt. In Matsumoto residiert auch das Saito Kinen Orchestra, das alljährlich japanische Orchestermusiker aus der ganzen Welt unter Seiji Ozawas Leitung vereint, das erste Mal 1984. Im August 2016 setzte Seiji Ozawa zwei Symphonien von Ludwig van Beethoven auf das Programm, Nr. 2 und 7. ARTE zeigt die Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92, die Beethoven in den Jahren 1811/12 zeitgleich mit seiner 8. Symphonie komponierte und die am 8. Dezember 1813 bei der Uraufführung in Wien unter Beethovens Leitung auf große Begeisterung stieß. Das hatte musikalische, aber auch patriotische Gründe. Kurz zuvor wurde Napoleon bei Leipzig vernichtend geschlagen, und die Befreiungskriege waren in vollem Gange. Aufgezeichnet wurde das Konzert mit Seiji Ozawa an der Spitze des Saito Kinen Orchestra in der Kissei Bunka Hall.

Montag, 24.06. / 05:00 Uhr / Eine musikalische Hommage an Shakespeare ~ Purcell und Händel auf Schloss Hardelot
Musik, Frankreich, 2016, ARTE F 43 Min.
Regie: Olivier Simonnet
Komponist: Georg Friedrich Hændel, Henry Purcell, Carl Heinrich Graun, Francesco Maria Veracini
Dirigent: Christophe Rousset
Orchester: Les Talens Lyriques
Mit: Maria Grazia Schiavo (Sopran)
Online verfügbar von 24/06 bis 01/07

Nach dem historischen Modell des berühmten Londoner Globe Theatre wurde 2016 in dem Örtchen Condette, im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais, ein elisabethanisches Theater errichtet: In dem eindrucksvollen Rundbau gaben die Sopranistin Maria Grazia Schiavo und das Ensemble Les Talens Lyriques unter der Leitung von Christophe Rousset das feierliche Eröffnungskonzert. Dargeboten wurden Werke von Purcell und Händel sowie von zwei Zeitgenossen Händels: des Deutschen Carl Heinrich Graun und des Florentiners Francesco Maria Veracini. Die Stücke sind alle nach Shakespeare-Dramen entstanden, so dass der Titel des Konzerts auch Programm war: A Tribute to Shakespeare.

Ende Juni 2016 wurde im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais eine weltweite architektonische Rarität eingeweiht: das elisabethanische Theater von Schloss Hardelot. Sein historisches Vorbild ist das Londoner Globe Theatre, das Shakespeare-Theater aus dem Jahr 1599, das 1613 abbrannte und 1997 unter dem Namen „Shakespeare’s Globe“ wiedereröffnet wurde.

Das elisabethanische Theater von Schloss Hardelot knüpft an die Rundbautradition an, die ab dem 17. Jahrhundert allmählich verloren ging. Die überwiegend aus Holz und Bambus bestehende Konstruktion, für die der britische Architekt Andrew Todd verantwortlich zeichnet, bietet knapp 400 Zuschauern Platz. Der maximale Abstand zwischen Bühne und Zuschauerraum beträgt lediglich zehn Meter.

Die Sopranistin Maria Grazia Schiavo und das Ensemble Les Talens Lyriques unter der Leitung von Christophe Rousset gestalteten das Eröffnungsprogramm. Ihr Konzert „Tribute to Shakespeare“ passte hervorragend in den neo-Shakespeare‘schen Theaterbau. Die Werke des englischen Dramatikers inspirierten Komponisten durch die Jahrhunderte hindurch zu immer neuen Tonschöpfungen. Aus der beinahe unüberschaubaren Anzahl und Vielfalt der Opernlibretti, die nach Shakespearestücken entstanden, stellte Christophe Rousset eine kleine Auswahl zusammen. Unter seiner Leitung spielen Les Talens Lyriques Werke von Purcell und Händel sowie von zwei Zeitgenossen Händels: des Deutschen Carl Heinrich Graun und des Florentiners Francesco Maria Veracini.

Zusatzinfo:
Die charakteristische, auf das Jahrmarkttheater zurückgehende Form des elisabethanischen Theaters ist der Rundbau. Er schafft größtmögliche Nähe zwischen Bühne und Publikum. Dagegen schafft sein Nachfolger, die italienische Guckkastenbühne, Distanz zwischen Bühne und Zuschauerraum und bringt die sozialen Hierarchien unter den Zuschauern stärker zum Ausdruck.

Mittwoch, 26.06. / 05:00 Uhr / Italienischer Barockabend auf Schloss Versailles
Musik, Frankreich, 2019, ARTE F 43 Min.
Regie: François-René Martin
Komponist: Claudio Monteverdi, Cristoforo Malvezzi, Marco da Gagliano, Giulio Caccini
Dirigent: Raphaël Pichon
Orchester: Ensemble Pygmalion

Mit: Lea Desandre (Sopran), Eva Zaïcik (Sopran), Lucile Richardot (Alt), Emiliano Gonzalez Toro (Tenor), Zachary Wilder (Tenor), Nicolas Brooymans (Bass), Perrine Devillers (Sopran), Davy Cornillot (Tenor)
Wiederholung vom 02.06.

Mittwoch, 26.06. / 00:30 Uhr / Stimmen ohne Grenzen ~ Die Musik der Roma
Schwerpunkt: Ohne Grenzen
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 82 Min.
Regie: Stephan Crasneanscki
Online verfügbar von 26/06 bis 25/08
Erstausstrahlung

Wenn sie anfangen zu singen, ist es, als komme jeder Ton aus tiefster Seele. Ihr Gesang ist der Schmerzensschrei eines ganzen Volkes. Die Roma leben am Rande der Geschichte; stolze Menschen, politisch verfolgt und getötet. Die Musik ist ihre Heimat im Exil, ihr Mittel gegen das Verloren-Sein. Von der Ukraine bis nach Ungarn folgt Stephan Crasneanscki dem Lauf der Donau und gibt den Roma und ihrer Geschichte eine (Sing-)Stimme.

Sie sind Sammler von Geschichten. Geschichten, die zuweilen niemand hören will. Auch heute noch leben die Roma am Rande der Gesellschaft, werden politisch verfolgt und sogar getötet. Ihre einzige Heimat: das Exil. Wenn das Gefühl des Verloren-Seins zu übermächtig wird, greifen sie zu den Instrumenten. Denn die Musik liegt den Roma im Blut, ist ihre Sprache inmitten von Sprachlosigkeit. Wenn sie anfangen zu singen, ist es, als komme jeder Ton aus tiefster Seele. Ihr Gesang ist der Schmerzensschrei eines ganzen Volkes. Stephan Crasneanscki folgt dem Klang der Zigeunermusik und begibt sich auf eine Reise in die Ghettos. Gemeinsam mit Virginie Luc folgt er dem Lauf der Donau.

Denn für die Roma ist die Donau nicht nur der Fluss des Lebens, sondern auch ein niemals versiegender Quell der Inspiration. Von der Ukraine über Moldawien, Rumänien, Bulgarien bis hin nach Serbien und Ungarn porträtiert er sechs Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und denen doch eines gemein ist: ihre Liebe zur Musik.

Donnerstag, 27.06. / 05:00 Uhr / Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns
Musik, Deutschland, 2019, ZDF 43 Min.
Regie: Isabel Iturriagagoitia Bueno
Orchester: Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Komponist und Autor: Camille Saint-Saëns
Mit: Antonio Pappano (Klavier), Yasushi Toyoshima (Geige), Martha Argerich (Klavier), Kyoko Takezawa (Geige), Mischa Maisky (Cello)
Wiederholung vom 09.06.

Donnerstag, 27.06. / 01:50 Uhr / Auf den Spuren von Cesária Evora
Weltmusik von den Kapverden
Musik, Deutschland, 2019, ZDF 52 Min.
Regie: Jan Kerhart, Ulrich Stein
Wiederholung vom 09.06.

Freitag, 28.06. / 05:00 Uhr / Die vier Jahreszeiten
Daniel Hope und das Zürcher Kammerorchester spielen Vivaldi
Musik, Deutschland, 2018, HR 53 Min.
Regie: Nele Münchmeyer
Komponist: Antonio Vivaldi
Dirigent: Daniel Hope
Orchester: Zürcher Kammerorchester
Mit: Daniel Hope (Violine)
Wiederholung vom 02.06.

Freitag, 28.06. / 21:45 Uhr / Stonewall – 50 Jahre danach
Schwerpunkt: 50 Jahre Stonewall
Dokumentarfilm, Deutschland, 2019, ZDF 65 Min.
Regie: André Schäfer
Online verfügbar von 28/06 bis 28/07
Erstausstrahlung

Am 28. Juni 1969 entbrannte rund um eine Schwulenbar an der Christopher Street in New York eine Straßenschlacht, die als die Stonewall Riots in die Geschichte einging und die den Beginn der Emanzipation queerer Menschen, seien sie schwul, lesbisch, bi oder trans, markierte. Als die Polizei an jenem Abend anrückte, um die Gäste des „Stonewall Inn“ festzunehmen, schlugen diese zurück. Ein Jahr später fand in Erinnerung an dieses Ereignis der erste Christopher Street Day in New York statt, der mittlerweile überall auf der Welt begangen wird. In der Dokumentation geht es weniger um die Ereignisse von damals als um das, was sich seither verändert hat, und um die Situation heute.

Was bedeutet Stonewall für die LGBTIQ+ Community heute in einer Zeit, in der selbst im ehemals stockkatholischen Irland der Premierminister schwul und die Ehe für alle erlaubt ist. Vieles hat sich seit dem Aufstand von 1969 getan, zum Beispiel waren die Bürgermeister von Berlin und Paris offen schwul und fanden es gut so. Im Gegensatz dazu wurde erst kürzlich im reichen Brunei die Steinigung von Lesben und Schwulen wieder gesetzlich verfügt. Anlässlich des 50. Jahrestages der gewalttätigen Unruhen in der New Yorker Christopher Street reden Künstler, Intellektuelle und Politiker darüber, was dieser Aufbruch für sie bedeutet hat und noch bedeutet. Es geht um queere Identität und die oft immer noch nicht leichte Frage des Coming-out, um Familiengründungen und Kinderwunsch, aber auch um Diskriminierung, Gewalt und Scham. Die Dokumentation vereint eine illustre Runde von Künstlern wie den kanadischen Weltstar Rufus Wainwright und der gerade zur Ritterin geschlagenen transsexuellen französischen Schauspielerin, Sängerin und Bühnenkünstlerin Zazie de Paris, Schriftstellern wie Carolin Emcke, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, und dem Isländer Kristof Magnusson, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, unter ihnen die heterosexuelle Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth und der homosexuelle ehemalige französische Kulturminister Frédéric Mitterrand. Für sie alle bedeutet Stonewall eine große Veränderung, doch Ausgrenzung, Gewalt und andere Gefahren sind noch weit verbreitet und vielerorts wieder auf dem Vormarsch.

Freitag, 28.06. / 00:30 Uhr / Tracks
Magazin, Frankreich, 2018, ARTE F 43 Min.
Regie: Realisateurs Differents
Online verfügbar von 28/06 bis 27/08
Erstausstrahlung

Freitag, 28.06. / 01:15 Uhr / Too Young To Die ~ Judy Garland – Im Schatten des Regenbogens
Schwerpunkt: 50 Jahre Stonewall
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2014, ZDF 52 Min.
Regie: Annette Baumeister, Jobst Knigge

Ihre Rolle als Dorothy in „Der Zauberer von Oz“ machte Judy Garland als Jugendliche zum Weltstar. „Over the Rainbow“ ist der Song ihres Lebens und nicht nur fester Bestandteil der amerikanischen Kultur, sondern hat Popgeschichte geschrieben. Menschen auf der ganzen Welt identifizieren sich mit seiner Botschaft. Judy Garland inspiriert viele Stars bis heute und ist eine Ikone der Schwulenbewegung. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des ersten starken weiblichen Popstars, einer Sängerin und Schauspielerin, deren rasanter Aufstieg sie am Ende umso tiefer fallen ließ.

Ihre Rolle als Dorothy in „Der Zauberer von Oz“ macht Judy Garland im Alter von nur 16 Jahren zum Weltstar. „Over the Rainbow“ ist der Song ihres Lebens und gilt seit jeher als Hymne für Menschlichkeit, Toleranz und ein sorgenfreies Leben. Er ist nicht nur fester Bestandteil der amerikanischen Kultur, sondern hat Popgeschichte geschrieben. Menschen auf der ganzen Welt identifizieren sich mit seiner Botschaft. Judy Garland scheint für die Bühne geboren worden zu sein. In ihrer Karriere bringt sie es auf sagenhafte 32 Filme, 30 TV-Shows, 500 Radioauftritte, sie gibt 1.100 Konzerte, veröffentlicht mehr als 100 Singles und ein Dutzend Alben. Doch Judy Garlands Schicksal ist tragisch. Die Umstände ihres Todes werfen einen langen Schatten auf ihre Lebensleistung: Schon früh diktieren Pillen, Alkohol, Scheidungen, Selbstmordversuche, falsche Freunde und finanzielle Probleme die Schlagzeilen. Ihr Image ist angeschlagen, ihre Kunst wird nicht gewürdigt. Doch sie steht immer wieder auf, belehrt ihre Kritiker und Feinde eines Besseren. Sie singt und spielt sich den Frust von der Seele und sich selbst in die Herzen der Fans. Sie ist nicht nur eine Ikone der Schwulenbewegung, sondern inspiriert viele Stars bis heute. Rufus Wainwright widmet seinem Idol einen kompletten Konzertabend und spricht in dieser Dokumentation über seine Motivation und die Herausforderung, die große Judy Garland zu covern. Joey Luft, Garlands Sohn, erinnert sich in einem sehr persönlichen Show-Abend an seine Mutter, eine Sängerin und Schauspielerin, deren rasanter Aufstieg sie am Ende umso tiefer fallen ließ.

Zusatzinfo:
Ob Falco, Bruce Lee, Philip Seymour Hoffman oder auch Judy Garland: Sie alle starben sehr früh, was sicherlich auch dazu beitrug, dass sie zu einem popkulturellen Phänomen wurden. Die vier Dokumentationen „Too young to die“ zeigen die Menschen hinter dem Mythos, sie berichten von Erfolgen und frühem Ruhm, von großem Talent und harter Arbeit, von Verzweiflung und Tragik. Für alle gilt: Sie haben Herausragendes geleistet, ob als Sänger, Popstar oder Schauspieler. Und es wird auch deutlich, wie die Kluft zwischen tatsächlichem Leben und öffentlicher Berichterstattung zeitgenössische Legendenbildung befördert.


Sonntag, 30.06. / 11:10 Uhr / Augenschmaus : Renoir, „Bal du moulin de la Galette“
Dokumentationsreihe, Frankreich, 2015, ARTE F 26 Min.
Regie: Chantal Allès
Online verfügbar von 30/06 bis 08/07

1876 und 1881 vollendete Auguste Renoir zwei seiner berühmtesten Bilder: „Bal du Moulin de la Galette“ und „Das Frühstück der Ruderer“. Die beiden Ölgemälde auf Leinwand sind wahre Hymnen an die Lebensfreude. Im „Bal du Moulin de la Galette“ fing der Künstler die heitere, unbeschwerte Stimmung eines Sommertages in einem Tanzlokal auf dem Montmartre ein. Der Pariser Chefkoch Thierry Marx stellt ganz im Geist jener Epoche ein farbenfrohes Mahl zusammen. Ein Essen, wie es beim „Frühstück der Ruderer“ hätte serviert werden können, im bis heute berühmten Restaurant Fournaise direkt am Ufer der Seine. Im Moulin de la Galette gab es dagegen keine Menüs, sondern nur Fladenbrot – eben die Galette, deren Rezept der Pariser Bäcker Christophe Vasseur vor dem Vergessen bewahrt hat. Renoir spielt in seinen Bildern mit Licht und Schatten und setzt weiche, mitunter fast verschwimmende Konturen. Nicht umsonst wird er auch der „Maler des Glücks“ genannt, denn er hielt gern die kleinen, flüchtigen Momente des Wohlbefindens jenseits des Alltags fest. Ein Gemälde musste für ihn etwas Angenehmes, Freundliches und Schönes sein.

Sonntag, 30.06. / 16:15 Uhr / Metropolis ~ Algier
Magazin, Deutschland, 2019, NDR 43 Min.
Erstausstrahlung

(1): Metropolenreport Algier: Zukunft gesucht

(1): Metropolenreport Algier: Zukunft gesucht
Die Wucht, mit der friedliche Demonstranten Staatschef Bouteflika aus dem Amt jagten, hat in Algerien eine ungekannte Euphorie ausgelöst, auch unter Intellektuellen und Künstlern. Nach langer Resignation scheint vielen jetzt ein Umbruch möglich. Andere, wie der Schriftsteller Boualem Sansal, warnen: „Unser Schicksal steht auf Kopf oder Zahl“ und fordern nicht nur den Abtritt der Machtelite, sondern einen kulturellen und demokratischen Wandel. Kurz vor den Neuwahlen am 4. Juli erforscht „Metropolis“ die Zukunftsvisionen in der aufgebrachten Metropole.

Sonntag, 30.06. / 17:00 Uhr / Kunst. Für Beifahrer
Dokumentation, Deutschland, 2018, ZDF 52 Min.
Regie: Udo Vieth
Online verfügbar von 30/06 bis 30/07
Erstausstrahlung

Was haben leuchtende Kiwis, schwebende Wasserhähne und gläserne Giganten gemeinsam? Sie sind Kunst in der Mitte von Kreisverkehren mit Besucherzahlen, bei denen Museen vor Neid erblassen. „Kunst. Für Beifahrer“ bremst für ein bisher unentdecktes Kunstuniversum und wagt eine Erforschung der verrückten, rätselhaften, aber auch subtilen und raffinierten Werke im Kreisel.

Die erste Begegnung verläuft immer flüchtig: Es muss schnell gehen; bremsen, runterschalten und eine Entscheidung treffen: „Erste rechts? Oder zweite? Moment mal, was ist das denn? Eine monströse Büroklammer?“ Und schon ist das rätselhafte Objekt wieder im Rückspiegel verschwunden. Die Rede ist vom Kreisverkehr und seiner Kunst in Form von schwebenden Wasserhähnen, gläsernen Giganten oder sich spiegelnden Schnecken.

Kreisverkehre erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, sind sie doch sicherer, günstiger und wartungsärmer als Ampelkreuzungen. Frankreich ist Europas Spitzenreiter mit knapp 50.000 Kreisverkehren, Tendenz steigend. In all diesen Kreiseln entsteht ein neuer, ungenutzter Raum. Ein öffentlicher Raum, der danach verlangt, gestaltet zu werden. Der Film begibt sich kreiselnd durch Europa und entdeckt Kreisverkehre in Frankreich, der Schweiz, auf Lanzarote und in Griechenland, wo wir den Documenta-Künstler Costas Varotsos mit seinen gläsernen Giganten treffen. Der französische Meister der Kreiselkunst, Jean Luc Plé, stellt seine volkstümlichen Kunstwerke in Form von kreuzenden Segelbooten, leuchtenden Früchten oder riesigen Insekten vor. Im Schweizer Kanton Aargau treffen wir die Kunst-Kuratorin Friederike Schmid, die eine Verkehrskreisel-Typologie entworfen hat, und auf Lanzarote stehen wir vor den anmutigen, aber tonnenschweren Windspielen des Malers, Bildhauers und Architekten César Manrique. Kurzweilig und humorvoll führt uns „Kunst. Für Beifahrer“ in eine Welt, die täglich vor uns liegt, die wir aber bislang kaum kennen.

Sonntag, 30.06. / 17:55 Uhr / Joyce DiDonato in Barcelona
Musik, Frankreich, 2017, ARTE F 43 Min.
Regie: Olivier Simonnet
Inszenierung: Ralf Pleger
Dirigent: Maxim Emelyanychev
Orchester: Il Pomo D’oro
Choreographie: Manuel Palazzo
Kostüme: Vivienne Westwood
Licht: Henning Blum

Mit: Joyce DiDonato (Mezzosopran)

Online verfügbar von 30/06 bis 29/07

Große Gefühle von einer großartigen Künstlerin: Die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato ist eine der charismatischsten und vielversprechendsten Sängerinnen unserer Zeit, die nicht nur durch stimmliche Brillanz, sondern auch aufgrund ihrer unglaublichen Wandlungsfähigkeit überzeugt. ARTE zeigt sie in einem Rezital mit barocken Arien von unter anderem Purcell, Händel, Leo und Jommelli. In diesem Konzert mit berühmten und weniger bekannten Barockstücken, das sie im Gran Teatre del Liceu in Barcelona gab, tritt sie mit dem Ensemble Il Pomo d’Oro unter der Leitung des jungen und talentierten Dirigenten Maxim Emelyanychev auf. Inhaltlich folgt das Programm ihrem neuen Album „In War & Peace – Harmony through Music“, das sich als engagierte Antwort auf Hass und Terror versteht.

Auf Terror reagieren manche Menschen mit Schweigen, andere wiederum verleihen ihren Emotionen Ausdruck. Die Mezzosopranistin Joyce DiDonato haben die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris dazu veranlasst, auf einem neuen Album barocke Arien von Händel bis Purcell zu versammeln, in denen es um Krieg und Frieden geht. Ihr engagiertes Projekt „In War & Peace – Harmony through Music“ will den Hörer dazu ermutigen, in einer Welt voller Chaos und Gewalt nach Frieden zu suchen. „Es ist die Kunst, die vereint, die Grenzen überschreitet, Getrenntes verbindet. Musik ist der Weg des Tapferen zum Frieden“, sagt Joyce DiDonato über ihr Album. Nach Auftritten im Théâtre des Champs-Elysées, in der Carnegie Hall und im Barbican Center ist Joyce DiDonato im Gran Teatre del Liceu in Barcelona zu Gast. Begleitet wird die Amerikanerin von ihrem langjährigen Partnerensemble Il Pomo d’Oro unter der Leitung des jungen Dirigenten Maxim Emelyanychev. Sie interpretiert bekannte Arien sowie Neuentdeckungen von Purcell, Händel, Leo und Jommelli. Die Amerikanerin meistert wie immer die ganze Ausdrucksklaviatur und bringt den segensreichen Optimismus der barocken Werke mit einer einzigartigen emotionalen Kraft zur Wirkung. Nicht umsonst ist laut Meinung des hr2 „Joyce DiDonato (…) nicht die Königin, sondern die Göttin unter den Barock-Primadonnen unserer Zeit.“ Die Göttin präsentiert sich in Barcelona in Roben der britischen Punkqueen Vivienne Westwood.

Sonntag, 30.06. / 23:45 Uhr / Dirigenten – Jede Bewegung zählt!
Dokumentation, Deutschland, 2015, ZDF 52 Min.
Regie: Götz Schauder

Mit: James Lowe, Aziz Shokhakimov, Alondra de la Parra, Shizuo Z Kuwahara, Andreas Hotz
Online verfügbar von 30/06 bis 30/07

Beim internationalen Sir Georg Solti Dirigentenwettbewerb in der Alten Oper Frankfurt traten 24 junge Dirigenten gegeneinander an. Fünf von ihnen hat der Filmemacher Götz Schauders durch die Auswahlrunden bis ins Finale begleitet. Seine empathische filmische Beobachtung ist dabei den Musikern, der Jury und dem Geheimnis des Dirigierens so nahe wie kaum ein Film zuvor.

Zwei Dutzend junge Dirigenten haben ein Ziel: Beim Internationalen Sir Georg Solti Dirigentenwettbewerb wollen sie vor einem etablierten Orchester und einer hochkarätigen Jury ihr Können und ihr Talent zu beweisen. Wer nach drei spannungsreichen Ausscheidungsrunden das Finale in der Alten Oper Frankfurt gewinnt, dem steht das Tor zu einer internationalen Karriere weit offen. Fünf Dirigenten stehen im Mittelpunkt der Dokumentation: Neben dem Deutschen Andreas Hotz und dem Engländer James Lowe will der erst 20-jährige aus Usbekistan angereiste Aziz Shokhakimov beweisen, dass er zu den Besten seines Fachs zählt. Sein Durchsetzungswille prallt auf die Vorstellungen erfahrener Orchestermusiker. Alondra de la Parra ist zum Zeitpunkt des Wettbewerbs in den USA bereits ein Star. Sie fragt sich schließlich, warum sie sich den Stress in Frankfurt antut. Shizuo Z Kuwahara ist ohne Taktstock angereist, um mit bloßen Händen Momente größter Magie zu erzeugen. Alle fünf Dirigenten haben in Frankfurt Herausforderungen zu meistern, die nicht nur zur Probe Ihres musikalischen Könnens, sondern auch ihres Charakters werden. Dank genauer Beobachtungen mit der Kamera und ungeschönter Kommentare durch die Musiker dokumentiert „Dirigenten – Jede Bewegung zählt!“ das Wechselspiel von Dirigent und Orchester mit großer Authentizität. Dabei entfaltet sich ein vielschichtiges Drama um Konkurrenz und Freundschaft, Talent und Reife, Erfolge und Niederlagen.

Sonntag, 30.06. / 00:40 Uhr / Keren Ann – Konzert vom Rudolstadt Festival 2016
Musik, Deutschland, 2016, MDR 80 Min.
Regie: Axel Ludewig
Mit: Keren Ann & Band
Online verfügbar von 30/06 bis 07/07

Durch eine internationale Kampagne eines Modelabels wurde sie 2008 mit ihrem Song „Lay Your Head Down“ weltbekannt: Keren Ann. Als Solokünstlerin ist sie seit 2000 in der Musikwelt unterwegs und hat mittlerweile sieben Alben veröffentlicht. Die eingängigen Songs der Sängerin wurden mehrfach ausgezeichnet. Fünf Jahre nach ihrer letzten CD meldete sich Keren Ann mit einem neuen Album und einer Konzerttournee wieder zurück. Einer der Konzerthöhepunkte war ihr Auftritt beim Rudolstadt-Festival im Juli 2016. Keren Ann lebt seit dem Ende der 80er Jahre in Paris und gehört zur Gründungsliga der Nouvelle-Chanson-Bewegung um Benjamin Biolay. Ihr Debütalbum „La Biographie de Luka Philipsen“ erschien im Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit Biolay. Der Titel ist eine Kombination aus Suzanne Vegas Hit „Luka“ und dem Familiennamen von Keren Anns Großmutter. Seitdem arbeiten Biolay und Keren häufig zusammen. Sie singt ihre Lieder in Englisch und Französisch, spielt Gitarre, Klarinette und Mundharmonika und beschwört als Songwriterin den Geist ihrer Vorbilder mit einem Hauch Bob Dylan, Joni Mitchell und Carole King. In ihren Sound mischt Karen Ann auch Elemente von Pop, Trip-Hop und Blues und verschmilzt das Ganze zu poetischen Klanggemälden.

Mittwoch, 03.07. / 05:00 ARTE Session @Château d’Hérouville ~ Gregory Porter & Metronomy
Musik, Frankreich, 2016, ARTE F 72 Min.
Regie: Gaetan Chataignier
Online verfügbar von 03/07 bis 01/09

Für die ARTE Session gaben der US-amerikanische Souljazz-Musiker Gregory Porter und die britische Indietronics-Band Metronomy ein ungewöhnliches Livekonzert im Château d’Hérouville, dem legendären Aufnahmestudio der 70er Jahre vor den Toren von Paris. Der historische Ort, an den sich schon Elton John, David Bowie, Iggy Pop, Pink Floyd und Marvin Gaye zurückzogen, um einige ihrer größten Alben aufzunehmen, gibt der Begegnung der beiden Künstler, die sich hier austauschen und gemeinsam musizieren, einen ganz besonderen Rahmen.

In den späten 60ern gründete der berühmte Komponist und Produzent Michel Magne im Château d’Hérouville, rund dreißig Kilometer vor den Toren von Paris, das erste Aufnahmestudio für Residenzkünstler. In Hérouville sollten sich die Musiker wie zu Hause fühlen – hier konnten sie in Ruhe komponieren, das einzigartige Umfeld genießen und die legendären Partys des Schlossbesitzers besuchen. So kam es, dass Iggy Pop, David Bowie, Pink Floyd, T. Rex, Elton John, Rod Steward, Marvin Gaye und viele andere Künstler einige der wichtigsten Kapitel der Rock- und Popgeschichte in Frankreich schrieben. In den frühen 80ern schloss Hérouville seine Pforten und öffnete sie erst dreißig Jahre später wieder, um einer neuen Künstlergeneration die Gelegenheit zu geben, im legendären George-Sand-Studio ihre Songs einzuspielen. Die ARTE Session zeigt heute die Begegnung der englischen Elektropop-Musiker von Metronomy und des amerikanische Souljazz-Sänger Gregory Porter im Château d’Hérouville. ARTE hat die Künstler bei ihrer Ankunft an dem historischen Ort begleitet und sie bei den Proben und der Studioarbeit gefilmt. Gregory Porter und Metronomy interpretieren rund zehn Songs, darunter ihre schönsten Stücke, ein Duett und mehrere Songs von Künstlern, die einst in Hérouville residierten. Diese Konzerte stehen im Mittelpunkt der ARTE Session, ergänzt durch Anekdoten, kurze Interviews und spontane Akustiksessions im Park. Ungewöhnliche Momente rund um die schönste Protagonistin: die Musik!

Mittwoch, 03.07. / 21:55 Uhr / Das Erbe der Pina Bausch
Dokumentation, Deutschland, 2019, ZDF 52 Min.
Regie: Anne Linsel
Online verfügbar von 03/07 bis 02/08
Erstausstrahlung

Am 30. Juni 2009 stirbt Pina Bausch überraschend. In der internationalen Tanzszene gilt sie als Kultfigur. Die Ballettdirektorin und Choreographin hinterlässt ein Tanztheater von internationalem Renommee, das sich neu finden muss. Wie kann Pinas Schaffen weitergegeben, wie ihr Erbe wachgehalten werden? Zehn Jahre später wagen das Ensemble, die neue Intendantin und wichtige Wegbegleiter einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Wuppertaler Tanztheaters.

Pina Bausch hat in den 70er Jahren ein Tanztheater der besonderen Art geschaffen. Das Vermächtnis der international renommierten Choreographin und Tänzerin ist ein Welttheater, das nicht belehrt, sondern Erfahrungen erlebbar macht. In Collagen aus kleinen, emotionalen Geschichten und poetischen Exkursionen untersuchen ihre Stücke, was uns unsere Gefühle näherbringt und was uns von ihnen entfernt. Die Dokumentation anlässlich ihres 10. Todestages wirft einen Blick in die Geschichte dieses einmaligen Tanztheaters und fragt nach seiner Zukunft: Wie kann ein solches Erbe wachgehalten werden, wie kann Pinas Schaffen weitergegeben werden? Inwiefern wird sich das Ensemble auf neue Ideen einlassen?

Zu Wort kommen erfahrene Tänzer und Probenleiter des Tanztheaters wie Mechthild Großmann, Daphnis Kokkinos und Jo Ann Endicott. Auch die neue Intendantin Bettina Wagner-Bergelt, wichtige Wegbegleiter wie Lutz Förster und Peter Pabst, Pina Bauschs Sohn Salomon als Leiter der Pina Bausch Foundation wie auch internationale Partner aus London und Paris kommen zu Wort. Der Film schaut hinter die Kulissen der Pina-Bausch-Stücke „1980“, „Arien“ und „Palermo Palermo“ und macht die Aufführung des neuen Stücks „Bon Voyage, Bob“ von Alan Lucien Øyen in London erlebbar.

Pina Bausch begann die Erarbeitung eines Stücks, indem sie ihren Tänzern Fragen stellte. Die Tänzer brachten ihre Persönlichkeit ein, sie erzählten von ihren Sehnsüchten und Nöten. Wie können diese individuellen Erfahrungen erhalten werden? Denn es geht nicht nur um die Tanzbewegungen, wie bei klassischen Choreographien, sondern darum, aus welchen Gefühlen die Choreographie entstanden ist. Die Zuschauer erleben Weitergaben von erfahrenen Tänzern an junge Talente, Wiederaufnahmen von erfolgreichen Stücken und die ersten Versuche, eigene, neue Choreographien für das Tanztheater zu entwickeln.

Freitag, 05.07. / 21:45 Uhr / John und Yoko
Schwerpunkt: Summer of Freedom

Dokumentarfilm, Großbritannien, 2018, ZDF 89 Min.
Regie: Michael Epstein
Online verfügbar von 05/07 bis 03/09
Erstausstrahlung

Es ist die Geschichte hinter John Lennons 1971 veröffentlichtem Album „Imagine“. Eine Geschichte der Verschmelzung von Liebe und Politik, Kunst und Musik. Die außergewöhnliche Dokumentation enthüllt die Tiefe der kreativen Zusammenarbeit von John Lennon und Yoko Ono. Dabei wird deutlich, wie emanzipativ und revolutionär die künstlerischen und politischen Ansätze des Paares zur damaligen Zeit waren – und wie relevant sie heute immer noch sind.

Diese außergewöhnliche Dokumentation erzählt die Geschichte hinter John Lennons 1971 veröffentlichtem Album „Imagine“. Es ist eine Geschichte der Verschmelzung von Liebe und Politik, von Kunst und Musik. Unter anderem anhand des Entstehungsprozesses des ikonischen Titelsongs „Imagine“ zeigt der Film die kreative Zusammenarbeit von John Lennon und Yoko Ono.

Viele gaben damals dem Paar die Schuld an der Trennung der Beatles. Sie hatten ihre Beziehung öffentlich als Kunstwerk inszeniert, ein Höhepunkt war das legendäre „Bed-In“ in Amsterdam – das Private war eben politisch. Als der selbstgemachte Rummel zu viel wurde, weil die englische Boulevardpresse nicht zimperlich und unverhohlen rassistisch auf Ono reagierte, zog sich das Paar mit einigen Mitmusikern nach Tittenhurst zurück und arbeitete an zwei Alben: „Imagine“, dem zweiten Soloalbum von Lennon, und an „Fly“ von Yoko Ono, sozusagen das Zwillingsalbum, die beide im Herbst 1971 erschienen. Der Titelsong von Lennons Album wurde ein Welthit.

In zahlreichen Interviews mit Yoko Ono und kreativen Weggefährten sowie anhand noch nie veröffentlichten Materials aus dem privaten Archiv von Lennon und Ono zeigt der Film, wie emanzipativ und revolutionär die künstlerischen und politischen Ansätze des Paares zur damaligen Zeit waren und auch bis heute kaum an Relevanz verloren haben.

Freitag, 05.07. / 23:15 Uhr / The Rolling Stones: Havana Moon

Schwerpunkt: Summer of Freedom
Musik, Großbritannien, 2016, ZDF 59 Min.
Regie: Paul Dugdale
Online verfügbar von 05/07 bis 04/08

Zuerst kam Barack Obama, dann kamen die Rolling Stones. Kurz nach dem historischen Besuch des US-Präsidenten im März 2016 kam es auch zu einem historischen Popkonzert: Als erste britische Band überhaupt spielten die Rolling Stones ein Open-Air-Konzert in Havanna. Bei freiem Eintritt feierten eine halbe Million begeisterter kubanischer Fans die Rocklegenden, die all ihre großen Hits spielten. Und die dabei selbst auch sichtbar bewegt waren – denn auch für die britischen Altmeister war es ein ganz besonderes Konzert, aus dem ARTE die Highlights zeigt.


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf www.arte.tv.