TV-Tipps 3sat:


Montag, 17.06. / 01.45 Uhr / SWR Big Band & Max Mutzke
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Mit der SWR Big Band präsentiert Max Mutzke am 1. November 2018 in der Stuttgarter Liederhalle neue Hits sowie Soul- und Pop-Klassiker. 3sat zeigt einen Mitschnitt des Konzerts.

Neben Hits wie „Welt hinter Glas“, „Marie“ und „Telefon“ standen auch Soul- und Pop-Klassiker von Toto oder den Doobie Brothers auf dem Programm.

Leidenschaft und Talent kann man nicht lernen – entweder man hat es, oder man hat es nicht. Max Mutzke hat beides im Überfluss und ist in der Lage, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Das hat das Ausnahmetalent schon mehrfach eindrucksvoll bewiesen. Und wenn dieses Kraftpaket auf den „Daimler der Big Bands“, die SWR Big Band, trifft, dann verschmilzt das zu einer Melange aus Spielwitz und Virtuosität, die vom Publikum euphorisch gefeiert wird.

Montag, 17.06. / 03.15 Uhr / Wincent Weiss beim SWR Familienfest Speyer
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Wincent Weiss erzählt in seinen Songs Geschichten, teilt Emotionen und Stimmungen, schafft Nachvollziehbarkeit. – 3sat zeigt seinen Auftritt beim „SWR Familienfest Speyer“ aus dem Jahr 2018.

Seine Songs beschreiben nicht nur die Lebens- und Gefühlswelten von Teens und Twens: Sie lassen sich in jedem Alter mühelos mit besonderen Lebensmomenten verbinden und haben das Potenzial, zum Soundtrack des eigenen Lebens zu werden.

Seine warme Stimme geht unter die Haut, seine Songs direkt ins Herz. Millionenfach gehört, gestreamt, geklickt, geteilt, geliebt. Im Radio, im Fernsehen, auf Streaming-Plattformen, auf YouTube oder in den sozialen Netzwerken. Vor allem aber live auf seinen Konzerten.

Wincent Weiss hat eine kometenhafte Karriere vorzuweisen. Und doch ist diese Karriere gewachsen: Sie begann mit dem Traum eines schüchternen Teenagers im schleswig-holsteinischen Städtchen Eutin und führte zu den Live-Auftritten eines mittlerweile 26-jährigen Wahlberliners, der aber bald wieder in die Ruhe seiner norddeutschen Heimat zurückkehren will.

Montag, 17.06. / 04.00 Uhr / Glasperlenspiel beim SWR Familienfest Speyer
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Für ihre ersten drei Alben wurden Glasperlenspiel mit acht Goldenen sowie drei Platin-Schallplatten ausgezeichnet. – 3sat zeigt ihren Auftritt beim „SWR Familienfest Speyer“ im Jahr 2018.

Mit ihren restlos ausverkauften Club- und Hallentourneen, bei Auftritten auf weit über 100 Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie als Support-Act für Helene Fischer begeisterten Glasperlenspiel bisher Millionen von Hörern.

Donnerstag, 20.06.: 3satThementag: Ab ins Grüne

Donnerstag, 20.06. / 15:35 Uhr / Im Weißen Rössl
Spielfilm, Österreich 1960
ARD

Leopold: Peter Alexander
Josepha Vogelhuber: Waltraut Haas
Brigitte Giesecke: Karin Dor
Dr. Siedler: Adrian Hoven
Sigismund Sülzheimer: Gunther Philipp
u. a.
Regie: Werner Jacobs
Länge: 100 Minuten

Es ist Feriensaison am Wolfgangsee im Salzkammergut. Auch im „Weißen Rössl“ bereitet man sich auf den Touristen-Ansturm vor. Doch der Oberkellner Leopold ist gar nicht gut aufgelegt.

Denn Leopold ist heimlich in seine Chefin, die „Rössl“-Wirtin Josepha, verliebt, die jedoch seine Gefühle nicht im Geringsten zu erwidern scheint. Josepha nämlich wartet bereits voller Vorfreude auf die Ankunft ihres Stammgastes Dr. Siedler.

Auf den hat sie schon lange ein Auge geworfen. Und als Leopold ihr endlich seine Gefühle gesteht, droht Josepha ihm prompt mit Kündigung, falls er es noch einmal wagen sollte, außerdienstliche Regungen für sie zu empfinden.

Der ausgebuffte Oberkellner rächt sich auf seine Weise, indem er kurzerhand den Berliner Haarwuchsmittel-Fabrikanten Giesecke und dessen Tochter Brigitte in das für Siedler reservierte Apartment einquartiert.

Damit legt er nichts ahnend den Grundstein für weitere Amouren, denn Siedler verliebt sich auf den ersten Blick in die hübsche Brigitte, wodurch sein Zorn über das vergebene Zimmer auf der Stelle verfliegt. Was der Rechtsanwalt Siedler nicht weiß: Papa Giesecke ist sein Gegner in einem demnächst anstehenden Gerichtsprozess, den er gegen seinen Konkurrenten Sülzheimer führt.

Unterdessen gerät der arme Leopold bei dem Versuch, doch noch das Herz seiner Arbeitgeberin zu gewinnen, zwischen alle Fronten – und verliert, als er einen Brief Siedlers an Josepha unterschlägt, zwischenzeitlich sogar seine Anstellung.

Als wären das nicht genug Turbulenzen, trifft auch noch Sülzheimers Sohn Sigismund am Wolfgangsee ein und verliebt sich Hals über Kopf in Klärchen, die Tochter des skurrilen Professor Hinzelmann. Zum Glück aber behält Leopold in all den amourösen Verwicklungen stets den Überblick. So kann er am Ende alle Konflikte lösen und die richtigen Paare zusammenbringen.

Mit „Im Weißen Rössl“ gelang Erfolgsregisseur Werner Jacobs eine legendäre Adaption der gleichnamigen Operette. Getragen von einem glänzend aufgelegten Schauspielerensemble, erzählt der Film ebenso romantische wie humorvolle Geschichten von Liebe, Lügen und Eifersüchteleien. In den Hauptrollen sind Peter Alexander und Waltraut Haas zu sehen. An ihrer Seite spielen Gunther Philipp, Adrian Hoven und Karin Dor.

Donnerstag, 20.06. / 21:45 Uhr / 3satFestspielsommer: Sommernachtskonzert Schönbrunn 2019
Live zeitversetzt

Mit Yuja Wang (Piano)

Programm:
– Leonard Bernstein, Ouvertüre zu „Candide“
– Johann Strauß (Sohn), „Jubilee Waltz“, o.op.
– George Gershwin, „Rhapsody in Blue“ (Fassung für Klavier und Orchester 1942)
– Max Steiner, „Casablanca-Suite“
– John Philipp Sousa, „Stars and Stripes Forever“
– Samuel Barber, „Adagio for Strings“
– Carl Michael Ziehrer, „Sternenbanner-Marsch“, op. 460
– Antonín Dvorák, Symphonie Nr. 9 in e-Moll, op. 95 „Aus der Neuen Welt“, 4. Satz, Allegro con fuoco

Orchester: Wiener Philharmoniker
Musikalische Leitung: Gustavo Dudamel
Erstausstrahlung
3sat

Vor der Traumkulisse von Schloss Schönbrunn laden die Wiener Philharmoniker bei freiem Eintritt zu einem besonderen Open-Air-Ereignis ein: zum „Sommernachtskonzert Schönbrunn 2019“.

Es dirigiert Gustavo Dudamel. Solistin ist Yuja Wang. Die chinesische Pianistin verbindet große Virtuosität mit charismatischer Bühnenpräsenz. Mit Bernsteins „Rhapsody in Blue“ in der Fassung für Klavier und Orchester bringt sie einen Publikumsliebling mit.

Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Leonard Bernstein, George Gershwin, Anton Dvorák und Johann Strauß (Sohn).

Die musikalische Leitung dieses stimmungsvollen Konzertes übernimmt der weltweit beliebte Stardirigent Gustavo Dudamel. Musik allen Menschen zugänglich machen: Dieses Ideal, für das sich der Venezolaner unermüdlich einsetzt, ist zu seinem Markenzeichen geworden. Durch seine Arbeit als Konzert- und Operndirigent auf vier Kontinenten inspiriert Dudamel Zuhörer aller Altersgruppen. Er ist zudem gern gesehener Gastdirigent der Wiener Philharmoniker.

Die Wiener Philharmoniker gelten als prominenter Exportartikel Österreichs im Kulturbereich. Das Orchester möchte allen Gästen der Stadt genauso wie den Wienern ein musikalisches Live-Erlebnis bieten und knüpft damit an die Erfolge der letzten Jahre an. Etwa 100 000 Besucher waren es allein 2018, die dieses Highlight im Schlosspark genossen.

Redaktionshinweis: Das „Sommernachtskonzert Schönbrunn 2019“ wird in über 80 Länder weltweit übertragen.
3sat setzt den diesjährigen „Festspielsommer“ am Samstag, 22. Juni, um 20.15 Uhr mit dem Konzert vom „Lucerne Festival 2018: Chailly und das Lucerne Festival Orchestra“ fort.


Samstag, 22.06. / 19:20 Uhr / Mein Tanz mit Pina ~ Jo Ann Endicotts Erinnerungen an Pina Bausch
Film von Birgit Adler-Conrad
Erstausstrahlung
3sat

Im Sommer 2019 jährt sich zum zehnten Mal der Todestag von Pina Bausch. Jo Ann Endicott, Tänzerin und Weggefährtin Pinas, erinnert sich an die Choregrafie-Legende.

Der Film zeigt Jo Ann Endicott und ihr Leben beim Tanztheater Wuppertal und wirft zugleich einen intimen Blick auf Pina Bausch. Jo Ann Endicott hat über 45 Jahre in ihrem Ensemble getanzt – beide ergänzten einander auf geniale, aber auch tragische Weise.

Die Beziehung von Jo Ann Endicott und Pina Bausch gehörte zu der intensivsten Arbeitsbeziehung innerhalb des Wuppertaler Tanztheaters. Die Tänzerin brachte mit ihrer ungestümen vitalen Art alles auf die Bühne, was Pina Bausch für sie in sehr persönlichen Rollen kreierte. Die Australierin war die dramatischste Tänzerin innerhalb der Pina Bausch-Truppe: Sie verkörperte Veränderung, Genuss und Fröhlichkeit. Und sie lebte immer auch ein Leben außerhalb des Tanztheaters. Für Pina Bausch hingegen diente das Leben allein der Kunst. Eine auch durchaus problematische Konstellation.

Pina Bausch hat den Künstlern und vor allem sich selbst immer höchsten Einsatz abverlangt. Jo Ann Endicott hatte sie vergeblich gewarnt, Rücksicht auf ihre Gesundheit zu nehmen. Aber Pina Bausch wollte nichts davon hören. Unmittelbar, nur wenige Tage nachdem ihre Krebserkrankung in der Öffentlichkeit publik gemacht wurde, starb sie. Zehn Jahre später erzählt Jo Ann Endicott, wie warmherzig und liebevoll, zugleich aber unnahbar und abgeschottet Pina Bausch gewesen ist.

„Mein Tanz mit Pina“ ist ein sehr persönlicher Blick auf die Geschichte des Tanztheater Wuppertal von seinen Anfängen bis heute. Die Tänzerin Jo Ann Endicott hat alles miterlebt: von Skandalen um die ersten Aufführungen in Wuppertal bis hin zu den Zeiten der weltweiten Erfolge des Tanztheaters. Auch mit 69 Jahren ist sie dem Tanztheater noch eng verbunden. Wie steht es heute, zehn Jahre nach ihrem Tod, um Pina Bauschs Erbe? Und was bleibt davon auch in Zukunft noch erhalten?

Samstag, 22.06. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Lucerne Festival 2018 ~ Chailly und das Lucerne Festival Orchestra
Maurice Ravel:
Valses nobles et sentimentales
La Valse
Suiten Nr. 1 und 2 aus Daphnis et Chloé
Boléro

SRF

Das Lucerne Festival ist legendär: Seit über 75 Jahren lockt es international renommierte Dirigenten und Musiker an. Das zweite Programm im Sommer 2018 stand ganz im Zeichen von Ravel.

Im Dreivierteltakt tanzen sich Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra durch zwei Walzerfolgen, die auf eine untergegangene Welt zurückblicken. Mit „Daphnis und Chloé“ erzählen sie eine antike Liebesgeschichte und führen mit dem „Boléro“ zum Finale.

Ball und Bacchanal, Rausch und Raffinesse – all das steckt in diesem Konzert, obwohl nur ein einziger Name auf dem Programmzettel steht: Maurice Ravel. Doch Ravel ist ein Klangmagier par excellence, der das Publikum in immer neue musikalische Welten entführt, voller verschiedener Farben, Düfte und Aromen.

Eine spektakuläre Konzerthalle, ein mutiges Programm, ein cleverer Intendant – damit hat es das Lucerne Festival zu Weltruhm gebracht. Auf höchstem Niveau verbindet es Neuland mit lieb gewordenen Traditionen. Seit Sommer 2016 ist Riccardo Chailly als offizieller Nachfolger des 2014 verstorbenen Claudio Abbado Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra.

Redaktionshinweis: Am Samstag, 29. Juni, geht es mit dem „3satFestspielsommer“ weiter: Um 20.15 Uhr zeigt 3sat das Konzert „Die Berliner Philharmoniker live in der Waldbühne 2019“.

Samstag, 22.06. / 21:45 Uhr / A long way home ~ Hard Road Home
Dokumentarfilm von Luc Schaedler, Schweiz 2011
Länge: 75 Minuten
SRF

Fünf der bedeutendsten Vertreter der aktuellen chinesischen Gegenkultur beleuchten mutig und mit subversivem Witz die gesellschaftlichen Probleme und Widersprüche ihres Landes.

Der Dokumentarfilm erzählt die Geaschichten der Choreografin und Tänzerin Wen Hui, des Dichters Ye Fu, des Animationsfilmers Pi San und der bildenden Künstler „Gao Brothers“. In ihrem Schaffen verarbeiten sie die Geschichte ihres Landes und vergangenes Leid.

Ihre Vision ist eine demokratische, solidarische und menschliche Zivilgesellschaft.

Der Filmemacher Luc Schaedler unternimmt eine faszinierende Reise sowohl in die düstere jüngere chinesische Geschichte als auch in die schillernde aktuelle Kulturszene des Landes. So gelingt ihm ein bewegendes Plädoyer für menschliche Solidarität.

Samstag, 22.06. / 23:00 Uhr / Das Universum des Hermann Nitsch
Film von Maria Seifert
(Erstsendung: 27.08.2018)
ORF

Hermann Nitsch zählt zu den international bekanntesten und in Österreich auch zu den umstrittensten Künstlern. – Der Film entstand anlässlich seines 80. Geburtstages am 29. August 2018.

Maria Seifert thematisiert darin die Bedeutung von Nitsch für die zeitgenössische Kunst in Österreich wie Europa. Es gibt wohl kaum einen Akteur aus der österreichischen Kunstszene, der einen so umfassenden Ansatz verfolgt wie der Mitbegründer des Wiener Aktionismus.

Gemälde und Musik, Körper und Innereien, Weltliches wie Religiöses: Nitsch verbindet diese oft gegensätzlich erscheinenden Aspekte wie kein Zweiter.

Am 29. August 1938 in Wien geboren, war seine Kindheit gekennzeichnet von den Gräueln des Zweiten Weltkrieges. Schon bald nach seiner Ausbildung sorgte er mit ersten Aktionen für Aufsehen, verwendete nach roter Farbe immer öfter Blut oder Gedärme und war erfüllt vom Vorhaben eines Sechs-Tage-Spiels, das für Akteure wie Betrachter zur Ganzkörpererfahrung werden sollte. Mit dem „Orgien-Mysterien-Theater“ setzte er diesen Anspruch schließlich 1998 auf seinem Schloss Prinzendorf um.

Im Film wird nun „die Fallhöhe zwischen dem einfachen, bodenständigen Alltagsleben im Weinviertel und den orgiastischen Aktionen mit internationaler Ausstrahlung“ aufgezeigt. Die Ruhe in der niederösterreichischen Provinz, die Nitsch wie kaum etwas schätzt – wenngleich ihn die Windräder als landschaftliche Schandflecke äußerst stören -, gehört ebenso zu seiner Persönlichkeit wie die rohe Kraft seiner Bilder und Aktionen.

Nitsch war und ist mit seinen Aktionen weltweit vertreten – und sorgt selbst mehr als 50 Jahre nach seinen ersten ausdrucksstarken Auftritten immer noch für Aufregung, wenn sich beispielsweise Tierschützer über die Verwendung von Kadavern echauffieren.

Im Interview erklärt Nitsch „sein Universum, seine Kunst, seine Ideen, seine Motivationen und Wünsche“. Ergänzt wird dies durch umfangreiches Archivmaterial sowie Gespräche mit Wegbegleitern, wodurch ein Bild entsteht, das den politisch, gesellschaftlich und künstlerisch äußerst spannenden Bogen von den 1960er-Jahren bis heute spannt.

Sonntag, 23.06. / 10:35 Uhr / Gottschalk liest?
Moderation: Thomas Gottschalk
(Erstsendung: 18.06.2019)
ARD/BR

Zum zweiten Mal empfängt Thomas Gottschalk in seiner Sendung vier Schriftstellerinnen und Schriftsteller, um mit ihnen über ihre Neuerscheinungen zu sprechen.

In Bad Kissingen geht es um Männer – junge und alte, Liebhaber und Männerfreundschaften. Zu Gast sind Johanna Adorján mit ihrem Werk „Männer“, Axel Milberg mit „Düsternbrook“, Marlene Streeruwitz mit „Flammenwand“ und Friedemann Karig mit „Dschungel“.

Johanna Adorján stellt ihre gerade erschienene Abhandlung über „Männer“ vor, Axel Milberg erzählt in seinem ersten Roman „Düsternbrook“ – mit autobiografischen Zügen – über Kindheit und Jugend der 1950er-Jahre, Marlene Streeruwitz berichtet in „Flammenwand“ über eine feministische Auseinandersetzung mit der Liebe, und Friedemann Karig beschreibt mit seinem Debütroman „Dschungel“ eine Männerfreundschaft.

Die Moderatoren-Legende Thomas Gottschalk stellt neben den Büchern vor allem die Autorinnen und Autoren in den Mittelpunkt der Sendung und will Lust machen auf die Bücher, die Geschichten und die Menschen, die diese erzählen.

Sonntag, 23.06. / 11:20 Uhr / Galakonzert der Berliner Philharmoniker 2017
Werke von Antonín Dvorák, Richard Strauss, Igor Strawinsky, Leonard Bernstein und Dmitri Schostakowitsch

Mit Joyce DiDonato (Mezzosopran)
Orchester: Berliner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Sir Simon Rattle
ARD/RBB

Die Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle luden 2017 mit der der US-amerikanischen Mezzosopranistin Joyce DiDonato zum Silvesterkonzert.

DiDonato sang Lieder von Richard Strauss, darunter so berühmte wie das „Wiegenlied“ und „Zueignung“. Umrahmt wurden die Lieder von Antonín Dvořáks feuriger Ouvertüre „Karneval“ und der Suite aus Dimitri Schostakowitschs Ballettmusik „Das goldene Zeitalter“.

Außerdem gab es eine kleine Hommage an Leonard Bernstein, dessen Geburtstag sich 2018 zum 100. Mal jährte, mit Tänzen aus seinem jazzigen Musical „On the Town“.

Montag, 24.06. / 14:50 Uhr / Harald Juhnke – eine deutsche Legende
Film von Uli Weidenbach
(aus der Reihe „ZDF-History“)
(Erstsendung: 12.05.2019)
ZDF

Er ist der deutsche Entertainer der Nachkriegszeit: Harald Juhnke. Schauspieler, Sänger, Comedian. Doch der Publikumsliebling hat eine Schwäche, die fast zum Karrierekiller wird.

Juhnke ist schwerer Alkoholiker – und ganz Deutschland weiß es. Seine Alkoholsucht macht ihn unberechenbar, doch nach jedem Absturz steht er wieder auf, und seine Fans blieben ihm treu.

Anfangs ist Juhnke vor allem als Comedian und Entertainer auf der Bühne. Doch eigentlich sehnt er sich nach ernsten Rollen – will das Image des Lebemanns mit Berliner Akzent loswerden. Ausgerechnet der Film „Der Trinker“ wird seine wohl berühmteste Rolle.

„ZDF-History“ erzählt mithilfe zahlreicher Weggefährten die dramatische Geschichte einer deutschen Legende.

Donnerstag, 27.06. / 10:00 Uhr / Live aus Klagenfurt: 43. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2019 – Lesungen und Diskussionen
ORF

Die 43. Tage der deutschsprachigen Literatur finden vom 26. bis 30. Juni im österreichischen Klagenfurt statt. 14 Autorinnen und Autoren wetteifern dann um den 43. Ingeborg-Bachmann-Preis.

Juryvorsitzender im Jahr 2019 ist wieder Hubert Winkels. Er diskutiert mit der sechsköpfigen Jury über die bisher unveröffentlichten Texte der Teilnehmer. 3sat überträgt die Lesungen und die Preisvergabe in voller Länge.

Die Eröffnung des Wettbewerbs mit der Auslosung der Lesereihenfolge erfolgt am Mittwoch, 26. Juni um 18.30 Uhr und der 20. Klagenfurter Rede zur Literatur von Clemens J. Setz.

Gelesen und diskutiert wird von Donnerstag, 27. Juni, bis Samstag, 29. Juni. Am Sonntag, 30. Juni, findet die Schlussdiskussion mit der Preisvergabe statt. Die 14 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lesen aus bisher unveröffentlichten Texten, bevor die Jury über die Vergabe des Ingeborg Bachmann-Preises und des mit 7500 Euro dotierten 3sat-Preises entscheidet. Die Auswahl der Autorinnen und Autoren obliegt ausschließlich der Jury.

Acht Autorinnen und sechs Autoren wurden in diesem Jahr von der Jury nominiert: Die österreichischen Autorinnen und Autoren sind Ines Birkhan, Birgit Birnbacher, Leander Fischer, Julia Jost, Lukas Meschik und Sarah Wipauer. Aus der Schweiz kommen Andrea Gerster, Tom Kummer und Silvia Tschui, aus Deutschland Martin Beyer, Yannic Han Biao Federer, Daniel Heitzler, Ronya Othmann und Katharina Schultens. Damit sind erstmals nicht nur die Autorinnen in der Mehrzahl, sondern auch die österreichischen Teilnehmer.

Zur sechsköpfigen Jury zählen Stefan Gmünder, Nora Gomringer, Klaus Kastberger, Hildegard Elisabeth Keller, Michael Wiederstein und Insa Wilke.

Redaktionshinweis: 3sat überträgt alle Lesungen und Diskussionen um den Ingeborg-Bachmann-Preis von Donnerstag, 27. Juni, bis Samstag, 29. Juni, jeweils ab 10.00 Uhr in voller Länge live. Am Sonntag, 30. Juni, um 11.00 Uhr zeigt 3sat ebenfalls live die Preisverleihung des diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preises.

Alle Lesungen und Diskussionen aus dem ORF-Landesstudio Kärnten sind nicht nur vollständig auf dem 3sat-Bildschirm, sondern auch als Live-Stream auf 3sat.de zu sehen.

Über die Social-Media-Kanäle www.facebook.com/Bachmannwettbewerb und www.twitter.com/tddlit können die „Tage der deutschsprachigen Literatur“ mit Kommentaren, Bildern, News und Videos mitverfolgt werden. Das offizielle Hashtag zum Mitdiskutieren und Mittwittern lautet: #tddl.

Auch auf Instagram (instagram.com@3sat) kann man die Veranstaltung verfolgen und erhält so während des gesamten Wettbewerbs einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.

Freitag, 28.06. / 10:00 Uhr / Live aus Klagenfurt: 43. Tage der deutschsprachigen Literatur
Ingeborg-Bachmann-Preis 2019 – Lesungen und Diskussionen
ORF

Die 43. Tage der deutschsprachigen Literatur finden vom 26. bis 30. Juni im österreichischen Klagenfurt statt. 14 Autorinnen und Autoren wetteifern dann um den 43. Ingeborg-Bachmann-Preis.

Juryvorsitzender im Jahr 2019 ist wieder Hubert Winkels. Er diskutiert mit der sechsköpfigen Jury über die bisher unveröffentlichten Texte der Teilnehmer. 3sat überträgt die Lesungen und die Preisvergabe in voller Länge.

Die Eröffnung des Wettbewerbs mit der Auslosung der Lesereihenfolge erfolgt am Mittwoch, 26. Juni um 18.30 Uhr und der 20. Klagenfurter Rede zur Literatur von Clemens J. Setz.

Gelesen und diskutiert wird von Donnerstag, 27. Juni, bis Samstag, 29. Juni. Am Sonntag, 30. Juni, findet die Schlussdiskussion mit der Preisvergabe statt. Die 14 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lesen aus bisher unveröffentlichten Texten, bevor die Jury über die Vergabe des Ingeborg Bachmann-Preises und des mit 7500 Euro dotierten 3sat-Preises entscheidet. Die Auswahl der Autorinnen und Autoren obliegt ausschließlich der Jury.

Acht Autorinnen und sechs Autoren wurden in diesem Jahr von der Jury nominiert: Die österreichischen Autorinnen und Autoren sind Ines Birkhan, Birgit Birnbacher, Leander Fischer, Julia Jost, Lukas Meschik und Sarah Wipauer. Aus der Schweiz kommen Andrea Gerster, Tom Kummer und Silvia Tschui, aus Deutschland Martin Beyer, Yannic Han Biao Federer, Daniel Heitzler, Ronya Othmann und Katharina Schultens. Damit sind erstmals nicht nur die Autorinnen in der Mehrzahl, sondern auch die österreichischen Teilnehmer.

Zur sechsköpfigen Jury zählen Stefan Gmünder, Nora Gomringer, Klaus Kastberger, Hildegard Elisabeth Keller, Michael Wiederstein und Insa Wilke.

Redaktionshinweis: Alle Lesungen und Diskussionen aus dem ORF-Landesstudio Kärnten sind nicht nur vollständig auf dem 3sat-Bildschirm, sondern auch als Live-Stream auf 3sat.de zu sehen.

Über die Social-Media-Kanäle www.facebook.com/Bachmannwettbewerb und www.twitter.com/tddlit können die „Tage der deutschsprachigen Literatur“ mit Kommentaren, Bildern, News und Videos mitverfolgt werden. Das offizielle Hashtag zum Mitdiskutieren und Mittwittern lautet: #tddl.

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Samstag, 29.06. / 10:00 Uhr / 43. Tage der deutschsprachigen Literatur
IngeborgBachmannPreis 2019  Lesungen und Diskussionen
Live aus Klagenfurt
Moderation: Christian Ankowitsch, Zita Bereuter
ORF

Die 43. Tage der deutschsprachigen Literatur finden vom 26. bis 30. Juni im österreichischen Klagenfurt statt. 14 Autorinnen und Autoren wetteifern dann um den 43. IngeborgBachmannPreis.

Juryvorsitzender im Jahr 2019 ist wieder Hubert Winkels. Er diskutiert mit der sechsköpfigen Jury über die bisher unveröffentlichten Texte der Teilnehmer. 3sat überträgt die Lesungen und die Preisvergabe in voller Länge.

Die Eröffnung des Wettbewerbs mit der Auslosung der Lesereihenfolge erfolgt am Mittwoch, 26. Juni, um 18.30 Uhr und der 20. Klagenfurter Rede zur Literatur von Clemens J. Setz.

Gelesen und diskutiert wird von Donnerstag, 27. Juni, bis Samstag, 29. Juni. Am Sonntag, 30. Juni, findet die Schlussdiskussion mit der Preisvergabe statt. Die 14 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lesen aus bisher unveröffentlichten Texten, bevor die Jury über die Vergabe des IngeborgBachmannPreises und des mit 7500 Euro dotierten 3satPreises entscheidet. Die Auswahl der Autorinnen und Autoren obliegt ausschließlich der Jury.

Acht Autorinnen und sechs Autoren wurden in diesem Jahr von der Jury nominiert: Die österreichischen Autorinnen und Autoren sind Ines Birkhan, Birgit Birnbacher, Leander Fischer, Julia Jost, Lukas Meschik und Sarah Wipauer. Aus der Schweiz kommen Andrea Gerster, Tom Kummer und Silvia Tschui, aus Deutschland Martin Beyer, Yannic Han Biao Federer, Daniel Heitzler, Ronya Othmann und Katharina Schultens. Damit sind erstmals nicht nur die Autorinnen in der Mehrzahl, sondern auch die österreichischen Teilnehmer.

Zur sechsköpfigen Jury zählen Stefan Gmünder, Nora Gomringer, Klaus Kastberger, Hildegard Elisabeth Keller, Michael Wiederstein und Insa Wilke.

Es moderieren Zita Bereuter und Christian Ankowitsch.

Redaktionshinweis: Alle Lesungen und Diskussionen aus dem ORFLandesstudio Kärnten sind nicht nur vollständig auf dem 3satBildschirm, sondern auch als Livestream auf 3sat.de zu sehen. Ausführliche Informationen gibt es auch im 3satText ab Seite 590.

Über die SocialMediaKanäle www.facebook.com/Bachmannwettbewerb und www.twitter.com/tddlit können die „Tage der deutschsprachigen Literatur“ mit Kommentaren, Bildern, News und Videos mitverfolgt werden. Das offizielle Hashtag zum Mitdiskutieren und Mittwittern lautet: #tddl.

Auch auf Instagram (instagram.com@3sat) kann man die Veranstaltung verfolgen und erhält so während des gesamten Wettbewerbs einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.

Samstag, 29.06. / 19:20 Uhr / Oper  das knallharte Geschäft
Film von Stefan Braunshausen
Erstausstrahlung
3sat

Man kennt sie, die großen Stars der Opernwelt, von Anna Netrebko bis Cecilia Bartoli, von Jonas Kaufmann bis Rolando Villazón. Doch wie wird man zum Opernstar?

Sie alle haben mal klein angefangen, irgendwann studiert und dann den großen Sprung geschafft auf die Weltbühnen der Opern und Konzerthäuser. Doch warum schaffen es die einen, und andere nicht? Der Filmautor Stefan Braunshausen ist diesen Fragen nachgegangen.

Er hat Sängerinnen und Sänger in verschiedenen Stadien ihrer Karriere getroffen, aber auch Regisseure, Dirigenten und Intendanten. Und er hat herausgefunden: Eine gute Stimme allein reicht längst nicht mehr aus, um als Opernsänger erfolgreich zu sein. Nervenstärke und ein gutes Aussehen sind heute mindestens genauso wichtig – und auch die sozialen Netzwerke.

Eine Stelle im Ensemble eines Opernhauses zu ergattern ist dabei wie ein Sechser im Lotto. Dort verdienen Berufsanfänger allerdings gerade mal 2000 Euro brutto  und das nach sechs Jahren Studium. Ein Bühnentechniker verdient mehr. Über den harten Weg an die Spitze sprechen in diesem Film Jonas Kaufmann, Asmik Grigorian, Elsa Dreisig, Brigitte Fassbaender, Antonio Pappano und Bernd Loebe.

Jonas Kaufmann, Tenor: Seine Karriere begann an einem kleineren Haus, am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken. Erst mit Mitte 30 gelang ihm der große Durchbruch, da hatte er schon fast aufgegeben.

Asmik Grigorian, Sopran aus Litauen: Sie war der Star der Salzburger Festspiele 2018, begeisterte Publikum und Kritik gleichermaßen. Doch mit Anfang 30 war sie stimmlich schon fast am Ende.

Elsa Dreisig, dänischfranzösische Sopranistin: Der Shootingstar der Berliner Staatsoper erzählt, wie sie durch den Gewinn mehrerer Wettbewerbe ihre Karriere startete, dass es aber durchaus schwer ist, sich als Nachwuchssängerin nicht verheizen zu lassen.

Brigitte Fassbaender, Regisseurin: Die Opernlegende berichtet, was die größten Verführungen für Sänger heute sind und warum es so wichtig ist, „nein“ sagen zu können.

Antonio Pappano, Dirigent: Er arbeitet regelmäßig mit den Stars der Szene wie Jonas Kaufmann und Anna Netrebko zusammen und sagt: Viele Sänger singen zu laut und ruinieren sich so ihre Stimme.

Bernd Loebe, Intendant aus Frankfurt: Er weiß, wie schwierig es ist, deutsche Sänger zu engagieren. Auf den Besetzungslisten deutscher und internationaler Opernhäuser gibt es kaum deutsche Namen. Warum ist das Niveau im Ausland so viel besser als bei uns?

Samstag, 29.06. / 20:15 Uhr / Die Berliner Philharmoniker live in der Waldbühne 2019
3satFestspielsommer
Eine märchenhafte Nacht
Unter der Leitung von Tugan Sokhiev
Erstausstrahlung
ARD/RBB/3sat

Mit einer „märchenhaften Nacht“ beschließen die Berliner Philharmoniker die Konzertsaison. Tugan Sokhiev dirigiert Prokofjew und Ravel in der Waldbühne.

Die Berliner Philharmoniker haben für ihren Saisonabschluss den musikalischen Leiter des Moskauer BolschoiTheaters, Tugan Sokhiev, gewonnen. Er hat für das traditionsreiche OpenAirKonzert in der Waldbühne Prokofjews Musik zur Filmsatire „Leutnant Kijé“ gewählt.

Mit Maurice Ravels „Sheherazade“Liedern wird es orientalisch. Sie werden von der Mezzosopranistin Marianne Crebassa interpretiert. Auf dem Programm steht mit Prokofjews Ballettmusik „Romeo und Julia“ auch eine Liebesgeschichte.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen „3satFestspielsommer“ am Samstag, 6. Juli, um 20.15 Uhr mit dem Eröffnungskonzert vom „Rheingau Musik Festival 2019“ fort. Im Anschluss, um 21.45 Uhr, folgt das Konzert des WDR Sinfonieorchesters „JukkaPekka Saraste dirigiert Grieg und Mahler“ vom Juni 2019 aus der Kölner Philharmonie.

Samstag, 29.06. / 22:30 Uhr / Kleine große Stimme
Fernsehfilm, Österreich/Deutschland 2015
ARD/BR/ORF

Benedikt Thaler: Wainde Wane
Max Goldberg, Kapellmeister: David Rott
Siegfried Goldberg: Karl Merkatz
Elsa Brandl: Miriam Stein
Jerry Delgado: Tyron Ricketts
Direktor: Erwin Steinhauer
u. a.

Drehbuch: Rupert Henning, Eva Spreitzhofer, Michaela Ronzoni
Regie: Wolfgang Murnberger
Länge: 89 Minuten

Österreich 1955: Das Leben bei den Großeltern auf dem Land ist hart für den zehnjährigen Benedikt. Niemand will das Kind mit der dunklen Hautfarbe haben.

Die Mutter lebt nicht mehr, sein amerikanischer Vater weiß nichts von ihm. Als Benedikt erfährt, dass die Wiener Sängerknaben auf AmerikaTournee gehen, reißt er aus, um in den weltberühmten Chor aufgenommen zu werden. In Amerika will er seinen Vater finden.

Alles, was er von ihm hat, ist ein Lied, das seine Mutter ihm vorgesungen hat. Die Schwierigkeiten scheinen unüberwindlich. Doch dann findet Benedikt Hilfe, wo er es am wenigsten erwartet hätte.

Sonntag, 30.06. / 10:15 Uhr / Die Zauberin von Oz ~ Ein Porträt der ukrainisch österreichischen Schriftstellerin Marjana Gaponenko
Film von Günter Kaindlstorfer
Erstausstrahlung
ORF/3sat

Eine Biografie wie aus dem Märchen: Mit 16 entscheidet sich die Poesiebegeisterte Ukrainerin Marjana Gaponenko, deutschsprachige Dichterin zu werden  und verwirklicht ihren Traum.

Die Gymnasiastin nimmt Privatstunden, um die Sprache Goethes und Hölderlins zu lernen, mit 18 veröffentlicht sie ihren ersten Gedichtband „Wie tränenlose Ritter“, mit 20 zieht sie nach Deutschland, mit 29 bringt sie ihren Debütroman „Annuschka Blume“ heraus.

Heute, nach der Publikation von vier Romanen und mehreren Lyrikbänden, zählt die 37Jährige zu den bekanntesten Schriftstellerinnen deutscher Sprache.

Gaponenkos Markenzeichen: tragikomische Geschichten zwischen Pathos und liebevoller Humoristik, in denen sich exzentrische, originelle, verschrobene und oft auch etwas verlorene Protagonisten mit den Grundproblemen des menschlichen Daseins herumschlagen müssen, mit Liebe, Verlust, Begehren  und mit den Herausforderungen der Vergänglichkeit.

Marjana Gaponenko sieht sich in der Tradition der russischen und der deutschen Romantik: Nikolai Gogol, Alexander Puschkin und E. T. A. Hoffmann, das sind ihre literarischen Leitsterne. „Ich bin der Romantik mit Leib und Seele verschrieben“, sagt die Autorin von sich, „allerdings will ich die romantischen Traditionen in die Gegenwart überführen.“

Das Filmporträt „Die Zauberin von Oz“ zeichnet Marjana Gaponenkos Lebensstationen zwischen Odessa, Wien und dem Stift Klosterneuburg nach. Ein knappes Jahr lang hat die Autorin eine kahle Klause im Klosterneuburger Stift bewohnt, hier hat sie für ihren Roman „Der Dorfgescheite“ recherchiert, hier sind bedeutende Teile der von der Kritik gefeierten TragikGroteske entstanden. Der Film begleitet die Schriftstellerin außerdem auch auf einer ausgedehnten Lesereise durch Österreichs Bibliotheken  zwischen St. Pölten und Zams in Tirol.

Sonntag, 30.06. / 11:00 Uhr / 43. Tage der deutschsprachigen Literatur
IngeborgBachmannPreis 2019 – Preisverleihung
Live aus Klagenfurt
Moderation: Christian Ankowitsch, Zita Bereuter
ORF

Zum 43. Mal wird in Klagenfurt der IngeborgBachmannPreis vergeben. Am 30. Juni 2019 wählt die Jury unter Vorsitz von Hubert Winkels aus 14 Autorinnen und Autoren den Preisträger.

Außerdem entscheidet die Jury auch über die Vergabe des mit 7500 Euro dotierten 3satPreises.

Redaktionshinweis: Die Preisträger sind auf 3satTextSeite 599 sowie online unter www.3sat.de zu finden. Die Preisvergabe in voller Länge ist auch als Livestream auf 3sat.de zu sehen.

Sonntag, 30.06. / 18:00 Uhr / Buchzeit
Talkrunde über literarische Neuerscheinungen im Szenelokal Oosten im Frankfurter Osthafen
Erstausstrahlung
3sat

Sommerzeit ist Lesezeit. „Buchzeit“ präsentiert eine Buchauswahl für die heißen Tage und stellt die neuen Romane von Barbara Pym, Gerhard Roth, Ian McEwan und Fernando Aramburu vor.

Im „Oosten“ im Frankfurter Osthafen, zwischen Europäischer Zentralbank und Mainufer, diskutiert Gert Scobel mit Barbara Vinken (Universität München), Katrin Schumacher (MDR) und Sandra Kegel („FAZ“) über Bücher und so manche existenzielle Frage des Lebens an sich.

Und das sind die „Buchzeit“Bücher im Sommer 2019:

Mildred ist über 30 Jahre alt und alleinstehend im London der Nachkriegszeit. Befreundet ist sie mit ihrem Pfarrer und dessen Schwester, ihr privates Leben besteht aus freiwilliger Gemeindearbeit. Als die Anthropologin Helena samt Ehekrise in ihr Haus zieht, wird Mildreds Leben plötzlich auf den Kopf gestellt. „Vortreffliche Frauen“ erschien 1952. Seine Autorin Barbara Pym fand dafür erst spät in ihrem Leben Anerkennung.

„Die Hölle ist leer  die Teufel sind alle hier“, so heißt der neue Roman von Gerhard Roth: Ein Übersetzer lebt in Venedig und denkt darüber nach, seinem Leben ein Ende zu setzen. Er betrinkt sich am Lido  und schläft ein. Als er aufwacht, beobachtet er einen Mord. Und gerät plötzlich in Gefahr. Er, der eben noch sterben wollte, beginnt einen Kampf um sein Leben.

Charly und Miranda stehen noch am Anfang ihrer Liebe, als Charly sich einen der ersten lebensechten Androiden bestellt. „Adam“ heißt der Maschinenmensch, der mit seinen Gefühlen und Moralvorstellungen zum problematischen Dritten im Bunde wird. Der ManBookerPreisträger Ian McEwan legt mit „Maschinen wie ich“ einen Roman vor, der den Leser vor spannende Gegenwartsfragen stellt.

Fernando Aramburu gehört zu den bedeutendsten Stimmen der spanischen Gegenwartsliteratur. Für seinen Roman „Patria“ wurde er 2017 vielfach ausgezeichnet. Der Roman wurde in über 20 Sprachen übersetzt. 2019 erscheint von ihm „Langsame Jahre“: Ein Junge wird von seinen Eltern, die zu arm sind, um ihn zu ernähren, zu Verwandten nach San Sebastián geschickt. Es sind die späten 1960erJahre, die letzten Jahren der FrancoDiktatur.

Sonntag, 30.06. / 20:15 Uhr / Das große Kleinkunstfestival (3/4): JuryPreis
(Erstsendung: 05.01.2019)
ARD/RBB

Eine der wichtigsten Preisverleihungen für Kabarett, Comedy und Varieté wird volljährig: „Das große Kleinkunstfestival“. 3sat zeigt die Highlights aus dem KabarettTheater „Die Wühlmäuse“.

Bereits zum 18. Mal treffen Stars aus der Szene auf fünf Künstler, die sich dem Wettbewerb um die begehrten MäuseTrophäen stellen. Moderator Dieter Nuhr, selbst einer der erfolgreichsten Kabarettisten Deutschlands, führt durch den Abend.

Dem bedeutenden und ruhmreichen Wettbewerb um den JuryPreis stellen sich in diesem Jahr der Berliner Stefan Danziger, Herr Schröder, Helene Bockhorst, Osan Yaran und C. Heiland  die hochkarätigste Mischung seit Jahren. Lehrer trifft Musiker. Klamauk trifft Szene. Können trifft Können.

Johannes Hallervorden wird anstelle seines Vaters Dieter Hallervorden zum ersten Mal die Preise an die Gewinner überreichen.

Sonntag, 30.06. / 21:00 Uhr / Das große Kleinkunstfestival (4/4): Berlin Preis
(Erstsendung: 12.01.2019)
ARD/RBB

„Das große Kleinkunstfestival“ ist eine der bedeutendsten Preisverleihungen für Kabarett, Comedy und Varieté. 3sat zeigt die Wettbewerbe um die begehrten Preise des Festivals aus 2018.

Moderator Dieter Nuhr, selbst einer der erfolgreichsten Kabarettisten Deutschlands, führt durch den Abend. Bülent Ceylan wird mit dem traditionellen BerlinPreis bedacht und liefert eine überraschende PolitNummer, dennoch ganz im CeylanStil.

Auch abseits der Ehrung sorgt Wortakrobat Willy Astor für grandiose Verbalverwicklungen. Der Magier Farid zaubert mithilfe des Schauspielers Wolfang Stumph ein Geschenk für Schirmherr Dieter Hallervorden. Simone Solga fordert Frauen in Männerpositionen  inklusive Inkompetenz. Und während dem Deutschen Kabarettpreisträger Rolf Miller zu folgen schon eine Kunst für sich ist, sollte man beim ComedyDuo Oropax das Denken am besten gleich einstellen. Umso lustiger wird es. Versprochen.

Montag, 01.07. / 01:40 Uhr / Heimatsound Concerts - Molden, Resetarits, Soyka
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 19.10.2018)
ARD/BR

Beim „HeimatsoundFestival“ im Juli 2018 brachten zum 6. Mal einige der bekanntesten Bands der Szene den typischen „Heimatsound“ auf die Bühne des Passionstheaters in Oberammergau.

Die Wiener Ernst Molden und Willi Resetarits  beide „Amadeus Austrian Music Award“Preisträger 2017  spielen mit Unterstützung von Walter Soyka nicht nur die schönsten Lieder der zehnjährigen Zusammenarbeit, sondern auch die ersten Songs des neuen Albums „Hurra“.

Die gemeinsamen Auftritte des „besten SingerSongwriters auf Gottes Erden“ (Willi Resetarits über Ernst Molden) und der „schönsten Stimme der Welt“ (Ernst Molden über Willi Resetarits) berühren das Publikum vom Neusiedlersee bis zum Bodensee  und nun auch beim „HeimatsoundFestival“ in Oberammergau.

Montag, 01.07. / 02:40 Uhr / Heimatsound Concerts – Bananafishbones
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 11.10.2018)
ARD/BR

Die Reihe „Heimatsound Concerts“ stellt junge bayerische und alpenländische Musiker vor  von Newcomern bis hin zu Legenden. 2018 beehrten die Bananafishbones zum zweiten Mal das Festival.

Im kollektiven Musikgedächtnis der 1990erJahre sind sie fest verwurzelt, denn summen kann ihn jeder: „Come to Sin“, diesen Song mit der eingängigen Glöckchenmelodie, der der Band als Untermalung eines Werbespots 1998 zum deutschlandweiten Durchbruch verhalf.

Seitdem sind die drei Tölzer unermüdlich auf Rockfestivals und mit ihrer „Live&Unplugged“Show unterwegs oder steuern Musik zu Kinofilmen, Hörbüchern und Theaterstücken bei.

Seit 1999 haben die Bananafishbones über 1000 Konzerte in ganz Deutschland, Österreich, Spanien, Italien und der Schweiz gegeben, elf Tonträger veröffentlicht, Soundtracks zu Kinofilmen und Hörbüchern produziert und sich den Ruf als „eine der besten Livebands Deutschlands“ erspielt.

Montag, 01.07. / 03:40 Uhr / Heimatsound Concerts  Moop Mama
aus dem Passionstheater in Oberammergau
(Erstsendung: 04.10.2018)
ARD/BR

Beim „HeimatsoundFestival“ 2018 feierte das Publikum begeistert den Auftritt von Moop Mama inklusive Gastauftritt von Rapper Fatoni im berühmten Oberammergauer Passionstheater.

Seit 2009 verbinden Moop Mama die Kunst des Geschichtenerzählens mit einem einzigartigen Sound aus Bläsern, Beats und Rap. Das hat ihnen den Ruf eines wahren Bühnenspektakels eingebracht. „Live sind wir ein Brett“, sagt Saxofonist Marcus Kesselbauer.

Mit zehn Mann auf der Bühne verwandelt die Band auch neugierige Novizen in überzeugte Fans, bevor diese überhaupt so recht begriffen haben, was da eigentlich los ist. Auf ihrem dritten Album „M.O.O.P.topia“ klingen mehr musikalische Einflüsse durch als je zuvor. Die Wurzeln der Band liegen im Sound der MarchingBands aus dem amerikanischen Süden, wo Funk, Soul und Jazz die Straßen regieren. Diesmal hört man jedoch auch die Energie von Trap und Techno, Referenzen von Blues bis OldSchoolRap.

Mittwoch, 03.07. / 21:45Uhr / Chemnitz  Stadt der vielen Gesichter
Film von Michael Bewerunge
(Erstsendung: 01.05.2019)
ZDF

Chemnitz hat ein Imageproblem. Deshalb will die Stadt zeigen, dass sie mehr zu bieten hat als Plattenbauten und Probleme, und bewirbt sich als Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2025.

Hier gibt es eine dynamische Kultur und Wissenschaftsszene sowie innovative Startups. Der Film zeigt Chemnitzer, für die ihre Stadt mehr ausmacht, als die rechtsextremen Proteste des Sommers und die jüngsten Vorkommnisse im Stadion des Chemnitzer FC.

Nach Dresden und Leipzig ist Chemnitz mit 247 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Sachsens. Obwohl als Arbeiter und Industriestadt bekannt, spielen Kunst und Kultur eine große Rolle. Schon früh leistete sich die Stadt eine eigene Kunstsammlung. Die klassische Musik ist in der Oper zu Hause. Und es gibt eine wachsende junge Szene. Die Band Blond will mit ihrer Musik die Republik erobern. Auch andere junge Kreative wählen bewusst diese Stadt als Standort, weil die Mieten noch erschwinglich sind und die Neugier auf Neues groß.

Das gilt auch für viele Startups im Bereich Technologie. Chemnitz gilt als Wiege des deutschen Maschinenbaus und bringt auch heute noch viele Innovationen, zum Beispiel im Fahrzeugbau, hervor.

Zuletzt hat der Ruf der Stadt gelitten, nachdem im Sommer 2018 ein Deutscher bei einer Messerstecherei mit Asylbewerbern ums Leben kam. Es folgten Demonstrationen rechtspopulistischer und zum Teil rechtsextremer Kräfte, die zum Teil von Ausschreitungen und Gewalt begleitet waren. Viele Chemnitzer teilen die Empörung über die Tat, sehen sich aber auch zu Unrecht unter Generalverdacht gestellt.

Der Film porträtiert eine Stadt, die mehr will und hart an ihrem ramponierten Image arbeitet.

Mittwoch, 03.07. / 05:50 Uhr / Peter Paul Rubens  auf den Spuren eines Malergenies
Film von Werner Raeune
(Erstsendung: 27.10.2012)
3sat

Peter Paul Rubens (15771640) war nicht nur einer der bedeutendsten Maler aller Zeiten, er reiste als Diplomat auch im Auftrag der Habsburger durch Europa.  Eine Spurensuche.

Weil er für die verschiedenen Fürstenhöfe malte, gelang es ihm, als Unterhändler in schwierigen Missionen zu wirken. So versuchte er, den Achtzigjährigen Krieg zu beenden und den Dreißigjährigen Krieg zu verhindern.

Die Dokumentation „Peter Paul Rubens  auf den Spuren eines Malergenies“ geht auf Spurensuche in Antwerpen, wo Rubens aufwuchs und arbeitete. Sie zeigt die wichtigsten Gemälde an ihren Originalschauplätzen in Kirchen, Klöstern und im Rubenshaus, die bis heute erhaltene Druckerei, in der Rubens seine Stiche drucken ließ, sowie die Bauten des Architekten Rubens in der flandrischen Hafenmetropole.


Samstag, 06.07. / 19:20 Uhr / Der Mann, der Nofretete verschenkte – James Simon, der vergessene Mäzen
Film von Carola Wedel
(Erstsendung: 08.12.2012)
3sat

Jährlich lockt die Nofretete-Büste im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel Tausende von Besuchern an. Die Grabungen, die sie ans Tageslicht holten, wurden von James Simon bezahlt.

Der jüdische Baumwollgroßhändler und Millionär, der von 1851 bis 1932 lebte, gab beträchtliche Teile seines Vermögens für die Museumsinsel aus.

Alle Kunstwerke und Objekte aus Amarna, das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße aus Babylon, über 600 Kunstwerke der italienischen und nordalpinen Renaissance, Gemälde und Skulpturen hat er den Berliner Museen geschenkt. Aber nicht nur der Kunst galt sein Mäzenatentum, sondern auch den Armen und Bedürftigen, allen voran den Arbeiterkindern, die im aufstrebenden Berlin der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert große Not litten. Heute ist James Simon, der mit der Weltwirtschaftskrise selbst verarmte, weitgehend in Vergessenheit geraten.

Zum ersten Mal gibt es nun einen Film über diesen Mann und sein wechselvolles Leben: Die Dokumentation „Der Mann, der Nofretete verschenkte – James Simon, der vergessene Mäzen“ von Carola Wedel zeichnet den Lebensweg des Mannes nach, dem Berlin viele bedeutende Ausstellungsstücke verdankt. Carola Wedel lässt Historiker, Museumsdirektoren und Nachfahren von James Simon zu Wort kommen und präsentiert einige der herausragenden Kunstwerke, die Berlin dem großen Mäzen zu verdanken hat. Außerdem werden in spielfilmähnlichen Sequenzen zentrale Situationen und Begegnungen seines Lebens in Szene gesetzt.

Redaktionshinweis: Am 12. Juli 2019 wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die James-Simon-Galerie, das Besucherzentrum der Berliner Museumsinsel, feierlich eröffnen. Aus diesem Anlass zeigt 3sat den Film „Der Mann, der Nofretete verschenkte – James Simon, der vergessene Mäzen“. Aus demselben Anlass folgen ab 3.40 Uhr die Dokumentationen „Kulturzeit extra: Jahrhundertprojekt Museumsinsel“, „Eine Ruine wird zum Juwel – Das Neue Museum“ sowie „Ein Eingang für die Ewigkeit“ von Carola Wedel.

Samstag, 06.07. / 20:15 Uhr / 3satFestspielsommer: Eröffnungskonzert Rheingau Musik Festival
Kloster Eberbach, Juni 2019
Mit Gerhild Romberger (Alt) und Benjamin Bruns (Tenor)

Programm: Antonín Dvorák: „Stabat Mater“ für Soli, Chor und Orchester, op. 58
ARD/HR/3sat

Chor: MDR Rundfunkchor
Orchester: hr-Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Andrés Orozco-Estrada
Erstausstrahlung

Zur Eröffnung des „Rheingau Musik Festival 2019“ präsentieren Andrés Orozco-Estrada und das hr-Sinfonieorchester ein eindrucksvolles Chor-Orchester-Werk: Antonín Dvoráks „Stabat Mater“.

Eigene schmerzvolle Erfahrungen – der Verlust mehrerer Kinder – haben die Beschäftigung Dvoráks mit dem Leid der Gottesmutter, die weinend unter dem Kreuz ihres Sohnes steht, mit veranlasst und geprägt.

Das Werk des böhmischen Komponisten für Soli, Chor und Orchester op. 58 gehört zu den bekanntesten Vertonungen des gleichnamigen mittelalterlichen Gedichtes.

Mit großer Sensibilität geht die Musik von Dvorák auf die unterschiedlichen Stimmungsgehalte des liturgischen Textes ein. Neun Sätze im langsamen bis gemäßigten Tempo dienen als eine Art Passionsmeditation, ehe am Ende des zehnten Satzes die wirkungsstarke Ekstase einer Auferstehungsvision erscheint.

Samstag, 06.07. / 21:45 Uhr / 3satFestspielsommer: Jukka-Pekka Saraste dirigiert Grieg und Mahler
Kölner Philharmonie, Juni 2019
Mit Boris Giltburg (Klavier)

Programm:
– Edvard Grieg: Konzert a-Moll für Klavier und Orchester, op. 16
– Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6 a-Moll „Tragische“
Orchester: WDR Sinfonieorchester
Musikalische Leitung: Jukka-Pekka Saraste
ARD/WDR

Romantik pur! Boris Giltburg spielt Edvard Griegs Klavierkonzert mit dem WDR Sinfonieorchester, dirigiert von Jukka-Pekka Saraste. Außerdem erklingt Gustav Mahlers „Tragische“ 6. Sinfonie.

2018/19 ist für Jukka-Pekka Saraste die letzte Saison als Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters. Der Finne schließt nach acht Jahren seinen eigenen kleinen Mahler-Zyklus ab, nachdem er bereits die Sinfonien 3, 4, 5 und 9 mit dem Orchester erarbeitet hat.

Griegs nordische Stimmungsmalerei und romantische Virtuosität liegen bei Piano-Star Boris Giltburg in besten Händen. Der 1984 in Moskau geborene israelische Pianist hatte 2013 seinen internationalen Durchbruch mit dem Gewinn des „Concours Reine Elisabeth“, dem Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel. Giltburg hat tatsächlich „Musik im Blut“: Mutter, Großmutter und Urgroßmutter waren bereits Pianistinnen. Gefeiert wird er für seine tief verwurzelte Musikalität und stupende Technik einerseits und für seine zahlreichen Texte über Musik, die er in seinem eigenen Blog veröffentlicht oder für die BBC und den Guardian schreibt.

Nach der Uraufführung des Klavierkonzerts a-Moll op. 16 im Jahr 1869 hat Edvard Grieg seine Komposition mindestens siebenmal überarbeitet. Eine Stufe der Weiterentwicklung geht auf Franz Liszt zurück, dem er in Rom begegnet war. Auf der einen Seite klingt Griegs Musik ein wenig nach dem verehrten Robert Schumann und auf der anderen unzweifelhaft nordisch. Griegs Heimat Norwegen – ein Gefühl von Weite, heller Farbe und hellem Himmel.

Gustav Mahlers 6. Sinfonie von 1904 klingt tragisch, manchmal sogar verzweifelt. Im letzten Satz gibt es drei kurze, finale Hammerschläge, laut Mahlers Anmerkung in den Noten sollten es dumpf hallende Schläge sein – „wie ein Axthieb“. Heute heißt es, Gustav Mahler hätte hier dreinschlagendes Schicksal vertont: Die Musik in besonders großer Orchesterbesetzung wird oft als Vorausahnung des Todes seiner Tochter oder des Ersten Weltkriegs gedeutet.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen „3satFestspielsommer“ am Sonntag, 7. Juli, um 20.15 Uhr mit dem Eröffnungskonzert vom „Schleswig-Holstein Musik Festival 2019“ fort.

Samstag, 06.07. / 01:20 Uhr / lesArt Bachmann-Preis
Mit Fernando Aramburu und der/die Bachmann-Preisträger/in
Moderation: Christian Ankowitsch
ORF

Zu Gast bei Christian Ankowitsch sind diesmal der/die frischgekürte Bachmannpreisträger/trägerin 2019 und der Schriftsteller Fernando Aramburu.

Samstag, 06.07. / 03:40 Uhr / Jahrhundertprojekt Museumsinsel ~ Visionen für ein Museum von morgen
Film von Carola Wedel
(Erstsendung: 01.09.2004)
3sat

Aus dem Pressetext von 2004:
Wenn 2009 das Neue Museum wieder öffnet und Nofretete auf die Museumsinsel zurückkehrt, werden hier bis zu drei Millionen Besucher erwartet.

Viel zu viel für so ein fragiles Gebäude. Ein neues Eingangsgebäude soll für Entlastung sorgen. Aber der Bund hat einen Planungsstopp verhängt, denn das Gebäude soll 60 Millionen Euro kosten.

Wenn der Bund nicht bald grünes Licht gibt beziehungsweise nicht noch Ideen oder Investoren für seine Realisierung gefunden werden, steht das Projekt, die vollständige Wiederherstellung der Museumsinsel mit „Berlin Cube“ und der „archäologischen Promenade“, zur Disposition.

Carola Wedel berichtet vom Stand der Dinge auf der Museumsinsel und schaut, wie andere vergleichbare Sammlungen wie das Metropolitan Museum in New York ein Museum von morgen entwerfen.

Samstag, 06.07. / 04:25 Uhr / Eine Ruine wird zum Juwel – Das Neue Museum ~ Jahrhundertprojekt Museumsinsel
Film von Carola Wedel
(Erstsendung: 14.10.2009)
3sat

Aus dem Pressetext von 2009:
Das Neue Museum galt als die „schönste Ruine Berlins“, fragil und von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gezeichnet.

So stand das Gebäude fast 60 Jahre auf der Museumsinsel. Seit dem Sommer 2003 wurde dieses Juwel behutsam restauriert und die zerstörten Teile durch moderne Elemente ersetzt. So entstand ein neues Ganzes, das den Geist des ursprünglichen Gebäudes in die Gegenwart bringt.

Eine einmalige Architekturleistung, die lange umstritten war, aber jetzt umso mehr gefeiert wird. Zur Eröffnung am 16. Oktober 2009 ist ein enormer Besucherandrang auf das Neue Museum zu erwarten, werden dort doch die weltbekannte Büste der Nofretete, der in Berlin verbleibende Teil des Schliemann-Schatzes, ein kultischer Goldhut aus der Bronzezeit, der Xantner Knabe, ein überlebensgroßer slawischer Gott und die weltweit einmaligen, begehbaren altägyptischen Opferkammern des Manofer zu sehen sein.

Der Film „Eine Ruine wird zum Juwel – Das Neue Museum“ begleitet die neun Jahre der spannenden Wiederherstellung dieses Museums. So war die Kamera unter anderem dabei, als gewaltige Architekturteile aus Marmorzement durch das 45 Meter hohe Dach eingeflogen wurden. Genauso dokumentiert sie, wie Hunderte von Restauratoren in sorgfältigster Feinarbeit jeden Millimeter des denkmalgeschützten Hauses bearbeitet haben, um ihm den alten Glanz zurückzugeben.

Samstag, 06.07. / 05:10 Uhr / Ein Eingang für die Ewigkeit ~ Stararchitekt David Chipperfield baut in Berlin ~ Jahrhundertprojekt Museumsinsel
Film von Carola Wedel
(Erstsendung: 26.11.2016)
3sat

„Architektur muss eine Vision haben, wie die Gesellschaft sein soll“ sagt David Chipperfield. Der Stararchitekt baut gerade an einem neuen Berliner Wahrzeichen: der James-Simon-Galerie.

Seit der Wende existiert die Idee, neben den fünf weltberühmten Häusern auf der Museumsinsel etwas Neues entstehen zu lassen: ein modernes Eingangsgebäude. Doch wie das UNESCO-Welterbe modernisieren, ohne den Charme der Historie zu zerstören?

Mehrere Wettbewerbe gab es, immer wieder finanzielle Engpässe und Planungsstopps, ein Volksbegehren gegen den modernen Bau und schließlich auch noch eine extrem schwierige Baustelle. Aber David Chipperfield und sein Team haben durchgehalten – 23 Jahre lang.

1993, als alles begann, war er noch ein Newcomer. Heute ist er einer der Toparchitekten weltweit. Sein neues Eingangsgebäude soll in Zukunft Millionen Besucher aufnehmen und zu den fünf historischen Gebäuden führen: ein Neubau mit zentralen Servicebereichen, Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen, großer Terrasse und neuem Hof.

Ein Gebäude mit einer eigenen Formensprache, das so David Chipperfield, die Außenwirkung der Insel verändern wird: „Das Eingangsgebäude wird als neues Element auf der Museumsinsel eine physische Präsenz besitzen. Das ist ziemlich aufregend – und beängstigend, denn es bringt eine Veränderung des Ortes mit sich.“

Filmautorin Carola Wedel hat David Chipperfield über viele Jahre mit der Kamera begleitet und auch in seinem Londoner Hauptquartier besucht. 400 Mitarbeiter entwickeln gemeinsam mit ihm weltweit spektakuläre Projekte. Niemand hat so viele Museen gebaut wie er: in Anchorage ebenso wie in Langhziou, in Essen und in St. Louis, Missouri. Besonders gefeiert: das Turner Contemporary im englischen Margate sowie das Jumex in Mexico City. Unverwechselbar auch das Literaturarchiv Marbach. Sein absolutes Meisterwerk: die Sanierung und der behutsame Wiederaufbau des Neuen Museums auf der Museumsinsel.

Überall hat David Chipperfield gelernt, wie man vorsichtig die Menschen vor Ort an moderne Architektur heranführen muss: „Ich war sehr überrascht als ich am Anfang meiner Karriere lernen musste: Ein Architekt muss sich vor allem um die Realitäten vor Ort kümmern. Im Studium hatte ich gedacht, ein Architekt leistet etwas Nützliches für die Gesellschaft, aber dann stellte ich fest: Die Gesellschaft hält uns überhaupt nicht für nützlich. Im Gegenteil, oft hasst sie, was wir tun.“

Geduldig und immer wieder die eigenen Ideen überprüfend – das macht Chipperfields Arbeitsweise aus. Und vielleicht auch seinen Erfolg. Mit imposanten Kolonaden und einer großen Freitreppe zum Verweilen wird die Museumsinsel zukünftig die Besucher nicht nur begrüßen, sondern auch einladen, Platz zu nehmen, um das Wechselspiel zwischen Alt und Neu, zwischen Moderne und Klassik auf sich wirken zu lassen.

Sonntag, 07.07. / 10:15 Uhr / Literaturclub
(Erstsendung: 25.06.2019)
SRF

„Literaturclub“ diskutiert die neuesten literarischen Entdeckungen und gibt Orientierungshilfe im Buchmarkt.

In der Gesprächssendung werden jeweils vier bis fünf Neuerscheinungen besprochen.

Sonntag, 07.07. / 11:30 Uhr / Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke
Zusammenfassung der Verleihung, Juni 2019
Moderation: Sandra Rieß, Thomas Heinze
Erstausstrahlung
ARD/BR/3sat

Am 25. Juni 2019 wird im Münchner Cuvilliés-Theater während einer feierlichen Gala der „Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke“ verliehen.

Mit der verliehenen Auszeichnung werden Filmkünstler gewürdigt, die sich mit ihren Werken für Toleranz, Humanität und Aufklärung einsetzen. 3sat zeigt die Zusammenfassung der Preisverleihung.

Sonntag, 07.07. / 18:00 Uhr /kinokino extra: Filmfest München 2019 – Bilanz
Das Filmmagazin
Erstausstrahlung
ARD/BR/3sat

Vom 27. Juni bis zum 6. Juli 2019 findet das 37. Filmfest München statt. Traditionell zieht „kinokino extra“ die Bilanz des Filmfests und stellt die Höhepunkte der zehn Festival-Tage vor.

Renommierte Regisseure und junge Talente, Stars und Newcomer stellen auf Deutschlands größtem Sommerfestival ihre neusten Werke vor. „kinokino extra“ präsentiert Interviews mit Machern und Zuschauern, spannende Begegnungen und die großen Premieren.

„kinokino extra“ ist auch dabei, wenn bedeutende Auszeichnungen wie der „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ und der „CineMerit Award“ verliehen werden und berichtet von Entdeckungen und Trends.

Sonntag, 07.07. / 18:30 Uhr / Museums-Check mit Markus Brock: Landesgalerie Niederösterreich Krems
Erstausstrahlung
ARD/SWR/3sat

Die Architektur der Landesgalerie Niederösterreich in Krems sticht ins Auge. Der avantgardistisch gedrehte Bau strebt dynamisch in den Himmel. Er soll optisch Ausdruck der Gegenwart sein.

Ende Mai 2019 eröffnet das neue Museum für das österreichische Kunstschaffen. Es wird Zentrum der Kunstmeile Krems, an der sich mehrere Museen aneinanderreihen. Für den „Museums-Check“ besucht Markus Brock die Landesgalerie Niederösterreich samt Karikaturmuseum Krems.

Als Gast begrüßt Markus Brock den österreichischen Schauspieler und Sänger Manuel Rubey. Mit der Titelrolle von „Falco – Verdammt, wir leben noch!“ schaffte Rubey 2008 den Durchbruch. Der 40-jährige Wiener fühlt sich auf der Bühne aber genauso heimisch wie vor der Kamera, sei es als Kabarettist oder als Frontmann der Band „Familie Lässig“.

„Abstand kurbelt das Denken an“, meint Rubey, ob auf Reisen oder bei einem Museumsbesuch. Gemeinsam mit Markus Brock erkundet er die Landesgalerie Niederösterreich. Sie verbindet die Bestände der Landessammlungen Niederösterreich mit wichtigen Privatkollektionen. Mit seinem Ausstellungsprogramm will das neue Museum auf Fragen der Gegenwart reagieren. Welche Bedeutung hat etwa Europa für uns? Kann Kunst helfen, die Welt von heute besser zu verstehen?

Zur Eröffnung sind gleich mehrere Ausstellungen zu sehen. Die Schau „Ich bin alles zugleich“ thematisiert die künstlerische Selbstdarstellung seit dem 19. Jahrhundert. Ausgehend vom österreichischen Weltkünstler Egon Schiele versammelt die Schau unter anderem Selbstbildnisse von Oskar Kokoschka, Arnulf Rainer und zeitgenössischen Malern. Mal inszenieren sie sich mit verzerrten Grimassen, dann als Heiligenfiguren oder Superstars.

Eine Einzelausstellung zeigt das feministische Werk von Renate Bertlmann. Die Biennale-Künstlerin hat sie selbst kuratiert. Ironie, Utopie und Pornografie, das sind ihre zentralen Themen. Neben legendären Arbeiten der 1970er- und 1980er-Jahre zeigt sie eine Installation mit 126 Urnen, die sie teilweise mit persönlichen Inhalten füllt. „Die Urnen-Nischen sind Orte der Stille, denen wir Intimes anvertrauen“, sagt die Österreicherin.

Im Karikaturmuseum Krems, das zu den wichtigsten europäischen Museen seiner Art zählt, macht Markus Brock eine fiktive Reise ins Weltall. Die aktuelle Ausstellung „Wettlauf zum Mond“ zeigt anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der ersten Mondlandung am 21. Juli 1969 historische Karikaturen und Dokumentationen. Sie skizzieren den Wettlauf ins All, der damals zwischen den USA und der ehemaligen UdSSR entbrannte.

3satFestspielsommer

Sonntag, 07.07. / 20:15 Uhr / Schleswig-Holstein Musik Festival 2019 – Eröffnungskonzert
Musik- und Kongresshalle, Lübeck

Mit Janine Jansen (Geige)

Programm:
– Johann Sebastian Bach: Chor (Ciaccona) „Meine Tage in dem Leide“ aus der Kantate „Nach dir, Herr, verlanget mich“ BWV 150
– Johannes Brahms: Violinkonzert d-Dur op. 77, Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Orchester: NDR Elbphilharmonie Orchester
Musikalische Leitung: Krzysztof Urbanski
Erstausstrahlung
ARD/NDR/3sat

Gemeinsam mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und dem NDR Chor eröffnen Violinistin Janine Jansen und Krzysztof Urbański das Schleswig-Holstein Musik Festival 2019.

Die Niederländerin spielt Brahms‘ Violinkonzert in D-Dur op. 77. Außerdem steht Johannes Brahms‘ Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 auf dem Programm. Für den Finalsatz griff Brahms auf die Form einer barocken Passacaglia oder Chaconne zurück, ursprünglich ein Volkstanz.

Hierfür verarbeitete er ein an das Bassthema vom Schlusschor aus Johann Sebastian Bachs Kantate „Nach dir, Herr, verlanget mich“ angelehntes Thema.

Das Eröffnungskonzert des „Schleswig-Holstein Musik Festival 2019“ bietet seinem Publikum nun die äußerst seltene Gelegenheit, vor Brahms‘ sinfonischem Meisterwerk Bachs Chor mit jenem Ciaccona-Thema zu hören, das in leicht abgewandelter Form in der Sinfonie wieder auftaucht.

Redaktionshinweis: 3sat setzt den diesjährigen „3satFestspielsommer“ am Samstag, 13. Juli, um 18.30 Uhr mit „Anna Netrebko in der Arena di Verona: Il Trovatore“ fort. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt das Konzert „Klassik am Odeonsplatz“.

Montag, 08.07. / 02:10 Uhr / Eagles: Hell Freezes Over
Warner Studios, Burbank, USA, 1994
Regie: Beth McCarthy
3sat

Im April 1994 stehen die Eagles 14 Jahre nach ihrer Auflösung im Rahmen eines MTV-Specials für ein Live-Album in Burbank wieder zusammen auf der Bühne. Sie sind in Bestform.

„Nur wenn die Hölle zufriert, spielen wir wieder zusammen“, sagt Sänger und Schlagzeuger Don Henley 1980 nach dem Ende der Eagles. Zusammen mit Glenn Frey, Don Felder, Joe Walsh und Timothy B. Schmit, springt Henley über seinen Schatten – und das Comeback gelingt.

Nicht zuletzt wegen der atemberaubenden Akustik-Fassung des Welthits „Hotel California“, hält sich das Album zwei Wochen auf Platz 1 der amerikanischen Hitparade und wird allein in den USA neunmillionenfach verkauft.

„Wir haben uns ja nie aufgelöst“, scherzt der 2016 verstorbene Glenn Frey während der Aufzeichnung, „wir haben uns nur einen 14-jährigen Urlaub gegönnt“.

Auch Glenn Frey hatte zuvor nicht an eine Wiedervereinigung geglaubt. Ein „Recycling der alten Hits wie es die Beach Boys machen, um zu einem Museum zu werden“ sei nicht seine Sache, sagt er 1982 dem „People Magazin“, und er fährt fort: „Eine Eagles-Tour unter dem Motto ‚Verlorene Jugend & Gier‘ wird es nicht geben.“ Doch die Zeit heilt alle Wunden, die Eagles spielen zwei Unplugged-Shows vor Publikum und veröffentlichen das Ergebnis auf „Hell Freezes Over“. Die sich anschließende Tournee mit 160 Konzerten dauert drei Jahre und wird eine der erfolgreichsten Unternehmungen der Geschichte des Pop.

Montag, 08.07. / 03:10 Uhr / Eagles: Farewell I Tour – Live from Melbourne
Rod Laver Arena, Melbourne, Australien, 2004
Regie: Carol Dodds
3sat

Im November 2004 stehen die Eagles ohne Gitarrist Don Felder als Quartett an drei Abenden in Melbourne auf der Bühne. Die begeisterten Fans erleben alle Hits in gewohnt perfektem Sound.

Angekündigt als erste Abschiedstour, wollen die Eagles gar nicht „goodbye“ sagen. „Je länger das dauert, klingen die Songs immer besser. Indem wir es ‚Farewell 1‘ nennen, bedeutet es, dass ‚Farewell 2‘ bald folgen wird,“ sagt damals Glenn Frey, der 2016 stirbt.

Don Felder, 2001 von den Eagles gefeuert, wird in Melbourne durch Steuart Smith ersetzt, der sich bei den Soli sehr nahe an Felder orientiert. „Mit 35 hätte ich nie geglaubt, dass wir immer noch auf der Bühne stehen würden und solche Konzerte wie dieses geben, vor so vielen Zuschauern“, erzählt Don Henley in einem Interview am Ende des Auftritts.

Die Setlist bietet Songs der Supergruppe und Solostücke, die in Melbourne ein nahtloses Gesamtwerk präsentiert. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Don Henley und Glenn Frey als verbitterte Feinde gegenüberstehen.

Montag, 08.07. / 04:25 Uhr / In memoriam Tom Petty: Live from Gatorville
Stephen C. O’Connell Center, Gainesville, Florida, USA, 2006
Regie: Joe Thomas
3sat

Am 2. Oktober 2017 stirbt Tom Petty mit 66 Jahren an einem Herzstillstand in Malibu. Für den „Rolling Stone“ ist er einer der 100 größten Musiker und besten Songwriter aller Zeiten.

Man bringt Tom Petty noch lebend ins Krankenhaus, doch er stirbt wenig später, umgeben von seiner Familie, seinen Band-Mitgliedern und Freunden. Wenige Tage zuvor stand er in Los Angeles noch auf der Bühne, für November waren Konzerte in New York angekündigt.

Im Dezember 2016 sagt Tom Petty dem „Rolling Stone“ in einem Interview: „Wir sind alle schon in den hohen 60ern. Ich will mein Leben nicht auf Tour verbringen.“

Tom Petty und die Heartbreakers haben gerade den 40. Jahrestag ihres Debütalbums gefeiert und proben Ende 2016 für ihre neue Tour. „Wir schütteln den Rost ab“, sagt Tom Petty, „aber ich würde lügen, wenn ich nicht sage, dass es unsere letzte große Tour werden könnte. Ich habe eine Enkelin, und die will ich so oft wie möglich sehen.“

Tom Petty ist einer der größten Künstler der Musikgeschichte. 2002 werden er und seine Heartbreakers in die „Rock and Hall of Fame“ aufgenommen. 1976 gründet er „Tom Petty & the Heartbreakers“, geht 1987 mit Bob Dylan auf Welttournee und spielt im September als dessen Vorgruppe vor 80 000 Zuschauern in Ost-Berlin.

Im Frühjahr 1988 arbeitet George Harrison in Bob Dylans Studio. Zufällig sind Jeff Lynne, Roy Orbison und Tom Petty in der Nähe, komponieren und nehmen zusammen an einem Tag den späteren Hit „Handle with Care“ auf und gründen die Supergruppe „The Traveling Wilburys“.

Ein Jahr später ist Tom Petty auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Er komponiert Hits wie „I Won’t Back Down“, „Free Fallin'“ und eine Coverversion des Byrds-Stücks „Feel a Whole Lot Better“, die mehrfach mit Platin ausgezeichnet wird. Im gleichen Jahr wird Tom Petty für seine Arbeit mit den Traveling Wilburys mit einem Grammy-Award ausgezeichnet. Auch im Kino und im Fernsehen kann man Tom Petty erleben: An der Seite von Kevin Costner im Film „Postman“ (1997) und als Zeichentrickfigur in einer Folge der „Simpsons“.

3sat präsentiert den unvergessenen Superstar in einem Konzert in seiner Heimatstadt Gainesville, Florida.

Montag, 08.07. / 05:25 Uhr / Kenny Loggins and Friends: Live on Soundstage
WTTW Grainger Studio, Chicago, USA, 2016
Regie: Joe Thomas
3sat

Im August 2016 begeistert der amerikanische Sänger, Gitarrist und Komponist Kenny Loggins seine Fans im Rahmen eines Konzerts in Chicago. Mit seinen Gästen ist er bei „Soundstage“.

Weltweit bekannt wird Loggins 1984 mit dem Hit „Footloose“. Der Song steht drei Wochen auf Platz 1 der Billboard-Hitparade, erhält eine Oscar-Nominierung und verliert knapp gegen Stevie Wonders „I Just Called to Say I Love You“.

Neben seinen musikalischen Gästen David Foster und Michael McDonald, begrüßt Kenny Loggins auf der Bühne auch Jim Messina, seinen früheren Duo-Partner, mit dem er von 1970 bis 1976 als „Loggins and Messina“ erfolgreich zusammenarbeitet.

Ab 1977 startet Kenny Loggins seine Solokarriere und erlaubt sich immer wieder Zeit für Duette mit anderen Stars, wie dem Top-10-Hit „Whenever I Call You Friend“ mit Stevie Nicks von Fleetwood Mac und dem Hit „This Is It“ aus dem Jahr 1979 zusammen mit Michael McDonald von den Doobie Brothers. Für den Ohrwurm „What a Fool Believes“, komponiert von Kenny Loggins und Michael McDonald, erhält er 1980 den Grammy.

Dienstag, 09.07. / 06:00 Uhr / Bauhausfrauen Die vergessenen Pionierinnen einer Kunstbewegung
Film von Nico Weber
(Erstsendung: 13.04.2019)
ZDF

1919 öffnete das Staatliche Bauhaus in Weimar seine Pforten. Lange unterschätzt und wenig beachtet haben Frauen dort maßgeblich zur Erfolgsgeschichte der Kunsthochschule beigetragen.

Filmemacherin Nico Weber nimmt den 100. Geburtstag der gefeierten Architektur-, Kunst- und Designschule zum Anlass, die Rolle der Frauen am Bauhaus zu hinterfragen. Ihre Dokumentation würdigt das Schaffen der Frauen am Bauhaus in allen gestalterischen Bereichen.

Beflügelt durch das frisch erworbene Frauenwahlrecht hatten sich anfangs viele junge Frauen um die Aufnahme am Bauhaus beworben. So viele, dass der Direktor Walter Gropius befürchtete, die Assoziation mit weiblichem Kunsthandwerk schade dem Renommee der frisch gegründeten Institution. So blieben prestigeträchtige Bereiche wie die Architektur weiterhin den männlichen Studenten und Lehrkräften vorbehalten – eine Tatsache, an der sich bis heute wenig geändert hat.

In ihrer Dokumentation zeigt Nico Weber die Entwicklung von der euphorischen Vision, modernen Lebensraum mitgestalten zu dürfen, bis hin zu der ernüchternden Erkenntnis, trotz aller Bemühungen weitgehend auf typisch weiblichen Bereiche wie die Webereiklasse beschränkt zu sein. Vielversprechende Karrieren wurden im Keim erstickt, einige endeten tragisch, nachdem die Schule 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurde. Der Film nimmt Biografien von Bauhäuslerinnen unter die Lupe und schlägt in zahlreichen Gesprächen mit Fachleuten und Kulturschaffenden den Bogen von damals bis zu den aktuellen Debatten über berufliche Gleichberechtigung, Feminismus und Sexismus. Zu Wort kommt unter anderen die Kultur- und Designhistorikerin Professor Dr. Anja Baumhoff, eine der Ersten, die sich wissenschaftlich mit der Genderfrage am Bauhaus beschäftigt haben.

Der Schauspieler Joost Siedhoff, Sohn der Bauhaus-Schülerin Alma Siedhoff-Buscher, erinnert sich an seine Mutter und seine Kindheit am Bauhaus, die junge Schriftstellerin Theresia Enzensberger spricht von ihrer literarischen Beschäftigung mit dem Thema, und die in Paris lehrende Architekturprofessorin Jana Revedin erzählt von ihren Recherchen zu Walter Gropius‘ Frau Ise und deren Rolle an der Kunstschule.

Mittwoch, 10.07. / 09:15 Uhr / Architekten des Klangs ~ Bauen für den perfekten Ton
Film von Günter Atteln
(Erstsendung: 09.03.2019)
3sat

Wie schafft man einen Raum, dessen Klang Publikum und Musiker gleichermaßen begeistert? Einen Saal, der Architektur mit Klang verwebt – und damit selbst zum Instrument wird?

Star-Akustiker feilen auf der Suche nach dem perfekten Sound mit Hightech am Raumklang von Konzertsälen in aller Welt. Sounddesign bestimmt auch unser Erleben im Alltag. In dem Film gewähren einige der besten Akustiker Einblick in ihre Hexenküche der „Klangwunder“.

Bei der Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg wurde neben der spektakulären Architektur auch ihre herausragende Akustik gefeiert – und Yasuhisa Toyota wurde zum Liebling der Medien. Von der „ZEIT“ zum „Dr. Sound“ geadelt, ist der sympathische Japaner einer der weltweit gesuchten Stars unter den Akustikern. Neben Yasuhisa Toyota zählen dazu vor allem Jürgen Reinhold oder auch Martijn Vercammen, der in der im Oktober 2017 wiedereröffneten Berliner Staatsoper Daniel Barenboims Herzenswunsch nach einer besseren Akustik des prachtvollen Gebäudes hat Wirklichkeit werden lassen.

Filmemacher Günter Atteln lässt sich von den Raumakustikern in einigen der bedeutendsten Konzert- und Opernhäusern die Besonderheiten – und Probleme – dieser Räume erklären, besucht mit Valery Gergiev den Rohbau der neuen Philharmonie in Moskau und beobachtet die Maßnahmen zur Klang-Korrektur in der ehrwürdigen Mailänder Scala. Die Cellistin Anastasia Kobekina demonstriert, wie sich die unterschiedlichen Akustiken von Konzerträumen nicht nur auf den Klang ihres Instruments, sondern auch auf sie selbst und ihre Spielweise auswirken.

Wie sehr uns Klangeindrücke nicht nur im Konzertsaal, sondern auch in alltäglichsten Situationen beeinflussen, zeigen Exkurse in das weite Feld des Produkt-Klangdesigns: vom „fetten“ Sound einer schließenden Autotür über das satte Klicken eines Blinkerhebels bis zum richtigen „Crunch“ von Cornflakes und dem knackig klingenden Biss von Würstchen: Psychoakustik und Sounddesign bestimmen unser oft unterbewusstes Erleben – und unsere Emotionen.


Samstag, 13.07. / 3satThementag: Klassikstars

Samstag, 13.07. / 08:05 Uhr / Die Tragödie von Romeo und Julia
von William Shakespeare in der Neuübersetzung von
Frank-Patrick Steckel, Thalia Theater, Hamburg 2014
3sat
Pater Lorenz: Stephan Bissmeier
Mercutio: Julian Greis
Benvolio: Pascal Houdus
Romeo: Mirco Kreibich
Capulet: Matthias Leja
Amme: Karin Neuhäuser
Paris: Sven Schelker
Julia: Birte Schnöink
Tybalt: Rafael Stachowiak
Lady Capulet: Oda Thormeyer
u. a.
Live-Musik: Anja Plaschg (Julia), Anton Spielmann (Romeo)

Bühnenbild: Florian Lösche
Kostüme: Pauline Hüners
Choreografie: Dorothea Ratzel
Inszenierung: Jette Steckel
Fernsehregie: Peter Schönhofer

Zwei Liebende, die aus verfeindeten Familien stammen und durch unglückliche Umstände in den Selbstmord getrieben werden: „Romeo und Julia“ ist die tragischste aller Liebesgeschichten.

Shakespeares Tragödie ist universell und zeitlos, schön und traurig. Jette Steckel inszeniert den Klassiker in einer neuen, frischen Übersetzung. Auf drei Ebenen wird die Geschichte von Liebe, Leid, Familienfehde und Tod dargestellt.

Romeo und Julia werden von den Schauspielern Mirco Kreibich und Birte Schnöink, von den Musikern Anton Spielmann und Anja Plaschg sowie von 20 männlichen und 20 weiblichen Hamburger Jugendlichen verkörpert. Auf einer sinister-kargen Bühne entfaltet sich über Vorhänge aus Lichterketten die ganze Welt der Liebenden. Mal funkelnd wildes Party-Ambiente, mal melancholisch zweisames Liebesnest, mal düsteres Verlies, einzig illuminiert durch Julias leuchtendes Kleid. Das Lichtkonzept erschafft Räume und Atmosphäre, ein großer Abend für eine unbedingte, aber chancenlose Liebe, voller starker, dröhnender Live-Musik, Pantomime, Slapstick und Melancholie.

3sat zeigt eine Aufzeichnung von „Die Tragödie von Romeo und Julia“ aus dem Thalia Theater, Hamburg 2014.

Samstag, 13.07. / 11:00 Uhr / Schwanensee
Ballett in vier Akten op. 20 von Peter Iljitsch
Tschaikowsky, Opernhaus Düsseldorf, Juli 2018
ARD/WDR
3satThementag: Klassikstars

Siegfried: Marcos Menha
Odette: Marlúcia do Amaral
Siegfrieds Mutter: Virginia Segarra Vidal
Zeremonienmeister: Chidozie Nzerem
Benno: Alexandre Simões
Odile: Camille Andriot
Odettes Stiefmutter: Young Soon Hue
Rotbart: Sonny Locsin
Odettes Großvater: Boris Randzio
u. a.
Dramaturgie: Anne do Paço
Bühnenbild: Florian Etti
Kostüme: Florian Etti
Choreografie: Martin Schläpfer
Musikalische Leitung: Axel Kober

Die Kritiker-Umfrage der „Deutschen Bühne“ kürte Martin Schläpfer für seinen „Schwanensee“ zum Choreographen des Jahres 2018. 3sat zeigt die bildstarke Aufzeichnung Peter Schönhofers.

Das Ballett am Rhein wird von den Düsseldorfer Symphonikern unter Leitung von Axel Kober begleitet. Florian Etti zeichnet für die Bühne und die Kostüme, Stefan Bolliger für das Lichtdesign verantwortlich.

Siegfried soll heiraten, doch er ist jung und will seine Freiheit. An einem geheimnisvollen See wird er von einem fremden Mädchen magisch in Bann gezogen. Odette ist in einem bösen Zauber gefangen und nimmt nur, wenn es dunkel wird, für einige Stunden menschliche Gestalt an.

„Schwanensee“ ist das berühmteste Ballett aller Zeiten. Seit seiner Uraufführung 1877 am Moskauer Bolschoi-Theater hat das romantische Tanzmärchen zu Peter Iljitsch Tschaikowskys berühmter Partitur zahlreiche Deutungen erfahren. Der Schweizer Choreograf Martin Schläpfer erzählt die märchenhafte Geschichte über das Erwachsenwerden in seiner Interpretation des Werks in seiner hochexpressiven Tanzsprache und entführt in eine Welt, in welche die Schwarze Romantik mit all ihren Geheimnissen, Träumen, Sehnsüchten und dunklen Wesen hereinbricht.

Peter Schönhofer wurde unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis für die Fernsehregie von Peter Steins „Faust I“ sowie dem Deutschen Kamerapreis für die Aufzeichnung der Oper „Mitridate“ bei den Salzburger Festspielen ausgezeichnet und zweifach für den Grimme-Preis nominiert.

Samstag, 13.07. / 13:15 Uhr / Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker in Luzern 2017
Lucerne Festival 2017 – Aus dem KKL Luzern
SRF

Ein letztes Mal kam Sir Simon Rattle 2017 als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker nach Luzern. Zu seinem Abschied erzählte er mit Haydns epochaler „Schöpfung“, wie die Welt entstand.

Haydns Oratorium beschreibt, wie aus dem ungestalteten, formlosen Chaos Himmel und Erde hervorgingen, wie das Licht über die Finsternis triumphierte, wie Pflanzen und Tiere den Erdball zu bevölkern begannen und wie schließlich der Mensch ins Leben trat.

Haydn war schon im fortgeschrittenen Alter, als er dieses Oratorium zwischen 1796 und 1798 komponierte. Es enthält einige seiner kühnsten musikalischen Ideen, weit seiner Zeit voraus, mit atemberaubenden Effekten. Etwa wenn aus den verschleierten Pianissimo-Klängen der Dunkelheit das Licht mit einem gleißenden C-Dur-Akkord im Forte hervorbricht.

Samstag, 13.07. / 15:00 Uhr / Galakonzert der Wiener Philharmoniker in der Mailänder Scala
Erstausstrahlung
3sat

Ein besonderes Highlight findet 2019 in der schönen Kulisse der Mailänder Scala statt: Die Wiener Philharmoniker bieten zusammen mit weltberühmten Künstlern einen unvergesslichen Musikgenuss.

Die Wiener Philharmoniker gelten zu Recht als prominenter Exportartikel Österreichs im Kulturbereich. Das Orchester tritt mit seinen Reisekonzerten immer an besonderen Orten auf. Die musikalische Leitung teilen sich in Mailand Gustavo Dudamel und Plácido Domingo.

Samstag, 13.07. / 16:30 Uhr / Tosca
Oper in drei Akten von Giacomo Puccini (1858-1924)
Großes Festspielhaus, Osterfestspiele Salzburg 2018
ORF

Floria Tosca: Anja Harteros
Mario Cavaradossi: Aleksandrs Antonenko
Baron Scarpia: Ludovic Tézier
Cesare Angelotti: Andrea Mastroni
Der Mesner: Matteo Peirone
Spoletta: Mikeldi Atxalandabaso
Sciarrone:
Rupert Grössinger
Ein Schließer: Levente Páll
u. a.

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach „La Tosca“ von Victorien Sardou
Bühnenbild: Renate Martin, Andreas Donhauser
Kostüme: Renate Martin, Andreas Donhauser
Chor: Salzburger Bachchor, Salzburger Festspiele und, Theater Kinderchor
Orchester: Sächsische Staatskapelle, Dresden
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Michael Sturminger

Die Osterfestspiele Salzburg setzten 2018 auf ein Hauptwerk der italienischen Oper: Giacomo Puccinis „Tosca“ wurde von Michael Sturminger neu inszeniert.

Liebe, Eifersucht, Verrat und Tod – diese Zutaten machen die „Tosca“ zu einem Dauerbrenner auf den internationalen Opernbühnen. Als „Krimi“ und „Groschenroman“ charakterisiert Regisseur Sturminger die Handlung, denn sie zeige Menschen in Extremsituationen.

Als größte Herausforderung bei der Inszenierung bezeichnet Sturminger, dass Zeit und Ort des Geschehens eindeutig fixiert sind: Um 1800 versuchte Napoleon, Italien zu „republikanisieren“, die militärischen Auseinandersetzungen in diesem Zusammenhang bilden den historischen Hintergrund der Opernhandlung. Die Schauplätze – die Kirche Sant’Andrea della Valle, der Palazzo Farnese und die Engelsburg – sind heute römische Touristenattraktionen, die jedermann jederzeit besuchen kann, und sie waren auch zum Zeitpunkt der Komposition historische Stätten.

Sturmingers Herangehensweise: „Alles so machen, wie es immer war, und nichts so lassen, wie die Leute es gewohnt sind“. Eine spannende Neudeutung des Opernklassikers ist also zu erwarten. Musikalisch wird die Neuproduktion von Stardirigent Christian Thielemann geleitet. In einer der bekanntesten Arien der Opernliteratur – „E lucevan le stelle“ – erinnert sich der Maler Cavaradossi an seine Liebe zur Sängerin Floria Tosca und beklagt, dass sein Leben so plötzlich enden wird. Der lettische Tenor Aleksandrs Antonenko verkörpert diese Partie in der Neuinszenierung. Die Titelrolle singt Superstar Anja Harteros. Die deutsche Sopranistin hat bei den Osterfestspielen Salzburg zuletzt als Sieglinde in Wagners „Walküre“ für Jubel gesorgt. Der Franzose Ludovic Tézier singt den Scarpia.

Samstag, 13.07. / 18:30 Uhr / Anna Netrebko in der Arena di Verona: Il Trovatore
3satFestspielsommer
Eine Oper von Giuseppe Verdi, Italien 2019
3sat

Leonora: Anna Netrebko
Manrico: Yusif Eyvazov
Graf Luna: Luca Salsi
Azucena: Dolora Zajick
Ferrando: Riccardo Fassi
Ines: Elisabetta Zizzo
Ruiz: Carlo Bosi
u. a.

Bühnenbild: Franco Zeffirelli
Kostüme: Raimonda Gaetani
Choreografie: El Camborio, Lucia Real
Chor: Arena di Verona
Orchester: Arena di Verona
Musikalische Leitung: Pier Giorgio Morandi
Regie: Franco Zeffirelli
Fernsehregie: Tiziano Mancini
Erstausstrahlung

Anna Netrebko feiert ihr Debüt beim Opernfestival in der Arena di Verona, einer der spektakulärsten Open-Air-Spielstätten weltweit, mit Verdis Oper „Il Trovatore“.

Die berühmte Sopranistin steht zusammen mit ihrem Ehemann auf der Bühne, dem Tenor Yusif Eyvazov. Sie verkörpern das Liebespaar Leonora und Manrico. Regisseur Franco Zeffirelli verwandelt den Bühnenraum des römischen Amphitheaters in ein beeindruckendes Spektakel.

Der Italiener Zeffirelli ist ein Meister opulenter und monumentaler Bilder und macht sich mit seiner Szenengestaltung jede Dimension der Arena zunutze. Das Sänger- und Ehepaar Netrebko und Eyvazov komplettiert die Opernaufführung aus der Arena di Verona mit ihrer stimmlichen Präsenz und Virtuosität.

Verdi schuf mit seiner Oper ein wahres Meisterwerk. Sie lebt nicht aus der verwirrenden Handlung, sondern vor allem aus der facettenreichen musikalischen Sprache: ausdrucksstarke Melodien, emotionsgeladene Arien und effektvolle Chöre. Schon die Uraufführung in Rom im Jahr 1853 traf das Publikum mitten ins Herz, und in Windeseile verbreitete sich die Oper in der ganzen Welt. Bis heute zählt „Il Trovatore“ zu den populärsten Verdi-Opern.

Samstag, 13.07. / 21:00 Uhr / Klassik am Odeonsplatz 2019
3satFestspielsommer

Mit der Solistin Renée Fleming (Sopranistin)

Programm u.a.:
Peter Iljitsch Tschaikowsky: „Eugen Onegin“, op. 24.
„Puskai pogibnu ja, no preshde“ Rezitativ und Briefszene der Tatjana, 1. Akt
Richard Rogers: „You’ll never walk alone“
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 5 e-Moll,
op. 64

Orchester: Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Musikalische Leitung: Alan Gilbert
ARD/BR

Der Termin zählt zu den festen Größen im Münchner Kultursommer: Auch 2019 verwandelt sich der Odeonsplatz wieder in einen Konzertsaal mit besonderem Flair.

An diesem Abend gehört die Bühne dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Alan Gilbert. Solistin ist die Sopranistin Renée Fleming, eine der großartigsten Persönlichkeiten der internationalen Opernszene.

Sie singt Stücke aus ihrer US-amerikanischen Heimat, die atmosphärisch hervorragend zu einem Sommerabend passen. Im zweiten Teil von „Klassik am Odeonsplatz“ kommt Peter Iljitsch Tschaikowskys ebenso romantische wie mitreißende Symphonie Nr. 5 e-Moll, op. 64 zur Aufführung.

Redaktionshinweis: Am Mittwoch, 17. Juli, geht es mit dem „3satFestspielsommer“ weiter: Um 10.15 Uhr zeigt 3sat die „Eröffnung Bregenzer Festspiele 2019“.

Samstag, 13.07. / 22:50 Uhr / Carmina Burana aus der Verbotenen Stadt, Peking 2018
Mit Aida Garifullina (Sopranistin), Toby Spence (Tenor) und Ludovic Tézier (Bariton)
Chor: Wiener Singakademie, Shanghai Spring, Childrens Choir
Orchester: Shanghai Symphony Orchestra
Musikalische Leitung: Long Yu
Regie: Tiziano Mancini
ORF

Die geheimnisvolle, exotische Atmosphäre der Verbotenen Stadt in Peking und das monumentale Chorwerk „Carmina Burana“ sorgen für einen Musik-Event mit Seltenheitswert.

Erstmals seit vielen Jahren findet wieder ein klassisches Konzert auf dem Platz vor dem berühmten Kaiserlichen Ahnentempel Taimiao statt. Mit „Carmina Burana“ in Peking präsentiert sich die Wiener Singakademie einmal mehr einem internationalen Publikum.

Die Solopartien übernimmt ein internationales Starensemble mit der russischen Sopranistin Aida Garifullina, dem britischen Tenor Toby Spence sowie dem französischen Bariton Ludovic Tézier. Long Yu dirigiert das Shanghai Symphony Orchestra. „Carmina Burana“ in der Verbotenen Stadt – das ist die Verbindung von chinesischer und europäischer Kultur zu einem umfassenden visuellen und musikalischen Erlebnis.

Orffs Kantate beruht auf den Texten einer mittelalterlichen Liedersammlung, die 1803 im Kloster Benediktbeuern entdeckt wurden. Sie erzählen von den fundamentalen Themen, die über alle Zeiten und Kulturkreise hinweg ewig aktuell bleiben: von Liebe und Lebensfreude, von Glück und Leid. Orff hat dazu eine Musik komponiert, die sich aufs Beste mit dem archaischen Duktus der lateinischen und mittelhochdeutschen Texte verbindet. Nicht umsonst gehört „Carmina Burana“ heute zu den bekanntesten Werken der Musik des 20. Jahrhunderts überhaupt.

Für die monumentalen Chorpartien zeichnet die Wiener Singakademie verantwortlich. Der Chor des Wiener Konzerthauses wurde 1858 gegründet und war bei den großen Maestros immer schon beliebt. Johannes Brahms leitete ihn, Gustav Mahler und Richard Strauss schätzten die Zusammenarbeit, Edvard Grieg und Anton Rubinstein traten ans Dirigierpult, um ihre Werke gemeinsam in Erstaufführungen dem Wiener Publikum zu präsentieren.

Samstag, 13.07. / 00:00 Uhr / Das English National Ballet tanzt GISELLE
3sat

Giselle: Tamara Rojo
Albrecht: James Streeter
Hilarion: Jeffrey Cirio
Myrtha:
Stina Quagebeur
Bathilde: Begona Cao
Landlord:
Fabian Reimair
u. a.

Dramaturgie: Ruth Little
Bühnenbild: Tim Yip
Kostüme: Tim Yip
Ensemble: English National Ballet
Choreografie: Akram Khan
Musik: Vincenzo Lamagna
Orchester: English National Ballet, Philharmonic
Musikalische Leitung: Gavin Sutherland
Regie: Akram Khan
Erstausstrahlung

„Giselle“ ist DIE romantische Ballett-Ikone. Der weltweit angesagte Choreograf und Visionär des zeitgenössischen Tanzes Akram Khan stürzt den Klassiker aus dem Märchenhimmel in die Realität.

Akram Khan ist in Indien aufgewachsen. Die Kultur und Elendszustände des Landes haben ihn geprägt. Seine persönliche „Giselle“-Geschichte fußt auf dem Gebäudeeinsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Sabhar. Getanzt wird Giselle von Tamara Rojo.

In Akram Khans Produktionen geht es um Höllenorte wie die Textilfabriken in Bangladesch und die Destruktionskraft gesellschaftlicher Hierarchien. Politische Fragen unserer Zeit sind Brennpunkte seiner Neuschöpfungen. So auch in seiner 2017 geschaffenen „Giselle“-Interpretation.

Akram Khans Giselle ist – wie die Titelheldin im berühmten Ballett von Théophile Gautier, Jean Coralli und Jules Perrot – verliebt in den Falschen: einen Albrecht, der nicht der Prinz ist, sondern Textilbaron. Wie ihr romantisches Vorbild setzt sich auch die moderne Giselle für das Leben ihres Geliebten ein – mit tödlichem Ausgang.

Allerdings distanziert sich Akram Khan von der romantischen Lesart und katapultiert das Werk ins 21. Jahrhundert: in die Hölle einer Textilfabrik in Indien, in der Arbeiterinnen in Zwölf-Stunden-Schichten für einen Hungerlohn arbeiten. Giselle gehört zu den Näherinnen. Damit zielt Akram Khan auf das tragische Unglück beim Gebäudeeinsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 in Sabhar, bei dem mehr als 1100 Menschen starben.

Optisch trennt im Ballett eine riesige Wand die Arbeiter von der Elite der Gesellschaft – den Fabrikbesitzern. Der 2. Akt spielt in der spirituellen Welt der „Willis“ im Reich der Toten. Hintergrund ist Akram Khans Auseinandersetzung mit dem indischen Epos Mahabharata, das Tod und Wiedergeburt, Karma, Glück und Leid beschreibt.

In Akram Khans Interpretation tragen die schönen Mädchen mit den fast durchsichtigen Körpern und langen Haaren Bambusstöcke – Insignien der Macht und eine Verlängerung der Arme, die zerstören. Es sind die Körper der missbrauchten und getöteten Textilarbeiterinnen.

Getanzt wird Giselle von Tamara Rojo, der Chefin des englischen Nationalballetts höchstpersönlich. Sie hat die besten Künstler für das Ballett beauftragt: Akram Khan, der eine beeindruckende Choreografie zwischen indischem Kathak und zeitgenössischem Tanz schafft. Vincenzo Lamagna, der die ursprüngliche Musikvorlage mit Industriegeräuschen und elektronischen Klängen überlagert. Den chinesischen, mehrfach preisgekrönten Künstler Tim Yip, der die Kostüme und das Bühnenbild kreierte.

Akram Khans Giselle wurde zur Produktion des Jahres 2017 gekürt und erhielt zahlreiche überschwängliche Kritiken, unter anderem in „The Guardian“ und „The Times“.

Samstag, 13.07. / 01:40 Uhr / Anna Netrebko in der Arena di Verona: Il Trovatore
Eine Oper von Giuseppe Verdi, Italien 2019
3sat

Leonora: Anna Netrebko
Manrico: Yusif Eyvazov
Graf Luna: Luca Salsi
Azucena: Dolora Zajick
Ferrando: Riccardo Fassi
Ines: Elisabetta Zizzo
Ruiz: Carlo Bosi

Bühnenbild: Franco Zeffirelli
Kostüme: Raimonda Gaetani
Choreografie: El Camborio, Lucia Real
Chor: Arena di Verona
Orchester: Arena di Verona
Musikalische Leitung: Pier Giorgio Morandi
Regie: Franco Zeffirelli
Fernsehregie: Tiziano Mancini

Anna Netrebko feiert ihr Debüt beim Opernfestival in der Arena di Verona, einer der spektakulärsten Open-Air-Spielstätten weltweit, mit Verdis Oper „Il Trovatore“.

Die berühmte Sopranistin steht zusammen mit ihrem Ehemann auf der Bühne, dem Tenor Yusif Eyvazov. Sie verkörpern das Liebespaar Leonora und Manrico. Regisseur Franco Zeffirelli verwandelt den Bühnenraum des römischen Amphitheaters in ein beeindruckendes Spektakel.

Der Italiener Zeffirelli ist ein Meister opulenter und monumentaler Bilder und macht sich mit seiner Szenengestaltung jede Dimension der Arena zunutze. Das Sänger- und Ehepaar Netrebko und Eyvazov komplettiert die Opernaufführung aus der Arena di Verona mit ihrer stimmlichen Präsenz und Virtuosität.

Verdi schuf mit seiner Oper ein wahres Meisterwerk. Sie lebt nicht aus der verwirrenden Handlung, sondern vor allem aus der facettenreichen musikalischen Sprache: ausdrucksstarke Melodien, emotionsgeladene Arien und effektvolle Chöre. Schon die Uraufführung in Rom im Jahr 1853 traf das Publikum mitten ins Herz, und in Windeseile verbreitete sich die Oper in der ganzen Welt. Bis heute zählt „Il Trovatore“ zu den populärsten Verdi-Opern.

Samstag, 13.07. / 04:10 Uhr / Carmina Burana aus der Verbotenen Stadt, Peking 2018
Mit Aida Garifullina (Sopranistin), Toby Spence (Tenor) und Ludovic Tézier (Bariton)
Chor: Wiener Singakademie, Shanghai Spring, Childrens Choir
Orchester: Shanghai Symphony Orchestra
Musikalische Leitung: Long Yu
Regie: Tiziano Mancini
ORF

Die geheimnisvolle, exotische Atmosphäre der Verbotenen Stadt in Peking und das monumentale Chorwerk „Carmina Burana“ sorgen für einen Musik-Event mit Seltenheitswert.

Erstmals seit vielen Jahren findet wieder ein klassisches Konzert auf dem Platz vor dem berühmten Kaiserlichen Ahnentempel Taimiao statt. Mit „Carmina Burana“ in Peking präsentiert sich die Wiener Singakademie einmal mehr einem internationalen Publikum.

Die Solopartien übernimmt ein internationales Starensemble mit der russischen Sopranistin Aida Garifullina, dem britischen Tenor Toby Spence sowie dem französischen Bariton Ludovic Tézier. Long Yu dirigiert das Shanghai Symphony Orchestra. „Carmina Burana“ in der Verbotenen Stadt – das ist die Verbindung von chinesischer und europäischer Kultur zu einem umfassenden visuellen und musikalischen Erlebnis.

Orffs Kantate beruht auf den Texten einer mittelalterlichen Liedersammlung, die 1803 im Kloster Benediktbeuern entdeckt wurden. Sie erzählen von den fundamentalen Themen, die über alle Zeiten und Kulturkreise hinweg ewig aktuell bleiben: von Liebe und Lebensfreude, von Glück und Leid. Orff hat dazu eine Musik komponiert, die sich aufs Beste mit dem archaischen Duktus der lateinischen und mittelhochdeutschen Texte verbindet. Nicht umsonst gehört „Carmina Burana“ heute zu den bekanntesten Werken der Musik des 20. Jahrhunderts überhaupt.

Für die monumentalen Chorpartien zeichnet die Wiener Singakademie verantwortlich. Der Chor des Wiener Konzerthauses wurde 1858 gegründet und war bei den großen Maestros immer schon beliebt. Johannes Brahms leitete ihn, Gustav Mahler und Richard Strauss schätzten die Zusammenarbeit, Edvard Grieg und Anton Rubinstein traten ans Dirigierpult, um ihre Werke gemeinsam in Erstaufführungen dem Wiener Publikum zu präsentieren.

Samstag, 13.07. / 05:20 Uhr / Can Can und Champagner – Das Moulin Rouge
Film von Susanne Freitag

(Erstsendung: 18.05.2015)
3sat

Das Moulin Rouge ist das wohl bekannteste Revuetheater der Welt. 1889 gegründet, galt es zunächst als frivole und unschickliche Lasterhöhle, in der sich die Pariser Bohème traf.

Heute ist es ein knallhart durchstrukturiertes Unternehmen: 400 Mitarbeiter bereiten täglich das Amüsierprogramm vor, 1700 Gäste kommen jeden Abend, das Theater gilt als größter Champagner-Konsument ganz Frankreichs.

In eigenen Werkstätten werden Schuhe gefertigt, die Federräder und Kostüme genäht. Größe und Gewicht der Tänzerinnen sind vorgeschrieben – nur so lässt sich der perfekte Can Can tanzen, der das Moulin Rouge weltberühmt machte.

Samstag, 13.07. / 05:35 Uhr / Les Puces – der größte Antiquitätenmarkt der Welt
Film von Christel Haas
(Erstsendung: 13.07.2019)
3sat

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die fliegenden Händler aus Hygiene-Gründen aus Paris vertrieben und ließen sich in Saint-Ouen an der Stadtgrenze nieder. Heute ist es der weltgrößte Flohmarkt.

Mit rund 1700 Händlern breitet er sich auf sieben Hektar aus und ist einer der Touristenmagnete der französischen Hauptstadt. Man findet dort alles: wahre Antiquitäten, Krimskrams, Kitsch. Der Film fängt die Stimmung des Marktes ein und stellt einige Händler vor.

Martin Derouet hat seit über 30 Jahren seinen Stand im ältesten Teil des Marktes. Er fertigt Tische aus historischem Parkett. Jedes Stück ist ein handgemachtes Unikum. Sein Sohn wird sowohl die Werkstatt in der Provinz als auch den Laden übernehmen.

Radouane ist Restaurator. Er sucht überall nach dem berühmten Schatz: Sperrmüll, Haushaltsauflösungen – kein Weg ist ihm zu weit. Die Antiquitätenhändler reißen ihm die von ihm wiederhergestellten Objekte aus den Händen.

Und dann gibt es DIE Institution der Puces, „Chez Louisette“. Seit den 1930er-Jahren ist es das Stammlokal der Besucher des Flohmarkts. Hier singt seit Jahrzehnten Manuela immer die gleichen Lieder – die von Edith Piaf. Dafür wurde sie vom französischen Kultusminister mit dem höchsten Orden des Landes ausgezeichnet, dem „Ordre des Arts et des Lettres“.

Sonntag, 14.07.: 3satThementag: Romanwelten

Sonntag, 14.07. / 06:00 Uhr / Uli, der Knecht
Spielfilm, Schweiz 1954
SRF

Uli: Hannes Schmidhauser
Vreneli: Liselotte Pulver
Johannes, Bodenbauer: Heinrich Gretler
Bodenbäuerin: Gertrud Jauch
Joggeli, Glunggenbauer: Emil Hegetschweiler
Glunggenbäuerin: Hedda Koppé
u. a.
Regie: Franz Schnyder
Länge: 100 Minuten

Uli ist ein Waisenkind. Nach anfänglichen Irrwegen wird er Meisterknecht und schließlich Pächter des Glungge-Hofes. Auf seinem Weg helfen ihm sein Meister und Vreneli, seine spätere Frau.

Zum 100. Todestag des Schweizer Bauerndichters Jeremias Gotthelf verfilmte Franz Schnyder 1954 das Epos. Hannes Schmidhauser verkörpert darin den Uli, Liselotte Pulver Vreneli. Der Film wurde zum Kinorenner und machte die beiden Hauptdarsteller zu Stars.

In der Folge adaptierte Franz Schnyder – ab 1957 als eigener Produzent – vier weitere Gotthelf-Romane für die Leinwand und wurde dadurch einer der erfolgreichsten Schweizer Kinoregisseure.

Sonntag, 14.07. / 07:40 Uhr / Uli, der Pächter
Spielfilm, Schweiz 1955
SRF

Uli: Hannes Schmidhauser
Vreneli: Liselotte Pulver
Joggeli, Glunggenbauer: Emil Hegetschweiler
Glunggenbäuerin: Hedda Koppé
Johannes: Erwin Kohlund
Hagelhannes: Leopold Biberti
u. a.
Regie: Franz Schnyder
Länge: 102 Minuten

Uli, der Knecht vom Bodenhof, ist eigenständiger Bauer auf dem Glungge-Hof geworden, begleitet und immer wieder auch beraten von Vreneli, seiner liebenswerten Frau.

Zweiter Teil der großen, bildkräftigen Gotthelf-Geschichte, gedreht von Franz Schnyder 1955. In den Hauptrollen sieht man wieder das Traumpaar Hannes Schmidhauser und Liselotte Pulver.

Sonntag, 14.07. / 09:25 Uhr /Spiel im Morgengrauen
Fernsehfilm, Österreich 2001
ORF

Steffi: Birgit Minichmayr
Wilhelm Kasda: Fritz Karl
Wilhelm Kasda (Kind): Aaron Karl
Konsul Schnabel: Karlheinz Hackl
Mutter Kasda: Brigitte Karner
u. a.

Literarische Vorlage: Arthur Schnitzler
Buch: Götz Spielmann
Regie: Götz Spielmann
Länge: 89 Minuten

Österreich in den letzten Jahren der Monarchie: Wilhelm Kasda, Leutnant der Infanterie, lebt das Leben eines jungen Offiziers. Dazu gehören kurz Affären wie die mit Steffi. Die Folgen hat.

Regisseur Götz Spielmann verfilmte erstmals einen literarischen Stoff mit historischem Rahmen und schrieb selbst das Drehbuch. Die Fülle spannender Charaktere, die Arthur Schnitzlers gleichnamige Novelle bietet, ist bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt.

Steffi ist eine einfache junge Frau. Kasda bemerkt nicht, dass deren Hingabe wirkliche Liebe ist. Nach einer gemeinsamen Nacht im Hotel legt Kasda ihr einen Geldschein hin und verschwindet. Ein paar Jahre später, im Juni 1914, wird Kasda von einem ehemaligen Kameraden, Oberleutnant von Bogner, aufgesucht. Er musste vor Jahren wegen Spielschulden seinen Abschied nehmen, ist nun verheiratet, arbeitet als Kassier in einem Büro und hat Geld veruntreut. Vor der bevorstehenden Geschäftsinventur benötigt er dringend 1000 Kronen. Kasda scheint seine letzte Rettung zu sein. Der aber ist selbst fast ohne Mittel, nimmt sich jedoch vor, am Abend beim Kartenspiel sein Glück zu versuchen. Doch als der Morgen dämmert, hat er 11 000 Kronen Schulden. Kasdas Existenz steht auf dem Spiel. Seine einzige Hoffnung ist sein reicher Onkel Robert. Doch der Onkel hat sein gesamtes Vermögen seiner jungen Frau überschrieben: Steffi. Sie ist nun die Einzige, die Kasda noch retten kann. Doch Steffi nutzt die Chance, sich für Kasdas schmachvolles Verhalten zu rächen.

Sonntag, 14.07. / 10:55 Uhr /Die unendliche Geschichte
Spielfilm, Deutschland 1983
ARD

3satThementag: Romanwelten

Atréju: Noah Hathaway
Bastian: Barret Oliver
Urgl: Patricia Hayes
Die kindliche Kaiserin: Tami Stronach
Engywook: Sydney Bromley
Nachtalb: Tilo Prückner
Cairon: Moses Gunn
Winzling: Deep Roy
Koreander: Thomas Hill
Bastians Vater: Gerald McRaney
u. a.
Literarische Vorlage: Michael Ende
Regie: Wolfgang Petersen
Länge: 96 Minuten

Bastian entdeckt in einem Antiquariat ein Buch mit dem Titel „Die unendliche Geschichte“. Während er neugierig zu lesen beginnt, wird er buchstäblich in die fesselnde Geschichte hineingezogen.

Sie handelt von dem Land Phantasien, das von einem bedrohlichen Nichts nach und nach verschluckt wird. Der junge Krieger Atréju wird auserwählt, das Land und dessen todkranke „Kindliche Kaiserin“ zu retten. Atréju macht sich auf die Suche nach einem Heilmittel.

Von der uralten Morla, dem weisesten Wesen des Landes, erfährt er, dass nur das Südliche Orakel ihm helfen kann. Auf dem Rücken des fliegenden Glücksdrachen erreicht der junge Krieger schließlich das Orakel, das ihn jedoch vor eine schier unlösbare Aufgabe stellt: Nur ein Menschenkind kann das Schicksal Phantasiens abwenden, indem es der „Kindlichen Kaiserin“ einen neuen Namen gibt. Allmählich begreift Bastian, dass er selbst, der Leser des Buches, jenes Menschkind ist, das Phantasien retten kann.

Nach seinem Welterfolg „Das Boot“ inszenierte Erfolgsregisseur Wolfgang Petersen („Air Force One“, „Poseidon“) in den Münchner Bavaria-Studios die circa 60 Millionen D-Mark teure Verfilmung des erfolgreichen Romans von Michael Ende („Momo“) über die Rettung der Fantasie. „Die unendliche Geschichte“ stellte einen deutschen Kassenrekord auf, denn erstmals bot eine deutsche Produktion den Spezialeffekten der großen Hollywoodfilme erfolgreich Paroli. Das originelle Fantasy-Märchen überzeugt auch heute noch durch seine warmherzige Inszenierung und die darstellerischen Leistungen, wobei die Mimik von Tami Stronach als „Kindliche Kaiserin“ herausragt. Die beiden Fortsetzungen konnten an den Erfolg des Erstlings nicht ganz anknüpfen.

Sonntag, 14.07. / 12:30 Uhr / Heidi
Spielfilm, Schweiz 1952
SRF

Heidi: Elsbeth Sigmund
Geißenpeter: Thomas Klameth
Alpöhi: Heinrich Gretler
Klara Sesemann: Isa Günther
Herr Sesemann: Willy Birgel
u. a.

Literarische Vorlage: Johanna Spyri
Regie: Luigi Comencini
Länge: 97 Minuten

Das Waisenmädchen Heidi lebt mit seinem verbitterten Großvater, dem Alpöhi, auf der Alm. Am liebsten verbringt Heidi ihre Zeit mit dem Ziegenhirten Peter. Doch dann ändert sich ihr Leben.

Der 1952 in schwarz-weiß gedrehte Spielfilm „Heidi“ nach der Erzählung „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ von Johanna Spyri gilt noch heute als beste Adaption des Kinderbuchs.

Eines Tages taucht Heidis Tante Dete auf der Alm auf. Sie steht in Frankfurt bei der vornehmen Familie Sesemann im Dienst. Die Tochter des Hauses, Klara, ist gehbehindert. Unter einem Vorwand entführt die Tante die ahnungslose Heidi, damit sie dem Mädchen Gesellschaft leistet. Bald gewinnt Heidi Klaras Zuneigung. Klara blüht auf und überwindet sogar ihre Krankheit. Vielmehr noch gewinnt Heidi die Sympathie des ganzen Hauses, mit Ausnahme der strengen Gouvernante Fräulein Rottenmeier, doch Heidi hat starkes Heimweh.

Sonntag, 14.07. / 14:05 Uhr / Krambambuli
Spielfilm, Österreich 1998
ORF

Wolf Pachler: Tobias Moretti
Georg Walch: Gabriel Barylli
Johanna: Christine Neubauer
Martha: Nina Franoszek
Christina: Anne-Marie Bubke
u. a.
Literarische Vorlage: Marie von Ebner-Eschenbach
Regie: Xaver Schwarzenberger
Länge: 93 Minuten

Der neue Oberförster Georg Walch will den Wilderern das Handwerk legen. Im Glauben, das Tier werde zu ihm zurückkehren, überlässt ihm der Wilderer Wolf Pachler seinen Jagdhund Krambambuli.

Der Spielfilm „Krambambuli“ basiert auf der gleichnamigen Novelle von Marie von Ebner-Eschenbach, die Drehbuchvorlage lieferte Felix Mitterer. Die Hauptrollen spielen Tobias Moretti, Gabriel Barylli und Christine Neubauer.

Sonntag, 14.07. / 15:40 Uhr / Die Schwarzen Brüder
Spielfilm, Deutschland/Schweiz 2013
ARD/BR

Giorgio: Fynn Henkel
Antonio Luini: Moritz Bleibtreu
Battista Rossi: Waldemar Kubus
Pater Roberto: Richy Müller
Alfredo: Oliver Ewy
Dante: Can Schneider
Meister Zitrone: Dominique Horwitz
Giorgios Mutte: Sabine Timoteo
Giorgio Vater: Leonardo Nigro
u. a.
Literarische Vorlage: Lisa Tetzner, Kurt Held
Regie: Xavier Koller
Länge: 96 Minuten

Tessin im 19. Jahrhundert: Um den Arzt für die kranke Mutter bezahlen zu können, wird der 13-jährige Giorgio nach Mailand verkauft, um dort als Kaminfeger zu arbeiten.

Der Menschenhändler Luini will ihn und andere Kinder nach Mailand bringen. Bei der Fahrt über den Lago Maggiore kommt es zu einem Unglück: Der Blitz schlägt ins Boot ein, die meisten Kinder ertrinken. Nur vier überleben, darunter Giorgio und sein Freund Alfredo.

Während Alfredo beim brutalen Meister Zitrone landet, trifft es Giorgio etwas besser: Er kommt zum gutmütigen Battista Rossi, der unterm Pantoffel seiner zänkischen Frau steht. Zur Familie gehören auch die Tochter Angeletta und der verzogene Stiefsohn Anselmo.

Nicht nur die knochenharte Männerarbeit in den staubigen Schornsteinen, die Giorgio hochklettern und von innen säubern muss, ist gefährlich. Auf den Straßen treiben „Die Wölfe“ ihr Unwesen und knöpfen ihm sein schwer verdientes Trinkgeld ab. Wortführer der Jugendbande ist ausgerechnet Muttersöhnchen Anselmo. Ohne die heimlichen Treffen mit der schönen Angeletta gäbe es für Giorgio keine Lichtblicke.

Frischen Lebensmut bekommt er durch ein unverhofftes Wiedersehen mit Alfredo, der ihn zum Geheimbund „Die schwarzen Brüder“ mitnimmt. Gemeinsam wollen sich die Kaminfegerbuben aus ihrem Elend befreien und dem teuflischen Luini das Handwerk legen.

Sonntag, 14.07. / 17:15 Uhr / Das fliegende Klassenzimmer
Spielfilm, BRD 1973
ARD

Dr. Johannes Bökh: Joachim Fuchsberger
Dr. Robert Uthofft: Heinz Reincke
Schwester Beate: Diana Körner
Prof. Kreuzkamm: Otto Bolesch
Theodor Laban: Bernd Herzsprung
u. a.
Literarische Vorlage: Erich Kästner
Regie: Werner Jacobs
Länge: 88 Minuten

Das Leben in einem Internat ist für die Gymnasiasten nicht nur von Schularbeit bestimmt: Zwischen Streichen und familiären Problemen führen sie einen Kleinkrieg gegen die Realschüler.

Erich Kästner (1899-1974) gehört zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren, er schrieb aber auch Erwachsenenliteratur. Viele seiner Bücher wurden verfilmt, darunter „Fabian“, „Emil und die Detektive“, „Das doppelte Lottchen“ und „Drei Männer im Schnee“.

Theodor Laban kommt sich schon sehr erwachsen vor, wenn er Johnny Trotz und dessen Freunde morgens im Internat aus den Betten scheucht. Schließlich ist der „schöne Theodor“ Primaner, die anderen gehen erst in die zweite Klasse. Johnny, Sebastian, Matz und ihre Gefährten nehmen ihm das nicht weiter übel, sie haben ganz andere Sorgen – zum Beispiel ihren ständigen Kleinkrieg mit den Realschülern, der besonders heftig aufflackert, als diese Rudi Kreuzkamm gefangen nehmen.

Wie so oft zeigt Klassenlehrer Dr. Johannes Bökh auch in diesem Fall Verständnis für die Jungen. „Justus“, wie sie ihn nennen, wird von den Schülern als Freund betrachtet, genauso wie der „Nichtraucher“, der in einem ausrangierten Eisenbahnwagen lebt. Mit ihm hat es eine besondere Bewandtnis, aber das erfährt die fröhliche Horde erst, als die Ferien nahen und die Jungen eifrig für eine Aufführung zur Abschlussfeier proben. Das Stück dafür hat Johnny geschrieben, es heißt „Das fliegende Klassenzimmer“ und demonstriert, wie aufregend der Erdkundeunterricht wäre, wenn man ihn mithilfe eines Flugzeugs betreiben könnte.

Sonntag, 14.07. / 18:45 Uhr / Der Hauptmann von Köpenick
Spielfilm, BRD 1956
3sat

Wilhelm Voigt: Heinz Rühmann
Mathilde Obermüller: Hannelore Schroth
Dr. Obermüller: Martin Held
Hauptmann von Schlettow: Erich Schellow
Friedrich Hoprecht: Willy A. Kleinau
u. a.

Regie: Helmut Käutner
Länge: 89 Minuten

Dem vorbestraften Dokumentenfälscher Wilhelm Voigt stehen in der gebrauchten Uniform eines Hauptmanns plötzlich alle Türen offen. Er wittert die Chance, endlich einen neuen Pass zu erlangen.

Die Verfilmung des Carl-Zuckmayer-Stücks „Der Hauptmann von Köpenick“ mit Heinz Rühmann stellt auf wunderbare und entlarvende Weise naives Obrigkeitsdenken und die Macht des äußeren Scheins bloß. Der Film wurde im In- und Ausland ein großer Erfolg.

Wilhelm Voigt hat viele Jahre seines Lebens hinter Zuchthausmauern verbracht. Wegen Posturkundenfälschung bekam er schon als junger Mann 15 Jahre Zuchthaus, später versuchte er sein Glück im Ausland, aber das Heimweh trieb ihn zurück. Ein Passvergehen brachte ihn erneut hinter Gitter.

Nach seiner Entlassung versucht er nunmehr, als Schuhmacher eine neue Existenzgrundlage zu finden. Dabei gerät er in einen wahren Teufelskreis: Ohne Papiere erhält er keine Arbeit, und ohne Arbeitsnachweis keine Papiere. Am liebsten würde er daher Deutschland wieder verlassen, aber dazu braucht er einen Pass.

In dem Spielfilm „Der Hauptmann von Köpenick“ von Helmut Käutner (1908-1980) spielt Heinz Rühmann die Titelrolle. Käutner schuf viele weitere bemerkenswerte Filme, insbesondere in den 1940er- und 1950er-Jahren, darunter „Unter den Brücken (1945), „Große Freiheit Nr. 7“ (1943), „Die letzte Brücke“ (1953) und „Des Teufels General“ (1955).

Sonntag, 14.07. / 20:15 Uhr / Homo Faber
Spielfilm, Frankreich/Deutschland/Griechenland 1991
SRF

Walter Faber: Sam Shepard
Sabeth: Julie Delpy
Hanna: Barbara Sukowa
Herbert Hencke: Dieter Kirchlechner
Charlene: Traci Lind
Ivy: Deborra-Lee Furness
u. a.

Literarische Vorlage: Max Frisch
Regie: Volker Schlöndorff
Länge: 109 Minuten

Ingenieur Walter Faber ist ein äußerst rationaler Mensch, der nicht an Zufälle oder Vorhersehung glaubt. Ein Flug von Amerika nach Athen bringt seine Sicht auf das Leben allerdings ins Wanken.

Die Maschine muss in Südamerika notlanden, und an eine Weiterreise ist zunächst nicht zu denken. Faber kommt mit seinem Sitznachbarn Herbert Hencke ins Gespräch. Dieser ist gerade auf dem Weg zu seinem Bruder Joachim, einem ehemaligen Studienfreund Fabers. Zufall?

Joachim ist inzwischen mit Hanna verheiratet. Sie ist die Exfreundin Fabers und seine große Liebe, die er nie ganz vergessen konnte. Faber wird die Erinnerung an Hanna und die Zeit mit ihr wieder ganz gegenwärtig. Als er seine Reise nach Griechenland per Schiff fortsetzen muss, fällt ihm dort eine junge Frau auf, die ihn an Hanna erinnert. Die viel jüngere Sabeth erwidert sein Interesse, und die beiden kommen sich näher.

Volker Schlöndorff stellt in seiner Kinoadaption von Max Frischs (1911-1991) gleichnamigem Roman „Homo Faber“ nicht nur die an Sophokles‘ Tragödie „König Ödipus“ erinnernde Liebesgeschichte ins Zentrum, sondern reichert diese auch mit den philosophischen und gesellschaftlichen Fragen an, die im Roman zu finden sind: die Begegnung von Amerika und Europa, Technik und Kunst sowie die existenzielle Frage nach Schicksal oder Zufall. Frisch hatte anfangs am Drehbuch mitgearbeitet, wurde dann krank, konnte sich das Werk aber kurz vor seinem Tod noch anschauen und war sehr angetan, vor allem auch von den drei Hauptdarstellern, dem US-Amerikaner Sam Shepard, der Französin Julie Delpy und der Deutschen Barbara Sukowa.

Sonntag, 14.07. / 22:05 Uhr / Schweigeminute
Fernsehfilm, Dänemark 2016
ZDF

Stella Petersen: Julia Koschitz
Christian Voigt: Jonas Nay
Rektor Block: Alexander Held
Wilhelm Voigt: Uwe Preuss
Jutta Voigt: Nina Petri
u. a.

Literarische Vorlage: Siegfried Lenz
Drehbuch: André Georgi, Claudia Kratochvil, Thorsten M. Schmidt
Regie: Thorsten M. Schmidt
Länge: 89 Minuten

Die filmische Adaption der gleichnamigen Novelle von Siegfried Lenz erzählt die zeitlose Geschichte einer ersten großen Leidenschaft: die eines Schülers für seine Lehrerin.

Das Ende eines Sommers, ein verschlafener Fischerhafen an der Ostsee und der Beginn eines großen Gefühls, das nicht sein darf: Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs verliebt sich der 18-jährige Christian in seine neue Englischlehrerin Stella Petersen.

In einem Moment unverhoffter Leichtigkeit und Freiheit, in der Dünen- und Meerlandschaft fernab des kleinen Ortes, entdecken Stella und Christian eine geteilte Sehnsucht und eine Anziehung zueinander, deren Intensität beide überwältigt. Doch bald nachdem der Unterricht wieder begonnen hat, droht das geheime Verhältnis zwischen der jungen Lehrerin und ihrem Schüler zum Skandal zu werden: Christians Eltern, seine Mitschüler und das Lehrerkollegium äußern Misstrauen, Besorgnis und Empörung.

Während Stella sich Christian immer wieder entzieht, schmiedet der bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft. Als Stella dann bei einem Segelunfall verunglückt, bricht für Christian eine Welt zusammen.

Sonntag, 14.07. / 23:30 Uhr / Die Blechtrommel (Director’s Cut)
Spielfilm, Deutschland/Frankreich 1979/2010
ARD
Alfred Matzerath: Mario Adorf
Agnes Matzerath: Angela Winkler
Oskar Matzerath: David Bennent
Jan Bronski: Daniel Olbrychski
Maria: Katharina Thalbach
Gemüsehändler Greff: Heinz Bennent
Bebra: Fritz Hakl
Roswitha Raguna: Mariella Oliveri
Anna: Tina Engel
Oma Anna: Berta Drews
u. a.

Literarische Vorlage: Günter Grass
Regie: Volker Schlöndorff
Länge: 156 Minuten

An seinem dritten Geburtstag verweigert der 1924 in Danzig geborene Oskar Matzerath weiteres Wachstum und Teilnahme an der Welt der Erwachsenen. An diesem Tag bekommt er auch seine Blechtrommel.

Auf dem geliebten Instrument artikuliert das ewige Kind seinen Protest gegen Nazis und Mitläufer, und erst nach Kriegsende fasst er den Beschluss, wieder zu wachsen, um mitzubestimmen.

Volker Schlöndorffs brillant inszeniert, weitgehend werktreue Verfilmung des Bestsellers von Günter Grass erhielt zahlreiche Preise, darunter die Goldene Palme von Cannes und einen Oscar als Bester fremdsprachiger Film.

Sonntag, 14.07. / 02:10 Uhr / Schweigeminute
Fernsehfilm, Dänemark 2016
ZDF

Stella Petersen: Julia Koschitz
Christian Voigt: Jonas Nay
Rektor Block: Alexander Held
Wilhelm Voigt: Uwe Preuss
Jutta Voigt: Nina Petri
u. a.

Literarische Vorlage: Siegfried Lenz
Drehbuch: André Georgi, Claudia Kratochvil, Thorsten M. Schmidt
Regie: Thorsten M. Schmidt
Länge: 89 Minuten

Die filmische Adaption der gleichnamigen Novelle von Siegfried Lenz erzählt die zeitlose Geschichte einer ersten großen Leidenschaft: die eines Schülers für seine Lehrerin.

Das Ende eines Sommers, ein verschlafener Fischerhafen an der Ostsee und der Beginn eines großen Gefühls, das nicht sein darf: Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs verliebt sich der 18-jährige Christian in seine neue Englischlehrerin Stella Petersen.

In einem Moment unverhoffter Leichtigkeit und Freiheit, in der Dünen- und Meerlandschaft fernab des kleinen Ortes, entdecken Stella und Christian eine geteilte Sehnsucht und eine Anziehung zueinander, deren Intensität beide überwältigt. Doch bald nachdem der Unterricht wieder begonnen hat, droht das geheime Verhältnis zwischen der jungen Lehrerin und ihrem Schüler zum Skandal zu werden: Christians Eltern, seine Mitschüler und das Lehrerkollegium äußern Misstrauen, Besorgnis und Empörung.

Während Stella sich Christian immer wieder entzieht, schmiedet der bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft. Als Stella dann bei einem Segelunfall verunglückt, bricht für Christian eine Welt zusammen.

Sonntag, 14.07. / 03:35 Uhr / Der Hauptmann von Köpenick
Spielfilm, BRD 1956
3sat

Wilhelm Voigt: Heinz Rühmann
Mathilde Obermüller: Hannelore Schroth
Dr. Obermüller: Martin Held
Hauptmann von Schlettow: Erich Schellow
Friedrich Hoprecht: Willy A. Kleinau
u. a.

Regie: Helmut Käutner
Länge: 89 Minuten

Dem vorbestraften Dokumentenfälscher Wilhelm Voigt stehen in der gebrauchten Uniform eines Hauptmanns plötzlich alle Türen offen. Er wittert die Chance, endlich einen neuen Pass zu erlangen.

Die Verfilmung des Carl-Zuckmayer-Stücks „Der Hauptmann von Köpenick“ mit Heinz Rühmann stellt auf wunderbare und entlarvende Weise naives Obrigkeitsdenken und die Macht des äußeren Scheins bloß. Der Film wurde im In- und Ausland ein großer Erfolg.

Wilhelm Voigt hat viele Jahre seines Lebens hinter Zuchthausmauern verbracht. Wegen Posturkundenfälschung bekam er schon als junger Mann 15 Jahre Zuchthaus, später versuchte er sein Glück im Ausland, aber das Heimweh trieb ihn zurück. Ein Passvergehen brachte ihn erneut hinter Gitter.

Nach seiner Entlassung versucht er nunmehr, als Schuhmacher eine neue Existenzgrundlage zu finden. Dabei gerät er in einen wahren Teufelskreis: Ohne Papiere erhält er keine Arbeit, und ohne Arbeitsnachweis keine Papiere. Am liebsten würde er daher Deutschland wieder verlassen, aber dazu braucht er einen Pass.

In dem Spielfilm „Der Hauptmann von Köpenick“ von Helmut Käutner (1908-1980) spielt Heinz Rühmann die Titelrolle. Käutner schuf viele weitere bemerkenswerte Filme, insbesondere in den 1940er- und 1950er-Jahren, darunter „Unter den Brücken (1945), „Große Freiheit Nr. 7“ (1943), „Die letzte Brücke“ (1953) und „Des Teufels General“ (1955).

Sonntag, 14.07. / 05:05 Uhr / Das fliegende Klassenzimmer
Spielfilm, BRD 1973
ARD

Dr. Johannes Bökh: Joachim Fuchsberger
Dr. Robert Uthofft: Heinz Reincke
Schwester Beate: Diana Körner
Prof. Kreuzkamm: Otto Bolesch
Theodor Laban: Bernd Herzsprung
u. a.
Literarische Vorlage: Erich Kästner
Regie: Werner Jacobs
Länge: 88 Minuten

Das Leben in einem Internat ist für die Gymnasiasten nicht nur von Schularbeit bestimmt: Zwischen Streichen und familiären Problemen führen sie einen Kleinkrieg gegen die Realschüler.

Erich Kästner (1899-1974) gehört zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren, er schrieb aber auch Erwachsenenliteratur. Viele seiner Bücher wurden verfilmt, darunter „Fabian“, „Emil und die Detektive“, „Das doppelte Lottchen“ und „Drei Männer im Schnee“.

Theodor Laban kommt sich schon sehr erwachsen vor, wenn er Johnny Trotz und dessen Freunde morgens im Internat aus den Betten scheucht. Schließlich ist der „schöne Theodor“ Primaner, die anderen gehen erst in die zweite Klasse. Johnny, Sebastian, Matz und ihre Gefährten nehmen ihm das nicht weiter übel, sie haben ganz andere Sorgen – zum Beispiel ihren ständigen Kleinkrieg mit den Realschülern, der besonders heftig aufflackert, als diese Rudi Kreuzkamm gefangen nehmen.

Wie so oft zeigt Klassenlehrer Dr. Johannes Bökh auch in diesem Fall Verständnis für die Jungen. „Justus“, wie sie ihn nennen, wird von den Schülern als Freund betrachtet, genauso wie der „Nichtraucher“, der in einem ausrangierten Eisenbahnwagen lebt. Mit ihm hat es eine besondere Bewandtnis, aber das erfährt die fröhliche Horde erst, als die Ferien nahen und die Jungen eifrig für eine Aufführung zur Abschlussfeier proben. Das Stück dafür hat Johnny geschrieben, es heißt „Das fliegende Klassenzimmer“ und demonstriert, wie aufregend der Erdkundeunterricht wäre, wenn man ihn mithilfe eines Flugzeugs betreiben könnte.

Montag, 15. 07. / 01:45 Uhr / Lieder auf Banz
Eine Sommernacht auf der Klosterwiese
(Erstsendung: 15.08.2018)
ARD/BR

Bis 2016 hieß das Liedermacher-Festival auf Kloster Banz „Songs an einem Sommerabend“. Seit 2017 heißt es „Lieder auf Banz“ und zeigt auch die Nachwuchskünstler im Hauptprogramm.

Der Film begleitet das komplette Festival 2017. Die Gastgeber und Moderatoren, das fünfköpfige A-cappella-Ensemble Viva Voce aus Ansbach, präsentierten hochkarätige Musiker, deren Auftritt auf Banz längst Kultstatus hat – allen voran Konstantin Wecker.

Außerdem mit dabei: Willy Astor, der Lieder aus seinem Album „ChanceSongs“ spielte, Werner Schmidbauer, der als besonderes Highlight mit seinem Sohn Valentin auf der Bühne stand, Helen Schneider, die ihr Album „Collective Memory“ vorstellte, Sebastian Krumbiegel – Gründungsmitglied der Prinzen – und Gert Steinbäcker, Mitglied des Austropop-Trios S.T.S. Ganz gefühlvoll zeigten sich Stefan Jürgens und Purple Schulz. Zum Nachwuchs zählten Marcel Brell, Fee Badenius und die Band Tonträger aus Berlin.

Montag, 15. 07. / 03:45 Uhr / Ein irrer Hauch von Welt ~ Rudolstadt Festival 2019
(Erstsendung: 01.07.2019)
ARD/MDR

Das Rudolstadt-Festival ist eines der größten und renommiertesten Festivals der Weltmusik in Europa. – 3sat zeigt die Höhepunkte des Festivals 2019 und fängt unvergleichliche Stimmungen ein.

Hunderttausende Besucher aus der ganzen Welt erleben immer im Juli an vier Tagen 300 Auftritte von 150 Bands und Solokünstlern auf mehr als 20 Bühnen. Reporterin Johanna Hoffmeier ist unterwegs mit Bands und Fans.

Künstler aus den USA, aus Europa, dem Orient bis hin zu den Südseeinseln verbindet auf dem Rudolstadt Festival die Musik, die Brücken schlagen kann zwischen den Kulturen. Länderschwerpunkt ist in diesem Jahr der Iran.


Samstag, 20.07. / 3satThementag: Abenteuer Wissenschaft

Samstag, 20.07./ 18:45 Uhr / Leonardo da Vinci – Der Genie-Code
Film von Matthias Unterburg
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
(Erstsendung: 15.03.2009)
ZDF

Leonardo da Vinci, Universalgelehrter, Künstler und Erfinder, überschritt die Grenzen seiner Zeit.

Leonardo da Vinci ist der Inbegriff des Genies. Und doch liegt sein Leben bis heute in rätselhaftem Dunkel. Um die Wirklichkeit zu verstehen, überschritt er alle Grenzen. Ist ihm das zum Verhängnis geworden?

Seine Geheimnisse zeichnet er auf, in rätselhafter Schrift, auf Tausenden von Seiten. Enthalten sie einen geheimen Code? Er schafft die berühmtesten Gemälde der Welt. Jeder kennt seine Mona Lisa und ihr geheimnisvolles Lächeln. Welche geheimen Botschaften hat er darin hinterlassen? Opulent gestaltet folgt die Dokumentation diesen Fragen – und dem Leben Leonardo da Vincis, dem Inbegriff menschlicher Genialität. Ausgangspunkt der spannenden Erzählung sind dabei die vielen Tausend Seiten der Aufzeichnungen von Leonardos eigener Hand – eine in der Geschichte einzigartige Überlieferung. Mit ihrer Hilfe folgt der Historiker Professor Bernd Roeck von der Universität Zürich an den Originalorten in Italien den großen Rätseln, die uns Leonardo da Vinci hinterlassen hat. Unterstützt von den erstaunlichen Erkenntnissen weiterer Wissenschaftler in Deutschland und Italien entsteht das Psychogramm eines durch und durch ungewöhnlichen Mannes, der alle Grenzen seiner Zeit sprengte – und dessen Träume und Visionen uns bis heute beschäftigen.

Samstag, 20.07. / 19:30 Uhr / Leonardo da Vinci – Was erfand er wirklich?
(aus der ZDF-Reihe „Terra X“)
(Erstsendung: 30.03.2018)
ZDF

Leonardo da Vinci gilt als eines der größten Genies aller Zeiten. Doch neueste Forschung enthüllt, dass viele seiner Ideen schon existierten, bevor er sie in seinen Zeichnungen festhielt.

Leonardo hat viele Rätsel aufgegeben. Seine viele Tausend Seiten umfassenden Aufzeichnungen enthalten futuristische Kriegsmaschinen und Flugapparate. Aber ist er wirklich ihr Schöpfer, oder ist seine Leistung eher, dass er die Erfindungen seiner Zeit sammelte?

Leonardo da Vinci wird als brillanter Erfinder gefeiert, und viele seiner visionären Entwürfe begegnen uns tagtäglich. Er gilt als der Entwickler des Kugellagers, der Tauchglocke und unzähliger Flugapparate.

Mithilfe eines Teams internationaler Experten folgt „Terra X“ der Frage, ob einige Erfindungen möglicherweise voreilig Leonardo da Vinci zugeschrieben worden sind. Eine Antwort lässt sich in Leonardos Arbeitsbüchern finden. Etwa 7000 von rund 13 000 Seiten sind erhalten, gefüllt mit Zeichnungen und Notizen in einer schwer entzifferbaren Spiegelschrift. Wissenschaftler verglichen Zeichnungen aus dem 15. Jahrhundert des berühmten Ingenieurs Mariano di Jacopo, besser bekannt als Taccola, mit den Skizzen Leonardos. Parallelen zwischen Taccolas Aufzeichnungen und Leonardos Notizbüchern sind deutlich zu erkennen. Und es gibt Belege dafür, dass Leonardo da Vinci die Schriften des 70 Jahre älteren Taccola tatsächlich kannte. In seiner Bibliothek wurde ein Buch von Taccola mit Leonardos handschriftlichen Notizen gefunden. Ein darin skizzierter Fallschirm findet sich etwa auch in den Büchern Leonardos.

Eine Erfindung, die ebenfalls Leonardo da Vinci zugesprochen wird, ist eine Kriegsmaschine, die ihrer Zeit um Jahrhunderte voraus war: der Panzer. Doch Historiker sind überzeugt, dass der Panzer in Grundzügen schon lange zuvor entworfen worden war. Knapp 50 Jahre vor Leonardos Geburt erscheint das Werk „Bellifortis“, eine bebilderte Handschrift, die sich der Kriegskunst widmet. Im „Bellifortis“ ist ein Panzer dargestellt, der dem von Leonardo stark ähnelt. Vermutlich übernahm Leonardo Jahrzehnte später einzelne Details aus diesen Entwürfen für seinen eigenen, komplexeren Panzer.

Szenisch belebt durch anspruchsvolle Re-Inszenierungen, führt die „Terra X“-Dokumentation an Originalschauplätze, rekonstruiert bemerkenswerte Erfindungen mithilfe von 3-D-Animationen und zeigt, dass es vor allem Leonardos Verdienst ist, dass Wissen wiederentdeckt, weiterentwickelt und für die Nachwelt erhalten wurde.

Sonntag, 21. 07. / 3satThementag: Kabarett & Comedy

Montag, 22.07./ 02:10 Uhr / A Tribute to Falco!

Videomusik – Musikvideos
(aus der ORF/3sat-Reihe „clip“)
Gestaltung: Michael K. Constantin
(Erstsendung: 03.02.2008)
ORF

Mit „Rock Me Amadeus“ schaffte Falco Anfang 1986 den Sprung an die Spitze der US-Charts. – „A Tribute to Falco“ aus der Reihe „clip“ zeigt Videos aus unterschiedlichen Schaffensperioden.

Hans Hölzel ließ sich zu seinem Künstlernamen vom DDR-Skispringer Falko Weißpflog inspirieren – so wurde aus dem Sänger Falco. Wenige Tage vor seinem 41. Geburtstag kam er am 6. Februar 1998 bei einem Verkehrsunfall in der Dominikanischen Republik ums Leben.

Montag, 22.07. / 03:15 Uhr / Amy Winehouse
Videomusik – Musikvideos
(aus der ORF/3sat-Reihe „clip“)
Gestaltung: Anita Dollmanits
(Erstsendung: 27.07.2011)
ORF

Die am 23. Juli 2011 im Alter von 27 Jahren gestorbene britische Singer-Songwriterin Amy Winehouse schaffte es schon früh an die Spitze der europäischen und internationalen Charts.

Der Film aus der Reihe „clip“ zeigt unter anderem ein Interview mit Amy Winehouse aus dem Jahr 2006 und bekannte Songs wie „Tears Dry on Their Own“, „You Know I’m No Good“, „Stronger Than Me“ und „Monkey Man“.

Mit zwölf Jahren besuchte Amy Winehouse eine Schule für britische Nachwuchskünstler und war Mitglied einer Jazzband. Mit 18 Jahren erhielt sie ihren ersten Plattenvertrag von Island Records. Ihr Debütalbum „Frank“, das 2003 erschienen ist, erhielt zwei Nominierungen für den Brit-Award sowie eine für den Ivor Novello Award, einem Preis für Songwriter und Komponisten. Drei Jahre später erschien ihr zweites Album „Back to Black“ mit den mehrfach prämierten Hitsingles „Love Is a Losing Game“ und „Rehab“. Insgesamt erhielt das Album fünf Grammys in fünf Kategorien. Bei einigen Stücken auf diesem Album wurde Amy Winehouse von der amerikanischen Soul- und Funk-Band Dap-Kings begleitet. Die 1960er-Jahre waren sowohl musikalisch als auch für das äußere Erscheinungsbild der Musikerin stilprägend. Winehouse sah sich selbst im Soul-Genre und nannte unter anderem Diana Washington, Sarah Vaughan, Minnie Riperton, Billy Holiday und Ella Fitzgerald als ihre musikalischen Vorbilder. Ihr Repertoire reichte aber weit über den Soul hinaus – bis hin zu R’n’B, Jazz, Pop und Ska.

Montag, 22.07. / 03:45 Uhr / Bob Dylan
Videomusik – Musikvideos
(aus der ORF/3sat-Reihe „clip“)
Gestaltung: Michael K. Constantin
(Erstsendung: 19.05.2001)
ORF

Michael K. Constantin hat die schönsten Hits von Bob Dylan für die Reihe „clip“ zusammengestellt, darunter „Things Have Changed“, für den der Künstler 2001 einen Oscar erhielt.

„Seine Stimme klingt, als käme sie über die Mauern eines Tuberkulose-Sanatoriums“, schrieb das renommierte US-Nachrichtenmagazin „Time“ über den am 24. Mai 1941 in Duluth/Minnesota geborenen Robert Allen Zimmermann alias Bob Dylan.

Sein Name, abgeleitet vom walisischen Lyriker Dylan Thomas, ist untrennbar mit der US-Bürgerrechtsbewegung und der Folk-Musik verknüpft.

Montag, 22.07. / 04:45 Uhr / Tina Turner – Simply the Best
Videomusik – Musikvideos
(aus der ORF/3sat-Reihe „clip“)
Gestaltung: Michael K. Constantin
(Erstsendung: 22.07.2000)
ORF

Nach einem fulminanten Auftritt bei den Grammy Awards 2008, gekrönt von Standing Ovations, entschloss sich Tina Turner zu einer Tournee, die sie 2009 auch nach Europa führte.

„Clip“ präsentiert Hits der Rock-Queen, unter anderem „Private Dancer“, „What’s Love Got to Do with It“, „Steamy Windows“, „Nutbush City Limits“, sowie das Duett „Tonight“ mit David Bowie.

Montag, 22.07. / 05:45 Uhr / Pop-Heroes: Madonna
Videomusik – Musikvideos
(aus der ORF/3sat-Reihe „clip“)
Gestaltung: Michael K. Constantin
(Erstsendung: 06.05.1996)
ORF

„Ich breche alle Regeln, die ich nicht selbst gemacht habe“, behauptet die 1958 in Bay City, Michigan, geborene Louise Veronica Ciccone alias Madonna.

Sie bewies dies mit der in Deutschland verbotenen „Girlie-Show“-Tournee, dem Buch „Sex“, dem Film „In Bed With Madonna“ und dem Video „Justify My Love“. Sie kann sich aber auch zurückhaltend geben. „Clip“ dokumentiert dies mit den Videos „Take A Bow“ und „You’ll See“.


Samstag, 27.07. /07:00 Uhr / Peter Paul Rubens – auf den Spuren eines Malergenies
Film von Werner Raeune
(Erstsendung: 27.10.2012)
3sat

Peter Paul Rubens (1577-1640) war nicht nur einer der bedeutendsten Maler aller Zeiten, er reiste als Diplomat auch im Auftrag der Habsburger durch Europa. – Eine Spurensuche.

Weil er für die verschiedenen Fürstenhöfe malte, gelang es ihm, als Unterhändler in schwierigen Missionen zu wirken. So versuchte er, den Achtzigjährigen Krieg zu beenden und den Dreißigjährigen Krieg zu verhindern.

Die Dokumentation „Peter Paul Rubens – auf den Spuren eines Malergenies“ geht auf Spurensuche in Antwerpen, wo Rubens aufwuchs und arbeitete. Sie zeigt die wichtigsten Gemälde an ihren Originalschauplätzen in Kirchen, Klöstern und im Rubenshaus, die bis heute erhaltene Druckerei, in der Rubens seine Stiche drucken ließ, sowie die Bauten des Architekten Rubens in der flandrischen Hafenmetropole.

Samstag, 27.07. / 11:00 Uhr / 3satFestspielsommer: Eröffnung der Salzburger Festspiele 2019
Live-Übertragung des Festaktes aus der Felsenreitschule
Mit Patricia Kopatchinskaja (Violine)
Orchester: Mozarteum Orchester Salzburg
Musikalische Leitung: Aziz Shokhakimov
Regie: Kurt Liewehr
Moderation: Christoph Takacs
ORF/3sat

Das musikalische Programm des Festakts zur „Eröffnung der Salzburger Festspiele 2019“ bestreitet das Mozarteum Orchester Salzburg unter der Leitung von Aziz Shokhakimov.

Solistin ist Patricia Kopatchinskaja an der Violine. Festredner ist der Regisseur und Professor der University of California, Peter Sellars. Der US-Amerikaner, geboren 1957, gehört weltweit zu den wichtigsten Opern- und Theaterregisseuren.

Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 1992 im ersten Jahr der Intendanz von Gerard Mortier. 2017 vertraute ihm Markus Hinterhäuser die Eröffnungsoper seiner Festspielintendanz an. Gemeinsam mit Dirigent Teodor Currentzis setzte Peter Sellars Mozarts späte Oper „La clemenza di Tito“ als ergreifende Vision über die Kraft der Gerechtigkeit und der Versöhnung in der Felsenreitschule in Szene. Im Festspielsommer 2019 widmet sich das Duo mit „Idomeneo“ erneut einer „Opera seria“ Mozarts.

Peter Sellars‘ Festrede hat den Titel „Listening to the Ocean: Planetary Change and Cultural Action – The meaning and urgency of ‚ecological civilization‘ in the next generation“ („Das Meer als Erzähler: Globaler Wandel und kulturelles Wirken – Die Bedeutung und Dringlichkeit einer ‚ökologischen Zivilisation‘ für die nächste Generation“).

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird die Salzburger Festspiele offiziell eröffnen.

Samstag, 27.07. / 20:15 Uhr / Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg (Bayreuther Festspiele 2019)
3satFestspielsommer
von Richard Wagner
ARD/BR/3sat

Tannhäuser: Stephen Gould
Elisabeth: Lise Davidsen

Musikalische Leitung: Valery Gergiev
Erstausstrahlung

3sat überträgt die Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele 2019. Auf dem Programm steht der „Tannhäuser“ von Richard Wagner.

Valery Gergiev am Dirigenten- und Tobias Kratzer am Regiepult feiern ihre Debüts auf dem Grünen Hügel. Es singen unter anderen Stephen Gould, Lise Davidsen und Markus Eiche. Moderator Maximilian Maier führt durch den Abend.

Für die große Festspielpremiere von Richard Wagners „Tannhäuser“ werden in diesem Jahr zwei „Hügel-Debüts“ mit Spannung erwartet: Zum einen wird Stardirigent Valery Gergiev erstmals bei den Bayreuther Festspielen dirigieren, zum anderen ist für die Inszenierung einer der momentan meistdiskutierten und aufregendsten Regisseure verantwortlich: Tobias Kratzer. Bildstark und aussagekräftig sind seine Arbeiten in aller Regel, mit psychologischer Tiefe und durchaus sozial-politischer Botschaft.

Wie beispielsweise zuletzt in Frankfurt bei „La forza del destino“ von Giuseppe Verdi oder bei der „Götterdämmerung“ in Karlsruhe, für die Kratzer 2018 mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ für die beste Musiktheater-Regie ausgezeichnet wurde. Wie wird er den „Tannhäuser“ in Szene setzen, diese Oper über Sünde, Buße und Gnade, über die Erlösungskraft des Weiblichen, über die prickelnde Konstellation zwischen Eros und Agape?

Gleichermaßen aufregend wird die Frage sein, wie Valery Gergiev mit der heiklen Akustik des Festspielhauses zurechtkommen wird. Er, der Nimmermüde, Rastlose, Vielbeschäftigte, der einerseits häufig vieles der spontanen Eingebung des Abends überlasst, der andererseits aber auch die alten wie neuen Konzertsäle und Opernhäuser dieser Welt kennt wie kaum ein zweiter, der immer vom Klang her denkt und diesen an die Räumlichkeit zu adaptieren vermag.

Gergiev steht – neben dem Orchester und dem Chor der Bayreuther Festspiele – ein hochkarätiges Sängerensemble zur Verfügung. Die Titelpartie übernimmt mit Stephen Gould einer der großen Heldentenöre unserer Zeit. Seit Jahren gehört er, ob als Siegfried, Siegmund oder Tristan, zu den unverzichtbaren Stützen der Festspiele. Ebenfalls mit viel Erfahrung am Grünen Hügel sind Markus Eiche (Wolfram von Eschenbach) und Stephen Milling (Landgraf Hermann). Ekaterina Gubanova (Venus) hingegen wird zum ersten Mal in Bayreuth singen, genau wie Lise Davidsen als Elisabeth. Sie ist eine der größten Hoffnungen im hochdramatischen Fach. Seit ihrem Gewinn von Placido Domingos „Operalia“-Wettbewerb 2015 erobert sich die junge Norwegerin die Bühnen dieser Welt.

Redaktionshinweis: Am Samstag, 10. August, geht es mit dem „3satFestspielsommer“ weiter: Um 20.15 Uhr zeigt 3sat „Rigoletto“, um 23.15 Uhr folgt „Styriarte Klangwolke 2019“.

Samstag, 27.07. / 23:55 Uhr /Deutschland, deine Künstler: Annette Dasch
Film von Mathias Siebert
(Erstsendung: 15.11.2015)
ARD/SWR

Sie ist eine der wenigen deutschen Sopranistinnen der Gegenwart, die eine unverwechselbare Stimme mit schauspielerischem Talent verbindet: Annette Dasch.

Das macht sie zu einer Ausnahmeerscheinung auf den großen Opernbühnen in aller Welt – an der Metropolitan Opera in New York genauso wie bei den Bayreuther Festspielen. Die Dokumentation zeigt Annette Dasch auf der Bühne, aber auch privat mit ihrer Familie.

Annette Dasch wäre der Opernwelt fast verloren gegangen. Sie wäre vielleicht als Zimmermann auf der Walz gewesen und dann in irgendeinem Handwerksbetrieb gelandet. Oder – wahrscheinlicher – als Klarinettistin in einem städtischen Orchester. Berufswünsche, die von der Berlinerin in jungen Jahren tatsächlich in Betracht gezogen wurden.

Denn Singen war viel zu selbstverständlich in der musikalischen Familie Dasch, um daraus ein Berufsziel zu machen. Bis Annette Dasch von vielen Menschen auf ihre ungewöhnlich schöne Stimme angesprochen wurde und in den Chören fast alle Solostimmen bekam. So traf sie die Entscheidung, die Klarinette beiseitezulegen und in München Gesang zu studieren.

Im Jahr 2000 gewann sie gleich drei wichtige Gesangswettbewerbe hintereinander: den Maria-Callas-Wettbewerb in Barcelona, den Robert-Schumann-Liedwettbewerb in Zwickau und den „Concours de Genève“ in Genf. Danach stand ihr die Welt offen: Sie stand in Montpellier, Antwerpen, Dresden, Berlin, Tokio, Stockholm, Brüssel, München, Paris und Mailand auf der Bühne.

Zu ihren wichtigsten Partien gehörten die Pamina („Zauberflöte“), die Fiordiligi („Così fan tutte“), die Antonia („Hoffmanns Erzählungen“) und die Liu („Turandot“). 2006 gab Annette Dasch ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen, 2009 an der Met in New York als Gräfin in „Le Nozze di Figaro“, 2010 in Bayreuth als Elsa in der Neuenfels-Inszenierung des „Lohengrin“. Sie hat mit vielen bekannten Dirigenten gearbeitet: unter anderen mit Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Seiji Ozawa und Nicolaus Harnoncourt.

Für Annette Dasch war es jedoch selbstverständlich, dass sie nicht nur ein Leben als gefeierte Operndiva wollte, sondern auch eine Familie. 2011 heiratete sie ihren österreichischen Kollegen, den Bariton Daniel Schmutzhard, und bekam zwei Kinder. Es gehört eine große Portion Organisationstalent dazu, sowohl ihren Kindern Fanny und Hansi gerecht zu werden als auch Wagners Elsa im „Lohengrin“.

In der Dokumentation zeigt Annette Dasch beide Seiten ihres Lebens. Auf der Bühne ist sie ein Star, privat hat sie gar nichts Divenhaftes an sich. Der Filmautor Mathias Siebert hat Annette Dasch vor und hinter der Bühne begleitet. Nach Lissabon, wo sie mit dem Gulbenkian-Orchestra die Konzertlieder von Berlioz „Ein Sommernachtstraum“ aufführt, und zur Schubertiade ins österreichische Hohenems. Ihr ist der Lied- und Oratoriengesang genauso wichtig wie die Oper.

Die Dokumentation zeigt die Künstlerin in Bayreuth mit dem Tenor Klaus Florian Vogt, bei den Wiederaufnahmeproben des „Lohengrin“, außerdem als Moderatorin des „Dasch-Salons“ in der Frankfurter Oper und in Berlin ganz privat an den Orten ihrer Kindheit und im Kreise ihrer Familie. Die Zuschauer können sie bei den Dreharbeiten für die internationale Filmproduktion „Die Trapp-Familie“ erleben, in der Annette Dasch die Rolle der Lotte Lehmann spielt.

Außerdem kommen in der Dokumentation unter anderen zu Wort: Filmregisseur Ben Verbong, der britische Dirigent und Leiter des Gulbenkian-Orchestra, Paul McCreesh, der Kollege und Tenor Klaus Florian Vogt, ihr Ehemann, der Bariton Daniel Schmutzhard, sowie ihre Mutter Renate Dasch und ihre Schwester, die Pianistin Kathrin Dasch.

Sonntag, 28.07.: 3satThementag ~ Eiskalt


Diese Übersicht wird stets mehrere Wochen vor den jeweiligen Sendeterminen erstellt. Aktuelle Programmänderungen sind u. U. nicht berücksichtigt. Diese finden sich auf www.3sat.de.