„ttt – titel thesen temperamente“ am Sonntag

ttt - titel thesen temperamente, Sonntag um 23:05 Uhr im Ersten. Max Moor gibt Informationen über aktuelle Ereignisse und wichtige Trends im deutschen und internationalen Kulturleben. ttt stellt Künstler aller Genres in den Mittelpunkt der Betrachtung, macht Kunst optisch erfahrbar, zeigt Zusammenhänge auf und stellt den Wettstreit der Meinungen in der Kulturszene dar. © ARD/Thorsten Eichhorst

„ttt – titel thesen temperamente“ (BR) kommt am Sonntag, 27. Januar 2019, um 23:05 Uhr im Ersten.

Die geplanten Themen:


Brandgefährlich – Was ist eigentlich in Frankreich los?
Die Gilets Jaunes und die unfassbare Wut im Land. Wir haben darüber mit den Schriftstellern Édouard Louis und Éric Vuillard, sowie der ehemaligen Chefredakteurin der deutschen Charly Hebdo Romy Straßenburg gesprochen. Sie alle haben neue Bücher, die sich sehr gut auf unser Thema beziehen lassen. Édouard Louis beschreibt den Identitätsverlust der unteren Klassen in seinem Roman „Wer hat meinen Vater umgebracht“. Éric Vuillard schreibt in seinem Ende März erscheinenden Buch „14. Juli“ über die Französische Revolution. Romy Straßenburgs im Februar erscheinendes Buch „Adieu Liberté – Wie mein Frankreich verschwand darüber, wie sich Europa und Frankreich durch gesellschaftliche Verwerfungen extrem verändert.

Das Ende der Kindheit wie wir sie kannten
Kinder sind Stars in den Sozialen Medien. Aber vor allem sind sie Arbeiter in diesen Medien. Kinder werben für Nagellack, sie testen Spielzeug und Klamotten oder sie stellen ganz einfach ihr Leben aus. Genauer gesagt, ihr Leben wird ausgestellt – von den Eltern. Ihre Eltern filmen sie dabei und posten die Clips dann auf Youtube und Instagram. „ttt“ über Kinderarbeit in den neuen Medien und die Vermarktung der Kinder in einer völlig neuen Dimension.

Wirklichkeit als Fiktion
Michael Pollan schreibt in seinem New York Times Bestseller „Verändere dein Bewusstsein“ darüber, was uns die neueste Psychedelik-Forschung über die Konstruktion unserer Wirklichkeit lehrt. Und über Sucht, Depression, Todesfurcht und Transzendenz. Ist alles was wir zu erkennen glauben letztlich ein Produkt unseres Gehirns. Unseres Gehirns, das seit der Kindheit lernt die unglaubliche Datenmenge der Sinneseindrücke zu ordnen, zu kanalisieren und damit zu begrenzen, sodass wir als Erwachsene eine sichere Konstruktion von Wirklichkeit leisten können.

Der Sound der Welt – Cosmo Sheldrake
Glasscherben, Lichtmasten, Käfer, Kuhglocken – daraus kann man Musik machen, so auch aus Wildwiesen, Butterblumen, Wasserflaschen, Kieselsteinen. Es schläft ein Lied in allen Dingen – das scheint die Devise dieses ganz außergewöhnlichen Musikers zu sein. Komponieren und Spazieren gehen bei ihm Hand in Hand. Das ist außergewöhnlich und außergewöhnlich schön – die Musik des unglaublichen Cosmo Sheldrake.

Wie aus einem jungen Mann Picasso wurde
Kein Geld, keine Galerie, von der Biennale Venedig abgelehnt. Die unglaublichen Metamorphosen des jungen Picasso zum absoluten Star. Gerade die frühe Phase von Picasso wurde später gern genommen bei den Poster-Herstellern. Zu Tode gepostert oder nicht? Das ist die Frage. Großer Kitsch und große Kunst. Zeit, sich mal das Frühwerk (1901-1906) anzusehen. Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode. Die große Schau in Basel, in der Fondation Beyeler.

Moral – Nie war sie so wertvoll wie heute

Gerade hat unser größter Moral-Experte, Dr. Dr. Rainer Erlinger, seine beliebte Kolumne im Magazin der Süddeutschen Zeitung für beendet erklärt. Aber keine Sorge, natürlich macht er weiter mit den großen Fragen. Im März erscheint sein neues Buch – Thema: die Wahrheit. Und was aus ihr in der Gegenwart geworden ist. „ttt“ hat mit Dr. Dr. Rainer Erlinger gesprochen, darüber, warum Anstand, Moral und Wahrheit so notwendig sind, wie selten zuvor.

Moderation: Max Moor
Redaktion: Franz Xaver Karl (BR)

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