Theatertreffen virtuell

Die Jury des Theatertreffens 2020 v.l.n.r. Wolfgang Höbel, Cornelia Fiedler, Georg Kasch, Shirin Sojitrawalla, Margarete Affenzeller, Andreas Klaeui, Franz Wille ~ © Iko Freese / DRAMA Berlin

Erstmals findet das Theatertreffen im virtuellen Raum statt. Die Special Edition startete gestern Abend um 20:00 Uhr, nach einer Begrüßung der Festivalleiterin Yvonne Büdenhölzer, mit dem Streaming der 3sat-Fernsehaufzeichnung der „Hamlet“-Inszenierung von Johan Simons am Schauspielhaus Bochum – für 24 Stunden abrufbar auf der Online-Plattform Berliner Festspiele on Demand, in der zdf/3sat-Mediathek, auf nachtkritik.de sowie auf der Website des Schauspielhaus Bochum. Eine Reihe barrierefreier Zusatzangebote finden sich auf der Website der Berliner Festspiele.

Nachgespräche mit Künstler*innen und Theatertreffen-Juror*innen

Im Anschluss an die Online-Theatertreffen-Premiere findet ein Live-Nachgespräch mit den Schauspielerinnen Sandra Hüller und Gina Haller, dem Regisseur Johan Simons, dem Dramaturg Jeroen Versteele und der Theatertreffen-Jurorin Cornelia Fiedler statt. Im Zusammenhang mit ihrer Darstellung des „Hamlet“ erhält Sandra Hüller den diesjährigen Theaterpreis Berlin, gestiftet von der Stiftung Preußische Seehandlung. Die Preisverleihung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Die Ausstrahlungen aller sechs Theateraufzeichnungen (berlinerfestspiele.de) werden von Live-Nachgesprächen mit Künstler*innen, wie u. a. Claudia Bauer, Helgard Haug, Katie Mitchell, Toshiki Okada, Annette Paulmann, Julia Wieninger und Gala Othero Winter, sowie Mitgliedern der Theatertreffen-Jury begleitet, im Wechsel moderiert von den Kulturjournalist*innen Janis El-Bira und Christine Wahl. Fragen zu den Inszenierungen können am Tag der Ausstrahlung via Twitter gestellt werden und finden im Live-Gespräch am Abend Berücksichtigung.

Englische Untertitel

Englisch untertitelt ist die Inszenierung „Chinchilla Arschloch, waswas“ (berlinerfestspiele.de) in der Regie von Helgard Haug. Mit Unterstützung des Goethe-Instituts konnten kurzfristig die Inszenierungen „Anatomie eines Suizids“ (berlinerfestspiele.de) in der Regie von Katie Mitchell, „Die Kränkungen der Menschheit“ (berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/bfs-gesamtprogramm/programmdetail_309823.html) in der Regie von Anta Helena Recke sowie „The Vacuum Cleaner“ (berlinerfestspiele.de) in der Regie von Toshiki Okada ebenfalls untertitelt werden.

Diskursprogramm „UnBoxing Stages“: Lange Nacht der Tutorials am 7. Mai

In Kooperation mit der Akademie für Theater und Digitalität (Dortmund) (theater.digital) und der Initiative Digitale Dramaturgie dreht sich das Diskursprogramm „UnBoxing Stages“ (berlinerfestspiele.de) um Risiken und Potenziale von Theater im Netz. Neben den Live-Paneldiskussionen am 2., 3. und 4. Mai geben in der Langen Nacht der Tutorials am 7. Mai Expert*innen Einsichten in die wesentlichen Aspekte von Netz-Theater und diskutieren u. a. juristische Grundlagen beim Streaming, fragen nach Möglichkeiten von partizipativem Theater im Netz und erklären, wie Barrierefreiheit online aussieht. Mit dabei sind u. a. die Juristin und Dramaturgin Sonja Laaser, Clara Ehrenwerth von machina eX, der Künstlerische Leiter der Akademie für Theater und Digitalität Marcus Lobbes und Caspar Weimann von onlinetheater.live.
Fragen für die anschließenden Q&A-Runden können unter dem Hashtag #TT_Tutorials vorab und währenddessen übermittelt werden.

Das Diskurs-Programm findet, bis auf das Gespräch „Körperliche Praxis und Digitalität“ mit Florentina Holzinger am 5. Mai, in deutscher Sprache statt und ist jeweils für 24 Stunden auf der Online-Plattform Berliner Festspiele on Demand und auf nachtkritik.de (nachtkritik.de) abrufbar.

Live-Gespräche

Zum Ausklang des virtuellen Theatertreffens betrachten Intendant Thomas Oberender und Kurator Ibou Coulibaly Diop am 9. Mai in einem Gespräch mit dem Titel „Systemcheck – Nicht Corona ist die Krise“ die aktuelle Ausnahmesituation in ihrem Ist-Zustand und fragen, wie eine globale Krise das Betriebssystem der Kultur verändern kann. Im Anschluss daran sind Sie herzlich eingeladen, die traditionelle Live-Abschlussdiskussion der Theatertreffen-Jury zu verfolgen.

Das Programm wird kontinuierlich auf der Website berlinerfestspiele.de) ergänzt.
Weitere Informationen zum 57. Theatertreffen finden sich auch im Magazin 2020, welches auf der Website der berliner Festspiele zum Download bereitsteht (berlinerfestspiele.de).

Das Theatertreffen dankt seinen Jurys, den Künstler*innen, allen involvierten Theatern und Produzent*innen sowie insbesondere der Kulturstiftung des Bundes und dem langjährigen Medienpartner 3sat, den weiteren Förderern, Partnern, Unterstützern und allen Beteiligten für die Zusammenarbeit

Theatertreffen online

berlinerfestspiele.de/theatertreffen
facebook.com/theatertreffenberlin
instagram.com/berlinerfestspiele
blog.berlinerfestspiele.de
theatertreffen-blog.de
twitter.com/blnfestspiele
twitter.com/tt__blog