Theater Willy Praml: WALPURGISNACHT. Eine deutsche Höllenfahrt. Goethe. Kluge. Müller. Nietzsche

Theater Willy Praml: WALPURGISNACHT. Eine deutsche Höllenfahrt. Goethe. Kluge. Müller. (Foto: Nietzsche ~ Seweryn Zelazny)

Im Rahmen der Goethe Festwoche 2018

Willkommen in der Hölle!

In der Walpurgisnacht ist alles möglich.
Harztouristen des Jahres 2018 mischen sich mit den unseligen Gespenstern des 3. Reichs, die Hitler mit seinem Kopfschuss am 30. April 1945 freisetzt.
Goethes Theaterfiguren Faust und Mephisto treten noch einmal die Reise aus dem 18. Jahrhundert in unser heutiges an.

Faust trifft auf Frl. Bülow, die Klavierlehrerin des Regisseurs Einar Schleef, die von einem Sturmgewitter überm Brocken an ihrer Flucht in den Westen gehindert wird – Bergleute aus Braunlage, die sich zum Singen treffen, infizieren sich mit einer Art „romantische Demenz“ und verlieren Text + Ton ihres (Volks-) Liedrepertoires – Gretchen verliert ihren Kopf – das Volk verliert alle Hemmungen und berauscht sich am Blut eines ausgeguckten Frühlingsopfers. Ein melancholischer Mephisto verliert seinen Glauben – und die Amis, die ihre Flagge auf den Brocken pflanzen, kommen zur Weisheit letztem Schluss:

Nur der verdient sich Freiheit
Wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Goethe FAUST II

Eine höllische Revue, die zeigt, wie die destruktiven Kräfte dieser Nacht mehr und mehr unser helllichtes Tagtreiben bestimmen:

FREIHEIT DEMOKRATIE ABENDLAND FRIEDEN
EIGENER HERD IST GOLDES WERT LIEBER TOT
ALS ROT NUR DER TOTE INDIANER IST EIN
GUTER INDIANER JEDEM DAS SEINE EINHEIT
IN SAUBERKEIT
Heiner Müller

Premiere: 7. September 18

Regie: Willy Praml
Bühne: Michael Weber
Kostüme: Paula Kern
Musikalische Leitung: Jakob Rullhusen
Regieassistenz: Rebekka Waitz
Choreografie: Victoria Röntgen, Kristina Veit

Darsteller: Baha Al-Shaar, Reinhold Behling, Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Andreas Jahncke, Ibrahim Mahmoud, Max Rohland, Michael Weber
Hexenchor: Claudia Beil, Reinhild Bernet, Constanze Brucker, Nathalia Callejas Perez, Georgia Chantzi, Debora Cohen, Jutta Gerstadt, Andrea Gilgenbach, Jutta Hoffmann, Jutta Kuschik, Maria Niesen, Judith Nitzschner, Daniela Schmitt, Brigitte Schroth, Veronika Tedzhoyan, Lisa Zanaboni, Andrea Zanaboni
Schlagzeuger: Gabor Kovacs, Josef Schweng

www.theaterwillypraml.de