Theater Willy Praml: Premiere von Molière’s »Don Juan« am 16. Mai 19

Don Juan ~ Theater Willy Praml ~ Muawia Harb, Michael Weber, Jakob Gail ~ © Seweryn Zelazny

Was machen wir?
Lysistrata oder Don Juan?
Wir machen Don Juan!

Dem Begriff Feminismus wird immer der Begriff Patriarchat entgegengestellt. Don Juan aber schert aus und empört beide. Wenn es die Erfindung des Maskulinismus gäbe, wäre dies der Text und der Körper dazu.

Ein Fest zur Schönheit der Männer.
Und natürlich auch der Frauen.
Als ein politisch völlig unkorrekter Akt auf der Bühne.
Es kann einem grausen wie vor einem leibhaftigen Tyrannosaurus Rex im Jurassic Park, aber man bietet den Höchstpreis für eine Eintrittskarte, um sich eventuell fressen zu lassen.
Freilich wird das schöne Monster zum Schluss in die Hölle gejagt.
Was dann? Fehlt es einem?

Molière’s Don Juan ist eine Spottkomödie zwischen Himmel und Hölle. Don Juan fordert nicht nur die Menschen heraus, sondern auch Gott. Er ist kein bloßer Verführer, für ihn muss die Liebe ein Sakrileg sein. Er will Gott als Rivalen, sonst erschiene ihm, wie dem Marquis de Sade, jede Lust schal und quälend – langweilig. Don Juan’s Größe besteht darin, dass er sich bis zum Schluss nicht ergibt.

Premiere in der Naxoshalle Frankfurt: 16. Mai 19

Regie: Willy Praml
Bühne: Michael Weber
Kostüme: Paula Kern
Darsteller: Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Elisabeth-Marie Leistikow, Michael Weber

Theaternachlese zu DON JUAN. Molière: Montag, 17. Juni 2019, 19:30 Uhr, Haus am Dom, Eintritt frei

www.theater-willypraml.de