Theater im Bauturm am 4. und 5. Dezember zu Gast in Mainz mit »Kongo! Eine Postkolonie«

Kongo! Eine Postkolonie ~ Theater im Bautrum ~ Ensemble ~ Foto: MEYER ORIGINALS (meyeroriginals.com)

Die Demokratische Republik Kongo ist Schauplatz entsetzlicher Kolonialverbrechen und bis heute dauernder Ausbeutung im Zeichen des weltweiten Ressourcenhandels. Darüber hinaus muss sie immer wieder als Projektionsfläche für die Befindlichkeiten Europas herhalten.
Laurenz Leky untersucht die deutsch-kongolesischen Verbindungslinien in zwei Solo-Performances: Im Zentrum von Kongo Müller steht der ehemalige Wehrmachtssoldat Siegfried Müller, der in den 1960er Jahren als Söldner im Kongo tätig ist und von dort aus für seine Brutalität zweifelhafte Berühmtheit erlangt. KoNGOland beleuchtet kritisch unser aktuelles Bemühen um die Herstellung von Ordnung in Afrika: Braucht der Kongo wirklich die Unterstützung von Entwicklungshelfer*innen und europäischen Idealist*innen oder verwendet ihn Europa nur als Sehnsuchtsort für nicht mehr wirksame Aufklärungsphantasien? Beide Performances zeigen auch Lekys eigenes Scheitern als Konflikthelfer angesichts der komplexen Lage vor Ort und machen seine zwiespältigen Erfahrungen als von Kulturförderungsanträgen finanzierter Konflikthelfer mit Theaterschwerpunkt im Krisengebiet Ostkongo zum Thema.


Kongo! Eine Postkolonie

Von: Nina Gühlstorff, Jan-Christoph Gockel und Laurenz Leky

Gastspiel des Theater im Bauturm (Köln) am Staatstheater Mainz: 4. und 5. Dezember 19 (U17)
Eine Koproduktion von Theater im Bauturm, Theater Rampe Stuttgart und Nyx e.V.

Inszenierung: Jan-Christoph Gockel, Nina Gühlstorff

staatstheater-mainz.de