Starsopranistin Sonya Yoncheva in einer glanzvollen Operngala im Kurpark Baden-Baden

Galaabend 24. Juli 2021 mit Sonya Yoncheva. Begleitet von den Würth Philharmonikern unter Domingo Hindoyan – Live-Übertragung auf Großbildleinwand in den Kurpark Baden-Baden.

Sonya Yoncheva (© Victor Santiago)

Die international gefeierte Opernsängerin Sonya Yoncheva widmet sich in einem Galakonzert am Samstag, 24. Juli 2021 um 20 Uhr im Festspielhaus Baden-Baden den Komponisten Verdi, Mascagni und Puccini. Begleitet wird sie dabei von den Würth Philharmonikern unter der Leitung von Domingo Hindoyan.

1000 Gäste können in der dritten Stufe eines baden-württembergischen Modellprojekts im Festspielhaus dabei sein, rund 400 Plätze sind kostenfrei vor zwei eigens aufgebauten Großbildleinwänden im Kurpark Baden-Baden (vor dem Kurhaus) zu haben. Das Festspielhaus Baden-Baden hält damit an seinen Planungen fest, ab sofort einmal im Jahr ein großes Klassik-Viewing in Baden-Baden anzubieten. Partner des Projekts ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Großer Klang des späten 19. Jahrhunderts

Im späten neunzehnten Jahrhundert wurde alles größer: die Orchester und die Stimmen. Das romantische Überwältigungsideal und die moderne Instrumenten-Technik hatten unmittelbaren Einfluss auf die Gesangstechnik. Man reduzierte die Koloratur zugunsten der schönen Linie, die sich über das Orchester erheben sollte. Das Ideal der „großen Stimme“ kam auf, ein Ideal, dem wir heute die schönsten Opernarien verdanken: Melodien von Verdi, Mascagni, Dvorak und Puccini, welche die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva präsentieren wird.

Desdemona bei den Osterfestspielen

Eine wahrhaftig „große Stimme“, in allen großen Häusern dieser Welt zu Hause, auch auf der Festspielhausbühne. Mit Verdi begeisterte Sonya Yoncheva im Juni 2018 die Baden-Badener und auch als hochemotionale Sängerdarstellerin konnte man sie im Festspielhaus erleben, so etwa 2014 bei ihrem hiesigen Debüt als Marguerite in Goundos „Faust“ oder 2015 in „Die Hochzeit des Figaro“. Unvergessen ihre Desdemona in Verdis „Otello“ bei den Osterfestspielen 2018. Ihre Opernauftritte zählen weltweit von Mailand bis New York zu den Höhepunkten des Musikjahres. Im ZDF war Sonya Yoncheva im Weihnachtskonzert aus der Dresdner Frauenkirche und als Violetta Valéry in „La traviata“ zu bewundern.

Von „Aida“ bis zum „Toubadur“

Am 24. Juli erleben die Besucher große Gefühle, dramatische Schicksale und ergreifende Emotionen in unvergesslichen Melodien.

Der Abend im Festspielhaus beginnt mit Guiseppe Verdi. Nach dem „Aida“-Einmarsch folgt die Arie „Ritorna vincitor“ – „Kehre als Sieger zurück!“ – mit heroischem Aufbegehren, alsbald in den Zauberstrom jenes flehentlichen Gesangs abtauchend, der unvermeidlich unter die Haut geht.

Leonora aus der Oper „Il Trovatore“ darstellend beichtet Sonya Yoncheva in „Tacea la notte placida“ voller schwärmerischer Glücksgefühle von ihrem nächtlichen Erlebnis ihren Geliebten endlich wieder unter ihrem Fenster singen zu hören: „Ein trüber, ach! Und sehnsuchtsvoller Klang, ach, des Troubadour Gesang! … Mir galt der wundervolle Klang“.

Von Verdis Landsmann Pietro Mascagni erklingen das Intermezzo aus der Oper „Cavalleria Rusticana“ und das ergreifende „Ave Maria“.

Ein einem solchen Reigen darf auch Giacomo Puccini nicht fehlen, Arien aus „La Boheme“ und „Madama Butterfly“ laden zum Schwelgen ein. Der Hexentanz aus Puccinis „Le Villi“, vielen bekannt als Ballett „Giselle“, bringt die Emotionen zum Kochen und zwingt in seiner musikalischen Kraft Roberto, die Hauptfigur der Oper dazu sich in einer Art Tarantella zu Tode zu tanzen.

In eine weitere Welt entführen die Künstler des Abends mit musikalischen Impressionen von Antonin Dvorak, wie seinen „Slawischen Tänzen“ und dem „Lied an den Mond“ aus der Oper „Rusalka“. Eine der phantasievollsten und melodisch einfallsreichsten Kompositionen des 19. Jahrhunderts hüllt die unglücklich verliebte Nixe bei ihrem Mondgesang in zauberhafte Orchesterklänge, transparent und doch enorm eindringlich.

Einen Vorgeschmack auf ihren Auftritt bei den Osterfestspielen 2022 bietet Sonya Yoncheva mit einer Arie aus Tschaikowskys „Jolanthe“. Die ganze Oper singt Sonya Yoncheva in einer konzertanten Aufführung mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko am Ostermontag 2022.

OPERNAIR im Kurpark

Am Samstag, 24. Juli 2021 gilt es nicht nur eine weltberühmte Sopranistin in einem glanzvollen Konzert zu feiern, sondern auch eine Premiere: Das Festspielhaus überträgt die festliche Operngala als OPERNAIR live in den Kurpark.

Der Live-Stream im Kurpark beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Das OPERNAIR findet vor dem Kurhaus statt, in einem hierfür abgesicherten Bereich mit Bestuhlung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, zum Zugang es bedarf jedoch einer bestätigten Platzreservierung. Tickets für die 400 Plätze im Kurpark sind ab sofort unter der Telefonnummer 07221 3013-101 erhältlich. Ein Kontingent erhält darüber hinaus die Touristik-Info in den Kolonaden.

Die Festliche Operngala aus dem Festspielhaus Baden-Baden und das OPERN AIR mit der Live-Übertragung in den Kurpark Baden-Baden wird gefördert durch die EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Domingo Hindoyan
© Simon Pauly

Die musikalische Leitung des Galaabends obliegt Domingo Hindoyan. Der freischaffende Dirigent musizierte mit Ensembles und Orchestern auf der ganzen Welt, darunter die Wiener Staatsoper, Deutsche Staatsoper Berlin, Paris Opéra National, Liceu Barcelona, dem Mariinsky Theater, London Philharmonic Orchestra, Dresdner Philharmonie, Mozarteumorchester Salzburg oder das New Japan Philharmonic Orchestra. Als Operndirigent oblagen ihm etwa die musikalische Leitung von „L’elisir d’amore“ an der Metropolitan Opera, „La Bohème“ am Mariinski Theater, Bellinis „I puritani“ an der Opéra de Monaco sowie „La traviata“ an der Dresdner Semperoper. 2013 bis 2016 arbeitete er als Assistent von Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden. Im September 2021 tritt er seine Stelle als Chefdirigenten des Royal Liverpool Philharmonic an.

Würth Philharmoniker
© Ufuk Arslan

Ihr Debüt im Festspielhaus geben die Würth Philharmoniker. Das 2017 gegründete, im Carmen Würth Forum in Künzelsau angesiedelte Orchester überzeugt mit einem breiten Repertoire von klassischen bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.


Weitere Informationen und Tickets:
festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierungen: T 07221 3013-101