Staatstheater Wiesbaden: Doppelabend mit Bartóks »Herzog Blaubarts Burg« und Weills »Die sieben Todsünden« ab 1. März 19

Doppelabend Herzog Blaubarts Burg | Die sieben Todsünden ~ Staatstheater Wiesbaden ~ Judit (Vesselina Kasarova), Herzog Blaubart (Johannes Martin Kränzle) ~ Foto: Karl und Monika Forster

Herzog Blaubarts Burg
Der symbolistisch aufgeladene Märchenstoff und Bartóks impressionistische, sich ins Gewaltige steigernde Musik ziehen sofort in ihren Bann. Die rätselhafte Wortkargheit Blaubarts, die gnadenlosen Fragen Judits treiben das Paar unaufhaltsam einem bitteren Ende entgegen. Hinter jeder der sieben Türen der Burg öffnet sich eine neue Klangwelt, die die vorherige mit ausdrucksstarker, glitzernder und schließlich lähmend-trauriger Musik überbietet.

Die sieben Todsünden
Sind Paradies und Hölle heute noch Gegensätze? Sind die sieben Todsünden nicht eher moderne Verhaltensnormen? Sieben Jahre reist Anna durch sieben Städte und muss sieben Sünden widerstehen: Faulheit, Stolz, Zorn, Völlerei, Wollust, Habgier und Neid. Sie muss Geld verdienen und sich Gefühlen und Wünschen enthalten, damit sich ihre Familie – musikalisch inklusive der Mutter ein Männerquartett (!) – ein Häuschen leisten kann. Brecht und Weill taten sich nach »Mahagonny« noch einmal zusammen, um 1933 in Paris ein Stück herauszubringen, das die Mechanismen der Gewinnmaximierung charakterisiert und parodiert – mit Choral, Walzer, Blues, Foxtrott und Shimmy.


Premiere des Doppelabends »Herzog Blaubarts Burg« und »Die sieben Todsünden« am Staatstheater Wiesbaden: 1. März 19

Herzog Blaubarts Burg (A Kékszakállú Herceg Vára)
Oper in einem Akt
Von: Béla Bartók (1881 – 1945)
Libretto: Béla Balázs
Uraufführung: 24. Mai 1918 (Budapest, Königliches Opernhaus)

Musikalische Leitung: Philipp Pointner
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Matthias Schaller, Susanne Füller
Kostüme: Susanne Füller
Licht: Andreas Frank
Dramaturgie: Katja Leclerc

Besetzung:

Herzog Blaubart: Johannes Martin Kränzle
Judit: Vesselina Kasarova


Die sieben Todsünden
Von: Kurt Weill (1900 – 1950)
Text von: Bertolt Brecht
Uraufführung: 7. Juni 1933 (Paris, Théâtre des Champs-Élysées)

Musikalische Leitung: Philipp Pointner
Inszenierung: Magdalena Weingut
Bühne: Matthias Schaller
Kostüme: Katarzyna Szukszta
Licht: Oliver Porst
Dramaturgie: Regine Palmai

Besetzung:

Anna: Nicola Beller Carbone
Mutter: Florian Küppers
Vater: Ralf Rachbauer
Bruder I: Julian Habermann
Bruder II: Daniel Carison

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