Staatstheater Mainz eröffnet FILIALE an der Lu ~ Temporärer Probenraum und Spielort im früheren Karstadt Sport

Außenansicht des Staatstheater Mainz (© Andreas Etter)

Das Staatstheater Mainz wird das ehemalige Karstadt-Sport-Gebäude am Gutenbergplatz in derLudwigsstraße vorübergehend als Probenraum und Spielort nutzen. Zusätzlich zum bereits als Probebühne genutzten Raum im Erdgeschoss, stehen damit weitere Flächen für einen Probenraum im ersten Obergeschoss, einen Veranstaltungsraum für maximal 120 Besucher*innen im zweiten Obergeschoss und Lagerräume im dritten Obergeschoss zur Verfügung.

Staatstheater Mainz FILIALE wird der Ort heißen – und er bedeutet für das Theater eine vorübergehende Lösung für den akuten Mangel an Proberäumen und Lagerkapazitäten. Als temporärer Spielort eröffnen sich zudem künstlerisch interessante Perspektiven für besondere Produktionen: „Stellvertretend für alle Unterstützer bedanken wir uns sehr herzlich bei Dirk Gemünden von der J. Molitor Immobilien GmbH sowie bei Peter Scholten von der Sparkasse Rhein-Nahe für die großzügige Unterstützung“, betont Intendant Markus Müller. „Durch fast optimale Grundflächen der Räumlichkeiten und durch die kurzen Wege zum Theater und zu den Werkstätten am Gutenbergplatz hilft uns dieses tolle Angebot enorm und ganz praktisch bei unserer Arbeit –und zugleich macht der Ort große Lust auf spannende Theaterprojekte.“

Die Sparten des Theaters entwickeln nun Ideen und Konzepte für die FILIALE. Den Anfang macht die Schauspielsparte, auch im Ensemble von tanzmainz wird bereits mi tviel kreativer Energie ein eigens hierfür konzipiertes Projektentwickelt. Allen Ideen ist gemein, dass sie sich inhaltlich und ästhetisch zum provisorischen, rauen Ort, an dem sie spielen, verhalten. Die erste Schauspielpremiere in der FILIALE wird bereits am 14. Februar gefeiert: In memoriam Anna Politkowskaja – Eine nicht umerziehbare Frau. Schauspielerin und Ensemblemitglied Leoni Schulz spielt in dem Monolog von Stefano Massini die russische Journalistin, die vor allem mit ihren mutigen und kritischen Reportagen zum Tschetschenienkrieg bekannt und im Oktober 2006 vor ihrer Wohnung erschossen wurde.

Sophia, der Tod und ich nach dem Roman von Thees Uhlmann steht als nächstes auf dem FILIALE-Spielplan. Die Ensemblemitglieder Anika Baumann, Henner Momann und Julian von Hansemann bringen den Debütroman des Tomte-Sängers auf die neue Bühne und erzählen eine spektakuläre Reise durch das Leben – ein witziger und anrührender Roadtrip vorbei an Kneipen, Motels und besonderen Menschen, der immer weiter zurückführt an das bisher Gelebte und an die Frage: „Is it betterto burn out than to fade away?” Premiere ist am 5. April.

Der Vorverkauf für Sophia, der Tod und ich sowie alle noch folgenden Produktionen der FIIALE beginnt jeweils mit ihrer Veröffentlichung im Monatsleporello.

Für In memoriam Anna Politkowskaja gibt es die Karten für die Vorstellungen im Februar bereits ab Samstag, 15. Dezember an der Theaterkasse und online auf der Homepage des Theaters.

www.staatstheater-mainz.de