Spielplan Oktober 2020 der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

Komplexe Väter ~ Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater ~ Anton (Jochen Busse, l.) und Erik (Hugo Egon Balder) sind sich in herzlicher Abneigung verbunden (Foto: Bo Lahola)

Am 2. Oktober wird noch einmal die erfolgreiche Produktion „Rio Reiser – Mein Name ist Mensch“ auf den Spielplan genommen. Das Musiktheaterstück von Frank Leo Schröder und Gert C. Möbius, dem Bruder Rio Reisers, zeigt ein sehr poetisches und aufklärerisches Bild dieses Ausnahmekünstlers. Nach der Premiere im vergangenen Oktober urteilte die Berliner Morgenpost: „Ein starker Abend.“

Am 17. Oktober präsentiert Ilja Richter noch einmal sein Konzert „Ilja Richter – Meine Lieblingslieder“. Darin verbindet er Pop mit Klassik und singt bekannte Schlager und berühmte Chansons in unerwarteten Interpretationen. Ein ironisch-melancholischer Blick zurück, aber immer ganz im Hier und Jetzt – typisch Ilja und diesmal doch anders. Harry Ermer begleitet ihn am Klavier.

Vom 28. Oktober bis zum 1. November wird die Boulevardkomödie „Komplexe Väter“ mit Jochen Busse, Hugo Egon Balder, René Heinersdorff, Maike Bollow und Josepha Grünberg noch einmal ins Programm genommen.


Rio Reiser – Mein Name ist Mensch

Schauspielmusical von Frank Leo Schröder und Gert C. Möbius
Regie: Frank Leo Schröder
Musikalische Leitung: Juan Garcia
Bühne und Kostümbild: Matthias Müller
Kostüm: Claudia Töpritz
Choreografie: Marita Erxleben

Mit: Frederic Böhle, Frédéric Brossier, Philip Butz, Kai Dannowski, Katrin Hauptmann, Fabian Hentschel, Friedemann Petter, Daniel Splitt, Paul Tetzlaff u. a.

Wiederaufnahme vom 2. bis 25. Oktober 2020

Rio Reiser und seine Band „Ton Steine Scherben“ zeigten noch vor Udo Lindenberg, dass Rockmusik auch deutsch sein kann. Reiser schrieb keine Schlagertexte, die in Dieter Thomas Hecks „Hitparade“ landeten, seine Songs hatten gesellschaftliche Sprengkraft und lieferten den Soundtrack für den Aufbruch einer ganzen Generation. „Keine Macht für Niemand“ beispielsweise wurde lange Zeit nicht in westdeutschen Sendern gespielt, auch nicht so poetische Liebeslieder wie „Komm schlaf bei mir“ aus dem Jahre 1972. Immer noch denken viele, wenn sie den Namen Rio Reiser hören, an dessen krasse, aufrührerische Lieder und vergessen dabei seine verletzliche, zärtliche Seite, die beispielsweise in einem Tagebucheintragung vom 18. Januar 1974 zum Tragen kommt: „Mein Ziel ist die Liebe, wer sie sucht, von Herzen sucht, mit allen Kräften sucht, der wird sie finden… kein Panzer kann mich so beschützen wie die Liebe, heißer als alle Sonnen, heller als jeder Tag. Meine Hoffnung ist besser als jede Medizin. …“, aber natürlich auch in vielen seiner Songtexte.
Jahrzehntelang wurde der Sänger in eine Schublade gepackt, aus der ihn auch seine Plattenfirma nicht zu befreien vermochte. Seit einigen Jahren jedoch wird auch den vielen anderen Facetten Rio Reisers Beachtung geschenkt.
Frank Leo Schröder und Gert C. Möbius, der Bruder Rio Reisers, haben 2019 ein Musiktheaterstück für das Schiller Theater entwickelt, das ein sehr poetisches und auch im Sinne von Rio Reiser aufklärerisches Bild dieses Ausnahmekünstlers zeigt. 2020 hat Frank Leo Schröder die Inszenierung noch einmal Corona-konform uminszeniert.


Ilja Richter – Meine Lieblingslieder

Von Disco bis Kabarett
Am Klavier: Harry Ermer
Am 17. Oktober 2020 um 16 Uhr
Ilja Richter präsentierte in der ZDF-„disco“ viele tolle Songs. Aber was hörte und hört er privat? Das, was er an diesem Abend für Sie singen wird! Wer dem Sänger und Chansonnier Richter lauscht, kommt damit auch dem Privatmann auf die Spur. Anhand seiner „Lieblingslieder“ erzählt er ganz persönliche Geschichten über Begegnungen mit Menschen und untermalt markante Eckpunkte seines Lebens musikalisch. Ein ironisch-melancholischer Blick zurück, aber immer ganz im Hier und Jetzt – typisch Ilja und diesmal doch anders.

Die Lieblingsmelodien auf der Richterskala gehen dabei von den drei großen K‘s – Kreisler/Knef/Krug -nahtlos über zu Udo Jürgens, Michel Legrand, ABBA, Frank Sinatra, Slade und vielen anderen. Darunter auch unbekannte Lieder von bekannten Künstlern. Er verbindet Pop mit Klassik und singt bekannte

Schlager und berühmte Chansons in unerwarteten Interpretationen. Da wird zum Beispiel der vertraute 70er-Hit mal eben zum Evergreen von Glenn Miller oder ein Franz Schubert-Thema mutiert zu Bob Dylans „Blowin‘ in the Wind“. Harry Ermer am Klavier ist bei allem der (kon)geniale Partner an Iljas Seite, der die musikalische Tonspur legt.


Komplexe Väter

Von: René Heinersdorff
Inszenierung: René Heinersdorff
Kostüm: Andrea Gravemann

Mit: Jochen Busse, Hugo Egon Balder, René Heinersdorff, Maike Bollow und Josepha Grünberg

Eine Produktion des Theaters an der Kö, Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

Wiederaufnahme vom 28. Oktober bis 1. November 2020

Anton (Jochen Busse) und Erik (Hugo Egon Balder) sind wie Feuer und Wasser. Doch sie haben eines gemeinsam: die Tochter Nadine (Josepha Grünberg). Anton ist seit langem mit Ute (Maike Bollow) verheiratet, die Nadine mit in die Ehe gebracht hat. Erik, dem leiblichen Vater des Mädchens, ist er in herzlicher Abneigung verbunden. Als die beiden jedoch feststellen, dass die Tochter einen Freund hat, der fast 20 Jahre älter ist als sie, verbünden sie sich gegen ihn und ziehen plötzlich an einem Strang: mit dem Ziel, diesen Mann auf alle Fälle zu verhindern.
Eine Komödie über die Eitelkeit zu später Väter. Und über die Liebe …

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