Sommerfestspiele Erl: Begeistertes Publikum und exzellente Presse

Bianca e Falliero ~ Tiroler Festspiele Erl ~ Ensemble ~ © Tiroler Festspiele Erl / Xiomara Bender)

Die Sommerfestspiele in Erl vom 7. bis 31. Juli lockten auch in diesem Jahr mit der „Walküre“ das Wagner-Publikum nach Erl und luden mit Chaussons „König Arthus“ zu einem wagner-inspirierten Opernereignis ein. Mit „Bianca e Falliero“ kamen auch die Rossini-Liebhaber auf ihre Kosten. Abgerundet wurden die inzwischen traditionellen drei Opern des Erler Sommers mit einem ausgeklügelten Programm, bestehend aus Konzerten der Camerata Salzburg, einem Belcanto-Konzert oder auch der überaus beliebten Musicbanda Franui.

Besondere musikalische Raritäten aufzuspüren, die selten auf dem Spielplan stehen und daher einem interessierten Publikum vorenthalten bleiben, gehören zu den Aufgaben und gleichzeitig auch Risiken eines Intendanten. Bei den Sommerfestspielen entschied sich Bernd Loebe für „König Arthus“ von Ernest Chausson und damit für eine Oper, die sich als überregionales Ereignis erwies, das auch Journalisten aus Frankreich und England anlockte. Dem Vorschlag einer deutschen Tageszeitung – „Lassen Sie alles stehen und liegen und fahren Sie nach Erl“ – wurde leider nur begrenzt Folge geleistet. Die Aufführungen dieser Oper wurden vom anwesenden Publikum und den Medien zwar mit höchstem Lob bedacht, der Gästezuspruch wurde dieser weitgehend unbekannten Opernrarität nicht gerecht.

Krieg, Corona und deren Auswirkungen, die in jedem Lebensbereich zu spüren sind, machten auch den Tiroler Festspielen Erl zu schaffen. So musste in Erl improvisiert werden: Ein Krankheitsfall im Ensemble der Oper „Bianca e Falliero“ machte dies notwendig, die Premiere der Oper musste verschoben, neue Termine fest- und andere Konzerte umdatiert oder ganz abgesagt werden. Dieser Notfall bedeutete einen Verlust an Zuschauerzahlen und folglich bei den Ticketeinnahmen, zumal alle Gäste, die die Ersatztermine nicht wahrnehmen konnten, ihr Geld zurückerhielten und in den Genuss eines kostenloses Zusatzkonzert kamen.

Die Tiroler Festspiele Erl gehen ihren Weg mit positiver Einstellung weiter. Dank gebührt allen Gästen und Medien für ihre Treue und Unterstützung. Das gesamte Team freut sich auf ein Erntedank vom 29. September bis 2. Oktober mit Werken von Franck, Mahler, Prokofiew, Fauré und Richard Strauss. Detaillierte Information finden sich auf der Homepage unter tiroler-festspiele.at/spielplan.

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