Semperoper Dresden lädt zur Premiere von Antonín Dvořáks »Rusalka«

Rusalka ~ Semperoper Dresden ~ Rusalka (Olesya Golovneva), Der Wassermann (Alexandros Stavrakakis), Der Prinz (Pavel Černoch), Die fremde Fürstin (Elena Guseva ) ~ © Semperoper Dresden/Ludwig Olah

Dresdner Hausdebüts von Regisseur Christof Loy und Dirigentin Joana Mallwitz

Am Samstag, den 7. Mai 2022 hebt sich in der Semperoper der Vorhang für die in Koproduktion mit dem Teatro Real Madrid, dem Teatro Comunale di Bologna, dem Gran Teatre del Liceu, Barcelona und dem Palau de les Arts Reina Sofía, Valencia entwickelte »Rusalka«-Inszenierung von Regisseur Christof Loy. Die neue Dresdner »Rusalka« löst die seit ihrer Premiere im Jahr 2010 im Semperoper-Repertoire geführte Regiearbeit Stefan Herheims ab.

Am Premierenabend gibt nicht nur der gefragte und mehrfach ausgezeichnete Opern- und Schauspielregisseur Christof Loy mit seiner Inszenierung sein Debüt in der Semperoper. Auch die derzeitige Generealmusikdirektorin des Staatstheaters Nürnberg und für die Spielzeit 2023/24 als künstlerische Leiterin und Chefdirigentin des Konzerthausorchesters Berlin designierte Musikerin Joana Mallwitz wird erstmals am Pult der Sächsischen Staatskapelle zu erleben sein. Das Bühnenbild schuf der für seine internationalen Leistungen und seine enge Verbundenheit mit der Semperoper u.a. mit dem Rudi Häußler-Preis der Stiftung Semperoper – Förderstiftung geehrte Bühnen- und Kostümbildner Johannes Leiacker.

Dvořáks 1901 im Nationaltheater Prag uraufgeführte lyrische Märchenoper von der Liebe einer Nixe zu einem Prinzen befreit Christof Loy von süßlicher Romantik und verlegt mit Blick auf das erotische Moment das tragische Geschehen in ein Theatermilieu, wo Rusalka als Balletttänzerin sich dem männlichen Begehren opfert. Loys Interpretation fokussiert die Erzählung auf die Empfindungswelt einer menschlichen jungen Frau, die sich aus ihrem engen Familienleben zu befreien und ein selbstbestimmtes Leben zu führen versucht. Das Objekt ihres Begehrens ist in dieser Inszenierung kein Märchenprinz, sondern ein von seinen Trieben geleiteter Mann, der am Ende Rusalka verrät und dies mit dem Tod büßt.

Die Oper »Rusalka« darf mit ihrer großen Vielfalt an Klangfarben und Schattierungen zu Recht als Dvořáks größter Opernerfolg und in ihrer Facettenhaftigkeit als bespielgebend für seine Instrumentationskunst betrachtet werden. In der Titelpartie sind Olesya Golovneva und – gleichfalls in seinem Dresdner Hausdebüt – als undankbarer Geliebter Pavel Černoch zu erleben. In den weiteren Partien verleihen unter anderem KS Christa Mayer, Elena Guseva, Alexandros Stavrakakis und Sebastian Wartig den Figuren musikalische Finesse und Charakter.


Rusalka

Lyrisches Märchen in drei Akten
Von: Antonín Dvořák
Libretto: Jaroslav Kvapil
Uraufführung: 31. März 1901 (Prag, Nationaltheater)

Premiere an der Semperoper Dresden: Samstag, 7. Mai 22

Musikalische Leitung: Joana Mallwitz
Inszenierung: Christof Loy
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Ursula Renzenbrink
Licht: Bernd Purkrabek
Choreografie: Klevis Elmazaj
Chor: Jonathan Becker
Dramaturgie: Juliane Schunke

Besetzung:

Der Prinz: Pavel Černoch
Die fremde Fürstin: Elena Guseva
Rusalka: Olesya Golovneva
Der Wassermann: Alexandros Stavrakakis
Die Hexe: Christa Mayer
Der Wildhüter: Sebastian Wartig
Der Küchenjunge: Nicole Chirka
Erste Nymphe: Ofeliya Pogosyan
Zweite Nymphe: Stepanka Pucalkova
Dritte Nymphe: Constance Heller
Ein Jäger: Simeon Esper

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Weitere Vorstellungen: 10., 14. und 20. Mai 2022 sowie im Juni, November und Dezember 2022

Eine Koproduktion mit dem Teatro Real Madrid, dem Teatro Comunale di Bologna, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona und dem Palau de les Arts Reina Sofía, Valencia.

Alle Vorstellungen werden ermöglicht durch den Gesundheitspartner der Sächsischen Staatstheater, Medizinisches Labor Ostsachsen MVZ GbR.

Karten für alle Vorstellungen sind in der Schinkelwache am Theaterplatz (T +49 (0)351 4911 705) und online erhältlich. Weitere Informationen unter semperoper.de.