Schostakowitschs » Lady Macbeth von Mzensk« ab 3. November an der Oper Frankfurt

Sebastian Weigle (© Kirsten Bucher)

Am 22. Januar 1934 wurde Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri D. Schostakowitsch (1906-1975) im Maly-Theater Sankt Petersburg mit durchschlagendem Erfolg uraufgeführt. Das Libretto zu seiner zweiten Oper verfasste der russische Komponist in Zusammenarbeit mit Alexander G. Preis, basierend auf der gleichnamigen Novelle von Nikolai S. Leskow (1865). Das 1936 von Stalin verhängte Aufführungsverbot ließ das Werk für viele Jahre von den sowjetischen Spielplänen verschwinden. Vor über einem Vierteljahrhundert kam Lady Macbeth von Mzensk zuletzt in der Regie von Werner Schroeter am 7. März 1993 an der Oper Frankfurt heraus.

Zum Inhalt: Katerina, Ehefrau des Kaufmanns Sinowi, betrügt diesen mit dem Arbeiter Sergei. Dies bemerkt ihr Schwiegervater Boris, der während der Abwesenheit seines Sohnes ebenfalls ein Auge auf die junge Frau geworfen hat. Der Alte verprügelt Sergei, woraufhin er von Katerina vergiftet wird. Sinowi weiß bereits um die Liaison seiner Frau, kehrt vorzeitig zurück und wird von den Liebenden umgebracht. Während die Hochzeit des neuen Paares im Gange ist, findet man die im Haus versteckte Leiche Sinowis. Katerina und Sergei werden zu Lagerhaft verurteilt, wo Sergei mit der Zwangsarbeiterin Sonetka anbandelt. Daraufhin tötet Katerina ihre Nebenbuhlerin und sich selbst.

Die musikalische Leitung liegt bei GMD Sebastian Weigle, der damit seine erste Neuproduktion der Saison 2019/20 an seinem Stammhaus vorlegt. Der Frankfurter Schauspielintendant Anselm Weber führt Regie im benachbarten Opernhaus, wo der Theater- und Opernregisseur zuletzt 2015 Weinbergs Die Passagierin inszenierte. Die deutsche Sopranistin Anja Kampe (Katerina Ismailowa) debütierte 2007/08 in Pique Dame im Haus am Willy-Brandt-Platz. In der Partie der Kaufmannsgattin war sie bereits 2017 an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Internationale Gastengagements führen die Bayerische Kammersängerin zu den Bayreuther und den Salzburger Festspielen sowie u.a. an die Opernhäuser von Berlin, Hamburg, Wien und Paris. Zu ihren Plänen gehört Senta in Der fliegende Holländer an der New Yorker Metropolitan Opera. Der bereits mit der Partie vertraute Tenor Dmitry Golovnin (Sergei) ist erstmals in Frankfurt zu Gast. Grigori Otrepiev in Mussorgskis Boris Godunow an der Pariser Opéra Bastille zählt zu den aktuellen Aufgaben des russischen Sängers. Eben diese Produktion gehört auch zu den Plänen seines Landsmannes Dmitry Belosselskiy (Boris Ismailow). Verdis Simon Boccanegra führt den weltweit gefragten Bassisten erneut an die Metropolitan Opera in New York. Angeführt von AJ Glueckert (Sinowi) sind fast alle weiteren Partien mit Ensemblemitgliedern und Chorsolisten der Oper Frankfurt besetzt, unter ihnen auch die beiden Ensembleneuzugänge Iain MacNeil (Polizeichef) und Anthony Robin Schneider (Verwalter / Sergeant).


Lady Macbeth von Mzensk
Oper in vier Akten

Von: Dmitri D. Schostakowitsch
Uraufführung: 1934
Text von: Dmitri D.Schostakowitsch und Alexander G. Preis nach Nikolai S. Leskow.

Premiere an der Oper Frankfurt: 3. November 19

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Inszenierung: Anselm Weber
Bühnenbild und Kostüme: Kaspar Glarner
Licht: Olaf Winter
Video: Bibi Abel
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Konrad Kuhn

Besetzung:

Katerina Ismailowa: Anja Kampe
Sergei: Dmitry Golovnin
Boris Ismailow / Alter Zwangsarbeiter: Dmitry Belosselskiy
Sinowi Ismailow: Evgeny Akimov
Der Schäbige: Peter Marsh
Sonetka: Zanda Švēde
Pope: Alfred Reiter
Polizeichef: Iain MacNeil
Verwalter / Sergeant: Anthony Robin Schneider
Axinja: Julia Dawson
Hausknecht: Mikołaj Trąbka
Polizist / Wachposten: Dietrich Volle
Lehrer / 1. Vorarbeiter: Theo Lebow
Betrunkener Gast / 2. Vorarbeiter: Michael McCown
3. Vorarbeiter: Hans-Jürgen Lazar
Zwangsarbeiterin: Barbara Zechmeister
Kutscher: Alexey Egorov
Mühlenarbeiter: Pavel Smirnov

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Weitere Vorstellungen: 7., 10. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 14., 17. (18.00 Uhr), 22., 29. November, 8. (18.00 Uhr), 12. Dezember 2019
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr
Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

oper-frankfurt.de