Schauspielhaus Zürich AG : Jahresbericht der Spielzeit 2018/19

Anlässlich der Generalversammlung vom 28. Januar 2020 veröffentlicht die Schauspielhaus Zürich AG die Zahlen der Spielzeit 2018/19: 136’127 Zuschauer*innen besuchten die insgesamt 585 Veranstaltungen des Schauspielhauses. Die Spielzeit war nicht nur geprägt vom Abschied von Barbara Frey und ihren Weggefährt*innen, das Team um die beiden neuen Intendanten Benjamin von Blomberg und Nicolas Stemann bereitete gleichzeitig einen Neustart vor. Diese Parallelität bedeutete neben Vorfreude auf das Neue auch einen grösseren Aufwand auf allen Ebenen. Trotzdem wurde das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von CHF 11’092.- abgeschlossen.

Im Pfauen wurden in der Spielzeit 2018/19 bei 236 Veranstaltungen insgesamt 97’001 Eintritte gezählt. Das entspricht einer Auslastung von 64%. Publikumshit der Spielzeit war Barbara Freys Inszenierung Hamlet (16’627 Eintritte), gefolgt vom Familienmärchen Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch in der Regie von Christina Rast (14’057 Eintritte). In der Kammer, der Spielstätte für Nachwuchsdramatiker und junge Regietalente, wurden bei 96 Veranstaltungen insgesamt 6’011 Eintritte verzeichnet. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 85%.

Im Schiffbau besuchten 12’613 Zuschauer*innen die 43 Vorstellungen in der Halle (92% Auslastung). Am publikumsstärksten war dabei Christoph Marthalers Inszenierung 44 Harmonies from Apartment House 1776 von mit 5’412 Eintritten. In der Box wurden an 72 Abenden insgesamt 10’772 Eintritte gezählt (77 % Auslastung).

Junges Schauspielhaus Zürich

Insgesamt 8’096 Zuschauer*innen besuchten die 124 Vorstellungen des von Petra Fischer und Enrico Beeler geleiteten Jungen Schauspielhauses. Auch das umfassende theaterpädagogische Angebot «Mehr als Zuschauen» wurde sehr gut angenommen: 10’998 Interessierte besuchten die 375 Kurse und Workshops, die jedoch nicht in die Gesamtzuschauerstatistik einfliessen.

Gastspiele

Im Zuge der 23 Gastspielvorstellungen sahen insgesamt 8’425 Zuschauer*innen Produktionen des Schauspielhauses Zürich. Auch diese Zahlen fliessen nicht in die Gesamtzuschauerstatistik ein. Herauszuheben sind die Vorstellungen beim Hamburger Theaterfestival (Grimmige Märchen, Regie: Herbert Fritsch), in Liechtenstein (Jakob von Gunten, Regie: Barbara Frey), beim Rainbowfestival in St. Petersburg (Nora oder Ein Puppenhaus, Regie: Timofej Kuljabin), bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater in Berlin (Ich weiss nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien), Regie: René Pollesch) sowie beim NET Festival in Moskau (Mir nämeds uf öis, Regie: Christoph Marthaler). Milo Raus Inszenierung Die 120 Tage von Sodom ging auf eine kleine Tournee nach Amsterdam, Barcelona und Porto. Besonders erfreulich war zudem die Einladung der «Kammer machen!»-Produktion Super Food Heroes der Regieassistentin Clara Dobbertin zum Festival «Summer UP» ans Nationaltheater Mannheim.

In Zahlen

Von der Stadt Zürich erhielt das Schauspielhaus in der Spielzeit 2018/19 Subventionen in Höhe von CHF 38.02 Mio. Die zusätzlichen Kosten der Übergangsspielzeit fielen vor allem im Personalbereich an, wo der Aufwand um rund CHF 923 000 höher lag als in der vorangegangenen Saison. Verursacht wurden diese Kosten durch temporäre Doppelbesetzungen von Stellen im künstlerischen Bereich und durch notwendige Vorproben für Produktionen der neuen Spielzeit. Dank durchgehend guter Jahresergebnisse während der Intendanz von Barbara Frey war es möglich, Rückstellungen für den Intendanzwechsel anzulegen. Die zusätzlichen Kosten konnten so gedeckt werden ohne den laufenden Spielbetrieb einzuschränken.

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