Schauspielhaus Zürich AG: Jahresbericht der Spielzeit 2017/18

Anlässlich der Generalversammlung vom 30. Januar 2019 veröffentlicht die Schauspielhaus Zürich AG die Zahlen der Spielzeit 2017/18: In der vergangenen Saison besuchten 147’484 ZuschauerInnen die insgesamt 547 Veranstaltungen auf den Bühnen im Pfauen und im Schiffbau, womit das Ergebnis der Saison 2016/17 mit rund 147’000 Zuschauerinnen und Zu-schauern bei einer geringeren Vorstellungsanzahl leicht übertroffen werden konnte. Die Einnahmen aus dem Sponsoring und aus Unterstüt-zungsbeiträgen konnten um rund CHF 0,5 Mio. auf CHF 2.1 Mio. gestei-gert werden. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Gewinn von 19’347 Fran-ken abgeschlossen.

DER PFAUEN
Im grossen Saal im Pfauen wurden in der Spielzeit 2017/18 in 241 Veranstaltungen insgesamt 113’940 Eintritte gezählt – dies sind über 6’000 mehr als in der Saison 2016/17. Ingo Berk sorgte mit seiner Inszenierung von „Peter Pan“ für den Publikumshit der Saison (15’009), gefolgt von Christoph Marthalers „Mir nämeds uf öis“ (12’535) und „Budden-brooks“ in der Regie von Bastian Kraft (11’936).
In der Kammer, der Spielstätte für Nachwuchsdramatiker und junge Regieta-lente, wurden insgesamt 4’883 Eintritte bei 75 Veranstaltungen gezählt. Katja Brunners Stücktext „Den Schlächtern ist kalt oder OhlalaHelvetia“ in einer Inszenierung der jungen Regisseurin Barbara Falter war mit 1’182 ZuschauerInnen die am häufigsten besuchte Kammerproduktion.
Insgesamt verzeichnete der Pfauen (inkl. Kammer) 80% aller Eintritte und 85% der gesamten Ticketeinnahmen der Saison.

DER SCHIFFBAU
Knapp 8’971 ZuschauerInnen besuchten die 39 Vorstellungen in der Halle. Die Neuproduktionen in der Spielzeit 2017/18 waren „BEUTE FRAUEN KRIEG“ (Regie Karin Henkel; 4’468 ZuschauerInnen) und Barbara Freys „Zur schönen Aussicht“ (3’575).
Für die Box wurden an 69 Abenden insgesamt 12’172 Eintritte gezählt. Frank Castorfs Inszenierung „Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett“ war dort mit 3’315 BesucherInnen und einer Auslastung von 97% die am besten besuchte Inszenierung, gefolgt von René Polleschs „Hello, Mister MacGuffin!“ (2’619), „Ausschließlich Inländer“ (Regie Nikolaus Habjan; 2’194) im Rahmen der Festspiele Zürich und „Weltzustand Davos (Staat 4)“ von Rimini Protokoll in einer Koproduktion mit dem HKW Berlin, den Münchner Kammerspielen, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Düsseldorfer Schauspielhaus (1’890).

JUNGES SCHAUSPIELHAUS ZÜRICH
Insgesamt 6’144 ZuschauerInnen besuchten die 107 Vorstellungen des von Petra Fischer und Enrico Beeler geleiteten Jungen Schauspielhauses. Auch das umfassende theaterpädagogische Angebot, die zweite Programmschiene des Jungen Schauspielhauses, wurde sehr gut angenommen: 9’771 Interessierte besuchten die 355 Kurse und Workshops, die jedoch nicht in die Gesamtzuschauerstatistik einfließen.

GASTSPIELE AM SCHAUSPIELHAUS
Mit Unterstützung des Lotteriefonds konnten auch in der Spielzeit 2017/18 einige internationale Gastspiele realisiert werden. Mit diesem Beitrag war es u.a. möglich, eine Reihe von hochkarätigen internationalen Gastspielen am Schauspielhaus zu zeigen, die insgesamt von 9’340 Menschen besucht wurden.

GASTSPIELE IM IN- UND AUSLAND
Auch in der vergangenen Spielzeit war das Schauspielhaus mit seinen Produktionen unterwegs. Allen voran zu nen-nen sind die Einladung von „BEUTE FRAUEN KRIEG“ als eine der zehn heraus-ragenden Inszenierungen im deutschsprachigen Raum zum 55. Theatertreffen in Berlin sowie die Einladungen von ebendieser Inszenierung und Herbert Fritschs „Grimmige Märchen“ aus dem Vorjahr zum Schweizer Theatertreffen. Bei insgesamt 23 Vorstellungen (in Berlin, Bozen, Dresden, München und St. Pölten) besuchten 5’818 ZuschauerInnen die Gastspiele des Schauspielhauses Zürich im Ausland. Auch diese Zahlen fließen nicht in die Gesamtzuschauerstatistik mit ein.

SONSTIGES
Das Schauspielhaus erhielt von der Stadt Zürich in der Spiel-zeit 2017/18 Zuschüsse in Höhe von CHF 38 Mio. Im Vergleich zur Spielzeit 2016/17 reduzierten sich die städtischen Subventionen in Folge einer Veränderung der Pensionskassenbeiträge geringfügig. Die Erträge aus dem Sponsoring und aus Unterstützungsbeiträgen beliefen sich auf CHF 2.1 Mio., rund CHF 0.5 Mio. mehr als im Vorjahr. Der Anstieg ist auf den Beitrag der Festspiele Zürich zurückzuführen, der für die Veranstaltungen im Rahmen der Festspiele im Juni 2018 gewährt wurde. Ausserdem konnten im Vergleich zum Vorjahr mehr Einnahmen aus Fundraising und Sponsoring generiert werden. Den Geschäftsbericht 2017/18 sowie alle weiteren Geschäftsberichte der Schauspielhaus Zürich AG finden Sie auf unserer Homepage.

www.schauspielhaus.ch