Schauspielhaus Chemnitz öffnet mit Premiere »Das Haus am See«

ABSCHIED VON CHRISTINE GABSCH UND WOLFGANG ADAM

Das Haus am See ~ Die Theater Chemnitz ~ (Ethel Thayer (Christine Gabsch), Norman Thayer (Wolfgang Adam) ~ Foto: Dieter Wuschanski

Premiere Das Haus am See von Ernst Thompson am Samstag, 29. Mai, 19.30 Uhr

Nach monatelanger Aussetzung und viel Hoffen und Bangen können die Theater Chemnitz endlich wieder den Spielbetrieb aufnehmen und Live-Vorstellungen vor Publikum anbieten. Den Anfang macht am Samstag, dem 29. Mai, 19.30 Uhr im Schauspielhaus die Premiere „Das Haus am See“ von Ernst Thompson.

„Das Haus am See“ ist ein leises Stück, es erzählt tiefgehend von Freundschaft in familiären Bindungen, von der Suche nach dem Glück, aber auch von unausgesprochenen Konflikten, vom Wissen um die Endlichkeit und davon, dass sich Neuanfänge immer lohnen – bis zum letzten Moment.

Nach „Treffen am Nachmittag“ stehen Christine Gabsch und Wolfgang Adam in „Das Haus am See“ erneut als Ehepaar (das sie auch im Privaten sind) gemeinsam auf der Bühne. Regie führt wiederum Philipp Otto. Doch diesmal ist es noch aus anderen Gründen eine ganz besondere Arbeit, denn nach über 50 Jahren auf der Bühne verabschiedet sich das Paar mit diesem Stück von den sogenannten „Brettern, die die Welt bedeuten“ – und möchte hiermit AUF WIEDERSEHEN zu sagen.

Tickets für die Premiere am 29. Mai, 19.30 Uhr sind ab sofort unter Tel. 0371 4000-430 und www.theater-chemnitz.de/spielplan buchbar. Für die beiden Folgevorstellungen am 6. Juni, 18.00 Uhr und 19. Juni, 19.30 Uhr sind die Tickets jeweils ab 7 Tage im Voraus buchbar.

Wichtiger Hinweis: Der Vorstellungsbesuch ist nur unter Vorweisung eines aktuellen Negativ-Nachweises aus einem Testzentrum bzw. anderweitig autorisierter Institution möglich. Dieser Test darf zum Zeitpunkt des Vorstellungsbesuchs nicht älter als 24 Stunden sein. Innerhalb des Hauses ist das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht. Alle detaillierten Informationen zu Kartenverkauf und Hygieneregeln für Veranstaltungen der Theater Chemnitz sind unter theater-chemnitz.de einsehbar.


DAS HAUS AM SEE

Schauspiel von Ernest Thompson
Aus dem Amerikanischen von Ella Dietrich

Premiere: 29. Mai 2021, 19.30 Uhr im Schauspielhaus Chemnitz

Regie: Philipp Otto
Bühne und Kostüme: Norman Heinrich

Besetzung:

Ethel Thayer: Christine Gabsch
Norman Thayer: Wolfgang Adam
Charlie Martin: Christian Ruth
Chelsea Thayer Wayne: Ulrike Euen
Billy Ray: Alexander Ganz-Kuhl
Bill Ray: Marko Bullack

ZUM STÜCK

Seit Jahrzehnten verbringen Ethel und Norman Thayer den Sommer in ihrem Ferienhaus am goldenen See. Der Ort steckt voller lebendiger Erinnerungen und ist für das Paar ein geliebter Rückzugsort, an dem die Zeit ein wenig langsamer zu verstreichen scheint als anderswo. Doch der achtundvierzigste Sommer am See nimmt in vielerlei Hinsicht einen anderen Verlauf, als es das Paar geplant hatte. Kurz vor seinem 80. Geburtstag wird für Norman die vertraute Umgebung zunehmend brüchig und Erinnerungen verblassen. Zudem kommt nach langer Zeit ihre Tochter Chelsea zu Besuch. Sie hat sich nie wirklich mit dem Vater verstanden und so schwelen die unausgesprochenen Konflikte wieder auf. Doch Chelsea kommt in diesem Jahr nicht allein, in ihrem Leben hat sich viel verändert, sie reist mit ihrem zukünftigen zweiten Ehemann und dessen Sohn Billy an. Das Paar möchte den Sommer in Europa verbringen und bittet Ethel und Norman, den Jungen für diese Zeit zu sich zunehmen. Während sich Ethel schnell mit dem unerwarteten Feriengast anfreundet, weiß Norman nicht so recht, was er mit einem pubertierenden Jungen von vierzehn Jahren anfangen soll. Billy gelingt es jedoch, sofort einen Draht zu dem bärbeißigen alten Mann aufzubauen und er bringt bei Norman etwas zum Vorschein, das dieser ansonsten hinter der rauen Fassade gut zu verbergen weiß.

„Das Haus am See (On Golden Pond)“ von Ernest Thompson – 1979 uraufgeführt –, war ein Dauerbrenner auf den Broadwaybühnen und wurde in über vierzig Ländern inszeniert. Für die Verfilmung aus dem Jahre 1981, mit Katharine Hepburn, Jane Fonda und Henry Fonda in den Hauptrollen, erhielt der Autor einen Oscar für das beste Drehbuch.

BIOGRAFISCHES ZU CHRISTINE GABSCH UND WOLFGANG ADAM

gebürtige Dresdnerin Christine Gabsch absolvierte ihre Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule Berlin und war danach in Freiberg und später in Döbeln als Schauspielerin engagiert. Von 1970 bis 2013 gehörte sie zum Schauspielensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau. Hier spielte sie u. a. die Titelrolle in Hedda Gabler, Claire Zachanassian in „Der Besuch der alten Dame“, Alexandra del Lago in „Süßer Vogel Jugend“, Maude in „Harold und Maude“ sowie in ihrer Zittauer Abschiedssaison Lily Harrison in „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“. Seit der Spielzeit 2013/2014 gehört sie zum Ensemble des Schauspiels Chemnitz. Auch hier stellte sie sich dem Chemnitzer Publikum mit der wunderbaren Rolle der Lily Harrison in „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ vor, es folgten viele weitere Rollen wie Kaiser in „Faust II“, Solange in „Die Zofen“, Dr. Schröder-Röder in „Der dressierte Mann“, Kameliendame in „Camino Real“, Nr. 9 in „Die zwölf Geschworenen“, Maria in „Onkel Wanja“ oder Die Frau in „Treffen am Nachmittag“.

Wolfgang Adam, geboren in Erfurt und gelernter Schriftsetzer, absolvierte nach dem Abitur und 18 Monaten Armeedienst ein Schauspielstudium an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Sein erstes Engagement führte ihn 1972 an das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, dessen Ensemble er bis 2013 angehörte. Dort spielte er mehr als 250 Rollen, u. a. Jedermann, Don Quijote, Salieri in „Amadeus“, den Kontrabassisten in „Der Kontrabass“ und Argan in „Der eingebildete Kranke“. Die Zuschauer in Görlitz und Zittau wählten ihn 2002 und 2011 zu ihrem Publikumsliebling. Seit der Spielzeit 2013/2014 gehört er zum Ensemble des Schauspiels Chemnitz und spielte sich mit Rollen wie Earl of Dorincourt in „Der kleine Lord“, Morten Kill in „Der Volksfeind“, Charly in „Tod eines Handlungsreisenden“, Poul in „Adams Äpfel“, Casanova in „Camino Real“, Nr. 5 in „Die zwölf Geschworenen“, Alexander in „Onkel Wanja“ und Der Mann in „Treffen am Nachmittag“ erneut in die Herzen des Publikums.

BIOGRAFISCHES ZUM INSZENIERUNGSTEAM

Philipp Otto (Regie) studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und war anschließend ab 1995 am Staatsschauspiel Dresden engagiert. Dort spielte er u. a. Marinelli in „Emilia Galotti“ (Regie: Hasko Weber) und Alex in A“ Clockwork Orange“ (Regie: Andras Fricsáy); für beide Rollen wurde er mit dem Erich Ponto-Preis ausgezeichnet. 2001 bis 2005 gehörte er zum Ensemble des Staatstheaters Stuttgart. Hier arbeitete er u. a. mit den Regisseuren Hasko Weber, Johan Simons und Volker Lösch zusammen und stand u. a. als Peer Gynt und Brand auf der Bühne. Die Inszenierung von Ibsens „Brand“ in der Regie von Hasko Weber wurde 2002 mit dem Bayrischen Theaterpreis ausgezeichnet. Seit 2005 war er am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, zunächst als festes Ensemblemitglied und anschließend als Gast, engagiert und u. a. als Hendrik Höfgen in „Mephisto“ (Regie: Anders Paulin), Jason in „Medea“ (Regie: Karin Henkel) und Wurm in „Kabale und Liebe“ (Regie: Dujan David Parizek) zu sehen. Als freischaffender Schauspieler war er u. a. am Staatsschauspiel Dresden, dem Societaetstheater Dresden und bei den Nibelungenfestspielen in Worms sowie regelmäßig für Film- und Fernsehproduktionen tätig. Philipp Otto gehörte von 2013 bis 2019 zum Ensemble des Schauspiels Chemnitz und inszenierte u. a. in der Spielzeit 2018/2019 „Treffen am Nachmittag“ von Henning Mankell. Seit der Spielzeit 2019/2020 gehört er dem Ensemble des Deutschen Nationaltheaters Weimar an.

Norman Heinrich (Bühne und Kostüme) studierte nach mehrjähriger Berufstätigkeit als Diplomingenieur im Master Bühnen- und Kostümbild bei Prof. Peter Sykora und Prof. Andrea Kleber in Berlin. Nach erfolgreichem Abschluss arbeitete er als Bühnenbildassistent am Berliner Ensemble unter Claus Peymann. Seit 2007 ist er freischaffend als Bühnen- und Kostümbildner tätig. Von Oktober 2012 bis November 2013 war Norman Heinrich kommissarischer Ausstattungsleiter am Theater Erfurt und entwarf u. a. das Bühnenbild für die Uraufführung der Oper „Die Frauen der Toten“ von Alois Bröder. Am Leipziger Opernhaus realisierte er 2015 die Bühnenbilder für die drei Spiegelzeltproduktionen und eine mobile Schuloper. Seit 2017 ist er als Dozent im Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin tätig. In der Spielzeit 2018/2019 arbeitete er bereits mit Philipp Otto zusammen und zeichnete für die Ausstattung von „Treffen am Nachmittag“ von Henning Mankell verantwortlich.

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