Schauspiel Stuttgart im Januar 2022

Schauspielhaus Stuttgart (Foto: Björn Klein)

Die neue Virusvariante Omikron wird die Theater mit Sicherheit in den kommenden Monaten auf Trab halten – doch nach jetzigem Stand wird das Schauspiel Stuttgart im Januar Theater spielen dürfen.

Die aktuell geltenden Regelungen in Baden-Württemberg erlauben dabei eine 50%ige Auslastung der Zuschauersäle sowie den Einlass nach dem 2Gplus-Prinzip (geimpft oder genesen mit Antigen-Schnelltest). Von der Testpflicht befreit sind seit dem 5. Dezember alle Zuschauer:innen, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben (Booster), deren vollständige Impfung nicht länger als sechs Monate her ist oder deren Genesung maximal sechs Monate zurückliegt.

In das neue Jahr 2022 startet das Schauspiel mit zwei Premieren. Die Flüchtlingsproblematik ist in den letzten Monaten aus dem Fokus der Öffentlichkeit etwas in den Hintergrund geraten. Doch nicht nur die aktuell dramatische Situation an der belarussisch-polnischen Grenze macht deutlich, dass immer noch zahlreiche Menschen unter Flucht und Gewalt leiden. Der Schriftsteller und Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer hat mit Fly Ganymed eine bewegende Flüchtlingsgeschichte aus der Sicht eines neunjährigen Kindes geschrieben, die der österreichische Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan mit Schauspieler:innen des Ensembles sowie Studierenden des Studiengangs Figurentheater der HMDK auf die Bühne bringen wird. Die Deutsche Erstaufführung mit eigens gebauten Puppen findet am 15. Januar im Kammertheater statt.

Auch in Verbrennungen von Wajdi Mouawad werden die Auswirkungen von Bürgerkrieg, Flucht und Gewalt spür- und sichtbar. Der frankokanadische Dramatiker mit libanesischen Wurzeln erzählt eine schier unerträgliche Familiensage, die zugleich kollektive Tragödie ist. Verbrennungen machte Mouawad, Preisträger des Europäischen Dramatiker:innen Preises 2020, im deutschsprachigen Theater bekannt – nun inszeniert es Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski erstmals auf Deutsch, Hebräisch, Arabisch und Englisch. Nach Vögel 2018/19 setzt er damit seine Auseinandersetzung mit Mouawads Werk und Vielsprachigkeit auf der Bühne sowie seine Arbeit mit einem internationalen Ensemble fort. Premiere ist am 22. Januar im Schauspielhaus.

Am 9. Januar stellen die Beteiligten im Rahmen der Premierenmatinee die kommenden Produktionen Fly Ganymed und Verbrennungen vor. Zudem gibt es bereits eine Vorschau auf die Februar-Uraufführung von Annette, ein Heldinnenepos, für das Anne Weber den deutschen Buchpreis 2020 gewonnen hat.

Für Kinder und Familien liest das Ensemble im Rahmen der Reihe Schneestöbern am 16. Januar aus Michael Endes Momo. Im Kammertheater heißt es am 26. Januar bei Krawall und Katharsis „Bühne frei für die Hinterbühne“. Hier zeigen die Off-Stage-Stars der Staatstheater ihre bisher verborgenen Talente. Und am 27. Januar überrascht Ensemblemitglied Sebastian Röhrle in seiner neuen Show Kammer of Love das Publikum wieder mit Humor und Ganzkörpereinsatz.

Der vollständige Spielplan für Januar findet sich auf der Homepage des Schauspiel Stuttgart
Der Kartenverkauf beginnt am 15. Dezember.

Für Familien hat das Schauspiel Stuttgart noch ein ganz besonderes Weihnachtshighlight: Aufgrund der großen Nachfrage wird am 25. Dezember um 15 Uhr eine zusätzliche Vorstellung des Familienstücks Robin Hood gespielt. Karten sind ab sofort telefonisch, online oder an der Theaterkasse erhältlich.

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