Schauspiel Stuttgart im Februar 2022

Schauspielhaus Stuttgart (Foto: Björn Klein)

Die gute Nachricht aus der letzten Ministerpräsident:innen-Konferenz zur Corona-Lage ist: Die Theater dürfen weiter für ihr Publikum spielen! Für Baden-Württemberg gilt dabei nach wie vor die 2Gplus-Regel in den Zuschauerräumen – allerdings seit dem 27. Dezember mit einer Verschärfung: von der Testpflicht sind nur noch diejenigen Zuschauer:innen befreit, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben (Booster), deren vollständige Impfung nicht länger als drei Monate her ist oder deren Genesung maximal drei Monate zurückliegt.

Der Spielplan für Februar 2022 ist bereits online, der Kartenverkauf beginnt allerdings erst am 17. Januar – um auf eventuelle Änderungen im Nachgang des Corona-Gipfels am 6. Januar reagieren zu können.

Im Februar wird Annette, ein Heldinnenepos von Anne Webers großartiger Roman (Deutscher Buchpreis 2020) uraufgeführt. Die literarische Biografie der Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir zeigt was es bedeutet, für eine größere Gerechtigkeit, eine bessere Welt zu kämpfen und welchen Preis man dafür zahlen muss. Der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Bühnenbildner Dušan David Pařízek wird sich mit seiner Inszenierung des Stoffs erstmals dem Stuttgarter Publikum vorstellen. Uraufführungspremiere ist am 19. Februar im Schauspielhaus.

Am 8. Februar wird erneut der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg die Bühne des Nord überlassen. Zum Abschluss seines Regiestudiums inszeniert Jannik Graf mit seinem Team dort Nathanael, eine Schauerromantik-Adaption frei nach E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann. Die Subjektivität von Wahrnehmung und Wirklichkeit war eines der Hauptthemen der Romantiker – mit Blick auf die heutige Gesellschaft erscheint sie in einem ganz neuen Spannungsfeld.

Hingewiesen sei auch auf das Gastspiel Wunder/DNA der Autorin Enis Maci, deren neues Stück für Stuttgart Lorbeer im Mai Uraufführung feiern wird. Wunder/DNA verschränkt Macis Text Wunder über den Körper als Wunder und Wunde, als Schauplatz für Machtspiele mit der LP DNA der Musikerin Rosaceae, einer zwischen Elegie und Clubsound oszillierenden Meditation über Terror, Widerstand und Haltung. Das Gastspiel mit Enis Maci und Schauspieler:innen des Schauspiels Stuttgart findet einmalig am 25. Februar im Kammertheater statt.

Am 22. Februar startet endlich der neue Theaterstammtisch im Foyer des Schauspielhauses. Am Tisch ist eine Einladung an alle für niederschwelligen Austausch und gemütliches Beisammensein vor oder nach einer Aufführung. Im Kammertheater gibt es am 26. Februar eine neue Ausgabe von Krawall & Katharsis. Unter dem Titel „Jessenin und Tick-Tack“ verschränkt die Regieassistentin Milka Mirčić das Werk des russischen Lyrikers Sergei Jessenin, der mit 30 Jahren Suizid beging, mit der Hasskultur im Netz und auf Social Media. Und am 28. Februar lädt Ensemblemitglied Sebastian Röhrle wieder zu seinem Stand-Up-Format Kammer of Love ein. Wie immer mit dabei: Musiker Max Braun und zahlreiche Überraschungsgäste.

Der vollständige Spielplan für Februar findet sich auf der Homepage: schauspiel-stuttgart.de.
Der Kartenverkauf beginnt am 17. Januar.