Schauspiel Frankfurt zieht eine erfreuliche Zwischenbilanz für die Spielzeit 2022/23

Schauspiel Frankfurt (© Birgit Hupfeld)

Nach zwei Jahren coronabedingter Schließungen und Vorstellungen mit reduziertem Platzangebot schaut das Schauspiel Frankfurt vorsichtig optimistisch in die Zukunft.

Während viele Theater noch unter dem starken Zuschauerrückgang leiden, können wir nach dem ersten Drittel der laufenden Spielzeit mehr als zufrieden sein“, so Intendant Anselm Weber.

Die durchschnittliche Auslastung zwischen September und Dezember 2022 beträgt rund 80%.

Das ist mehr, als wir zu hoffen wagten. Immerhin haben wir über 3.000 Abonnent:innen verloren, und uns ist sehr wohl bewusst, wie schwierig es sein wird, diese wieder zurückzugewinnen. Das wird sicherlich noch einige Jahre dauern. Aber die Leute kommen Stück für Stück wieder zurück. Sie freuen sich über das geöffnete Haus, auf unser Programm, auf die Spielfreude der Schauspieler:innen und die vielen Begegnungen untereinander, die viele in den letzten zwei Jahren vermisst haben. Viele Vorstellungen sind wieder ausverkauft und lassen uns hoffen, dass wir wieder da hinkommen, wo wir vor der Pandemie standen – nämlich vor einem fast immer ausverkauften Haus.

Die neue Spielzeit 2022/23 eröffneten Schauspiel und Oper am 11. September mit einem gemeinsamen Theaterfest. Mehrere Tausend Zuschauer strömten ins Haus und feierten gemeinsam mit der Theaterleitung, Schauspielern, Sängern und zahlreichen Mitarbeitern den Beginn der Saison.

Seit Beginn der Spielzeit kamen bereits 12 Premieren auf die Bühne: 4 im Schauspielhaus, 4 in den Kammerspielen, 2 in der Box und 2 im Bockenheimer Depot.

Vom 29. September bis 8. Oktober fand die 11. Ausgabe Politik im Freien Theater in Frankfurt am Main statt. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb kooperierte im Rahmen dieses Festivals mit dem Künstlerhaus Mousonturm, dem Schauspiel Frankfurt und der Festival-AG. Die über 200 Veranstaltungen des interdisziplinären Theater- und Diskursprogramms an 50 vielfältigen Orten konnten rund 11.000 Besucher:innen für das Festival begeistern.

Bis Ende der Spielzeit folgen acht weitere Premieren am Schauspiel Frankfurt. Unter anderem zeigt Barbara Bürk am 20. Januar in den Kammerspielen »Life is but a dream« nach »Onkelchens Traum« von F. M. Dostojewski.

Am 21. Januar kehrt der Tanz zurück ans Schauspiel Frankfurt. In einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem Schauspiel Frankfurt und der Dresden Frankfurt Dance Company treten Schauspieler:innen aus dem Ensemble zusammen mit Tänzer:innen und freien Performer:innen auf die Bühne. Mit »10 Odd Emotions« entwickelt die israelische Choreografin Saar Magal ein Tanztheaterstück zum Themenkomplex Rassismus und Antisemitismus.

Zum Ende der Spielzeit werden mit dem deutschlandweit größten internationalen Theaterfestival »Theater der Welt« Vielfalt von Theater, Tanz und Performance aus aller Welt zum ersten Mal seit beinahe vierzig Jahren wieder in die Region Frankfurt-Offenbach zu sehen sein.
Initiiert, organisiert und realisiert wird das Festival, das von 29. Juni bis 16. Juli 2023 in Frankfurt und Offenbach stattfindet, von den drei Frankfurter Kulturinstitutionen Künstlerhaus Mousonturm, Museum Angewandte Kunst und Schauspiel Frankfurt sowie dem Amt für Kulturmanagement der Stadt Offenbach als assoziiertem Partner. Die japanische Kuratorin Chiaki Soma ist die erste außereuropäische Leiterin des Festivals und wird ihr Programm am 29. März 2023 bei einer Pressekonferenz vorstellen.

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