Schauspiel Frankfurt zeigt ab 30. November Sartres »Geschlossene Gesellschaft«

Lungenentzündung, Gas und zwölf Kugeln – so sind Inès, Estelle und Garcin zu Tode gekommen, bevor sie von einem undurchsichtigen Diener hierher gebracht wurden. In die Hölle, das wissen sie gleich, auch wenn Sartre ohne Höllenfeuer und ähnliches Beiwerk auskommt. Für Sartre ist die Hölle, in der sich seine drei Antagonisten befinden, eine conditio humana, eine Grenzsituation, aus der es kein Entkommen gibt. Schicht um Schicht legen sie ihre Niederlagen und Grausamkeiten offen. So unterschiedlich sie scheinen, sie verbindet ein gemeinsames Ringen um das, was sie sind, was sie sein wollten und als was sie gesehen werden wollen. Wer bin ich, wer sind die Anderen? Wenn Sartre den Anderen als Hölle beschreibt, dann vielleicht, weil er einem Selbst so ähnlich ist?


Geschlossene Gesellschaft

Von: Jean-Paul Sartre
Deutsch von: Traugott König

Premiere am Schauspiel Frankfurt: 30. November 19 (Schauspielhaus)

Regie: Johanna Wehner
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüme: Ellen Hofmann
Musik: Felix Johannes Lange
Dramaturgie: Ursula Thinnes

Besetzung:

Inès: Patrycia Ziolkowska
Estelle: Anna Kubin
Garcin: Matthias Redlhammer
Kellner: Heidi Ecks

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