Schauspiel Frankfurt zeigt ab 3. Oktober 2020 »Mephisto« nach Klaus Mann

Schauspiel Frankfurt (© Birgit Hupfeld)

Hendrik Höfgen, ein vom Ehrgeiz zerfressener Schauspieler, arrangiert sich aus Karrieregründen mit der nationalsozialistischen Ideologie und steigt in der Diktatur zum Theaterstar auf. Höfgens Weg ist gesäumt von den Scherben zerbrochener Freundschaften, alles opfert er seinem Traum vom Ruhm. Seine Geliebte Juliette Martens zwingt er zur Emigration, weil die rassistische Staatsräson seine Verbindung zu ihr als schwarze Frau nicht duldet. Klaus Mann kannte diesen Typus des Opportunisten sehr gut: Sein Schwager Gustaf Gründgens war ihm erschreckendes Vorbild. Obwohl Mann das Werk nicht als Schlüsselroman verstanden wissen wollte, klagte Gründgens Erbe gegen die Verbreitung. 1981 erschien trotz Verbots eine Neuausgabe und der Roman wurde zu einem Kultbuch. Mephisto ist auch heute noch ein exemplarisches Werk antifaschistischer Agitationsliteratur. Mann stellt mit scharfzügiger Komik und detaillierter Menschenbeobachtung die Frage nach der individuellen Verantwortung, nach Opportunismus und Widerstand und wie sich die Kunst zur Macht verhält.


Mephisto

Roman

Von:
Klaus Mann
Für die Bühne bearbeitet von: Claudia Bauer und Katja Herlemann

Premiere am Schauspiel Frankfurt: 3. Oktober 2020 (Schauspielhaus)

Regie: Claudia Bauer
Bühne: Andreas Auerbach
Kostüm: Vanessa Rust
Musik: Peer Baierlein
Dramaturgie: Katja Herlemann

Mit: Paula Hans, Anna Kubin, Sebastian Kuschmann, Katharina Linder, Christoph Pütthoff, Fridolin Sandmeyer, Melanie Straub, Mark Tumba, Andreas Vögler

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