Schauspiel Frankfurt: räuber.schuldenreich

Peter Schröder (Foto: Christoph Mack)

Ewald Palmetshofers RÄUBER.SCHULDENGENITAL zeigt das Schauspiel Frankfurt ab den 8. September 2018 in einer eigenen Fassung in den Kammerspielen unter dem Titel räuber.schuldenreich.

Franz und Karl sind Brüder, und sie wollen Geld. Das Geld der Eltern, Otto und Linde, die jedoch auch nichts mehr herzugeben haben und ängstlich die Ankunft der gefürchteten Söhne erwarten. Sie wollen nur ihr Erbe, was ihnen zusteht; aber das kann es nicht geben, es wird nichts vererbt, nichts weitergegeben, weder materiell noch ideell, weder in dieser Familie noch bei den Nachbarn, die sich auch buchstäblich nichts schenken. Denn, und das wissen alle, es kann kein gutes Ende nehmen… Ewald Palmetshofer, der Meister der beschädigten Figuren, erzählt mit lyrischer, gebrochener Sprache, bitterer Ironie und grimmigem Witz eine apokalyptische Geschichte des Spätkapitalismus, der Anti-Nachhaltigkeit, aus der es kein Entrinnen geben kann, für keine Generation, für niemanden. Eine Geschichte, die 2018 in der öffentlichen Diskussion zur Schuldenbremse, vor den Bankentürmen, sogar noch aktueller ist als bei der Uraufführung 2012 in Wien. Das Schauspiel Frankfurt stellt den Autor damit erstmals in dieser Stadt vor.

Premiere: 8. September 2018 (Kammerspiele)

Regie: David Bösch
Bühne: Falko Herold
Kostüme: Moana Stemberger
Dramaturgie: Konstantin Küspert

Besetzung:

Otto, der alte Vater: Peter Schröder
Linde, die alte Mutter: Heidi Ecks
Edith, die Nachbarin im Rollstuhl: Anke Sevenich
Sepp, die Liebe der Nachbarin: Matthias Redlhammer
Franz: Isaak Dentler
Karl: Fridolin Sandmeyer
Petra, die Tochter der Nachbarin: Sarah Grunert

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