Schauspiel Frankfurt mit Jugendtheaterprojekt »Rund oder Spitz. Weltordnungen« in den Kammerspielen

© Harald Matern auf Pixabay

Rund oder Spitz. In Bertolt Brechts »Greuelmärchen« von den Rundköpfen und den Spitzköpfen wird Antisemitismus oder Rassismus als gezieltes Mittel für die Durchsetzung von Machtinteressen beschrieben. Schwarz oder Weiß. In die bestehende Ordnung der Welt ist nach Alice Hasters eine Hierarchie auf der Grundlage von konstruierten »Menschenrassen« festgeschrieben. Rassismus als System für weiße Vorherrschaft zu verstehen und sich selbst in dieser Struktur zu befragen, darum geht es in diesem Projekt mit Jugendlichen.

Ein in seinen Lebenserfahrungen und Perspektiven diverses Ensemble taucht ein in Brechts »Parabel auf die Welt«, die das Erstarken des Nationalsozialismus reflektiert. Die hier gezeigte Widersprüchlichkeit von Motiven bildet komplexe Reibungsflächen, die mit Methoden aus Brechts »Lehrstück-Methode« untersucht werden – ein kleines Stück politisches Theater von Jugendlichen für alle.

»Rund oder Spitz. Weltordnungen«

Jugendtheaterprojekt nach Bertolt Brecht (Die Rundköpfe und die Spitzköpfe. oder Reich und reich gesellt sich gern. Ein Greuelmärchen)

Premiere am Schauspiel Frankfurt t. b. a. (Kammerspiele)
Der ursprünglich angekündigte Premierentermin 30. Oktober 20 wurde abgesagt.

Konzept und Regie: Martina Droste
Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer
Musik: Ole Schmidt
Fachliche Beratung: Gottfried Kößler

Mit: Ayse Alatas, Chaula de Lossantos, Schlomo Ettling, Lilith Langhammer, Alexandre Mbonigaba, Farid Naghshbandi, Ibukun Oguns, Domenica Schröter, Emanuel Skatchov, Louis Umbach

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