Schauspiel Frankfurt entwickelt neue Pläne für Spielbetrieb nach dem 20. April

Schauspiel Frankfurt (© Birgit Hupfeld)

Aufgrund des Coronavirus ist der Spielbetrieb des Schauspiel Frankfurt seit 13. März bis voraussichtlich 19. April eingestellt. Die in diesem Zeitraum geplanten Premieren »Früchte des Zorns« am 27. März, »Stimmen einer Stadt« am 9. April und »Inferno« am 18. April mussten abgesagt werden.

„Wir alle wissen nicht, wie lange dieser Zustand noch andauern wird“, so Intendant Anselm Weber. „Wir haben jedoch mehrere Szenarien durchgespielt und Pläne entwickelt, wie wir auf unterschiedlich lange Schließzeiten reagieren können. Wir hoffen, dass wir diese Krise alle gemeinsam überwinden und bald wieder auf die Bühne zurückkehren können.“

Sofern der Proben- und Spielbetrieb am 20. April wiederaufgenommen werden darf, wird die Premiere »Früchte des Zorns« am 23. Mai nachgeholt. Die zu diesem Termin vorgesehene Premiere »Wie es euch gefällt« von William Shakespeare in der Regie von David Bösch wird voraussichtlich gleich zu Beginn der neuen Spielzeit 2020/21 im September 2020 auf die Bühne gebracht.

Die monodramatische Serie »Stimmen einer Stadt XII-IX« in der Regie von Anselm Weber und Kornelius Eich wird auf Ende der Spielzeit verschoben. Zwei der drei Monologe werden im Mai, der dritte Teil dann im Juni in den Kammerspielen uraufgeführt.

Die vor der Schließung begonnenen Proben für die Koproduktion von Oper und Schauspiel Frankfurt, »Inferno« von Lucia Ronchetti, werden in dieser Spielzeit mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr fortgeführt werden können. Daher wird die Premiere im Bockenheimer Depot auf Juni der Spielzeit 2020/21 verlegt.

»Das Leben auf der Praça Roosevelt« ist eine Produktion des Studiojahr Schauspiel, die Premiere in der Regie von Susanne Wolff war für 24. April vorgesehen. Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) bemüht sich, die Produktion im Frankfurt LAB im Juli nachzuholen und zu zeigen.

Das von Anja Hilling geschriebene Auftragswerk des Schauspiel Frankfurt, »Liberté oh no no no« in der Regie von Sebastian Schug, wird nicht am 5. Juni in den Kammerspielen uraufgeführt, sondern in die Spielzeit 2021/22 verlegt.

Da der Spielplan für Mai derzeit nur unter Vorbehalt geplant werden kann, wird es für Mai keine gedruckten Monatsspielpläne geben. Alle Termine werden rechtzeitig online unter schauspielfrankfurt.de veröffentlicht. Abonnenten werden separat über alle Änderungen ihr Abonnement betreffend informiert. Sollte es zu einer Verlängerung der Schließzeiten am Schauspiel Frankfurt kommen, werden alle neuen Premieren- und Spieltermine entsprechend neu kommuniziert.