Schauspiel Frankfurt: Der haarige Affe

André Meyer (Foto: Christoph Mack)

Eugene O’Neill ist vor allem durch sein Drama Eines langen Tages Reise in die Nacht bekannt. Als erste Produktion der neuen Spielzeit zeigt das Schauspiel Frankfurt ab 7. September 2018 im Schauspielhaus sein Drama Der haarige Affe (für die Bühne bearbeitet und übersetzt von Clemens Meyer).

Yank weiß: Wir, die wir ganz unten arbeiten – im Maschinenraum des gewaltigen Schiffes – wir stehen in Wahrheit ganz oben. Nichts rührt sich ohne unsere Kraft. Yank ist von allen Starken der Stärkste. Ein Herrscher, ein Boss. Die Anderen, die sich auf dem Oberdeck sonnen, interessieren ihn nicht. Doch in den Augen dieser wirklichen Bosse ist er nichts als ein furchterregendes, niedriges Tier. Wie kann das sein? Ist seine Arbeit verächtlich, seine Kraft tierisch? Worauf lässt sich der Stolz gründen, der ihm doch zusteht – zustehen muss? Yank verlässt seine Männer und seine Maschine, seine Heimat und sein Ich. Er sucht nach Ersatz, nach Sinn, wenigstens nach einem Feind. Aber er findet nichts. Eugen O’Neills Drama erzählt in der Gestalt Yanks von der Gewalt der Ausgeschlossenen, von der Verachtung, die sie erfahren, und von ihrer Wut, die sich in alle Richtungen zugleich ausbreitet. [© Schauspiel Frankfurt]

Premiere: 7. September 18 (Schauspielhaus)

Regie:
Thomas Dannemann
Bühne: Stéphane Laimé
Kostüme: Jelena Miletić
Musikalische Leitung: Michael Wertmüller und Thomas Mahmoud
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

Mit: Andreas Giesser, Stefan Graf, Nils Kreutinger, Katharina Linder, André Meyer, Michael Schütz, Luana Velis

www.schauspielfrankfurt.de