studioNAXOS und HELLA LUX-Produktion präsentieren »wearing haevy boots« im Stream

wearing heavy boots (© HELLA LUX)

studio Naxos und HELLA LUX-Produktion präsentieren gemeinsam eine Theaterproduktion als Streamingangebot: Ausgehend von der Motivik beliebter Trauerkarten schafft das Kollektiv HELLA LUX in „wearing heavy boots“ eine eigene Kartographie der Trauer aus assoziativen Bildern und Soundräumen für alle ab 12, die sich mit Alleinsein, Teilen und Anteilnahme auseinandersetzen wollen.

wearing heavy boots von HELLA LUX
Premiere am 12. März 2021
Stream

HELLA LUX rückt der Trauer auf den Pelz, begibt sich in traurige Wälder, folgt einsamen Pfaden, im Wunsch sich zu verirren und auf unbestimmte Zeit verloren zu gehen. Im Erforschen geteilter Erschöpfung und Sehnsucht, im Anhänglich-Sein, an das, was bleibt, wagen sie den Versuch, sich im Dickicht einzurichten, sich Höhlen zu bauen und ins Unbestimmte vorzutasten. Auf einen Tropfen warten, sich Wasser wünschen, Sturzbäche, Wut. Sich im Universum wiederfinden. Etwas auflesen, mitnehmen und im Trauern der anderen etwas Tröstliches für das eigene Vermissen bergen.

wearing heavy boots

Eine Produktion von Hella Lux
Konzept, Text und Performance:
HELLA LUX, Louisa Beck, Hanna Steinmair, Ewelina Zielonka
Künstlerische Leitung:
Liljan Halfen und Milena Wichert
Choreografie:
Ewelina Zielonka
Musik:
Louisa Beck
Licht:
Patrick Kerner
Filmschnitt:
Milena Wichert
Kamera:
Rudolf Wichert
Produktion:
Mariya Barashka

Premiere:
12. März 2021 | 20 Uhr
Das Video wird bis Sonntag, den 14. März | 24 Uhr abrufbar sein unter: studionaxos.de
Eintritt: solidarisches Preissystem
(keine Bezahlschranke)

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS und der jugend-kultur-kirche sankt peter. Das Projekt wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Stiftung Andere Zeiten, EKHN Stiftung und die Evangelische Zukunftsstiftung. Geprobt im Z. Zentrum für Proben und Forschung Frankfurt.

Kurzbiografien

HELLA LUX

(Lenja Busch, Liljan Halfen und Milena Wichert) erarbeitet seit 2015 in unterschiedlichen Konstellationen interaktive Formate für ein generationsübergreifendes Publikum: 2016 hatte ALLES IN BUTTER am Künstlerhaus Mousonturm Premiere. Es folgte die Stückentwicklung AUTO (14+) im Frankfurt LAB, welche ebenfalls in Kooperation mit dem Mousonturm entstand. 2017 entstand die Arbeit NACHTBUS (12+) am Schauspiel Graz in Kooperation mit dem DramatikerInnen Festival. 2018 kollaborierte HELLA LUX mit mehreren Institutionen im Stadtraum Frankfurt zum Thema Lebensraum und entwickelte aus dokumentarischem Material das generationsübergreifende Stück ROOMS (8+) am Künstlerhaus Mousonturm. Eine Vorrecherche fand im Rahmen des next generation workspace statt.

LOUISA BECK

ist als freischaffende Komponistin, Produzentin und Schlagzeugerin in unterschiedlichen Projekten tätig und wohnt in Frankfurt am Main. Sie studierte Popmusikdesign an der Popakademie Baden-Württemberg mit Schwerpunkt Schlagzeug und Klavier. U.a. komponierte und produzierte sie die Musik für Produktionen des Schauspielhauses Bochum, des Auftakt Festivals in Köln, des Mousonturms Frankfurt, der Burgfestspiele Bad Vilbel und der Landesbühne Nord („Ende gut, alles gut“ von William Shakespeare, „Waisen“ von Dennis Kelly, „Rooms“ von Hella Lux, „1984“ von George Orwell und „Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“ Von Edward Albee). Sie erstellt Soundtracks für Video-Installationen, produziert Songs und ist als Studiomusikerin tätig. Derzeit arbeitet Sie an einem Audiowalk durch Frankfurt der sich mit den Biografien in der NSZeit verfolgter Künstler:innen der Stadt auseinandersetzt (Theaterkollektiv Casagrande/Bornstein/Haagen/Schwesinger) und an einem Audiowalk “walking in your shoes“ in Hannover (Büro für Eskapismus).

MARIYA BARASHKA

studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe Universität bei Hans-Thies Lehmann und Heide Schlüpmann. Nach Ihrem Abschluss arbeitet sie am Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt am Main) und freiberuflich als Produktionsleiterin mit red park, Ligna, Iva Sveshtarova, andpartnersincrime und Kristin Gerwien. Mit Ligna und der Performance Nonument gewinnt sie den bulgarischen Nationalpreis für Performance „Ikar“ 2020. Ab 2021 ist Mariya Barashka an der Uni Koblenz-Landau als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich „Ästhetische Bildung“ tätig.

LILJAN HALFEN

inszeniert für ein generationsübergreifendes Publikum: Es schneit Eiderdaunen (2016 Theater Marabu Bonn), Übungsspiel (2017 next generation workspace Tryout Mousonturm), die Inszenierung Struwwelpeter (2019 TheaterGrueneSosse) erhielt 2020 den Karfunkel-Preis der Stadt Frankfurt und wurde zum Starke-Stücke-Festival und KUSS-Festival in Marburg eingeladen. Es folgte Satelliten am Nachthimmel (2020 Comedia-Theater Köln), sowie Mein ziemlich seltsamer Freund Walter (2020 Hess. Landestheater Marburg). Tiere die lügen (TheaterGrueneSosse) wird 2021 Premiere feiern. Tätigkeit als Dramaturgin u.a. für subbotnik (Köln/Düsseldorf) und die Werkstattbühne am LOFFT (Leipzig), Stipendium des Westwindfestivals 2015, Entwicklung und Realisierung diverser Residenz- und Fortbildungs- und Vermittlungsformate u.a. mit Künstlerhaus Mousonturm und Starke-Stücke-Festival. Seit 2019 ist sie Teil der künstlerischen Leitung von TheaterGrueneSosse und Vorstandsmitglied bei Paradiesvogel – Frankfurter Modell der eigenständigen Theater für Junges Publikum e.V.

HANNA STEINMAIR

arbeitet als Dramaturgin und Performerin an Möglichkeiten einer empowernden und feministischen Konkretisierung performativer Settings. Im Moment beschäftigt sie sich mit Wut, Tennis, weicher Männlichkeit und utopischen Versöhnungen. Ihre erste eigene Stückentwicklung „RAGE. A Tennis Western“ wurde im Januar 2021 am Digitalen Mousonturm Frankfurt uraufgeführt. „1001 Sorrys“ (Kollaboration mit Max Brands & Bastian Sistig), eine scorebasierte Entschuldigungssammlung für alle ab 10 Jahren, ist Teil des Fluxus Festspielprogramms und tourt durch die hessischen Schulklassen. Eigene Arbeiten und Kollaborationen (u.a. mit Kristin Gerwien, Bastian Sistig, Rahel Kesselring & Jacob Bussmann) wurden am Mousonturm Frankfurt, studioNaxos, Theaterdiscounter Berlin und bei Körber Studio für junge Regie in Hamburg aufgeführt.

MILENA WICHERT

ist freischaffende Regisseurin und wohnhaft in Frankfurt am Main. Hier studierte sie, gefördert mit einem Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Regie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Ihre Arbeiten bewegen sich im Bereich Performance, Film- und Installationskunst und entstanden in Kooperation mit dem Schauspiel Graz, Theater Rüsselsheim, Künstlerhaus Mousonturm oder Kollektiven wie pulk fiktion und swoosh lieu. 2016 war sie Stipendiaten des Next Generation Programms des Starke Stücke Festivals, aus dem das Projekt ROOMS entstand.

EWELINA ZIELONKA

in 2013 schloss sie ihr Studium der Movement Studies, Performance und Tanzpädagogik an der Anton Bruckner Universität Linz/A mit einem BA ab und 2015 folgte der MA CoDE an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. In ihrer MA Thesis untersuchte sie Umweltbewusstsein als Anknüpfungspunkt für Tanz und Bewegung im Freien (www.ewelinyzielonki.wix.com/the-sense-of-place). Derzeit arbeitet Ewelina als Freelancer in Frankfurt und erforscht weiterhin Tanz in unkonventionellen Umgebungen und arbeitet mit einer Vielzahl von Zielgruppen.

Über studioNAXOS

studioNAXOS ist ein freies Produktionshaus für zeitgenössisches Theater, Performance und Musik in der Frankfurter Naxoshalle. Es entstand 2014 aus dem Zusammenschluss von Studierenden der Hessischen Theaterakademie und hat sich in Zeiten großer Raumnot der Theaterschaffenden in Frankfurt als freies Produktionshaus in der Stadtgesellschaft und darüber hinaus einen Namen gemacht. Produktionen aus dem studioNAXOS-Produktionsverbund waren in den letzten Jahren bei allen wichtigen deutschen Newcomer-Festivals vertreten (Körber-Festival, Radikal Jung, Out Now! Festival, Fast Forward Festival, Impulse Festival etc.) und wurden in zahlreiche andere Theater zu Gastspielen eingeladen. studioNAXOS kooperiert außerdem mit vielen lokalen Partnern*innen und Förderinstitutionen und wird von der Stadt Frankfurt institutionell gefördert. Seit 2018 ist studioNAXOS im deutschlandweiten Netzwerk Freier Theaterhäuser (NFT) und seit 2020 ein assoziierter Partner der Hessischen Theaterakademie (HTA). Mehr Infos auf www.studionaxos.de. studioNAXOS wird getragen vom Naxos-Bund zur Förderung junger Künstler*innen aus Hessen e. V.