Salzburger Mozartwoche 2021 mit einem hochkarätigen Streamingprogramm

Mozarts 265. Geburtstag wird Ende Januar in verkürzter Form online zelebriert

W. A. Mozart Denkmal am Mozartplatz in Salzburg (© Tourismus Salzburg)

Intendant Rolando Villazón und das Team der Stiftung Mozarteum bedauern sehr, dass die Mozartwoche 2021 nicht in ihrer geplanten Form durchgeführt werden kann. Mit viel Optimismus bestand bis zuletzt die Hoffnung, dass das Festival in Salzburg Ende Januar in vollem Umfang stattfinden kann. Die aktuellen Regelungen der österreichischen Bundesregierung bzgl. der Öffnungen in der Kultur ab dem 18. Januar sind ein positives Signal, jedoch für die Mozartwoche mit 56 Veranstaltungen an elf Tagen leider nicht praktikabel.

Trotz der theoretischen Möglichkeit der Durchführung von Veranstaltungen mit Publikum während des Tages ist es mit Blick auf die vielfältigen organisatorischen und rechtlichen ungeklärten Fragen bis dato nicht möglich, eine Planungssicherheit für die in- und ausländischen BesucherInnen und KünstlerInnen zu gewährleisten. Nach all den Monaten der Planungen und Umplanungen, erneuten finanziellen Kraftanstrengungen sowie unzähligen Gesprächen mit KünstlerInnen, Ensembles und Orchestern und auch dem positiven Feedback, das nach der Bekanntgabe des adaptierten Programms im November eingetroffen ist, schmerzt die Absage der Mozartwoche in ihrer zuletzt geplanten Form sehr.

Dennoch wird es 2021 eine Mozartwoche geben, erstmals in einer Variante, die mit Sicherheit durchführbar ist: Die Mozartwoche blickt auf eine lange Tradition zurück, seit 1956 feiert die Stiftung Mozarteum mit diesem Festival den Geburtstag des Komponisten rund um den 27. Januar. Mozarts 265. Geburtstag wird nun Ende Januar mit renommierten KünstlerInnen, Ensembles und Orchestern in verkürzter Form online zelebriert.

„Ich bin untröstlich, es tut mir so leid für unser hoch geschätztes Publikum, für unsere KünstlerInnen und für unser Team, aber es gibt aufgrund der aktuellen Umstände leider keine andere Möglichkeit. Umso mehr freut es mich, dass wir mit allen Mozart-FreundInnen in der ganzen Welt den 265. Geburtstag des großen Komponisten im Januar gemeinsam feiern können, die Mozartwoche kommt zu Ihnen nach Hause“, kündigt Rolando Villazón an und fügt hinzu: „Wir krempeln erneut die Ärmel hoch und werden ein komprimiertes, aber gewohnt hochkarätiges Programm zusammenstellen, die Mozartwoche findet im Streaming statt.“

Ausgewählte Konzerte und Veranstaltungen der Mozartwoche werden Ende Januar digital und in bester Qualität aus dem Mozarteum übertragen. Das genaue Programm soll in Kürze bekannt gegeben werden. Die weitere Entwicklung wird zeitnah analysiert. Sollten die offenen Fragen zur Publikumsbeteiligung Mitte Januar geklärt sein, wird die Möglichkeit geprüft, einzelne Veranstaltungen tagsüber mit getestetem Publikum durchzuführen.

Alle KundInnen werden umgehend über die Rückabwicklung der gekauften Karten informiert, das Kartenbüro der Stiftung Mozarteum steht Kunden telefonisch (Mo bis Fr 10 bis 13 Uhr, Tel. +43 (0) 662 87 31 54 oder per Mail unter tickets@mozarteum.at) zur Verfügung.

mozarteum.at

Rolando Villazón

Durch seine fesselnden Auftritte auf den renommiertesten Bühnen der Welt und seine einzigartige Vielseitigkeit hat sich Rolando Villazón als einer der führenden und beliebtesten Künstler der Gegenwart etabliert. Neben seiner Bühnenkarriere ist er als Regisseur, Schriftsteller, Radio- und TV-Persönlichkeit sowie als künstlerischer Leiter der Mozartwoche Salzburg bekannt. 1972 in Mexico City geboren, begann er seine musikalischen Studien am nationalen Konservatorium seines Heimatlandes, bevor er Mitglied der Nachwuchsprogramme an den Opernhäusern in Pittsburgh und San Francisco wurde. International machte er sich 1999 als mehrfacher Preisträger beim Operalia-Wettbewerb einen Namen. Noch im selben Jahr folgten zahlreiche erfolgreiche Debüts an den wichtigsten Opernhäusern, die seinen Rang als außerordentliches Talent zementierten. Seitdem ist er auf allen großen Bühnen der Welt zu Gast. Seit seinem Regiedebüt in Lyon 2011 hat sich Rolando Villazón auch als Regisseur etabliert und u. a. für das Festspielhaus Baden-Baden, die Deutsche Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf und die Wiener Volksoper inszeniert. 2007 wurde der Tenor Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon. Seine Aufnahmen wurden über zwei Millionen Mal verkauft und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde er in seiner Wahlheimat Frankreich zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Rolando Villazón ist Botschafter der Red Noses Clowndoctors International und Mitglied des Collège de Pataphysique de Paris. Er hat bislang drei Romane, „Malabares“ (2013), „Lebenskünstler“ (2017) und zuletzt im Juni 2020 „Amadeus auf dem Fahrrad“ veröffentlicht. 2017 wurde er zum Mozart-Botschafter der Stiftung Mozarteum Salzburg ernannt. Seit 2019 ist Rolando Villazón Intendant der Mozartwoche und wird das weltweit wichtigste Mozart-Festival für fünf Jahre, bis 2023, künstlerisch gestalten.

Stiftung Mozarteum Salzburg

Wolfgang Amadé Mozart fasziniert die Menschen in aller Welt seit mehr als 250 Jahren durch seine Werke und seine Persönlichkeit. Die Stiftung Mozarteum Salzburg ist die weltweit führende Institution zur Bewahrung und Verbreitung dieses unschätzbaren kulturellen Erbes und trägt die vielfältigen Facetten Mozarts in die Welt mit dem Auftrag, allen Menschen und Generationen den Zugang zu seiner Musik, seinem Leben und seiner Persönlichkeit zu eröffnen.

Die Stiftung Mozarteum Salzburg setzt sich als Non-Profit-Organisation mit der Person und dem Werk Wolfgang Amadé Mozarts auseinander. Mit Initiativen in den drei Kernbereichen Konzertveranstaltung, Mozart-Museen und Wissenschaft schlägt sie die Brücke zwischen Bewahrung der Tradition und zeitgenössischer Kultur. Ihr Ziel ist es, wechselnde Perspektiven und neue Denkanstöße in der Auseinandersetzung mit dem Komponisten zu eröffnen. Seit 1956 veranstaltet die Stiftung Mozarteum rund um Mozarts Geburtstag im Jänner die Mozartwoche.

Der Verein Stiftung Mozarteum Salzburg wurde 1880 von Bürgern der Stadt Salzburg als „Internationale Stiftung Mozarteum“ gegründet und hat seine Wurzeln im „Dom-Musik-Verein und Mozarteum“ von 1841. Mozarts Witwe Constanze sowie die Söhne Carl Thomas und Franz Xaver Wolfgang stifteten dem Verein den Großteil seiner persönlichen Erinnerungsstücke. Die Stiftung Mozarteum verfügt damit über die weltweit größte Sammlung an originalen Briefen, Porträts und Instrumenten der Mozart-Familie.

mozarteum.at