s t a r g a z e präsentiert: Das Post-Beethoven-Fest 2021

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Am 10. und 11. Juni 2021 findet das Post-Beethoven-Fest des europäischen Musikerkollektivs s t a r g a z e in der Volksbühne Berlin statt. Das einzigartige Festival, das sich mit Beethoven jenseits des kanonischen Denkens nähert, wird ausschließlich per Stream weltweit zu sehen sein.

Das Festival präsentiert zahlreiche Kollaborationen und Uraufführungen, die sich den üblichen musikalischen Einordnungen entziehen. Dazu wurdenKomponist:innen wie Sarah Nemtsov, Nicole Lizée, Matthew Herbert und Aart Strootmanbeauftragt Beethoven neu zu denken. Ihre Kompositionen basieren auf Beethovens erster, zweiter, siebter und neunter Sinfonie. Ursprünglich Auftragswerke für die BBC Proms, das Helsinki Festival und das Barbican Centre, sind die Werke durch die Covid-19 Schließungen bisher nicht aufgeführt worden. Die Möglichkeit, die Kompositionen erstmalig gemeinsam zu präsentieren, ist deshalb umso außergewöhnlicher.

Dem gegenüber stehen Werke von Friedrich Nietzsche – aufgeführt von Holger Hiller (Palais Schaumburg) – aber auch Kompositionen von Stockhausen und Kraftwerk. Weitere beteiligte Künstler:innen sind die Tänzer:innen Latisha Sparks, Zen Jeffersonund Miriam Arnold, die wiedervereinigte Hamburger New-Wave-Band 1000 Robota und natürlich die Musiker:innen von s t a r g a z e selbst, die ihr gefeiertes Boards of Canada Projekt (basierend auf dem ‚Hi Scores‘ Album) als Deutschland-Premiere aufführen werden, mit Andi Haberl von The Notwist am Schlagzeug.

Das Post-Beethoven-Fest des s t a r g a z e Kollektivs wurde ins Leben gerufen, um zu erforschen‚ was das Erbe Beethovens im 21. Jahrhundert ist. Die eingeladenen Künstler:innen nehmen Beethovens Kompositionen als Ausgangspunkt, um in unterschiedlichen Formen den philosophischen und popkulturellen Kontext Beethovens zu ergründen und den Komponisten für das 21. Jahrhundert neu zu entdecken.

Um das digitale Erlebnis des Festivals so authentisch wie möglich zu gestalten, hat sich s t a r g a z e entschieden mit der Berliner Streamingplattform z|art.tv zu kooperieren. Zusammen haben sie einen digitalen Spielort entworfen, mit unterschiedlichen Bühnen, einer virtuellen Installation und sozialen Treffpunkten, um dem Publikum so ein unmittelbares Erleben zu ermöglichen.

Bereits zum dritten Mal ist s t a r g a z e nun zu Gast in der Volksbühne, und wieder kuratieren sie ein einzigartiges Festival. Dabei wird das orchestrale Kollektiv erstmalig seit August 2020 wieder an einem Ort vereint sein und zusammen mit seinen Gästen die Zeitgenossenschaft Beethovens künstlerisch vermessen.

Mehr Informationen zu s t a r g a z e auf Facebook: facebook.com und zum Festival: online-ticket.de

Das Post Beethoven Fest ist ein Projekt von s t a r g a z e, in Kooperation mit der Volksbühne. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.


Das Festival im Überlick

10.06.2021

Beet One (15min)
Komposition: Aart Strootman (NL)
mit: s t a r g a z e und André de Ridder

1000 Robota (45min)
neue und alte Songs, sowie ein Cover von Kraftwerk‘s Autobahn
1000 Robota sind: Anton Spielmann, Eva Kadlec, Jonas Hinnerkort und Sebastian Muxfeldt

Boards Of Canada ‚Hi Scores‘ + Beet7.2. mit Tanz (45min)
Arrangement von BoC Hi Scores: Aart Strootman, s t a r g a z e
Arrangement von Beet7.2.: André de Ridder, Mouse on Mars
mit: s t a r g a z e inkl. Drummer Andi Haberl (The Notwist, Andromeda Mega Express Orchestra) sowie den Tänzer:innenn Miriam Arnold, Latisha Sparks und Zen Jefferson

11.06.2021

Karlheinz Stockhausen: STOP und START (für Synthesizer und akustische Instrumente (23 Minuten)
mit: s t a r g a z e und André de Ridder

Beet2 (40 Minuten) – Uraufführung
Komponist:innen
“Beet Two-1” Josephine Stephenson, UK
“Beet Two-2” Kate Moore, NL
“Beet Two-3” Sarah Nemtsov, DE
“Beet Two-4” Nicole Lizée, CAN

Holger Hiller singt Nietzsche (50min)
Arrangements: Aart Strootman
mit: Holger Hiller und s t a r g a z e

Konzepträume am 10.06 und 11.06

ALONE” aus Beethoven NEIN
s t a r g a z e und Matthew Herbert, Konzept
Mayah Kadish, Violine

“TOGETHER” aus Beethoven NEIN
Klanginstallation, Matthew Herbert