»Rusalka« ab 15. Februar am Oldenburgischen Staatstheater

Die Nixe Rusalka hat sich in einen Prinzen verliebt und ist bereit, für ihn größte Opfer zu bringen: Durch den Verkauf ihrer Stimme gewinnt sie „Zugang“ zur menschlichen Sphäre – die Kommunikation zwischen den Welten bleibt jedoch weiterhin unmöglich. So muss Rusalka sprachlos mit ansehen, wie der Prinz der heißblütigen Erotik einer fremden Fürstin erliegt. Verzweifelt drängt es Rusalka daraufhin ins Geisterreich zurück, doch dort ist sie längst eine Ausgestoßene …

Unvereinbar stehen sich in Dvořáks ‚Rusalka‘ die beiden Welten gegenüber: Zwar entfaltet gerade ihre Widersprüchlichkeit einen ungeahnten Zauber, doch macht nicht zuletzt die erzwungene Sprachlosigkeit der Titelfigur jegliche Verständigung, geschweige denn ein Fußfassen der Figuren in der jeweils anderen Sphäre unmöglich. Umso beredter jedoch ist Dvořáks Musik: In ihrer leidenschaftlichen Romantik zeichnet sie ein lebendiges Abbild der aufgewühlten Psyche der Nixe und verleiht ihr damit paradoxerweise die Art von Menschlichkeit, nach der sie sich so sehr sehnt.

Regisseur Hinrich Horstkotte, der auch für die Ausstattung des Abends verantwortlich zeichnet, verlegt das Geschehen in die Entstehungszeit der Oper: „Die spätromantische Musik Dvořáks evoziert bei mir die Atmosphäre der Literatur der Vor-Jahrhundertwende, das soziale Elend, wie Hugo oder Dickens es schildern, und die damit verknüpfte Hoffnung der Protagonisten, sich aus diesem tristen Umfeld zu befreien. Das märchenhafte Element scheint mir nur Folie für die Schilderung des sehr traurigen Schicksals eines Individuums zu sein, das in einem ihm fremden, feindlichen Umfeld nicht leben kann, auch wenn es das so gerne möchte.“


Rusalka

Lyrisches Märchen in drei Akten

Von: Antonín Dvořák
Libretto: Jaroslav Kvapil

Premiere am Oldenburgischen Staatstheater: Samstag 15. Februar 20 (Großes Haus)

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro
Regie/ Bühne/ Kostüme: Hinrich Horstkotte
Einstudierung Chor: Thomas Bönisch
Licht: Regina Kirsch
Dramaturgie: Annabelle Köhler

Besetzung:

Rusalka: Lada Kyssy
Prinz: Jason Kim/ Zoltán Nyári
Wassermann: Ill-Hoon Choung
Fremde Fürstin: Ann-Beth Solvang
Hexe: Melanie Lang
1. Elfe: Martha Eason
2. Elfe: Martyna Cymerman
3. Elfe: Erica Back
Küchenjunge: Nian Wang
Heger: KS Paul Brady
Jäger (aus Off): Andreas Lütje

Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

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