ROSSINI IN WILDBAD 2022 – So schön war es noch nie!

Mit einem erstaunlichen Ergebnis endete das 33. Belcanto Opera Festival ROSSINI IN WILDBAD 2022. Alle Veranstaltungen fanden wie geplant statt und der Jubel bei den drei Opern war durchgehend groß. Trampelapplaus und Bravorufe waren die Regel. Das fiel besonders bei einem Highlight des diesjährigen Programms auf: Die Direktübertragung der szenischen Hauptproduktion „Ermione“ im DeutschlandRadio am 23. Juli 2022 mit hervorragenden Protagonistinnen und Protagonisten erzeugte knisternde Spannung, die sich immer wieder in lautstarkem Applaus entlud. Es war ein besonderer Glücksfall, dass Musikdirektor Antonino Fogliani trotz seiner wachsenden Verpflichtungen bei den Münchner Opernfestspielen diese wunderbare Aufführung dirigierte.

Ein weiterer Höhepunkt war die konzertante Produktion von „Armida“ mit sechs exzellenten Tenören und einer beeindruckenden Titelsängerin. Am stärksten gefeiert wurde im Königlichen Kurtheater „Adina“ mit der umwerfenden Sara Blanch in der Titelrolle. Regisseur war bei diesen szenischen Produktionen und bei einem kleinen musikalischen Spaß „Monsieur Offenbach chez Rossini“ der Festivalintendant, der sich in seinem Jubiläumsjahr im Dauereinsatz befand.

Auf dem Sommerberg wurden auf der Wildline, dem Baumwipfelpfad und auf der Waldlichtung am Grillplatz gleich drei Veranstaltungen angeboten und alle drei konnten bei bestem Wetter gut besucht durchgeführt werden. Das Publikum zeigte sich insbesondere völlig begeistert bei Stabat Mater auf dem Turm des Baumwipfelpfads: eine vollendete Sinfonie aus erstklassiger Musikdarbietung, Atmosphäre und Wetter. Beim „Waldkonzert“ beglückte der erst 25-jährige, überaus begabte Dirigent Diego Ceretta.

Den International BelCanto Prize teilten sich die finnische Sopranistin und Inghe-Borkh-Stipendiatin Iida Antola und der koreanische Bassbariton Jusung Gabriel Park, der demnächst in das Opernstudio der Wiener Staatsoper eintritt.

Angesichts der überall zu beobachtenden Malaise der Besucherzahlen von Kulturveranstaltungen ist ROSSINI nochmals mit einem blauen Auge davongekommen. Die Eintrittszahlen lagen mit knapp 240.000 Euro rund 11% unter den internen Erwartungen, die angesichts reduzierten Zeitraums und teilweise reduziertem Platzangebot bewusst schon niedriger angesetzt waren als sonst.

Intendant Jochen Schönleber zeigte sich überglücklich: „Entgegen allen meinen Befürchtungen konnten wir einen Ausbruch von Covid-19 im Festival vermeiden. Somit wurden alle Veranstaltungen mit den Originalbesetzungen durchgeführt, die Aufnahmen sind ‚im Kasten‘ und die Resonanz war lautstark und überaus positiv. Was kann man in so schwierigen Zeiten mehr wollen? Die Stimmung im Festival war bei Künstlern und Organisation hervorragend. Das hat sich mitgeteilt. Ein schöneres Festival ROSSINI IN WILDBAD gab es nie.“

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