Regisseur Harry Kupfer verstorben

Wie gestern die ARSIS Artist Management GmbH bekanntgab, verstarb am 30. Dezember 2019 nach längerer Krankheit der Grandseigneur des realistischen Musiktheaters: Harry Kupfer.

Nach beruflichen Anfängen in Stralsund (1958) folgten Stationen in Chemnitz, Weimar und Dresden. Ab 1981 war er für 21 Jahre Chefregisseur der Komischen Oper Berlin. Sein Weltruhm begann mit der Inszenierung von Wagners Der fliegenden Holländer 1978 in Bayreuth, dem zehn Jahre später Der Ring des Nibelungen folgte. Er arbeitete zusammen mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Gerd Albrecht, Daniel Barenboimm, Zubin Mehta, Kirill Petrenko und Sebastian Weigle.

An der Oper Frankfurt inszenierte er Lulu (1979), Madame Butterfly (1980), Palestrina (2009), La damnation de Faust (2010), Der Spieler (2013) und Iwan Sussanin (2015).

Mit seiner letzten Inszenierung von Händels Poro im Frühjahr 2019 kehrte Harry Kupfers zurück an die Komische Oper Berlin.

Eine ausführliche Würdigung von Michael Lewin, den mit Kupfer eine fast 35-jährige Zusammenarbeit und Freundschaft verband, erscheint demnächst auf der Homepage von Kupfers Agentur (arsis-artists.com).