Rausch und Liebesverwirrungen im Elfenwald: »Ein Sommernachtstraum« ab 14. November 20 am Theater Pforzheim

Nach einer rauschhaft magischen Nacht erwachen alle leicht benommen, und auf wunderbare Weise hat nun jede den passenden Partner an ihrer Seite. Wie konnte das geschehen, hatte doch alles mit Streit und Eifersucht begonnen? Die Elfenkönigin Titania hatte sich eines Jünglings angenommen und ihren Gemahl Oberon seither mit Desinteresse geschmäht. Dieser wendet sich rachsüchtig an den Elfen Puck, der Titania mithilfe einer Zauberblume in das nächstbeste wilde Tier verliebt machen soll. Kaum erwacht sie, brennt ihr Herz ausgerechnet für einen Esel. Auch zwischen vier Athener Edelleuten und bei einer Handwerkertruppe, die im Wald ein Schauspiel einübt, sorgt Puck mithilfe des magischen Krauts gehörig für Unruhe…

Farbenreich, heiter-romantisch und doch voller Tiefgang ist diese große Oper des britischen Komponisten Benjamin Britten. Betörend ätherisch klingt sein Elfenwald durch Harfe, Xylophon und Piccoloflöte, in die sich die für die Altstimme eines Countertenors komponierten Verwünschungen Oberons und Titanias Koloratursopran einfügen. Eine rauschhafte Musik verleiht den Szenen der Liebespaare großen Opernpathos. Tiefe Bläser und Streicher mit Schlagwerkbegleitung charakterisieren hingegen die lustige und tollpatschige Handwerkertruppe, während der verschmitzte Puck auch stimmlich rein perkussiv agiert.


Ein Sommernachtstraum

Oper in drei Akten

Von: Benjamin Britten
Libretto: Benjamin Britten und Peter Pears nach William Shakespeare

Uraufführung: 11. Juni 1960 (Aldeburgh, Jubilee Hall)

Premiere am Theater Pforzheim: 14. November 2020 (Großes Haus)
In der deutschen Übersetzung von Ernst Roth nach August Wilhelm Schlegel

Musikalische Leitung: Florian Erdl
Inszenierung: Thomas Münstermann
Bühne & Kostüme: Thomas Mogendorf

Mit: Dorothee Böhnisch, Arthur Canguçu, Jina Choi, Klaus Geber, Stamatia Gerothanasi/Helena Steiner, Nicholas Hariades, Lilian Huynen, Dirk Konnerth, Paul Jadach, Joanna Lissai, Elisandra Melián, Lukas Schmid-Wedekind, Aleksandar Stefanoski, Philipp Werner und Nico Wouterse

Badische Philharmonie Pforzheim

theater-pforzheim.de