Puccinis »Manon Lescaut« mit Asmik Grigorian ab 6. Oktober 19 an der Oper Frankfurt

Manon Lescaut ~ Oper Frankfurt ~ Chevalier Renato Des Grieux (Joshua Guerrero) und Manon Lescaut (Asmik Grigorian) ~ © Barbara Aumüller ~ szenenfoto.de

Manon Lescaut von Giacomo Puccini (1858-1924) kam 1893 in Turin zur Uraufführung. Mit diesem Werk, das rasch internationale Verbreitung fand, legte der italienische Opernkomponist den Grundstein für seinen Erfolg, der sich mit La Bohème, Tosca und Madama Butterfly fortsetzen sollte. Bereits ein Jahrzehnt zuvor hatte sich Jules Massenet des Stoffes angenommen, der auch Puccinis dritter Oper zugrunde liegt: der Roman Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut (1731) des Franzosen Abbé Prévost. Nicht weniger als acht Autoren waren an der Entstehung des Textes beteiligt, darunter auch der Komponist selbst, der sich einschneidende Kürzungen vorbehielt. 20 Jahre nach der Inszenierung durch Alfred Kirchner kehrt das Werk nun auf den Frankfurter Spielplan zurück.


Zum Inhalt: Manon, die auf Geheiß ihres Vaters ins Kloster gebracht werden soll, erreicht mit ihrem Bruder Lescaut die Stadt Amiens. Dort verliebt sich der Student Des Grieux augenblicklich in sie. Doch auch der Steuereintreiber Geronte zeigt Interesse an dem Mädchen und plant dessen Entführung. Des Grieux kommt ihm zuvor und ergreift mit Manon die Flucht. Da er aber ihrem Luxusbedürfnis nicht gerecht werden kann, verlässt sie ihn für Geronte. Mit ihm lebt sie in Wohlstand zusammen, bis sie die Sehnsucht nach Des Grieux plagt. Als beide wiedervereint sind, wollen sie abermals fliehen. Manon wird jedoch verhaftet und deportiert. Des Grieux darf sie nach Amerika begleiten. Dort stirbt Manon auf der erneuten Flucht in den Armen des Geliebten.


Die musikalische Leitung liegt bei Lorenzo Viotti, der nach Werther und Tosca an den Main zurückkehrt. Seit 2018/19 fungiert er als Chefdirigent des Orquestra Gulbenkian in Lissabon. 2021/22 wird er in gleicher Position an die Dutch National Opera & Ballet in Amsterdam wechseln. Zu seinen Plänen gehören u.a. Gounods Roméo et Juliette an der Mailänder Scala und La Bohème an der Opéra National de Paris. Àlex Ollé (Regie) gehört zu dem international tätigen katalanischen Künstlerkollektiv La Fura dels Baus und gab 2016/17 sein Frankfurter Hausdebüt mit dem Doppelabend La Damoiselle élue und Jeanne d’Arc au bûcher (Wiederaufnahme 2019/20). 2020 kehrt er für Montemezzis L’amore die tre re an die Mailänder Scala zurück. Nach ihrem überwältigendem Erfolg als Strauss’ Salome 2018 in Salzburg (Wiederaufnahme 2019) gab Asmik Grigorian (Manon) in Frankfurt ihr bejubeltes Debüt als Tschaikowskis Iolanta. Geplant sind Janáčeks Jenůfa am Londoner Covent Garden sowie Bellinis Norma am Theater an der Wien. Der amerikanische Tenor Joshua Guerrero gibt als Des Grieux sein Bühnendebüt in Deutschland. Zu seinen aktuellen Engagements gehören Pinkerton in Madama Butterfly in Glyndebourne (2018) und Rodolfo in La bohème in Toronto (2019). Angeführt von Iurii Samoilov (Lescaut) sind fast alle weiteren Partien mit Angehörigen des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.


Manon Lescaut
Dramma lirico in vier Akten

Von: Giacomo Puccini
Premiere an der Oper Frankfurt: 6. Oktober 19

Musikalische Leitung: Lorenzo Viotti
Inszenierung: Àlex Ollé (La Fura dels Baus)
Bühnenbild: Alfons Flores
Kostüme: Lluc Castells
Licht: Joachim Klein
Video: Emmanuel Carlier
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Stephanie Schulze

Besetzung:

Manon Lescaut: Asmik Grigorian
Lescaut: Iurii Samoilov
Chevalier Renato des Grieux: Joshua Guerrero
Geronte de Ravoir: Donato Di Stefano
Edmondo: Michael Porter
Der Wirt: Magnús Baldvinsson
Ein Musiker: Bianca Andrew
Ein Tanzmeister: Jaeil Kim
Der Laternenanzünder: Santiago Sánchez
Der Sergeant: Božidar Smiljanić
Der Kapitän: Pilgoo Kang *

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

* Mitglied des Opernstudios

Weitere Vorstellungen: 10., 13. (18.00 Uhr), 18., 25., 27. (15.30 Uhr) Oktober, 2., 9. (18.00 Uhr), 15., 23. November 2019

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

oper-frankfurt.de